Die Mehrheit der Menschen zieht Traditionen und Ordnung dem Chaos vor
Ordensgewänder und Kleidung sind natürlich nur ein Symbol. Was den Leuten gefällt, ist das, was das Symbol repräsentiert. Erzbischof Marcel Lefebvre im verbotenen Interview.
(kreuz.net) Im Jahr 1978 machte ein US-Journalist ein Interview mit dem Gründer der Priesterbruderschaft
Sankt Pius X., Erzbischof Marcel Lefebvre († 1991). Das Gespräch durfte wegen einer Intervention hoher
kirchlicher Kreise nicht veröffentlicht werden. Hier der zweite Teil des Interviews.
Sie haben erklärt, daß Sie den Grund für den Rückgang des Kirchenbesuchs und das fehlende Interesse an der Kirche kennen und führen das auf die Dokumente des Zweiten Vatikanums zurück. Ist das richtig?
Ich möchte nicht sagen, daß das Zweite Vatikanum das, was heute in der Kirche geschieht, hätte verhindern können. Modernistische Ideen sind schon seit langem überall eingedrungen. Das war für die Kirche nicht gut.
Aber die Tatsache, daß einige Mitglieder des Klerus solche Ideen vertreten habe, daß heißt, die Ideen einer pervertierten Freiheit, die Vorstellung, daß alle Wahrheiten gleich sind, alle Religionen dasselbe, daß in der Folge alle moralischen Anschauungen gleich sind, daß jedermanns Gewissen gleich ist, daß jeder theologisch beurteilen kann, was zu tun ist – das alles sind in Wahrheit laizistische Ideen. Das sind Ideen totaler Willkür ohne jede Denkdisziplin. Sie führen zur Haltung, daß jeder tun und lassen kann, was er will. All das ist dem katholischen Glauben völlig entgegengesetzt.
Sie haben gesagt, daß die meisten dieser theologischen Berater und Experten nur vortäuschen, die Mehrheit der Gläubigen zu repräsentieren und daß diese liberalen Theologen das Volk nicht vertreten. Könnten Sie das erklären?
Mit „Mehrheit der Leute“ meine ich alle Menschen, die ehrlich arbeiten, um sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen.
Ich meine die Leute auf dem Land, die einen gesunden Menschenverstand besitzen und im Kontakt mit der realen Welt, mit der bleibenden Welt, stehen. Diese Leute sind die Mehrheit der Menschen. Sie ziehen Traditionen und Ordnung dem Chaos vor.
Es gibt eine Bewegung dieser Leute auf der ganzen Welt, die sich langsam zu einer totalen Opposition gegen diese Veränderungen vereinigen, die in ihrem Namen und im Namen ihrer Religion durchgeführt werden.
Diese Menschen guten Willens und guten Gespürs wurden durch die dramatischen Veränderungen so traumatisiert, daß sie nun widerwillig in die Kirche gehen.
Wenn sie eine modernistische Kirche besuchen, dann treffen sie nicht auf etwas Heiliges, auf den mystischen Charakter der Kirche, auf das, was in Wahrheit göttlich ist.
Was zu Gott führt, ist göttlich. Sie treffen Gott nicht länger in diesen Kirchen. Wieso sollen sie an einen Ort kommen, wo Gott abwesend ist?
Die Leute verstehen das sehr gut. Die liberalen Kardinäle und ihre Berater haben die Loyalität, welche die meisten dem wahren Glauben entgegenbringen, ernsthaft unterschätzt.
Wie könnte man sonst erklären, daß – sobald wir eine traditionelle Kapelle oder Kirchen eröffnen – alle aus allen Richtungen dorthin laufen? Wir haben nur Stehplätze. Es gibt den ganzen Tag über Messen, um den Andrang zu bewältigen.
Warum? Weil sie dort das finden, was sie brauchen: das Heilige, das Mystische, den Respekt vor dem Sakralen.
Ein Beispiel: Am Flughafen haben Leute jene Priester angesprochen, die auf mich warteten. Sie – totale Fremde – haben ihnen die Hände geschüttelt. Warum? Weil die Leute dort, wo sie einen Priester finden, einen Priester, der sich wie ein Priester benimmt, der sich wie ein Priester kleidet, von ihm fasziniert sind und ihm auf der Stelle folgen.
Das passiert hier in den Vereinigten Staaten. Das passiert in Europa und überall auf der Welt. Menschen auf der Straße kommen, um einen Priester zu grüßen. Sie kommen, gratulieren ihm aus dem Blauen heraus und sagen ihm, wie glücklich sie sind, einen echten Priester zu sehen. Sie sagen ihm, wie glücklich sie sind, daß es noch immer einige Priester gibt.
Glauben Sie, daß Kleidung und Ordensgewänder bezüglich der Qualität eines Priesters einen Unterschied machen?
Ordensgewänder und Kleidung sind natürlich nur ein Symbol. Was den Leuten gefällt, ist das, was das Symbol repräsentiert und natürlich nicht das Symbol selbst.
Nächstes Mal: Wir bestehen nicht auf Rituale um der Rituale willen
Sie haben erklärt, daß Sie den Grund für den Rückgang des Kirchenbesuchs und das fehlende Interesse an der Kirche kennen und führen das auf die Dokumente des Zweiten Vatikanums zurück. Ist das richtig?
Ich möchte nicht sagen, daß das Zweite Vatikanum das, was heute in der Kirche geschieht, hätte verhindern können. Modernistische Ideen sind schon seit langem überall eingedrungen. Das war für die Kirche nicht gut.
Aber die Tatsache, daß einige Mitglieder des Klerus solche Ideen vertreten habe, daß heißt, die Ideen einer pervertierten Freiheit, die Vorstellung, daß alle Wahrheiten gleich sind, alle Religionen dasselbe, daß in der Folge alle moralischen Anschauungen gleich sind, daß jedermanns Gewissen gleich ist, daß jeder theologisch beurteilen kann, was zu tun ist – das alles sind in Wahrheit laizistische Ideen. Das sind Ideen totaler Willkür ohne jede Denkdisziplin. Sie führen zur Haltung, daß jeder tun und lassen kann, was er will. All das ist dem katholischen Glauben völlig entgegengesetzt.
Sie haben gesagt, daß die meisten dieser theologischen Berater und Experten nur vortäuschen, die Mehrheit der Gläubigen zu repräsentieren und daß diese liberalen Theologen das Volk nicht vertreten. Könnten Sie das erklären?
Mit „Mehrheit der Leute“ meine ich alle Menschen, die ehrlich arbeiten, um sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen.
Ich meine die Leute auf dem Land, die einen gesunden Menschenverstand besitzen und im Kontakt mit der realen Welt, mit der bleibenden Welt, stehen. Diese Leute sind die Mehrheit der Menschen. Sie ziehen Traditionen und Ordnung dem Chaos vor.
Es gibt eine Bewegung dieser Leute auf der ganzen Welt, die sich langsam zu einer totalen Opposition gegen diese Veränderungen vereinigen, die in ihrem Namen und im Namen ihrer Religion durchgeführt werden.
Diese Menschen guten Willens und guten Gespürs wurden durch die dramatischen Veränderungen so traumatisiert, daß sie nun widerwillig in die Kirche gehen.
Wenn sie eine modernistische Kirche besuchen, dann treffen sie nicht auf etwas Heiliges, auf den mystischen Charakter der Kirche, auf das, was in Wahrheit göttlich ist.
Was zu Gott führt, ist göttlich. Sie treffen Gott nicht länger in diesen Kirchen. Wieso sollen sie an einen Ort kommen, wo Gott abwesend ist?
Die Leute verstehen das sehr gut. Die liberalen Kardinäle und ihre Berater haben die Loyalität, welche die meisten dem wahren Glauben entgegenbringen, ernsthaft unterschätzt.
Wie könnte man sonst erklären, daß – sobald wir eine traditionelle Kapelle oder Kirchen eröffnen – alle aus allen Richtungen dorthin laufen? Wir haben nur Stehplätze. Es gibt den ganzen Tag über Messen, um den Andrang zu bewältigen.
Warum? Weil sie dort das finden, was sie brauchen: das Heilige, das Mystische, den Respekt vor dem Sakralen.
Ein Beispiel: Am Flughafen haben Leute jene Priester angesprochen, die auf mich warteten. Sie – totale Fremde – haben ihnen die Hände geschüttelt. Warum? Weil die Leute dort, wo sie einen Priester finden, einen Priester, der sich wie ein Priester benimmt, der sich wie ein Priester kleidet, von ihm fasziniert sind und ihm auf der Stelle folgen.
Das passiert hier in den Vereinigten Staaten. Das passiert in Europa und überall auf der Welt. Menschen auf der Straße kommen, um einen Priester zu grüßen. Sie kommen, gratulieren ihm aus dem Blauen heraus und sagen ihm, wie glücklich sie sind, einen echten Priester zu sehen. Sie sagen ihm, wie glücklich sie sind, daß es noch immer einige Priester gibt.
Glauben Sie, daß Kleidung und Ordensgewänder bezüglich der Qualität eines Priesters einen Unterschied machen?
Ordensgewänder und Kleidung sind natürlich nur ein Symbol. Was den Leuten gefällt, ist das, was das Symbol repräsentiert und natürlich nicht das Symbol selbst.
Nächstes Mal: Wir bestehen nicht auf Rituale um der Rituale willen
Der Artikel ist Teil der folgenden Reihe:
2. Die Mehrheit der Menschen zieht Traditionen und Ordnung dem Chaos vor
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Samstag, 26. April 2008 18:21
Echter Wiener: Die Gesamtsituation
der KK und ihrer Leiden ist, zusammengefasst, nicht halb so komplex, wie hier teilweise getan wird.
Fakt 1:Es ist unbestreitbar, dass die KK (und das gesamte Christentum als solches) von aussen
und von innen angegriffen, verleumded, verraten, falsch zitiert, unterminiert, usw., wird.
Fakt 2:Diese Situation hat sich seit V II stark intensiviert, und wurde teilweise erst ermoeglicht. V II hat die katholische Gemeischaft verwaessert, die jahrhunderte, ja jahrtausende alten Traditionen der Kirche unterminiert und geschwaecht, und damit die Fundamente der KK schwerstens geschaedigt. V II hat die Pforten geoeffnet fuer Horden von Kirchenfeinden, Homos und Kinderschaendern, Atheisten, Kommunisten und sogar Teufelsaposteln.
Fakt 3: Damit ist V II die groesste Katastrophe, die die KK seit der Christenverfolgung erlebt hat. Die fundamentale und einzig wahre Liturgie wurde „sekularisiert“ (und damit entwuerdigt) und liberalisiert, also entheiligt. Das alles unter dem Vorwand, die KK zu „modernisieren“ und allen „Suchenden“ leichter zugaenglich zu machen.
Fakt 4: Genau das Gegenteil wurde erreicht. Die heutigen miesen Umstaende sind das Resultat. Von den etwa 100 Millionen Katholiken in den USA zelebrierten 1965 75% regelmaessig die Sonntaegliche Messe. Heute sind es 30%. In Europa ist es noch etwas schlimmer. Damit alleine sollte jede discussion ueberfluessig sei.
Fakt 5: Die Lateinische Messe hat das potential, die wahren Grundsaetze der KK wiederherzustellen.
Deshalb ist sie im Weg.
Fakt 1:Es ist unbestreitbar, dass die KK (und das gesamte Christentum als solches) von aussen
und von innen angegriffen, verleumded, verraten, falsch zitiert, unterminiert, usw., wird.
Fakt 2:Diese Situation hat sich seit V II stark intensiviert, und wurde teilweise erst ermoeglicht. V II hat die katholische Gemeischaft verwaessert, die jahrhunderte, ja jahrtausende alten Traditionen der Kirche unterminiert und geschwaecht, und damit die Fundamente der KK schwerstens geschaedigt. V II hat die Pforten geoeffnet fuer Horden von Kirchenfeinden, Homos und Kinderschaendern, Atheisten, Kommunisten und sogar Teufelsaposteln.
Fakt 3: Damit ist V II die groesste Katastrophe, die die KK seit der Christenverfolgung erlebt hat. Die fundamentale und einzig wahre Liturgie wurde „sekularisiert“ (und damit entwuerdigt) und liberalisiert, also entheiligt. Das alles unter dem Vorwand, die KK zu „modernisieren“ und allen „Suchenden“ leichter zugaenglich zu machen.
Fakt 4: Genau das Gegenteil wurde erreicht. Die heutigen miesen Umstaende sind das Resultat. Von den etwa 100 Millionen Katholiken in den USA zelebrierten 1965 75% regelmaessig die Sonntaegliche Messe. Heute sind es 30%. In Europa ist es noch etwas schlimmer. Damit alleine sollte jede discussion ueberfluessig sei.
Fakt 5: Die Lateinische Messe hat das potential, die wahren Grundsaetze der KK wiederherzustellen.
Deshalb ist sie im Weg.
Samstag, 26. April 2008 12:34
Benedikt: Aha!.
Ich möchte nicht sagen, daß das Zweite Vatikanum das, was heute in der Kirche geschieht, hätte verhindern
können.
Demnach war das Konzil gar nicht verantwortlich?
Demnach war das Konzil gar nicht verantwortlich?
Freitag, 25. April 2008 08:53
Dr. Otterbeck: Selten wurde so deutlich…
wie in diesem Intervju, dass M.L. mit jedem katholischen Prinzip gebrochen hat, nur um die Nachfrage seiner
Kunden zu befriedigen; Nachfrage nach einer Religion, die ihnen sagt, oui, mes bienfaiteurs, seulement
vous êtes la verité…
Diese Liebedienerei gegenüber einem aktuellen religiösen Bewusstsein (hier: einem antiquierten): Was ist das anderes als –- Modernismus??
Diese Liebedienerei gegenüber einem aktuellen religiösen Bewusstsein (hier: einem antiquierten): Was ist das anderes als –- Modernismus??
Donnerstag, 24. April 2008 23:39
Ultramontanus: Hoyos
ist ein Schwätzer.
Donnerstag, 24. April 2008 23:25
QUIS UT DEUS: Kein Schisma!!!!!!!!!
Kein SchismaDer Präsident der päpstlichen Kommission ‘Ecclesia Dei’, Dario Kardinal Castrillón Hoyos, äußerte sich in jüngster Zeit zum Verhältnis der Priesterbruderschaft St. Pius X. mit dem Vatikan und der universalen Kirche. Der Einzug der Lefèbvristen in die Peterskirche im August 2000 dauerte fast eine Stunde(kreuz.net, Vatikan) Kardinal Castrillón sprach am 13. November mit dem italienischen Fernsehsender ‘Canale 5’ über die Alte Messe. Das englischsprachige Forum ‘Angelqueen’ dokumentierte den Text im Internet.Der Kardinal ist Präsident der Kommission ‘Ecclesia Dei’, welcher die pastorale Sorge für die mit dem Alten Ritus verbundenen Gläubigen anvertraut ist.Der Kurienkardinal äußerte sich auch zum Treffen des Generaloberen der Priesterbruderschaft St. Pius X., Bischof Bernard Fellay, mit dem Heiligen Vater Ende August.Diese Audienz habe den Dialog zwischen der Bruderschaft und dem Vatikan beflügelt:Auf Italienisch sagte der Kardinal: „Non siamo di fronte ad una eresia. Non si può dire in termini corretti, esatti, precisi che ci sia uno scisma“ – „Wir stehen nicht vor einer Häresie. Man kann auf eine korrekte, exakte und präzise Weise nicht sagen, daß ein Schisma vorliegt.“ 1988: Vier Bischofsweihen durch Erzbischof Lefèbvre und Mitkonsekrator Bischof Antônio de Castro MayerEine Bischofsweihe ohne päpstliche Erlaubnis zeige eine „schismatische Haltung“, erklärte der Kirchenfürst. Die Priesterbruderschaft St. Pius X. befinde sich jedoch „innerhalb der Grenzen der Kirch…
Donnerstag, 24. April 2008 21:47
HBR: Zum Abkommen
Wenn die Lefebvre-Leute kein Abkommen mit der Kirche schließen und sich ihr gehorsam wieder anschließen, wird die Pius-Bruderschaft bleiben, was sie ist: eine schismatische Sekte
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