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Freitag, 18. April 2008 11:32
Wieviel Mitschuld hat das Erste Vatikanische Konzil an der Liturgiereform nach dem Zweiten Vatikanum. Und: Wäre es angebracht, das Fest der Heiligen Johanna von Orleans in Rot zu zelebrieren? Fragen, die Martin Mosebach dem Papst stellen würde.
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Samstag, 19. April 2008 15:39
Chrysostomos: 10 Fragen an den Papst
Es stimmt, beim ersten Lesen der Fragen gewinnt man tatsächlich den Eindruck, ob es nicht wichtigere Probleme in der Kirche gäbe. Aber bei mehrmaligem Durchlesen und Durchdenken, merkt man durchaus, dass hier mit Überlegung sehr kluge Fragen über wirklich wichtige Problemkreise gestellt wurden. Was z.B. für den Westen ein durchaus nebensächliches Thema ist, bedeutet für die Orthodoxie und die Ökumene sehr viel, nämlich der Titel „Patriarch des Abendlandes“. Dem Schreiber, „sexy…“ kann ich nur entgegenhalten, was der legendäre österreichische Bundeskanzler Dr. Kreisky (übrigens ein Sozialist!) einem Journalisten zugerufen hat: „Herr Redakteur, lernen Sie zuerst einmal Geschichte!“
Samstag, 19. April 2008 09:39
Parmenas: Ich gehe davon aus,
daß dieses Heft nicht einmal den Materialwert besitzt.
Samstag, 19. April 2008 09:37
Franz Kappes: Vatican Magazin
Wenn dieses Heft doch nicht so teuer wäre …
Samstag, 19. April 2008 02:03
Fabianus: @Benedikt
Dankeschön!!
Freitag, 18. April 2008 19:20
Benedikt: Die Antwort…
…auf Frage 8 würde mich allerdings auch interessieren.

@ Fabianus
Hundertprozentig kann ich Ihre Frage nicht beantworten, aber: Die Mitra wird nicht abgesetzt, wenn sie gleich danach wieder aufgesetzt werden müsste. Vor dem Altarkuss am Schluss war der Segen, dabei trägt der Papst (jeder Bischof) die Mitra. Gleich danach ist der Auszug, auch hierbei wird die Mitra getragen. Das dauernde Auf- und Absetzen wollte man bei der Vereinfachung der Pontifikalriten vermeiden.
Freitag, 18. April 2008 19:03
Dr. Otterbeck: @Seminarist
Was sind denn Teppicktanten??

Freitag, 18. April 2008 17:21
Sirilo: Jeanne d’Arc
Die Frage, warum das Fest der hl. Jeanne d’Arc (Johanna von Orleans) nicht mit der liturgischen Farbe Rot gefeiert wird, läßt sich leicht beantworten (und Herr Mosebach müßte das bei seiner Bildung wissen): Jeanne d’Arc starb nicht Märtyrin für den katholischen Glauben, sondern als französische Nationalheldin. Ihr kirchlicher Status ist „Jungfrau und Bekennerin“.
Freitag, 18. April 2008 16:48
sexychrist: Sicherlich ist die Vergangenheit wichtig…
…kein Zweifel! Aber man sollte sich doch zunächst den Problemen der Gegenwart widmen. Bisher kam man ohne die Antworten auf besagte Fragen auch herzlich gut aus!
Freitag, 18. April 2008 16:42
Bernd Stromberg: @Sexychrist
Die Kirche muss sich natürlich um die Gegenwart kümmern und diese kritisch beleuchten. Keine Frage! Allerdings ist die Vergangenheit für die Kirche auch normativ. Denken Sie etwa an die Hl. Schrift, Konzilsentscheidungen, Kirchenväter etc. Das sind alles Größen der vergangenheit, die ihre Bedeutung für die unmittelbare Gegenwart haben. Denn die kath. Kirche ist ohne ihre Vergangenheit nicht zu denken. Das mag eine komische Vorstellung für Sie sein, ist aber in vielen Bereichen außerhalb der Kirche ähnlich.

Dass hier auf Kreuznet auf Wissenschaftler etc, geschimpft wird, sollte man nicht immer ernst nehmen.

Wenn Sie sich für den kath. Glauben interessieren, lesen Sie zB. den Weltkatechismus. Da finden Sie alles wichtige. Und nehmen Sie Kreuz-net und die komischen Lesermeinungen nicht ernst.
Freitag, 18. April 2008 16:35
sexychrist: Die Kirche sollte sich viel weniger um die Vergangenheit…
…denn um die Gegenwart kümmern.

Übrigens wird hier ziemlich oft auf Wissenschaftlern, Historikern und Theologen herumgeschimpft, an anderer Stelle werden diese dann aber wiederum zum non-plus-ultra in Glaubensfragen erhoben.
Freitag, 18. April 2008 16:31
Bernd Stromberg: @Sexychrist
Das ist Ihre Position und Ihre Sichtweise. Vergessen Sie dabei bitte nicht, dass Sie ja nicht „vom Fach“ sind, Sie sind nicht Theologe, Kirchenrechtler, Historiker, Philologe o. ä. und vermutlich an diesen Wissensgebieten nicht sonderlich interessiert. Die Frage zB., ob man die antik-pagane Kultur als „zweites“ Altes Testament ansehen könnte, ist recht provokant und voraussetzungsreich. Auch die Frage, ob es sinnvoll ist, gerade im Hinblick auf die Orthodoxie den Titel eines Patriarchen des Westens aufzugeben, ist doch recht interessant. Denn dieser Titel ist dort völlig unumstritten und wird anerkannt.

Beschäftigen Sie sich einfach mal mit Kirchengeschichte, und Sie werden sehen, wie sich für Sie neue Zusammenhänge auftun werden.
Freitag, 18. April 2008 16:26
Seminarist: Liturgischer Genius Mosebach
Alle Fragen schneiden, jede für sich, tiefgehende Themenkomplexe an. Frage 7 wird uns zur Zeit noch sehr beschäftigen müssen. Alles in allem eine brilliante Vorstellung des Büchner-Preis-Trägers, von dem nicht wenige behaupten, er sei der Thomas Mann des 21. Jahrhunderts. (Wenn er dies persönlich wahrscheinlich sogar noch als Beleidigung auffassen würde.)
Übrigens:
Das geistige Teppickantenniveau der intellektuellen Flitzpiepen hier sollte uns nicht weiter stören!
Freitag, 18. April 2008 15:59
sexychrist: So interessant wie…
…die Frage wieso die Banane krum ist.
Freitag, 18. April 2008 15:49
Bernd Stromberg: @Sexychrist
Ich finde es positiv, dass Sie sich als sehr junger Mensch für kirchlich-religiöse Themen interessieren.

Die Fragen, die Martin Mosebach gestellt hat, sind allerdings schon recht intelligent und interessant. Sorry, aber Ihre Antworten zeugen von einer gewissen Ignoranz und Arroganz. Da Sie erst 17 sind, kann man das natürlich entschuldigen. Allerdings sollten Sie sich darüber im klaren sein, dass es auch andere Fragen und Probleme gibt, als die, die Ihnen begegnen. Ich denke, wenn Sie etwas älter sind, wird Ihnen das bewußt werden. Denn im Moment fehlt Ihnen noch das theologische und historische Wissen, um die Fragen von Mosebach angemessen würdigen zu können. Aber trösten Sie sich, da sind Sie bei weitem nicht die einzige Person hier bei Kreuznet, auf die dieser Mangel zutrifft.
Freitag, 18. April 2008 15:20
Libertas Ecclesiae: Liturgische Militanz?
Herr Dr. Otterbeck,

was verstehen Sie bzw. die Kölner Kirchenzeitung unter „liturgischer Militanz“? Was ist mit diesem Begriff gemeint? Wer ist militant?
Freitag, 18. April 2008 15:19
Tridentinus: Gotthart
Ich antworte Ihnen nicht oft. Aber Ihre jetzige Äusserung veranlasst mich doch dazu: Ganz unabhängig von der Frage, ob der Papst hier etwas stiften sollte oder muss – für einen Katholiken sind Sie in jedem Fall so autonom in Ihrer Glaubenspraxis, dass Sie damit bald allein sind. Falls Sie dieses Alleinsein biologisch noch erleben!
Freitag, 18. April 2008 15:16
sexychrist: Antworten
1. keine Ahnung, eine Diskussion darüber ist einfach zu dämlich
2. Die konservativen Teile der Kirche hatten schon immer was gegen starke Frauen.
3. „Du sollst dir kein Bild machen“ – es ist doch scheißegal wie Jesus aussieht! Es gibt kein existierendes „richtiges“ Bild von ihm. Richtig aber ist: Jesus war kein Weißer
4. Hoffentlich nicht, das würde endgültig die Menschen von der Kirche abschrecken. Andererseits könnte dann der nächste Schritt die Wiedereinführung der Inquisition sein!
5. Das einzig schlimme am christlichen Kaisertum war der Anspruch der Kirche die einzig wahre Religion zu sein!
6. Die Antwort hierauf ist natürlich vollkommen weltentscheidend *wen juckt das?*
7. Das Ziel des interreligiösen Dialogs ist es, ein friedliches ungestörtes Miteinander der Religionen praktizieren zu können. Heiden gibt es übrigens nicht!
8. Der Titel stammt aus grauer Vorzeit und war einfach überflüssig. Als Pontifex Maximus ist der Papst nicht nur Patriarch des Westens.
9. Nein, das wäre einfach der einzig sinnvolle Schritt, damit auch wieder mehr Menschen den Sinn des Glaubens verstehen könnten.
10. Was soll das bitte verändern. Ich bete wie mir der Kopf steht und nicht das, was der Papst mir vorschreibt!
Freitag, 18. April 2008 15:11
semper reformandus: @Dr. Otterbeck
Ich weiß aus persönlicher Anschauung, dass und wie Mosebach betet und hilft. Sie müssen hier keine – scheinheilig in rhetorische Fragen verpackte- „Gegenangriffe“ auf Mosebach starten, weil Mosebach niemanden, jedenfalls nicht den Papst, angegriffen hat. Wenn Sie ihn nicht verstehen, schweigen Sie.
Freitag, 18. April 2008 14:48
Dr. Otterbeck: „Betet Mosebach?“
Beichtet er? Hilft er in Not? Das sind einige Fragen, die man ihm stellen könnte. Aber immerhin: Die liturgische Militanz geht dem Ende zu (vgl. Kirchenzeitung Köln von heute, S. 42 f.).
Freitag, 18. April 2008 14:40
r.ruhrgebietler: Wurde auch endlich Zeit!
Jesus Christus wird es ihm sicherlich hoch anrechnen!
Freitag, 18. April 2008 14:17
LandorganistII: An der Frage
welche liturgische Farbe am Fest der hl. Johanna zu tragen ist, wird sich das Schicksal der Welt entscheiden.
Freitag, 18. April 2008 13:29
Fabianus: Ich habe
mal eine Frage. Zu Beginn der Messe wird dem heiligen Vater oft die Mitra abgenommen, bevor er zum Altarkuss schreitet. Am Ende küsst er ihn mit Mitra. Gibt es diebezüglich eine liturgische Regelung oder wird es unterschiedlich gehandhabt?
Danke den Antwortenden!!
Fabianus
Freitag, 18. April 2008 13:09
Lorenz: „Religion der unauflösbaren Paradoxien“
So paradox ist das Christentum doch gar nicht. Es ist – und das ist es scheinbar gerne und muss es wohl auch sein – nur eine Herausforderung für die menschliche Vernunft – aber keine uneinnehmbare, unauflösliche Paradoxie.
Freitag, 18. April 2008 12:34
Gotthard: Stiftung
„Könnte der Heilige Vater nicht ein für den Westen neues Gebet, das orthodoxe Monologion, den orthodoxen Rosenkranz, stiften?“

was soll denn dieser Quatsch?
Ich kann doch beten, wie und was ich will – eine päpstliche Stiftung braucht dazu niemand. Ich kann auch Rosenkranz auf tausend Weisen beten – brauch dazu keinen Papst.
Freitag, 18. April 2008 12:29
Schüttel: Dieser Schreiberling
ist ein Eindringling, ein Wolf im Schafpelz, der um der Einhaeit und Wahrheit des Glaubens und der Disziplin der Kirche hinausbefördert gehört. Auf den Scheiterhaufen mit ihm!
Freitag, 18. April 2008 12:17
Die Fragen sind brillant, jede einzelne verdiente vertiefte Diskussion. Ich würde mich nicht einmal wundern, wenn der Heilige Vater selbst diese Fragen als besonders interessant betrachten würde – auch scheinbare Nebensächlichkeiten wie die liturgische Farbe zum Fest der hl. Johanna von Orleans; alle diese Fragen ziehen jeweils einen Rattenschwanz brisanter Konsequenzen nach sich.

Lassen Sie einen großen und umwerfend gebildeten Denker wie Mosebach erst mal auf sich wirken, bevor Sie sich mit derart oberflächlicher Kritik lächerlich machen.
Freitag, 18. April 2008 11:40
RJH: An Fronleichnam?
Der Heilige Vater könnte möglicherweise das Fronleichnamsfest im außerordentlichen Ritus feiern!
Freitag, 18. April 2008 11:40
Romulus: Unglaublich, welcher Käse gedruckt wird
Die bekannte Monatszeitschrift ‘Vatican Magazin’ fragt in jeder Ausgabe eine mehr oder weniger bekannte Person, was sie schon immer vom Papst wissen wollte. Die Artikelreihe läuft unter dem Titel „Zehn Fragen, die ich Benedikt XVI. immer schon einmal stellen wollte…“.

Fragen und Antworten, die niemand braucht.

Die Fragen sind echt peinlich. Warum muß es der Papst sein, der darauf antworten soll? Ist er ein wandelndes Lexikon?
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