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Das Problem der durchlöcherten Menschenrechte + Heidnische Gabenprozession + Krawattenbischof geehrt + Noch mehr Privilegien für Homos? + Die Vision Zulehners

USA. Gestern hielt Papst Benedikt XVI. vor den Vereinten Nationen eine Ansprache auf französisch und englisch. Dabei mahnte er, die Menschenrechtserklärung nicht aufzuweichen, persönlichen Interessen zu unterwerfen oder zu relativieren. Die Menschenrechte könnten nicht nach Trends oder selektiven Entscheidungen angewendet werden.
Die Rede im Wortlaut
Heidnische Gabenprozession
USA. Bei seiner Begegnung mit Vertretern verschiedener Religionen am Donnerstag abend erhielt Papst Benedikt XVI. verschiedene Geschenke. Eine Muslimin schenkte ihm einen in Silber gefaßten und mit Perlmutt besetzten Koran. Ein Jude schenkte ihm eine silberne Menorah, ein jüdischer Leuchter. Die Ausführung besitzt zur Erinnerung an die Schoah statt der traditionellen sieben Arme acht. Ein Jainist brachte einen metallenen Würfel und ein Hindu die Meditationssilbe „Om“ in Goldblech geritzt.

Frankreich. Der Krawattenbischof von Angoulême im Westen Frankreichs, Mons. Claude Dagens (67), ist am Donnerstag in die Académie française gewählt worden. Er übernimmt den Sitz des Historikers René Rémond († 2007). Mons. Dagens ist der Autor des „Briefes an die Katholiken“, in dem er über den Ort der Kirche in der zeitgenössischen Gesellschaft nachdenkt.
Noch mehr Privilegien für Homos?
Deutschland. Einer deutschen Familie mit zwei Kindern und einem Durchschnittseinkommen von 30.000 Euro fehlen pro Jahr 1.197 Euro. Das hat der Dortmunder Sozialrichter Dr. Jürgen Borchert nach Angaben der Mai-Ausgabe der katholischen Zeitschrift ‘stadtgottes’ berechnet. Unter Berücksichtigung des Existenzminimums, des Kindergelds, der Abgaben und der Lohnsteuer bleiben einer Einkind-Familie pro Jahr 2.726 Euro an frei verfügbarem Einkommen, einem kinderlosen Paar 6.517 und einem Ledigen 10.517 Euro.
Die Vision Zulehners
„Bei der Festveranstaltung zum 20-Jahr-Jubiläum der „Weizer Pfingstvision“ erklärte Professor Paul Zulehner unter anderem wörtlich: ‘Weil nur ein Gott ist, ist jeder einer von uns – der Buddhist ebenso wie der Moslem, der Atheist ebenso wie der evangelische oder orthodoxe Christ oder der Jude. Nur ein derart weit geöffnetes Christentum, welches die Vielfalt der Sprachen und Kulturen versteht, welches Gottes Heilsspuren in allen Religionen und bei allen Menschen aufzuspüren vermag und selbstlos fördert, ist getragen von der Vision Jesu und dem Kommen seines endzeitlichen Reiches in die eine Weltgeschichte.’“
Aus einem Bericht des ‘Österreichischen Rundfunks’ vom 15. April 2008.
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Sonntag, 20. April 2008 18:53
Benedikt: @ Navon
Wie wäre es dann, wenn der mal die UN-Menschenrechts-Charta unterschreiben und im Vatikanstaat ratifizieren
würde?!
Solange der Vatikan der einzige Staat in Europa ist, der die UN-Menschenrechts-Charta nicht unterschrieben hat, sind solche Aussagen wie die von Ratzinger schlicht verlogen!
Von welchem Dokument reden Sie bitteschön? Ein Dokument namens „UN-Menschenrechtscharta“ gibt es nicht.
Frage auch: Halten sich die Unterzeichnerstaaten allesamt an ihre Unterschriften? Was ist wichtiger: Die Tat oder ein Stück beschriebenes Papier?
Solange der Vatikan der einzige Staat in Europa ist, der die UN-Menschenrechts-Charta nicht unterschrieben hat, sind solche Aussagen wie die von Ratzinger schlicht verlogen!
Von welchem Dokument reden Sie bitteschön? Ein Dokument namens „UN-Menschenrechtscharta“ gibt es nicht.
Frage auch: Halten sich die Unterzeichnerstaaten allesamt an ihre Unterschriften? Was ist wichtiger: Die Tat oder ein Stück beschriebenes Papier?
Samstag, 19. April 2008 19:58
Kurt K.: Oh doch, mein lieber Stöhr!
Frauen alleine haben durchaus das Potential, Kinder zu bekommen. Männer haben dies nicht. Und eine „Samenspende“
ist ja kein Problem für eine Frau, entweder aus der Samenbank – oder aus der Kneipe nebenan.
Aber darum gings ja auch nicht, es ging um das dämliche Argument, dass die Möglichkeit alleine schon Privilegien einbringen solle. Und das ist ja wohl bekloppt. Zumal eben die Möglichkeit jede Frau hat, ob sie nun alleinstehend, lesbisch oder verheiratet ist. Und selbst Männer haben die Möglichkeit, Kinder zu erziehen (wenn auch nicht zu gebären, aber es gibt genug Frauen, die das nicht wollen und wo der Partner das KInd großzieht bzw das Kind adoptiert wird).
Aber mit dieser Logik kann man gleich die Ehe offiziell streichen, weil auch bei einer eingetragenen Partnerschaft dasselbe zutrifft.
Was auch das vernünftigste wäre.
Aber darum gings ja auch nicht, es ging um das dämliche Argument, dass die Möglichkeit alleine schon Privilegien einbringen solle. Und das ist ja wohl bekloppt. Zumal eben die Möglichkeit jede Frau hat, ob sie nun alleinstehend, lesbisch oder verheiratet ist. Und selbst Männer haben die Möglichkeit, Kinder zu erziehen (wenn auch nicht zu gebären, aber es gibt genug Frauen, die das nicht wollen und wo der Partner das KInd großzieht bzw das Kind adoptiert wird).
Aber mit dieser Logik kann man gleich die Ehe offiziell streichen, weil auch bei einer eingetragenen Partnerschaft dasselbe zutrifft.
Was auch das vernünftigste wäre.
Samstag, 19. April 2008 18:22
Pippifax: @„sexy“christ
Sie scheinen zu verkennen, daß eine Adoption nicht primär dazu dient Familienglück herzustellen, sondern
dazu Kindern, die ohne erziehungswillige Eltern leben müssen, ein neues zu Hause zu geben. Meines Erachtens
gibt es aber nach wie vor mehr adoptionswillige Paare als Kinder, die adoptiert werden können. Deswegen
kann eine Homo-„Familie“ kein gesetzgeberischer Regelfall sein, Ursache und Wirkung eben.
Hier wäre es interessant zu wissen, wieviele „lesbisch-verpartnerte“ Paare mittels künstlicher Befruchtung einen Kinderwunsch realisiert haben. Einer der Aktivisten hat doch bestimmt Zahlen.
Hier wäre es interessant zu wissen, wieviele „lesbisch-verpartnerte“ Paare mittels künstlicher Befruchtung einen Kinderwunsch realisiert haben. Einer der Aktivisten hat doch bestimmt Zahlen.
Samstag, 19. April 2008 18:12
Daniel Stöhr: Schwachsinn:
„Und ums auf die Spitze zu treiben: HEUTE sollte man dann wegen des Potentials einfach jede FRAU steuerlich
besser stellen als Männder. Frauen haben nämlich im Gegensatz zu Männern auch das Potemtial,…“
Eine Frau alleine nicht.
Wenn man keine Zivilehe mehr will mit den entsprechenden Privilegien, kann man sie ja gleich abschaffen und einen einheitlichen Tatbestand „Lebenspartnerschaft“ schaffen. Dann geb’s Ehe halt nur noch vor dem Pfarrer wie vor Bismarcks Zeiten.
Soweit ich das nachvollzogen haben, argumentiert das BVerG eben so: Eine Partnerschaft für Gleichgeschlechtliche kann die Ehe nicht gefährden, weil Eheleute keine gleichgeschlechtl. Partnerschaft eingehen wollen. Ok, ist ganz logisch. Aber mit dieser Logik kann man gleich die Ehe offiziell streichen, weil auch bei einer eingetragenen Partnerschaft dasselbe zutrifft.
Ob man die Zivilehe mit 2/3 Mehrheit abschaffen könnte, weiß ich jetzt nicht genau. Fällt aber glaub ich nicht unter die „Ewigkeitsgarantie“.
Eine Frau alleine nicht.
Wenn man keine Zivilehe mehr will mit den entsprechenden Privilegien, kann man sie ja gleich abschaffen und einen einheitlichen Tatbestand „Lebenspartnerschaft“ schaffen. Dann geb’s Ehe halt nur noch vor dem Pfarrer wie vor Bismarcks Zeiten.
Soweit ich das nachvollzogen haben, argumentiert das BVerG eben so: Eine Partnerschaft für Gleichgeschlechtliche kann die Ehe nicht gefährden, weil Eheleute keine gleichgeschlechtl. Partnerschaft eingehen wollen. Ok, ist ganz logisch. Aber mit dieser Logik kann man gleich die Ehe offiziell streichen, weil auch bei einer eingetragenen Partnerschaft dasselbe zutrifft.
Ob man die Zivilehe mit 2/3 Mehrheit abschaffen könnte, weiß ich jetzt nicht genau. Fällt aber glaub ich nicht unter die „Ewigkeitsgarantie“.
Samstag, 19. April 2008 18:09
Pippifax: Stimmt Simon,
da hab ich mich wohl vertan. Meine Aussage beruhte nur auf der abweichenden Auffassung von Papier, der
die Institutsgarantie als weitergehend gegenüber einem Abwehrrecht verstanden hat.
Sei es drum, einen Anspruch auf „Gleichberechtigung“ gibt es trotzdem nicht.
Sei es drum, einen Anspruch auf „Gleichberechtigung“ gibt es trotzdem nicht.
Samstag, 19. April 2008 18:09
sexychrist: @ Pippifax
Sehr wohl hat es etwas damit zu tun, dass Homosexualität damals tabuisiert wurde. Würde man Schwulen die Adoption von Kindern erlauben, dann würden diese ebenfalls eine Familie gründen können. So etwas war damals vollkommen undenkbar und skandalös und folglich verboten.
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