Protestantismus
Der Münchner Oberbürgermeister als protestantischer Hilfsprediger
Keine Kirche hat die Wahrheit und weil man auch sonst nicht genau weiß, was man tun sollte, kann sich das Christentum wenigstens als Wahrzeichen der Gewaltlosigkeit profilieren.
Der Oberbürgermeister von München, Genosse Christian Ude, bei einem SPD-Parteitag 2001.
Der Oberbürgermeister von München, Genosse Christian Ude, bei einem SPD-Parteitag 2001.
© Eilmeldung, GFDL
(kreuz.net, München) Am vorletzten Donnerstag berichtete die Tageszeitung Münchner Merkur von einer Veranstaltung des Evangelischen Stadtdekanates in München.

Dazu war die Hannoversche Landesbischöfin, Margot Käßmann, als Hauptrednerin eingeladen.

Frau Käßmann ist Catholica-Beauftragte der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Deutschland.

Die Veranstaltung stand unter dem Titel „Auf dem Weg“ und war auf evangelischer Seite als Auftakt zum Ökumenischen Kirchentag 2010 in München gedacht.

Eingeladen war auch der amtierende Oberbürgermeister von München, Genosse Christian Ude (60). Genosse Ude ist Protestant.

Genosse Ude in Großaufnahme
Genosse Ude in Großaufnahme
© Cevriye Lucan, GFDL
Die deutschen Protestanten rühren immer wieder die Werbetrommel für die Sozialdemokratie.

Ude empfing letztes Jahr die Inspiration, persönlich gegen das Dokument der Glaubenskongregation zu einigen Fragen über die Kirche Stellung zu nehmen.

Er ist zwar gewöhnlich eher politisch als Kabarettist unterwegs, benimmt sich aber in Münchens evangelischen Gotteshäusern auch gerne als Hilfsprediger.

So wird er dort gerne eingeladen, um zum Thema „Sozialstaat“ oder Soziales „München“ zu sprechen.

Auf der jüngsten Veranstaltung des Evangelischen Stadtdekanates erteilte Ude der Erklärung der Glaubenskongregation über die Kirche erneut eine scharfe Absage:

„Es sollte nicht einmal in Gedankenspielen und auch nicht in internen Papieren in Frage gestellt werden, daß es sich bei beiden Kirchen um Kirchen handelt.“ Bis heute blieb dieser Artikel im „Münchner Merkur“ ohne Reaktion.

Die Hannoversche Landesbischöfin sagte bei dieser Gelegenheit: Ökumene bedeute im 21. Jahrhundert Verschiedenheit schätzen, Vielfalt leben, aber das Gemeinsame stark machen.

„Keine Kirche hat die Wahrheit, ließ Frau Käßmann die Versammelten wissen: Sie könne immer nur versuchen, Zeugin der Wahrheit zu sein.“

Das Christentum habe ferner die Chance sich als „Wahrzeichen der Gewaltlosigkeit“ zu profilieren.
      
15 Lesermeinungen
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#15   Beobachterin   13:37:41 | Freitag, 25. April 2008
Herr Ude liebt seine Frau!
Immerhin wissen wir, daß Herr Ude wenigstens seine Frau liebt, wie er sagt. Zu dieser Aussage fühlte er sich veranlaßt, weil er verschiedentlich des Homosexualismus verdächtigt wurde, weil er sich als eifriger Verteidiger und Förderer der Homologie betätigt.
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#14   Franziskus777   10:09:26 | Freitag, 25. April 2008
Ude ist ein Blender!
Herr Ude hat in München noch nie etwas selbst zustande gebracht !
1. Ohne Gelder vom Freistaat würde in München nichts laufen !
2. Ude hat bisher alles bekämpft. Erst der Flughafen, die Neue Messe (nicht zu verwechseln !)
3. Sämtliche Tunnel gegen den Lärm und Feinstaub mussten erst CSU und ÖDP durch Bürgerbegehren durchdrücken.
Ude ist gegen alles und am Ende strahlt er bei den Einweihungsfeierlichkeiten.
Zumindest bei der neuen Arena hat er sich dermaßen deplatziert verhalten.
Warum wählen ihn soviele Münchner ?
Sind 32,3 % aller Münchner viel? Die über 60% für ihn sind ein Ergebnis. Aber warum bleiben 54% der Menschen fern von der Kommunalwahl?
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#13   Parmenas   19:56:21 | Donnerstag, 24. April 2008
@Obelix
Keine Sorge, das kommt noch …
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#12   obelix †   19:50:07 | Donnerstag, 24. April 2008
Ja dürfen CDU oder gar CSU Mitglieder überhaupt evangelisch sein? Oder müssen die gleich ausge-
schlossen werden???
Parmenas: Es ist zwarscheußlich, daß die deutschen „Protestanten“ häufig für die Sozen eintreten, doch noch scheußlicher wäre es, für die CDU einzutreten.
Vielleicht sollten wir dann den Chef der Bayerischen Staatskanzlei, Herrn Ministerpräsidenten Günter Beckstein ja was denn? … verbrennen lassen?
Der ist nämlich Protestant und hochrangiger CSU-Grande und verteidigt als Protestant die CDU/CSU bis aufs Messer.
Da hört sich ja alles auf! Nicht wahr Parmenas?
Und die allerschlechteste Nachricht: noch viel mehr CDU-Verteidiger sind Protestanten. Wo bleibt das Autodafe????
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#11   Parmenas   19:17:08 | Donnerstag, 24. April 2008
Herr Ude ist ein
sehr erfolreicher und ausgewogener Politiker. Man sollte ihn als solchen auch achten!
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#10   Burgorus   19:04:40 | Donnerstag, 24. April 2008
Wenn keine Kirche die Wahrheit hat,
dann schmeißen wir doch zunächst mal alle Kirchen weg! Warum ist denn Herr Ude zu blöd, diese Konsequenz zu ziehen? Will er ein Vermittler von Lügen sein?
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#9   jeremy   15:13:32 | Donnerstag, 24. April 2008
Sexychrist
Wenn Sie sich lediglich mit den „Ideen des Christentums“ am meisten identifizieren können, warum haben Sie dann innerhalb dieses Christentums von der evangelisch-protestantischen zur katholischen Seite gewechselt.
Die Frage finde ich umso interessanter. weil Sie sich hier gegen alles wehren, was die katholische Kirche in ihrem Wesen von den protestantischen Gemeinschaften unterscheidet.
Und dabei gehe ich nicht von der sogenannten Tradi-Sicht sondern von der ein wenig „weiteren“ des VII-Katholiken aus.
P.S.: Damit will ich jetzt nichts Negatives über die tridentinische Messe oder sonstwas gesagt haben, es geht mir nur um die Frage an den Poster.
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#8   Parmenas   15:10:55 | Donnerstag, 24. April 2008
@R-J-H
die Zugehörigkeit zur Kirche wird durch die Taufe konstituiert und die haben die „Protestanten“.
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#7   RJH   14:56:59 | Donnerstag, 24. April 2008
Ohne apostolische Sukzession
und Anerkennung des Papstes keine Zugehörigkeit zur Kirche! Da können die Protestanten noch so sehr protestieren.
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#6   sexychrist   14:46:08 | Donnerstag, 24. April 2008
Da hat Frau Käßmann vollkommen Recht!
Die Hannoversche Landesbischöfin sagte bei dieser Gelegenheit: Ökumene bedeute im 21. Jahrhundert Verschiedenheit schätzen, Vielfalt leben, aber das Gemeinsame stark machen.
„Keine Kirche hat die Wahrheit, ließ Frau Käßmann die Versammelten wissen: Sie könne immer nur versuchen, Zeugin der Wahrheit zu sein.“
Vollkommen korrekt! Was ist am Christentum bewiesen „richtiger“ als am Rest? Ich kann mich mit den Ideen des Christentums am meisten identifizieren, aber die Frage, welche Religion Recht hat, kann niemand beantworten!
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#5   Alkuin   14:45:06 | Donnerstag, 24. April 2008
Käse…
„Es sollte nicht einmal in Gedankenspielen und auch nicht in internen Papieren in Frage gestellt werden, daß es sich bei beiden Kirchen um Kirchen handelt.“
Für mich unerklärlich, dass Luther in seiner Bibelübersetzung das Wort „Kirche“ niemals verwendet sondern er übersetzt das Wort Ekklesia mit Gemeinde.
In der von den „Bibeltreuen“ Evangelikalen bevorzugte Eberfelder und Schlachter Ausgaben wird das Wort Kirche auch nicht verwendet sondern Versammlung bzw. Gemeinde.
Wenn „Kirche“ als Bezeichnung für die Protis so wichtig wäre, warum hat Luther & Co. Das Wort wie die Pest gemieden. Wenn sie selbst das Wort meiden, wo ist das Problem wenn wir sie nicht Kirche nennen.
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#4   Parmenas   14:43:52 | Donnerstag, 24. April 2008
Es ist zwar
scheußlich, daß die deutschen „Protestanten“ häufig für die Sozen eintreten, doch noch scheußlicher wäre es, für die CDU einzutreten.
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#3   Gotthard   14:42:01 | Donnerstag, 24. April 2008
Münchner Merkur
Bis heute blieb dieser Artikel im „Münchner Merkur“ ohne Reaktion.
Wer sollte welche Reaktion zeigen?
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#2   mandy   14:29:50 | Donnerstag, 24. April 2008
aslsd nfoe9er?????????????????????????
asldknf? ,,döpdeej??? asld mrrföls!!! –--- sa<dfasdfkmdsfßßßßß>?
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#1   RJH   14:24:27 | Donnerstag, 24. April 2008
Genosse Ude sollte lieber beim oktoberfestlichen
Bierfass anstechen bleiben. Davon versteht er wenigstens was.
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