Pius XII.
Pius XII. auf der Schnellstraße zur Seligsprechung
Der heiligmäßige Papst schlief nur vier Stunden pro Nacht und wog weniger als 65 Kilogramm als er starb. Quellen aus dem Vatikan bestätigen, daß seine Seligsprechung unmittelbar bevorsteht.
(kreuz.net, Vatikan) Papst Johannes Paul II., der Anfang Februar fast erstickt wäre und im letzten Augenblick in die Gemelli-Klinik gebracht wurde, ist an der Seligsprechung seines Vorgängers, Papst Pius XII., sehr interessiert. Das berichtete die in Rom erscheinende Monatszeitschrift „Inside the Vatican“.

Papst Pius XII. wurde kurz vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges auf den päpstlichen Thron erhoben und sah sich bald einem doppelten Kampf gegen die Nationalsozialisten und gegen die Kommunisten gegenüber.

Der heiligmäßige Papst schlief nur vier Stunden pro Nacht und wog weniger als 65 Kilogramm als er starb. Quellen aus dem Vatikan bestätigen, daß seine Seligsprechung unmittelbar bevorsteht.

Papst Johannes Paul II. selber soll noch vor seinem letzten Spitalaufenthalt gesagt haben: „Ich werde nicht sterben, bevor ich Papst Pius XII. nicht seliggesprochen habe.“ Verschiedentlich hat Johannes Paul II. seinen Vorgänger einen „großen Papst“ genannt.

Während seines Pontifikates von 1939-1958 stand Pius XII. wegen seines Widerstandes gegen den nationalsozialistischen und kommunistischen Totalitarismus in hohem Ansehen.

Als er starb, trauerte die ganze Welt um ihn, besonders die jüdische Gemeinschaft, die den Papst immer wieder für seine Verdienste während des Zweiten Weltkrieges pries. Obwohl der Papst im Vatikan eingeschlossen war, gelang es ihm, mindestens 860.000 Juden vor der sicheren Vernichtung zu retten.

Einige Jahre nach seinem Tod verfaßte ein Deutscher namens Rolf Hochhuth ein Theaterstück, das in der ganzen Welt gespielt wurde und Papst Pius XII. als einen schweigenden, gleichgültigen Mann darstellte, der inmitten der Greuel des Zweiten Weltkrieges dahinlebte. Hochhuth war selber Mitglied der Hitlerjugend gewesen.

Obwohl die wissenschaftliche Geschichtsschreibung das Stück von Hochhuth als Verleumdung entlarvte, wurden dessen Aussagen von vielen für wahr gehalten. So entstand eine schwarze Legende um den heldenhaften Papst.

Der amerikanische Jesuitenpater Robert Graham, ein führender Fachmann über diese Zeitepoche, sagte zu Hochhuths Theaterstück:

„‘Der Stellvertreter’ war mehr als ein Theaterstück. Das war ein gezielter Rufmord, der von der Tagespresse begierig aufgenommen wurde. Das Stück fiel in die Zeit der Publikation des Tagebuches der Anna Frank und des Prozesses und der Hinrichtung von Adolf Eichmann. Die Welt wollte ihrem Abscheu Luft machen. Da es keine richtigen Nationalsozialisten mehr gab, die man hätte bestrafen können, bot das Bild eines kleinmütigen Papstes genau den gewünschten Sündenbock.“

Inzwischen hat sich das Blatt gewendet. Die historische Wahrheit ist ans Licht gekommen. Die schwarze Legende fällt mehr und mehr in sich zusammen.

Erst im Dezember 2004 behauptete der italienische Historiker Alberto Melloni, Pius XII. habe die Herausgabe von im Krieg versteckten jüdischen Kindern verhindern wollen. Doch bereits im Januar wiesen zwei italienische Journalisten nach, daß das von Melloni verbreitete Beweisdokument kein Brief des Papstes war, sondern eine fehlerhafte französische Übersetzung, welche die Anweisung des Papstes völlig verfälscht darstellte.
      
2 Lesermeinungen
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#2   paule46   16:23:59 | Dienstag, 22. Dezember 2009
Pius XII. war kein Heiliger!
Im Juni 1940 schrieb der im Vatikan tätige Kardinal Eugéne Tisserant an den Erzbischof von Paris, Kardinal Emmanuel Suhard, : „Ich fürchte, die Geschichte wird dem Heiligen Stuhl vorzuwerfen haben, er habe eine Politik der Bequemlichkeit für sich selbst verfolgt, und nicht viel mehr. Das ist äußerst traurig, vor allem, wenn man unter Pius XI. gelebt hat. Und jedermann verlässt sich darauf, dass, nachdem Rom zur Offenen Stadt erklärt ist, von der Kurie niemand etwas zu leiden haben wird, das ist eine Schande.“
Festzuhalten bleibt, dass Pius XII. als Friedensvermittler bereit stehen wollte und deshalb seine offiziellen Neutralität nicht zur Disposition stellen wollte. Das kostete moralische Opfer, nach Meinung des englischen Historikers Owen Chadwick zu große : „Die Vorbedingung für eine erfolgreiche (Vermittlung) war der Ruf, aufrichtig als Hirte der Christenheit echt besorgt und neutral zu sein… Aber der Status der Neutralität zu erreichen, war nicht ohne Opfer möglich, und dieses Opfer wuchs, je mehr der Krieg sich verschlimmerte. Es bestand darin, dass der Papst in Öffentlichkeit schwieg und höchstens ganz allgemein sprach.“
Aber – so Chadwicks letztes Urteil – nicht abwägende Diplomatie, sondern ein Aufschrei wäre nötig gewesen: „Es kann Augenblicke geben, …wo nicht in erster Linie Weisheit gefragt ist, sondern wo eine moralische Situation – zum Teufel mit der Weisheit! – einen Gefühlfühlsausbruch verlangt.“
Paul Haverkamp, Lingen
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#1   Malachias †   23:13:13 | Freitag, 7. Juli 2006
Lasst die Toten ihre Toten begraben!
^-^ Lasst die Apostaten ihre Apostaten selig sprechen! O:O
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