Ist der davongelaufene Bischof und Ordensmann seiner neuen Aufgabe als Präsident eines Staates überhaupt gewachsen? Oder droht nach dem Wahlsieg die große Ernüchterung?
Donnerstag, 24. April 2008 20:44
Jörg Guttenberger, Köln: „Abgefallener“ Bischof
Der Bischof ist nicht vom Glauben abgefallen, sondern von seinem geistlichen Amt suspendiert, genauso,
wie der seinerzeitige Stadtpfarrer von Limburg, der ebenfalls nach Suspendierung in die Politik gegangen
ist.
Beide sind weiterhin Vollmitglied der r.-k. KIrche mit allen Rechten und Pflichten, die jeder Laie hat.
Interessanterweise wird bei dem Bischof von „Abfall“ gesprochen, im Gegensatz zu den Piusbrüdern, deren Bischöfe durch verbotene Weihen tatsächlich exkommuniziert und damit aus der kirchlichen Gemeinschaft ausgeschlossen sind. Wenn man überhaupt von „Abfall“ spricht, läge dieser Begriff hier näher!
Leider sind eine ganze Reihe von Revolutionären ehemalige Priester und Bischöfe, so Talleyrand, Robbespiere, Mikojan, Ernesto Cardinal, Stalin (war zumindest Priesteramtskandidat der georgischen Kirche).
Sicher sind hier kritische Anmerkungen berechtigt.
Beide sind weiterhin Vollmitglied der r.-k. KIrche mit allen Rechten und Pflichten, die jeder Laie hat.
Interessanterweise wird bei dem Bischof von „Abfall“ gesprochen, im Gegensatz zu den Piusbrüdern, deren Bischöfe durch verbotene Weihen tatsächlich exkommuniziert und damit aus der kirchlichen Gemeinschaft ausgeschlossen sind. Wenn man überhaupt von „Abfall“ spricht, läge dieser Begriff hier näher!
Leider sind eine ganze Reihe von Revolutionären ehemalige Priester und Bischöfe, so Talleyrand, Robbespiere, Mikojan, Ernesto Cardinal, Stalin (war zumindest Priesteramtskandidat der georgischen Kirche).
Sicher sind hier kritische Anmerkungen berechtigt.
Donnerstag, 24. April 2008 01:18
bellumiustum: Präsident und Bischof?
Die katholischen Bischöfe Paraguays, sind dem Präsidenten Lugo künftig den „weltlichen Gehorsam“ schuldig-
folglich können sie nicht mehr kirchenrechtlich seine „Brüder“ sein. Diese Problematik muß der Vatikan
nun dringend auflösen, und er wird es tun und Lugo auch den erwünschten Dispens vom Pristeramt erteilen:
Nach der erfolgten Wahl besteht jetzt sowohl die Möglichkeit, sein politisches Amt als den vom Kirchenrecht
verlangten „gerechten und vernüftigen Grund“ zu interpretieren, als auch, sein Handeln mit „Gewissensgründen“,
die ihn zur Aebeit für sein unterdrücktes Volk veranlasst haben, zu rechtfertigen. Damit könnte er
kirchenrechtlich aus dem geistlichen Stand entlassen werden, was vor der Amtseinführung im August auch
höchst ratsam ist, um denkbaren Wahlanfechtungen und anderen juristischen Manipulationen, mit denen die
Colorados um den derzeitigen Präsidenten Duarte ihn möglicherweise vom Amtsantritt abhalten wollen,
den Boden zu entziehen.
Die Äußerungen des Papstes im Rahmen seiner Amerikareise, dass in den Ländern Amerikas eine Sozialpolitik erforderlich sei, welche die zunehmende Emigration unterbreche, läßt hoffen, dass auch der Vatikan die Wahl Fernando Lugos als Chance für Paraguay begreift, die es zu unterstützen gilt.
Die Äußerungen des Papstes im Rahmen seiner Amerikareise, dass in den Ländern Amerikas eine Sozialpolitik erforderlich sei, welche die zunehmende Emigration unterbreche, läßt hoffen, dass auch der Vatikan die Wahl Fernando Lugos als Chance für Paraguay begreift, die es zu unterstützen gilt.
Dienstag, 22. April 2008 17:43
sexychrist: Gottes Segen…
… für sein Wirken in diesem Amt zum Wohle des Volkes und im Sinne der Nächstenliebe!
Dienstag, 22. April 2008 14:58
stimme der vernunft: papperlamenas
Segenswünsche können nie Gotteslästerung sein.
Dienstag, 22. April 2008 14:45
LandorganistII: Gottes Segen und Schutz
für seinen präsidialen Dienst! Möge die allzeit jungfräulichen Gottesmutter Maria ihren schützenden Mantel über ihn halten. Nötig wird er ihn haben.
Dienstag, 22. April 2008 14:38
Parmenas: @LandorganistII: Ihr Segenswunsch
ist Gotteslästerung!
Dienstag, 22. April 2008 14:32
LandorganistII: Gottes Segen
für den Dienst als Präsident!
Dienstag, 22. April 2008 14:00
Parmenas: @Gotthard: Ihr Segenswunsch
ist Gotteslästerung!
Dienstag, 22. April 2008 13:58
Gotthard: Gottes Segen …
… für den Dienst als Präsident!
Dienstag, 22. April 2008 13:20
Sozialkatholisch: Ich war immer der Meinung
das die Kirche den Priestern eine mögliche laisierung einfach machen sollte.
Dienstag, 22. April 2008 13:12
Fuente: @Ansbach.Dragoner
Wie kommst du zu diesem Urteil:„Möchtegern Che Guevara“? Hat er etwa zur Revolution aufgerufen, ist er mit Waffengewalt an die Macht gekommen? Nein, er ist frei gewählt wurden!Dir wäre wohl jede, noch so verbrecherische, Regierung recht, solange sie nicht den Makel „Links“ trägt?Wieso „pseudoreligiös“? Willst du einem Menschen, den du nicht kennst, seinen Glauben und seine guten Absichten absprechen?
Dienstag, 22. April 2008 13:04
Nachtlaterne: Sie betören euch nur; sie verkünden Visionen, die aus dem eigenen Herzen stammen, nicht aus dem Mun…
Sie betören euch nur; sie verkünden Visionen, die aus dem eigenen Herzen stammen, nicht aus dem Mund des Herrn. Immerzu sagen sie denen, die das Wort des Herrn verach-ten: Das Heil ist euch sicher!; und jedem, der dem Trieb seines Herzens folgt, versprechen sie: Kein Unheil kommt über euch. Doch wer hat an der Ratsversammlung des Herrn teilgenommen, hat ihn gesehen und sein Wort ge-hört? (…) Ich habe diese Propheten nicht ausgesandt, den-noch laufen sie; ich habe nicht zu ihnen gesprochen, den-noch weissagen sie. Hätten sie an meiner Ratsversammlung teilgenommen, so könnte sie meinem Volk meine Worte verkünden, damit es umkehrt von seinem schlechtem Weg und von seinen Taten. Jer. 23/ 16-22
Dienstag, 22. April 2008 12:03
Sozialkatholisch: @ Ansbach
Befreiungstheologenhaben dieselbe Philosophie/Ideologie wie die Zeloten zur Zeit Christi. Christus distanzierte
sich klar davon.
Na so klar aber auch nicht, schließlich war wenigstens einer von seinen engsten 12 Mitarbeiter einer.
Na so klar aber auch nicht, schließlich war wenigstens einer von seinen engsten 12 Mitarbeiter einer.
Dienstag, 22. April 2008 11:57
Ansbach.Dragoner: Befreiungstheologen
haben dieselbe Philosophie/Ideologie wie die Zeloten zur Zeit Christi. Christus distanzierte sich klar
davon.
Gut dass der Mann ehrlich war und das Hirtenamt abgab, ein Möchtegern Che Guevara mit pseudochristlichem Überbau passt eh besser ins Politgeschäft.
Gut dass der Mann ehrlich war und das Hirtenamt abgab, ein Möchtegern Che Guevara mit pseudochristlichem Überbau passt eh besser ins Politgeschäft.
Dienstag, 22. April 2008 11:36
semperubique: Schön,
daß Fernando Lugos Wahl hier so wohlwollend kommentiert wird!
Er wird den Segen Gottes für seine verantwortungsvolle Tätigkeit brauchen.
Er wird den Segen Gottes für seine verantwortungsvolle Tätigkeit brauchen.
Dienstag, 22. April 2008 10:56
matt2 †: finde ich persönlich eine gute Sache…
Die Welt braucht charismatische, engagierte, ausgewogene, und vor allem gottbezogene Führungspersönlichkeiten,
Menschen die in diesen armen Ländern etwas zum Guten bewegen und soziale Gerechtigkeit erwirken, aber
in einem friedlichen Umwandlungsprozess, ohne lautstarke Revolution und Gewalt. Das ist eine bedeutende
Berufung, nicht weniger bedeutsam als das Priesteramt.
Es ist ebenso ein heiliger Dienst ein guter Anführer zu sein, der stets der Wahrheit verpflichtet ist und sein Gewissen befolgt. Ohne diese Menschen fällt die Welt ins Chaos und die Kirche kann es dann auch nicht mehr richten. Sie ist ebenso von diesen Menschen abhängig auch wenn sie das nicht hören will. Sie kann es aus sich selbst nicht schaffen, weil ihr der huldigende Geist innewohnt, aber nicht der herrschende. Die Kirche hat keine Kraft zu herrschen. Das messianische Herrscherprinzip manifestiert sich im Staat und in seinen charismatischen Führungspersönlichkeiten. Das ist aus meiner Sicht ein ontologisches Faktum, was leider noch viel zu wenig verstanden ist, obwohl diese Welt bereits so viele Herrschergeschlechter erlebt hat.
Es ist ebenso ein heiliger Dienst ein guter Anführer zu sein, der stets der Wahrheit verpflichtet ist und sein Gewissen befolgt. Ohne diese Menschen fällt die Welt ins Chaos und die Kirche kann es dann auch nicht mehr richten. Sie ist ebenso von diesen Menschen abhängig auch wenn sie das nicht hören will. Sie kann es aus sich selbst nicht schaffen, weil ihr der huldigende Geist innewohnt, aber nicht der herrschende. Die Kirche hat keine Kraft zu herrschen. Das messianische Herrscherprinzip manifestiert sich im Staat und in seinen charismatischen Führungspersönlichkeiten. Das ist aus meiner Sicht ein ontologisches Faktum, was leider noch viel zu wenig verstanden ist, obwohl diese Welt bereits so viele Herrschergeschlechter erlebt hat.
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