Generalvikar Trauffer
Das Gespräch mit dem Herrgott funktioniert ganz gut
Im heutigen Interview wurde der Generalvikar auch gefragt, ob er schon daran gedacht habe, Selbstmord zu begehen.
'Blick'-Artikel mit Generalvikar Roland Trauffer.
‘Blick’-Artikel mit Generalvikar Roland Trauffer.
(kreuz.net) „Ich bin tatsächlich nicht mehr so gesund, wie ich es sechzig Jahre lang war“. Das erklärte der Generalvikar der Diözese Basel, Dominikanerpater Roland Trauffer (62), heute vor der Schweizer Boulevardzeitung ‘Blick’.

Vor zweieinhalb Jahren habe er beim Volleyballtraining plötzlich gespürt, daß ein Bein „nicht mehr so richtig tat, wie es sollte.“

Danach stellten Ärzte eine spastische Paralyse fest: „Seit der damaligen Untersuchung ist meine Behinderung immer offensichtlicher geworden.“
Der Krankheitsverlauf sei offen: „Ich spüre, daß die Behinderung zunimmt.“

Es handelt sich um eine sehr seltene Erbkrankheit. Darum stellte sich der Generalvikar auch für ein Forschungsprogramm zu Verfügung: „Ein Medikament, von dem sich die Ärzte etwas erhofft hatten, wirkte nicht.“ Immerhin sei die Behinderung nicht tödlich.

Er sei sein Leben lang immer in Bewegung gewesen. Das sei jetzt nur noch reduziert möglich: „Nach Sitzungen oder Gottesdiensten ist mein Abgang kläglich.“

Sein Amt als Generalvikar könne er aber noch voll erfüllen.

Er sei schon in Versuchung gewesen, mit seinem Schicksal zu hadern – gesteht Pater Trauffer vor der Boulevardzeitung ein. Dennoch:

„Das jetzige Kontrastprogramm zum früheren Lebensstil habe ich mir zwar nicht gewünscht, aber ich erlebe es als Gnade, so wie auch die Dinge zuvor.“

Schließlich fällt es dem Journalisten Simon Spengler ein, den Generalvikar zu fragen, ob er als zukünftiger Pflegefall schon an Selbstmord gedacht habe. Der Geistliche winkt ab.

Schon in den 80er Jahren habe er im Fernsehen mit dem Gründer einer Selbstmord-Vereinigung gestritten und diesem gesagt: „Was sind Sie für ein Mensch, mit dem Giftbecher in der Welt herumzulaufen?“

Pater Trauffer kritisiert „unsere Gesellschaft, die Schwerkranken und Behinderten immer mehr das Gefühl gibt, sie seien bloß eine Belastung“.

An Einsamkeit leidet der zölibatäre Generalvikar Trauffer nicht: „Als Ordensmann sind da noch meine Brüder, und das Gespräch mit dem Herrgott funktioniert auch ganz gut. Das ist sehr wichtig.“

Auf die Frage, wie er bete, sagt Pater Trauffer: „Herr und Gott, erbarme Dich meiner.“ Damit sei alles gesagt.

Er bitte im Gebet um die Kraft, den Tatbeweis für das anzutreten, was er in seinen Predigten anderen zugemutet habe: „Ganz auf Gott vertrauen, ohne Abstriche.“

„Jetzt, wo es ernst, wo es schwieriger wird, will ich den Weg mit Gott ganz gehen.“
      
16 Lesermeinungen
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#16   Elendester Sünder   23:02:51 | Mittwoch, 16. April 2008
Biene Maja
„Christus trägt heute noch unter unserer Sünden das Kreuz vieleicht trage ich mit…“
Wieso vielleicht? Sühneleiden ist stets freiwillig. Jedes Opfer ist freiwillig, sonst ist es kein Opfer. Wenn du dein Leiden nicht aus freiem Willen trägst, betrachte es lieber als Knute des Herrn, der dich weiter verdemütigen will, weil er dich liebt.
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#15   Biene Maja   22:02:21 | Mittwoch, 16. April 2008
Elendester Sünder
Christus trägt heute noch unter unserer Sünden das Kreuz vieleicht trage ich mit…
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#14   Elendester Sünder   20:10:41 | Mittwoch, 16. April 2008
Biene Maja
Das ist quatsch. Jedes unserer Haare ist gezählt und kein Spatz fällt vom Dach ohne den Willen des Herrn. Diese Panikmache vor Krankheiten ist Schindluder.
Selbst Krankheiten, die die Medizin unheilbar nennt, können genauso schnell wieder verschwinden, wie sie gekommen sind.
Wenn es uns scheint, eine Krankheit, durch die wir leiden, machte keinen Sinn und Gott würde unser Flehen nach Heilung ignorieren, so ist das ein sicheres Zeichen dafür, daß es uns noch an Demut fehlt.
Das Aufheulen der Heuchler unten habe ich erwartet, und ich finde es zum K…
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#13   clarissa colonia   19:44:40 | Mittwoch, 16. April 2008
Gibt es auf Waldemar Bonsels großer Blumenwiese
eigentlich auch Tasten für die Interpunktion?
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#12   Biene Maja   19:24:56 | Mittwoch, 16. April 2008
Das Gespräch mit dem Herrgott funktioniert ganz gut
ich leide unter ähnlichen Beschwerden wenn der Glaube mir nicht Halt bieten würde währe ich verlohren also nicht spotten es kann jeden treffen
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#11   sexychrist   17:52:03 | Mittwoch, 16. April 2008
Ich kenne die Krankheit aus dem Bekanntenkreis…
…und sie ist wirklich nichts, worüber man Witze machen sollte, genauso wie man es bei anderen Krankheiten unterlassen sollte.
Elender Versager, ich bin dann mal im Keller das Niveau suchen!
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#10   unteroktav   14:58:32 | Mittwoch, 16. April 2008
@ElenderSünder
Wem nichts besseres einfällt, als die Krankheiten anderer dazu zu beutzen, um damit dämliche Bemerkungen abzusondern, der ist in der Tat elend dran, und ein Sünder ist er auch. Sie werden Ihrem Nicknamen als absolut gerecht!
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#9   HBR   14:15:14 | Mittwoch, 16. April 2008
Ich glaube eher…
…dass die militanten Tradis unter Spastische Paralyse leiden
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#8   Elendester Sünder   14:11:39 | Mittwoch, 16. April 2008
Spastische Paralyse
„Ein Medikament, von dem sich die Ärzte etwas erhofft hatten, wirkte nicht.“ Eine Anspielung auf den Modernismus?
„Nach Sitzungen oder Gottesdiensten ist mein Abgang kläglich.“
Typische Symptomatik.
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#7   stimme der vernunft †   14:07:10 | Mittwoch, 16. April 2008
Elender Schwätzer
Nur weil du irgendwo ein Fremdwort aufgeschnappt hast, das du nicht verstehst, musst du jetzt nicht alle Threads damit zumüllen.
Versuchs mal im Google, da wird dir sicher geholfen.
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#6   LandorganistII   14:05:54 | Mittwoch, 16. April 2008
Ich täuschte mich,
es gibt doch immer noch einen Drecksack, der sich äußern muss… :-!
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#5   Elendester Sünder   14:00:30 | Mittwoch, 16. April 2008
„Ich spüre, daß die Behinderung zunimmt.“
Die Wissenschaft sollte einmal untersuchen, ob spastische Paralyse gehäuft unter Generalvikaren auftritt. Das würde manche Mißstände erklären.
Möglicherweise sind Generalvikariate geradezu Brutstätten der spastischen Paralyse.
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#4   Aleph †   13:28:47 | Mittwoch, 16. April 2008
Atheismusbuch
Und niemand tut mehr was für das Atheismusbuch „Spießig statt spaßig“ mit dem Bild der Fürstin Gloria…!
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#3   Elendester Sünder   13:26:52 | Mittwoch, 16. April 2008
Spastische Paralyse
darunter leidet der deutsche Klerus.
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#2   LandorganistII   13:11:00 | Mittwoch, 16. April 2008
Gegen diese christliche Gesinnung
sind selbst Tradis macht- und wortlos.
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#1   Aleph †   12:51:51 | Mittwoch, 16. April 2008
Aufwertung erwünscht
Und bei diesem Artikel kümmert sich auch keine Menschenseele um Aufwertung…!
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