Kinderschlachtung
Ein Bischof korrigiert den Papst
Aufgrund des bischöflichen Ausverkaufs in der Glaubens- und Sittenlehre, ist die kirchliche Glaubwürdigkeit in Österreich hinter jene der politischen Parteien und Mediengeschäftsleute abgesunken.
In den USA beteiligen sich selbst Bischöfe bei Gebetsvigilien und Demonstrationen gegen die Kinderabtreibung.
In den USA beteiligen sich selbst Bischöfe bei Gebetsvigilien und Demonstrationen gegen die Kinderabtreibung.
(kreuz.net, Piberegg) Am 11. März antwortete der Bischof von Graz-Seckau und stellvertretende Vorsitzenden der österreichischen Bischofskonferenz, Mons. Egon Kapellari, über seinen Sekretär dem steirischen Diplomingenieur Andreas Kirchmair.

Kirchmair, seit 20 Jahren ehrenamtlich in der Kirche tätig, war von 2003 bis 2006 Vorsitzender des ‘Diözesankomitees katholischer Organisationen’ in der Steiermark und ist seit Jahren ein scharfer Kritiker der anpasserischen bischöflichen Haltung in der Frage der Kinderabtreibung.

Mitte März brachte Kirchmair an die Öffentlichkeit, daß Mons. Kapellari während eines Vortrages erklärt hatte, „kein Abtreibungsschnüffler“ zu sein.

In der Folge stritt der Bischof diese Aussage prompt ab. Darum hat Kirchmair in seiner jüngsten Presseaussendung noch einmal nachgelegt.

Kirchmair wörtlich: „In Österreich hat sich seit langem eine stille, teilweise öffentlich geförderte Kindestötungsindustrie etabliert.“

Kinderleichen würden nicht einmal begraben, sondern teilweise als menschlicher Rohstoff mißbraucht oder als Sondermüll entsorgt.

Der Druck der Gesellschaft auf schwangere Frauen, abzutreiben sei immens: „Ein Großteil der Gynäkologen und viele im Gesundheitsbereich Tätige waren schon an Abtreibungen beteiligt.“

Bürgerrechte und Meinungsfreiheit würden bei Lebensschützern immer weiter eingeschränkt. Der ‘Oberste Gerichtshof Österreichs’ sehe behinderte Menschen als „Schaden“.

Kirchmair erklärt, daß die staatlich geförderte Kindestötung ein geltendes UN-Recht ist: „Wir leben daher in keinem Rechtsstaat mehr, selbst wenn sich viele Katholiken und Hirten damit arrangiert haben.“

Bischof Kapellari korrigiert den Papst

In seiner Stellungnahme erklärt Kirchmair, daß Bischof Egon Kapellari von Graz bereits früher die gesetzliche Regelung zur Kindestötung mit all ihren Begleiterscheinungen öffentlich verteidigt habe.

Der Lebensschützer zitiert dazu eine Behauptung des Bischofs, wonach „Kriminalisierung in der Frage der Abtreibung kein gangbarer Weg“ sei. Der Bischof hätte damit logischerweise auch die „Kriminalisierung durch Exkommunikation“ der vorgeburtlichen Kindertötung im Rahmen der eigenen kirchlichen Lehre (Evangelium Vitae) abgelehnt.

Diese Widersprüchlichkeit und Doppelbödigkeit habe Abtreibungslobbyisten in Österreich und im Europarat in ihrem Tun geradezu bestärkt.

Ein führender Journalist nannte diese Haltung in der Zeitung ‘Die Presse’ das „Appeasement der österreichischen Kirche mit der Abtreibung“.

Mons. Kapellari habe sogar den Papst nach dessen Hofburg-Rede während seines Österreichbesuchs im vergangenen September korrigiert: „Die Äußerungen des Papstes seien nicht als Einmischung in die bestehende Rechtsordnung des Landes zu deuten“ – erklärte der Bischof damals.

Auch zu Begräbnissen dieser Kinder oder Gedenkstätten auf Friedhöfen sei Bischof Kapellari bisher nicht bereit, angeblich um den „sozialen Frieden“ in Österreich – Kirchmair nennt es die „Mauer des Schweigens“ – nicht zu gefährden.

Obwohl in Österreich jährlich rund 60.000 bis 80.000 Kinder bei Abtreibungen getötet werden, tue der Bischoff und die Amtskirche so, als ob sie das nichts anginge.

„Mama, ich will leben“
Mit 6 Wochen ist das ungeborene Kind rund 15 Millimeter groß. Es kann schon seine Arme und Beine bewegen.

Sein Herz schlägt schon seit 3 Wochen: seit dem 21. Tag seiner Existenz.Dieses Kind verlor sein Leben nach nur acht Wochen. Tod durch Abtreibung. Mit acht Wochen sind bereits alle Organe des Menschen angelegt. Es sind auch schon Zehen, Brustwarzen, Augenlider und Scheitel vorhanden.Jede Abtreibung fordert zumindest zwei Opfer:

Das Kind wird getötet.
Die Mutter erleidet ein psychisches Trauma.

Die Allianz der Amtskirche mit dem Abtreibungsstaat

Kirchmair erinnert in seiner Medienaussendung an den Seligen Franz Jägerstätter, der 1938 unter der Wahlempfehlung der österreichischen Bischöfe für die National-Sozialisten sehr gelitten habe.

Er sieht eine klare Parallele zur heutigen Allianz der Amtskirche mit dem gegenwärtigen Abtreibungsstaat.

Die Tatsache, daß Bischöfe immer noch glaubten, sie könnten gleichzeitig beide, die staatlichen Gesetze zur Förderung der Kindestötung und das Evangelium des Lebens verteidigen, führe zu einer katholischen Schizophrenie. Das Ergebnis sei ein stetiger Verlust an persönlichem Vertrauen und an gesellschaftlicher Glaubwürdigkeit.

Der Lebensschützer verweist auf eine Erhebung der ‘Sozialwissenschaftlichen Studiengesellschaft’ vom Dezember 2007, wonach das Vertrauen der Österreicher in die Glaubwürdigkeit der Kirche mittlerweile sogar unter den miserablen Wert der Parteien und Medien abgesunken ist.

Angepaßte Lehre

Führende Vertreter der steirischen Amtskirche hätten sich von der kirchlichen Lehre abgewandt und ihre eigene, angepaßte und kraftlose Lehre zum Lebensschutz Ungeborener entwickelt.

Darum sei die Diözese Graz-Seckau beim Lebensschutz heute gelähmt und de facto wirkungslos:

„Wer diese Mißstände verschweigt, macht sich mitschuldig“ – so Kirchmair: „Denn jeder Tag des Zuwartens kostet in Österreich täglich rund zweihundert Ungeborenen das Leben.“

Kirchmair ist überzeugt, daß die Mauer des Schweigens und der Lüge um die Kinderabtreibungen, die leider bis in die Kirche reiche, fallen wird.

Abschließend spricht er sich für eine rasche päpstliche Visitation der Diözese Graz-Seckau aus, „um jene tiefgreifende Umkehr beim Lebensschutz einzuleiten, welche Kirche und Gesellschaft nachhaltig erneuern wird“.
      
29 Lesermeinungen
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#29   Benedikt   23:12:27 | Sonntag, 27. April 2008
@ Kurt K.
Es wurde landauf, landab getan. Mit dem Segen der Kirchen. Von sehr sehr vielen Menschen.
Nur weil einige das für gerechtfertigt hielten war es noch nicht moralisch in Ordnung. Und gerade für etliche kirchliche Personen und Organisationen war es gerade nicht in Ordnung. Nichtmal zu Hochzeiten des Hexenwahns war die Hexenverbrennung unumstritten.
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#28   Pünktchen   08:34:10 | Mittwoch, 23. April 2008
Kurt K. und „Moral“
Wenn Sie den Artikel „Moral“ in der Wikipedia nur etwas aufmerksamer (oder wahrheitsliebender?) gelesen hätten, dann hätte folgender Satz Ihnen zu denken geben müssen:
„Der Ausdruck kann deskriptiv und normativ verwendet werden.“
Die deskriptive Verwendung des Begriffs bezeichnet die faktische (soziologische, kulturanthropologische) Sicht, die normative Verwendung rekurriert auf eine ethische (philosophische) Position.
Im faktischen Sinne kann man auch im Plural von „Moralen“ sprechen, die Ethik dagegen fragt nach der Moral, die universell und nicht kulturrelativ ist.
Zu Verwirrungen kommt es, wenn man beide Verwendungen miteinander vermengt. Kann man eine Moral (im deskriptiven Sinne) nicht kritisieren im Namen einer Moral (im normativen Sinne)? Man kann! Und ausgerechnet Kurt K. macht es uns vor:
Zum Thema „Steinigung von Ehebrecherinnen“ im Islam kommt Kurt K. kurz und bündig zu folgender (normativ-) moralischer Beurteilung eines kulturspezifischen Moralsystems:
„Der Islam ist B Ö S E“ (Kurt K. in dem posting vom 23. April 2008 00:09 Uhr www.kreuz.net/…entry.2568-page.html)
Es ist ganz klar, daß der bloße Rekurs darauf, was zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort von einer Mehrheit für „gut“ oder „böse“ gehalten wird, zur ethischen (philosophischen) Rechtfertigung solcher Urteile (also zur normativen Verwendung des Begriffes „Moral“) wenig beiträgt.
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#27   Kurt K.   00:10:50 | Mittwoch, 23. April 2008
Benedikt: Keineswegs?
Wie meinen?
Es wurde landauf, landab getan. Mit dem Segen der Kirchen. Von sehr sehr vielen Menschen.
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#26   Benedikt   00:08:48 | Mittwoch, 23. April 2008
@ Kurt K.
Um mal ein europäisches Beispiel zu nennen: Vor 600 Jahren galt es als moralisch in Ordnung, eine „Hexe“ zu denunzieren und zu foltern und bei lebendigen Leib zu verbrennen.
Keineswegs.
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#25   Kurt K.   23:10:49 | Dienstag, 22. April 2008
Defensor Fidei
Wenn Ihre Auffassung richtig wäre, dann wäre das „gesunde Volksempfinden“ als Ihr Landsmann unser aller Kanzler war und die Menschenopfer der südamerikanischen Indianer auch moralisch gut gewesen.
Was den „Landsmann von mir“ angeht, so meinen Sie sicher Hitler… da war es sicher nicht so, dass die Mehrheit das was da getan worden ist, als moralisch empfunden hat.
Bei den Azteken sieht die Sache schon anders aus. Es war wahrscheinlich (weiss man ja nicht so genau) dort in der Zeit moralisch Einwandfreies Verhalten, Kriegsgefangene zu opfern. Von unserer HEUTIGEN Moralvorstellung war es sicher falsch. Aber das ists ja eben: Die Moral ändert sich eben mit der Zeit.
Um mal ein europäisches Beispiel zu nennen: Vor 600 Jahren galt es als moralisch in Ordnung, eine „Hexe“ zu denunzieren und zu foltern und bei lebendigen Leib zu verbrennen. HEUTE hingegen finden wir das barbarisch. Auch hier hat sich die Moral geändert. Und auch die Definition von „gut“.
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#24   Defensor Fidei   22:59:23 | Dienstag, 22. April 2008
@ Kurt K.
Aus WIKI extra für Sie: Moral beschreibt, was Menschen faktisch für richtig halten, bzw. was sie gemäß ihrer Vorstellungen vom richtigen Handeln tun.
Nur weil Sie einen einzelnen Satz bei Wikipedia finden, wird Ihre Aussage dadurch nicht richtiger. Wenn Ihre Auffassung richtig wäre, dann wäre das „gesunde Volksempfinden“ als Ihr Landsmann unser aller Kanzler war und die Menschenopfer der südamerikanischen Indianer auch moralisch gut gewesen.
Das ist jedoch in beiden Fällen offensichtlicher Unsinn. Diese Dinge waren nicht gut und werden es auch nie werden. Daran ändert auch die Tatsache nichts, daß diese Dinge fälschlicherweise für gut gehalten wurden. Moral darf man nicht mit der mehrheitlichen Wunschvorstellung gleichsetzen.
Moral ist kein in Beton gegossenes Verhalten
Hat auch keiner behauptet. Wenn Sie meinen Verweis auf die Parameter verstanden hätten, dann würden Sie mir dies auch nicht unterstellen.
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#23   pneumat   22:42:14 | Dienstag, 22. April 2008
„Natürlich ändert sich die Moral im Laufe der Zeit“.
Die weltliche Moral ändert sich stets, doch nicht die Göttliche, weil Christus heute, morgen und in Ewigkeit der selbe ist (Ap.Paulus)
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#22   Kurt K.   22:39:32 | Dienstag, 22. April 2008
Defensor Fidei
Nur weil sich die realen Verhaltensweisen ändern und die Menschen mehrheitlich diese realen Verhältnisse gutheißen, heißt dies noch lange nicht, daß diese Verhaltensweisen auch wirklich gut sind.
Aus WIKI extra für Sie: Moral beschreibt, was Menschen faktisch für richtig halten, bzw. was sie gemäß ihrer Vorstellungen vom richtigen Handeln tun.
Moral ist kein in Beton gegossenes Verhalten. Bei den alten Azteken war es moralisch völlig einwandfrei, Kriegsgefangene den Göttern zu opfern.
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#21   Defensor Fidei   22:32:51 | Dienstag, 22. April 2008
@ Kurt K.: Moral und und Wunschvorstellungen eines Hurenhauses sind nicht das Gleiche
Natürlich ändert sich die Moral im Laufe der Zeit.
Nur weil sich die realen Verhaltensweisen ändern und die Menschen mehrheitlich diese realen Verhältnisse gutheißen, heißt dies noch lange nicht, daß diese Verhaltensweisen auch wirklich gut sind. Etwas, was in sich schlecht ist, kann niemals gut werden. Da mögen noch so viele Jahre ins Land gegangen sein. Die bewußte und gewollte Tötung unschuldigen Lebens war, ist und bleibt Unrecht – auch wenn es von der Mehrheit nicht mehr so gesehen wird.
Wenn alles, was von der Mehrheit akzeptiert wird deshalb automatisch auch moralisch wäre, dann Helm ab zum Gebet.
Was „Ihre“ Moral angeht, so basiert die offensichtlich auf der Bibel – und nicht auf irgendeinem für Ungläubige nachvollziehbaren Erkenntnisprozeß.
Daß Glaube und Vernunft keinen Gegensatz bilden, hat uns der Hl. Vater vor nicht allzu langer Zeit ansprechend dargelegt www.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=94864. Abgesehen davon braucht man nur den gesunden Menschenverstand einzuschalten, um die grundlegenden Fragen des Naturrechts auch ohne die Bibel beantworten zu können.
Und insofern haben sich die Parameter eben schon geändert.
Die Parameter ändern sich nicht dadurch, daß man die Rechenzeichen vertauscht, sondern durch geänderte Kenngrößen.
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#20   clarissa colonia   22:12:40 | Dienstag, 22. April 2008
Mit Verlaub,
verwechseln Sie nicht gerade Moral (mit den ihr inhärenten Konnotationen) und mores?
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#19   Kurt K.   22:07:35 | Dienstag, 22. April 2008
Defensor Fidei: Moral
Was ist Moral? Ändert sie sich zwangsläufig im Laufe der Zeit? Natürlich nicht. Der Ausdruck Moral bezeichnet vielmehr das, was (am Ende des Erkenntnisprozesses) als richtiges Handeln angesehen wird. Dieser Erkenntnisprozeß kann nur dann zu einem anderen Ergebnis führen, wenn sich die Parameter ändern. Das ist nicht geschehen.
Natürlich ändert sich die Moral im Laufe der Zeit. Früher einmal galt es als unmoralisch, sich auf offener Straße zu küssen, Kleider zu tragen, die die Knöchel sichtbar werden lassen und keinen Hut zu tragen. All das ist heute akzeptiert und somit nicht mehr unmoralisch.
Was „Ihre“ Moral angeht, so basiert die offensichtlich auf der Bibel – und nicht auf irgendeinem für Ungläubige nachvollziehbaren Erkenntnisprozeß. Und insofern haben sich die Parameter eben schon geändert. Viele, sehr viele Menschen geben heute einen Dreck darauf, was in Ihrem heiligen Buch steht. Also geht der Erkenntnisprozeß weiter und die Moral verändert sich.
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#18   Defensor Fidei   21:33:57 | Dienstag, 22. April 2008
@ sexychrist
Ich billige, wenn eine Frau sich dazu entscheidet & „ertrage“ das Übel, daß dafür etwas…so unzivilisiertes vollzogen wird
Wie bereits gesagt, ist dies ein krasser Widerspruch. Man kann nicht sagen, daß man den Entschluß zur Tötung billigt, die Tötung selber aber als Übel betrachtet.
Ich maße mir aber im Gegensatz zu anderen hier nicht an, Entscheidungen, die das Leben eines Menschen so massiv beeinflussen, so primitiv zu kritisieren
Wenn etwas in sich schlecht ist, dann kann man das auch dann so deutlich sagen. Die Tötung von unschuldigen Personen ist immer & unter allen Umständen in sich schlecht.
Im übrigen frage ich Sie: Zeichnet sich der christliche Glaube nicht gerade dadurch aus, daß man um der Gerechtigkeit Willen Unrecht erträgt und Opfer auf sich nimmt? Christus hat vor seiner Kreuzigung ja auch nicht das Handtuch mit der Begründung geworfen, daß man ihm so etwas nun wirklich nicht zumuten könne.
und die Menschen wie Verbrecher zu verurteilen
Wer einen schwerwiegenden Verstoß gegen die natürl. Ordnung begeht, begeht ein Verbrechen & darf deshalb auch entsprechend bezeichnet werden. „Menschlich“ nachvollziehbare Motive auf Seiten des Täters ändern daran nichts. Diese Motive gibt es bei fast allen Verbrechen.
Richtet nicht, auf daß ihr nicht gerichtet werdet
Dieser Ausspruch besagt nicht, daß man schlechte Dinge nicht beim Namen nennen darf. Wenn ich das Unrecht in aller Form verurteile, dann tue ich dies um zu warnen, nicht um zu richten!
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#17   sexychrist   20:57:59 | Dienstag, 22. April 2008
diverses
@ pippifax:
Ich meine das mal irgendwo gelesen zu haben, dass in den meisten Fällen auf Grund von sonstnochwas (verstehe mal jemand die Kassen) Abtreibungen übernommen werden. Ich versuche die Quelle zu finden, kann aber auch unter Umständen sein, dass ich mich an dieser Stelle irre.
BTW: Glaub mir, wenn ich es nötig hätte mich darüber zu amüsieren, dann wäre ich humormäßig ziemlich blind.
@ defensor fidei:
Ich billige, wenn eine Frau sich dazu entscheidet und „ertrage“ das Übel, dass dafür etwas augenscheinlich so unzivilisiertes vollzogen wird. Ich maße mir aber im Gegensatz zu anderen hier nicht an, Entscheidungen, die das Leben eines Menschen so massiv beeinflussen, so primitiv zu kritisieren und die Menschen wie Verbrecher zu verurteilen.
„Richtet nicht, auf dass ihr nicht gerichtet werdet“ (stammt dieser kluge Spruch nicht auch aus der Bibel? Vielleicht kann Nachtlämpchen ja die Quelle nennen!)
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#16   Defensor Fidei   20:41:05 | Dienstag, 22. April 2008
sexychrist, Toleranz, Akzeptanz & die deutsche Bildungsmisere
Nur weil ich sage, dass ich die wohlüberlegte Entscheidung zur Abtreibung akzeptiere und toleriere, bin ich noch lange kein Befürworter selbiger.
Was lernt man heute eigentlich noch in der Schule? Der Umgang mit begrifflicher Genauigkeit ist es garantiert nicht. In einen Satz Widersprechen Sie sich gleich zwei Mal.
Akzeptieren kommt vom lateinischen „accipere“, was so viel heißt wie annehmen, billigen oder gutheißen. Im deutschen hat es die gleiche Bedeutung. Akzeptanz drückt ein zustimmendes Werturteil aus und bildet demnach einen Gegensatz zur Ablehnung.
Tolerieren stammt dagegen vom lateinischen „tolerare“ (ertragen). Ertragen kann man aber nur ein „Übel“. Toleranz ist somit der Verzicht auf die Option, ein gegen sich gerichtetes Übel abzustellen.
Ergo: Sie können nicht ein und denselben Vorgang gleichzeitig tolerieren und akzeptieren. Beides schließt sich gegenseitig aus. Wenn Sie jedoch etwas akzeptieren, dann sind sie diesbezüglich auch ein Befürworter.
Und ich „untergrabe“ keineswegs die in vielen Punkten vollkommen veraltete von Menschen geschaffene Moral der Kirche, sondern kritisiere nur.
Was ist Moral? Ändert sie sich zwangsläufig im Laufe der Zeit? Natürlich nicht. Der Ausdruck Moral bezeichnet vielmehr das, was (am Ende des Erkenntnisprozesses) als richtiges Handeln angesehen wird. Dieser Erkenntnisprozeß kann nur dann zu einem anderen Ergebnis führen, wenn sich die Parameter ändern. Das ist nicht geschehen.
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#15   Pippifax   20:07:58 | Dienstag, 22. April 2008
Abtreibung auf Kasse in D?
@„sexy“christ
Das kann man aber letztlich über jede Kassenleistung sagen, liegt dem dt. Gesundheitssystem nun mal inne.
Ansonsten wäre mir neu, daß die Abtreibung von der gesetzl. Kasse bezahlt wird. Mir war so, als ob man das selbst zahlt und bei mangelnder Leistungsfähigkeit nach SGB II vom Amt gezahlt wird. Vielleicht können Sie Ihre Aussage noch ein bischen substantiieren, da ich wirklich neugierig bin.
@ordo1962
Sie haben ja grundsätzlich recht. Nur sollten Sie nicht auf seine Provokation einsteigen, sondern sachlich bleiben. Das nützt mehr. Was glauben Sie, wie er sich jetzt freut, weil Sie die Geschichten über seine digitalen Gespielinnen ernst genommen haben.
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#14   bonifatius   19:43:20 | Dienstag, 22. April 2008
@sexychrist = Sexualproz
Was gut für den Menschen ist, sagen nicht die Zehn Gebote sondern der Sexualproz. Ein Glück, daß diese irdischen Lustmolche nicht das letzte Wort am Ende des Lebens haben.
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#13   sexychrist   19:30:28 | Dienstag, 22. April 2008
schwachsinn
1. Ärzte verdienen kaum daran. Auch wenn es makaber klingt, aber bei Kassenpatienten kosten diese Abtreibungen eigentlich nur Zeit und bringen fast garnichts.
2. Kürzlich hatte ich mit einem Freund Langeweile und wir haben ein wenig gespamt (was in diesem Portal scheinbar jeder betreibt). Glaub mir, mit meiner Freundin habe ich dennoch eine sehr ausgewogene und harmonische Beziehung.
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#12   Biene Maja   18:59:02 | Dienstag, 22. April 2008
Sexychrist
die Frauen haben nicht viel Zeit zum zum Nachdenken nicht einmal 3 Tage sie werden wegen möglicher Miessbildungen des Fötus dazu getrieben Ärtze verdienen daran
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#11   ordo62   18:58:21 | Dienstag, 22. April 2008
@sexychrist
„Wobei…
… ich bin nicht verheiratet und praktiziere trotzdem schon mit meiner Freundin das, was man hier als Unzucht bezeichnen würde …“
Genau das meine ich!!!
Vorletzte Woche wolltest Du uns auch weiß machen, das Du noch andere Sachen (mit Freundinnen von Deiner Freundin)
praktizierst.
Auch ich habe mich nicht immer an die Lehre der Kirche gehalten, aber meine Verfehlungen habe ich meinem Beichtvater genannt und mich nicht damit in der Öffentlichkeit gebrüstet.
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#10   jeremy   18:29:19 | Dienstag, 22. April 2008
ordo62
OK, der provoziert ganz schön. Nach dem Motto – Gott ist gut, kein Mensch geht verloren und überhaupt kann man machen was man will. Da fragt man sich wirklich, warum denn überhaupt noch Religionen?
Aber trotzdem: Gleích mit dem Spruch.
Schönen Abend übrigens, ich muss gleich weg. :)3
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#9   sexychrist   18:23:12 | Dienstag, 22. April 2008
So ein bullshit
Nur weil ich sage, dass ich die wohlüberlegte Entscheidung zur Abtreibung akzeptiere und toleriere, bin ich noch lange kein Befürworter selbiger.
Und ich „untergrabe“ keineswegs die in vielen Punkten vollkommen veraltete von Menschen geschaffene Moral der Kirche, sondern kritisiere nur.
Wobei…
… ich bin nicht verheiratet und praktiziere trotzdem schon mit meiner Freundin das, was man hier als Unzucht bezeichnen würde …
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#8   ordo62   18:19:21 | Dienstag, 22. April 2008
wolt halt mal ein bissel provozieren,
es ist doch „sexychrist“ der hier permernent die katholische Morallehre untergräbt, da wollt ich ihm halt mal nen Spiegel vors Gesicht halten.
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#7   jeremy   18:11:28 | Dienstag, 22. April 2008
ordo62
diese Bemerkung bringt jetzt weiter, pfui :-!
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#6   sexychrist   18:10:54 | Dienstag, 22. April 2008
@ ordo62
Wer sich einen anderen Menschen tod wünscht, der ist wahrlich kein recht-gläubiger Christ!
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#5   ordo62   18:08:50 | Dienstag, 22. April 2008
hätte Mutti abgetrieben
wär „sexychrist“ uns erspart geblieben
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#4   sexychrist   17:57:37 | Dienstag, 22. April 2008
@ HBR
Bischof sein heißt sich zum Wohl der Menschen auszurichten und nachzudenken anstatt blind zu folgen.
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#3   HBR   17:41:49 | Dienstag, 22. April 2008
Die sollen machen was sie wollen
Schließlich befinden sich diese Sektierer ausserhalb der Kirche. Aber für einen katholischen Bischof ist Ungehorsam indiskutabel. Katholisch sein bedeutet auch, Gehorsam gegenüber dem heiligen Vater und der heiligen Kirche zu üben
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#2   stimme der vernunft †   17:16:40 | Dienstag, 22. April 2008
@hbr: Schon bedenklich
Genau, das dürfen nur Piusbischöfe!
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#1   HBR   15:45:37 | Dienstag, 22. April 2008
Auch Bischöfe sind zum Gehorsam gegenüber dem heiligen Vater verpflichtet
Mons. Kapellari habe sogar den Papst nach dessen Hofburg-Rede während seines Österreichbesuchs im vergangenen September korrigiert: „Die Äußerungen des Papstes seien nicht als Einmischung in die bestehende Rechtsordnung des Landes zu deuten“ – erklärte der Bischof damals.
Schon bedenklich, dass ein einzelner Bischof den heiligen Vater korrigieren muss.
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