10:37:46 | Montag, 21. April 2008
Gestern abend haben die Paraguayaner einen abgefallenen Bischof zu ihrem nächsten Staatspräsidenten gewählt. Die Frage der First Lady ist geklärt.

Der designierte Präsident von Paraguay, Fernando Lugo
© Pressebild der ‘Patriotische Allianz für den
Wandel’(kreuz.net, Paraguay) Der
abgefallene Bischof und ehemalige Steyler Missionar, Fernando Lugo (58), hat
die Präsidentschafts- wahlen am Sonntag in Paraguay gewonnen.
Die Medienkonzerne sprechen von einem
historischen Wahlsieg.
Das WahlergebnisDer abgefallene Bischof bekam 41% der Wählerstimmen. Die Kandidatin
der Colorado-Partei, die das südamerikanische Land seit mehr als sechzig Jahren regiert, Frau Blanca
Ovelar, erhielt 31 Prozent.
In Paraguay genügt für den Wahlsieg die einfache Stimmenmehrheit.
Der
konservativen Colorado-Partei wird jahrzehntelange Korruption vorgeworfen.
Die drittmeisten Stimmen erhielt
der frühere General und Oberbefehlshaber der Armee von Paraguay, Lino Oviedo, mit 22 Prozent.
Lugo trat
an der Spitze des Mitte-Links-Bündnisses „Patriotische Allianz für den Wandel“ an.
Zu seinem Wahlsieg
erklärte er, daß „die Bevölkerung“ an den Urnen gesprochen habe: „Ihr habt beschlossen, ein freies
Paraguay zu sein.“
Als First Lady wird Lugos Schwester Mercedes fungieren.
Fernando Lugo

© Fernando
Lugo APC

© Fernando Lugo APC

© Fernando Lugo APC

© Fernando Lugo APC

© Fernando Lugo APC

© Fernando Lugo
APC

© Fernando Lugo APC

© Fernando Lugo APC
LinksrutschMit der Wahl Lugos zum Präsidenten erlebt das
Land einen Linksrutsch.
Im Wahlkampf wurden dem Neo-Präsidenten sogar Kontakte zur marxistischen kolumbianischen
Rebellengruppe FARC unterstellt. Lugo sieht sich selber in der politischen Mitte.
Vom venezuelanischen
Präsidenten Hugo Chavez distanzierte er sich ausdrücklich. Chavez habe einen militärischen, er angeblich
einen religiösen Hintergrund.
KurzbiographieLugo erblickte am 30 Mai 1949 als Sohn einer armen Familie
in der Ortschaft San Solano im Süden des Landes das Licht der Welt.
1977 empfing er die Priesterweihe
und wirkte danach als Missionar in Ecuador. 1994 ernannte ihn Johannes Paul II. zum Bischof von San Pedro
in Paraguay.
Bereits im Januar 2005 legte er dieses Amt als 55jähriger nieder.
An Weihnachten 2006
kündigte er an, auf das Priestertum zu verzichten, und in die Politik einzusteigen.
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
#18
Nachtlaterne 05:57:15 | Dienstag, 22. April 2008
#17
Leblhuber 21:45:26 | Montag, 21. April 2008
#16
bonifatius 21:30:40 | Montag, 21. April 2008
#15
Gotthard 18:55:03 | Montag, 21. April 2008
#14
Tonski 18:43:00 | Montag, 21. April 2008
#13
Fuente 17:48:14 | Montag, 21. April 2008
#12
sexychrist 17:26:18 | Montag, 21. April 2008
#11
Peter-Pan 16:59:43 | Montag, 21. April 2008
#10
Benedikt 16:44:13 | Montag, 21. April 2008
#9
Kurt K. 16:02:18 | Montag, 21. April 2008
#8
Gotthard 14:23:42 | Montag, 21. April 2008
#7
20mancro5 † 14:19:34 | Montag, 21. April 2008
#6
ExBochumer † 12:41:23 | Montag, 21. April 2008
#5
Horst Metzker 12:31:43 | Montag, 21. April 2008
#4
stimme der vernunft † 11:38:01 | Montag, 21. April 2008
#3
Sozialkatholisch 11:26:27 | Montag, 21. April 2008
#2
Ansgar 11:12:47 | Montag, 21. April 2008
#1
Parmenas 10:40:53 | Montag, 21. April 2008