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Donnerstag, 24. April 2008 14:14
Der Münchner Oberbürgermeister als protestantischer Hilfsprediger
Keine Kirche hat die Wahrheit und weil man auch sonst nicht genau weiß, was man tun sollte, kann sich das Christentum wenigstens als Wahrzeichen der Gewaltlosigkeit profilieren.
Der Oberbürgermeister von München, Genosse Christian Ude, bei einem SPD-Parteitag 2001.
Der Oberbürgermeister von München, Genosse Christian Ude, bei einem SPD-Parteitag 2001.
(kreuz.net, München) Am vorletzten Donnerstag berichtete die Tageszeitung Münchner Merkur von einer Veranstaltung des Evangelischen Stadtdekanates in München.

Dazu war die Hannoversche Landesbischöfin, Margot Käßmann, als Hauptrednerin eingeladen.

Frau Käßmann ist Catholica-Beauftragte der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Deutschland.

Die Veranstaltung stand unter dem Titel „Auf dem Weg“ und war auf evangelischer Seite als Auftakt zum Ökumenischen Kirchentag 2010 in München gedacht.

Eingeladen war auch der amtierende Oberbürgermeister von München, Genosse Christian Ude (60). Genosse Ude ist Protestant.

Genosse Ude in Großaufnahme
Genosse Ude in Großaufnahme
Die deutschen Protestanten rühren immer wieder die Werbetrommel für die Sozialdemokratie.

Ude empfing letztes Jahr die Inspiration, persönlich gegen das Dokument der Glaubenskongregation zu einigen Fragen über die Kirche Stellung zu nehmen.

Er ist zwar gewöhnlich eher politisch als Kabarettist unterwegs, benimmt sich aber in Münchens evangelischen Gotteshäusern auch gerne als Hilfsprediger.

So wird er dort gerne eingeladen, um zum Thema „Sozialstaat“ oder Soziales „München“ zu sprechen.

Auf der jüngsten Veranstaltung des Evangelischen Stadtdekanates erteilte Ude der Erklärung der Glaubenskongregation über die Kirche erneut eine scharfe Absage:

„Es sollte nicht einmal in Gedankenspielen und auch nicht in internen Papieren in Frage gestellt werden, daß es sich bei beiden Kirchen um Kirchen handelt.“ Bis heute blieb dieser Artikel im „Münchner Merkur“ ohne Reaktion.

Die Hannoversche Landesbischöfin sagte bei dieser Gelegenheit: Ökumene bedeute im 21. Jahrhundert Verschiedenheit schätzen, Vielfalt leben, aber das Gemeinsame stark machen.

„Keine Kirche hat die Wahrheit, ließ Frau Käßmann die Versammelten wissen: Sie könne immer nur versuchen, Zeugin der Wahrheit zu sein.“

Das Christentum habe ferner die Chance sich als „Wahrzeichen der Gewaltlosigkeit“ zu profilieren.

© Titelbild: Eilmeldung, GFDL
© Bild Großaufnahme: Michael Lucan, GFDL
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 15 Lesermeinungen:
Freitag, 25. April 2008 13:37
Beobachterin: Herr Ude liebt seine Frau!
Immerhin wissen wir, daß Herr Ude wenigstens seine Frau liebt, wie er sagt. Zu dieser Aussage fühlte er sich veranlaßt, weil er verschiedentlich des Homosexualismus verdächtigt wurde, weil er sich als eifriger Verteidiger und Förderer der Homologie betätigt.
Freitag, 25. April 2008 10:09
Franziskus777: Ude ist ein Blender!
Herr Ude hat in München noch nie etwas selbst zustande gebracht !

1. Ohne Gelder vom Freistaat würde in München nichts laufen !

2. Ude hat bisher alles bekämpft. Erst der Flughafen, die Neue Messe (nicht zu verwechseln !)

3. Sämtliche Tunnel gegen den Lärm und Feinstaub mussten erst CSU und ÖDP durch Bürgerbegehren durchdrücken.

Ude ist gegen alles und am Ende strahlt er bei den Einweihungsfeierlichkeiten.
Zumindest bei der neuen Arena hat er sich dermaßen deplatziert verhalten.
Warum wählen ihn soviele Münchner ?
Sind 32,3 % aller Münchner viel? Die über 60% für ihn sind ein Ergebnis. Aber warum bleiben 54% der Menschen fern von der Kommunalwahl?
Donnerstag, 24. April 2008 19:56
Parmenas: @Obelix
Keine Sorge, das kommt noch …
Donnerstag, 24. April 2008 19:50
obelix: Ja dürfen CDU oder gar CSU Mitglieder überhaupt evangelisch sein? Oder müssen die gleich ausge-
schlossen werden???

Parmenas: Es ist zwarscheußlich, daß die deutschen „Protestanten“ häufig für die Sozen eintreten, doch noch scheußlicher wäre es, für die CDU einzutreten.

Vielleicht sollten wir dann den Chef der Bayerischen Staatskanzlei, Herrn Ministerpräsidenten Günter Beckstein ja was denn? … verbrennen lassen?

Der ist nämlich Protestant und hochrangiger CSU-Grande und verteidigt als Protestant die CDU/CSU bis aufs Messer.

Da hört sich ja alles auf! Nicht wahr Parmenas?

Und die allerschlechteste Nachricht: noch viel mehr CDU-Verteidiger sind Protestanten. Wo bleibt das Autodafe????
Donnerstag, 24. April 2008 19:17
Parmenas: Herr Ude ist ein
sehr erfolreicher und ausgewogener Politiker. Man sollte ihn als solchen auch achten!
Donnerstag, 24. April 2008 19:04
Burgorus: Wenn keine Kirche die Wahrheit hat,
dann schmeißen wir doch zunächst mal alle Kirchen weg! Warum ist denn Herr Ude zu blöd, diese Konsequenz zu ziehen? Will er ein Vermittler von Lügen sein?
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