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Freitag, 18. April 2008 16:18
Sie hat die Heilige Kommunion lächerlich gemacht
Angesicht der bekannten schweren Sakrilegien im Zusammenhang mit der Handkommunion hat ein Kardinal diese Praxis in seiner Erzdiözese verboten.
Der Erzbischof von Lima, Juan Luis Kardinal Cipriani Thorne, zelebriert die Osterliturgie 2008
Der Erzbischof von Lima, Juan Luis Kardinal Cipriani Thorne, zelebriert die Osterliturgie 2008
(kreuz.net, Vatikan) Kürzlich führte die bekannte italienische Webseite ‘papanews’ ein Interview mit dem Erzbischof von Lima, Juan Luis Kardinal Cipriani Thorne (64).

Lima ist die Hauptstadt von Peru.

Kardinal Cipriani wurde im August 1977 für die jetzige Personalprälatur Opus Dei zum Priester geweiht.

In dem Interview ging es vor allem um die Liturgie. Diese definiert der Kardinal im Gespräch als „das reine Gesicht des Glaubens“.

Es gehe bei der Liturgie nicht um reine Äußerlichkeiten oder um die Beachtung formaler Regeln.

Lima in Peru
Lima in Peru
Deshalb sei es wichtig, die Messe würdig und korrekt zu feiern.

Der Kardinal erklärt, deshalb die Aufrufe von Papst Benedikt XVI. bezüglich einer würdevollen Feier der Liturgie zu schätzen.

Das Wachsen der liturgischen Mißbräuche erklärte sich der Kardinal mit einem „Verlust des Begriffes der Sünde“.

Darum sei auch das Opfer der Heiligen Messe von bestimmten Denkrichtungen „mißbraucht und verhöhnt“ worden – auch innerhalb der Kirche.

So sei eine – wie sich der Kardinal ausdrückt – „zweifelhafte Kreis- oder Versammlungsdimension“ der Eucharistiefeier erfunden worden.

Kardinal Cipriani greift auch die römische Kurie an. Es sei auch deren Schuld, daß sich nach dem Zweiten Vatikanum eine „Lockerheit“ bezüglich der Interpretation des Konzils breitgemacht habe.

Diese Situation müsse dringend geklärt werden: „Ich glaube, daß die vertikale Dimension der Eucharistie absolut notwendig ist, damit die Gläubigen das große Geschenk Christi verstehen können.“

Es sei offensichtlich, daß die Gläubigen in Gefahr seien, sich über sogenannte Spektakelmessen, in denen man sich im Namen der Freiheit und Kreativität jede Art von Ruchlosigkeit erlaube, nur aufzuregen und sich von der Kirche zu entfernen.

Auch bei der Handkommunion habe die „Lockerheit“ vieler Priester den Wert der Eucharistie in den Augen vieler Katholiken der Lächerlichkeit preisgegeben:

„Persönlich glaube ich, daß es die beste Art ist, die Heilige Kommunion auf der Zunge zu empfangen. Deshalb habe ich in meiner Diözese die Handkommunion verboten.“

HandkommunionHandkommunionKlicken Sie auf das Bild, um die Photomeile mit 4 Bildern zu starten.

„In den Messen mit großem Zulauf haben wir in der Vergangenheit sogar Hostien gefunden, die auf den Boden der Kirche geworfen worden waren.“

Der Kardinal wird auch auf die in Spanien gegründete katholische Bewegung Neokatechumenaler Weg angesprochen.

Persönlich hegt er keinen Zweifel, daß die Absichten der Neokatechumenalen löblich sind und sie Gott wirklich mit Überzeugung suchen.

Mit dieser Bewegung müsse aber ein „gesunder Dialog“ geführt werden, der gleichzeitig „fest in der Wahrheit“ stehe.

Der Vatikan suche in diesem Sinne gegenwärtig einen Weg, um die Statuten der Gemeinschaft zu genehmigen.

Dennoch gebe es in der Feier der Heiligen Messe bei den Neokatechumenalen Aspekte, „mit denen ich absolut nicht einverstanden bin“ – so Kardinal Cipriani:

„Ich erinnere daran und stelle fest, daß die Liturgie eine ist und von allen auf die gleiche Art und Weise respektiert werden muß.“

Er sei für eine Toleranz gegenüber den Neokatechumenalen: „Aber es ist die Aufgabe der Kirche, ist zum Respekt der Eucharistie gegenüber anzuhalten.“

© Titelbild: Arzobispado de Lima
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 110 Lesermeinungen:
Dienstag, 22. April 2008 10:23
Sie haben es begriffen! Wir sind entzückt, wir sind beglückt. Wir werden in vorderster Front dieses drängende Problem unserer Hl. Kirche lösen. Wir werden ganz neue, ungeahnte Wege beschreiten, um einen würdigen Kommunionempfang zu befördern. Wir werden uns vor allem aber bemühen, die großen Zusammenhänge aufzuzeigen, die die Feminismusisierung, die Homoideologisierung und Liberalisierung unserer Gesellschaft begünstigen und die Grundübel darstellen, gegen die zu kämpfen jeder aufreche Katholik nicht zögern sollte. Aber das Problem mit dem Zähneputzen und der Gebißreinigung ist noch nicht geklärt. Schreiten Sie voran, befördern Sie die Lösungen zur Errettung und Heiligung, jawoll!
Dienstag, 22. April 2008 10:16
cantate: @ aufrechterkatholik
„An anderer Stelle wiesen wir bereits darauf hin, dass unser geliebtes Vaterland über genügend geeignete Damen und Herren verfügt, die nach eingehender Katechismusisierung sehr dafür geeignet sind, genaue und sorgfältige Kontrollen der Kommunikanten vorzunehmen.“

„Auch im Rahmen der Ermittlungen für zu ernennende Bischöfe würden diese Damen und Herren die Wege der Erkenntnis außerordentlich fördern, jawoll!“

Ganz Ihrer Meinung!

Unser geliebtes Vaterland verfügt schließlich über jahrzehntelange Erfahrung mit gegenseitigen Kontrollen seiner Bürger! Es wäre vielleicht auch die Gelegenheit, mit diesen Kontroll-Aufgaben Bürgern der ehemaligen DDR, denen die Kirche bisher fremd geblieben ist, eine sinnvolle Tätigkeit zu verschaffen, bei der sie die Erfahrungen der letzten Jahrzehnte einbringen können.

Ganz zu schweigen von den modernen Möglichkeiten der Überwachung, wie versteckte Punkt-Kameras in der Nähe der Kommunionbank und Abhörvorrichtungen und Computer-Trojaner in den Wohnungen verdächtiger Kommunikanten! Da bekommt die Rede vom „Segen der Technik“ endlich mal wieder ihren eigentlichen Sinn.

Jawoll!
Dienstag, 22. April 2008 09:49
So ganz haben Sie, hochverehrter Cantate, noch nicht ganz überzeugt, aber Ihre Hinweise auf Lupe, Mikroskop und ähnliches empfinde ich als überaus hilfreich und weitreichend sowie außerordentlich bedenkenswert. Sie sollten mir nur noch versichern, dass Sie voll und ganz auf der Seite der aufrechten Katholiken stehen, die ganz und gar begriffen haben, dass das Heil unserer Hl. Kirche vor allem daran hängt, dass würdig, wirklich würdig, kommuniziert wird. Wir sollten nicht nachlassen, größere Zusammenhänge aufzuzeigen und auch geeignete Methoden suchen, um diese Würdigkeit zu garantieren. An anderer Stelle wiesen wir bereits darauf hin, dass unser geliebtes Vaterland über genügend geeignete Damen und Herren verfügt, die nach eingehender Katechismusisierung sehr dafür geeignet sind, genaue und sorgfältige Kontrollen der Kommunikanten vorzunehmen. Ein fürwahr unentdecke Resource für unsere Kirche, die sich gerne und sorgfältig und individuell um das Wohl und Heil, vor allem um die Würdigkeit jedes ihrer ihr anvertrauten Schäfchen kümmert. Auch im Rahmen der Ermittlungen für zu ernennende Bischöfe würden diese Damen und Herren die Wege der Erkenntnis außerordentlich fördern, jawoll!
Montag, 21. April 2008 16:46
defendor: @iudix ich kenne es !
Und SIE ?

Dann lesen Sie mal das Folgende :

92. Obwohl jeder Gläubige immer das Recht hat, nach seiner Wahl die heilige Kommunion mit dem Mund zu empfangen,[178] soll in den Gebieten, wo es die Bischofskonferenz erlaubt und der Apostolische Stuhl rekognosziert hat, auch demjenigen die heilige Hostie ausgeteilt werden, der das Sakrament mit der Hand empfangen möchte. Man soll aber sorgfältig darauf achten, daß der Kommunikant die Hostie SOFORT vor dem Spender konsumiert, damit niemand mit den eucharistischen Gestalten in der Hand weggeht. Wenn eine Gefahr der Profanierung besteht, darf die heilige Kommunion den Gläubigen NICHT auf die Hand gegeben werden.[179]

93. Es ist notwendig, die kleine Patene für die Kommunion der Gläubigen beizuhalten, um die Gefahr zu vermeiden, daß die heilige Hostie oder einzelne Fragmente auf den Boden fallen.[180]

UND dann lesen Sie dies noch !!!!

88. Die Gläubigen sollen die sakramentale eucharistische Kommunion gewöhnlich während der Messe und zu dem im Ritus der Feier vorgeschriebenen Zeitpunkt empfangen, also direkt nach der Kommunion des zelebrierenden Priesters.[172] Es obliegt dem zelebrierenden Priester, eventuell unter Mithilfe anderer Priester oder Diakone, die Kommunion auszuteilen; er darf die Messe nicht fortsetzen, bevor die Kommunion der Gläubigen beendet ist. NUR dort, wo eine NOTLAGE es erfordert, können außerordentliche Spender dem zelebrierenden Priester nach Maßgabe des Rechts helfen.[173]

Wie viele „Notlagen“ kennen Sie…
Montag, 21. April 2008 16:29
iudex: @defendor
Das trifft nicht zu: Die Instruktion MEMORIALE DOMINI ist durch die Instruktion REDEMPTIONIS SACRAMENTUM (2004) aufgehoben!
Lesen Sie doch mal nach was da unter den Nummern 88-98 (v.a. 92!!!!!!) zur Handkommunions steht! Sie werden verblüfft sein …

… oder sind Sie Sedisvakantist, dass die Instruktuion RS (2004) für Sie nicht gilt? (Wär aber auch egal!)
Montag, 21. April 2008 16:12
cantate: @ aufrechterkatholik
Wie kommen Sie denn darauf, dass ich Sie „reinlegen“ will? Ich nehme Sie in Ihrer Argumentation ernst, aber vielleicht ernster, als es Ihnen lieb ist, da ich Ihre Argumente nur zu Ende führe und nicht da stehen bleibe, wo Sie stehen, der Sie einfach nur der Kommuniontradition vergangener Jahrhunderte folgen, ohne neuere Erkenntnisse und Methoden (Mikroskope, Lesebrillen, Halogenlampen, …) zu verwenden, um Partikelverlust zu verhindern!

@ kreuz.net-Redaktion

Ich frage mich, worüber man sich bei Ihrer Bilder-Galerie aufregen soll (soll man doch – wie immer –, oder?)
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