Zölibat
Seelische Qualen, die kein Ende nehmen
Frau Ilse Sixt ist eine bayrische Hobby- Schriftstellerin. Sie hat den schwülstigen Stoff entdeckt, aus dem die modernen Heimatromane gestrickt sind. Worum geht es? Natürlich um den Zölibat.
Zölibats-Schrift der schreibenden Großmutter Ilse Sixt.
Zölibats-Schrift der schreibenden Großmutter Ilse Sixt.
(kreuz.net) Ilse Sixt (71) wurde nach Angaben ihrer Webseite am Rosenkranzfest 1936 in Falkenstein im Vogtland geboren. Es handelt sich um eine Region zwischen den deutschen Freistaaten Sachsen, Thüringen und Bayern und dem tschechischen Egerland.

Ab dem 15. Lebensjahr arbeitete sie als Haus-Laden-Hilfe. Im Jahr 1957 heiratete sie. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor. Frau Sixt bezeichnet sich als „schreibende Großmutter“ mit zehn Enkelkindern.

Die Hobby-Autorin hat zahlreiche Kurzschriften veröffentlicht, etwa zu folgenden Titeln: „Das Nähmaschinen-schubladl“, „Die kaffebraune Kuh Buttl“, „Der bairische Schutzengel“, „Jesus – Deine Sonne“, „Gebete aus dem Herzen“ oder „Die Eucharistie. Gedanken zum Mitfeiern“.

Ihre 98seitige Schrift „Der Zölibat“ erschien in einer zweiten überarbeiteten und erweiterten Auflage.

Vergangenen Jahr publizierte Frau Sixt das Buch „Das verbotene Herz“. Kürzlich erschien auf ihrer Webseite eine Vorstellung der Schrift.

Darin läßt Frau Sixt einen angeblichen Priester zu Wort kommen: „Da ich ein realistisch denkender Mensch bin,
Dramatische Empörung
„Wissen die Verantwortlichen der katholischen Kirche überhaupt, welchen Sumpf an Lügen, Sünden, Ängsten, Schmerzen und Tränen bis hin zum Töten Ungeborener sie sich an Schuld und Verantwortung aufladen?“
fühle ich mich an mein Zölibatsversprechen nicht mehr gebunden. Denn ich lebe seit einem Jahr mit meiner Freundin zusammen“ – so der angebliche Priester.

Als Pfarrer bemühe er sich weiterhin, seine Pflichten in der Gemeinde zu erfüllen: „Der Rest ist Privatleben, auf das mein Arbeitgeber »Kirche« keinen Zugriff hat.“

Dann wendet sich Frau Sixt im schwülstigen Stil eines Heimatromans der angeblichen Konkubine des angeblichen Geistlichen zu: „Wie aber sieht das Leben dieser Frau in Zukunft aus?“

Trotz „ehelicher“ Gemeinschaft sei es für sie zum Beispiel ein Muß, auf Kinder zu verzichten.

Für die Priesterkonkubine seien „seelische Qualen, die kein Ende nehmen werden“ vorprogrammiert – drückt Frau Sixt auf die Tränendrüse:

„Wissen die Verantwortlichen der katholischen Kirche überhaupt, welchen Sumpf an Lügen, Sünden, Ängsten, Schmerzen und Tränen bis hin zum Töten Ungeborener sie sich an Schuld und Verantwortung aufladen?“ – steigert sie dramatisch ihre Empörung und stellt die fromme Frage:

„Ist denn die »Heilige Familie«, in welcher der Menschensohn Jesus Christus herangewachsen ist, für das Oberhaupt der katholischen Kirche nicht Vorbild genug, um endlich auch für Priester ein Familienleben zuzulassen?“

Als Schuldige für das Zölibat entlarvt Frau Sixt meist selber verheiratete „fanatische Katholiken“, die auf ehelos lebenden Priestern beharren würden. Diese Katholiken würden – „in ihrer Gefühlsarmut“ – vergessen, daß auch Priester „Menschen mit Leib und Seele“ seien.

Aufgrund dieser scharfen und tiefschürfenden Analyse zeigt sich, daß auch die Heirat nicht die Lösung aller Probleme ist.

Abschließend ruft die Hobby-Autorin der angeblichen Priesterkonkubine eine furchtbare Drohbotschaft nach: „Wie wird wohl das Leben dieser Frau im Alter aussehen? – Ohne eigene Familie wird sie auf die Hilfe und Pflege fremder Menschen angewiesen und unendlich einsam sein.“

Eines ist klar: Die bahnbrechende Gedankenkraft der Hausfrauenliteratur von Frau Ilse Sixt garantiert ihr schon jetzt einen unsterblichen Platz im Olymp der deutschen Geistesgeschichte.

Im Nachwort ihres intellektuellen Feuerwerkes zitiert Frau Sixt auch den deutschen Schriftsteller Hermann Hesse († 1962): „Weich ist stärker als hart, Wasser ist stärker als Fels, Liebe ist stärker als Gewalt.“

Und was ist weicher als butterweich? Richtig: die Zölibats-Heimatromane von Frau Sixt.

Da bleibt kein Auge trocken. Man weiß nur nicht, ob vom Weinen oder vom Lachen.
      
33 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#33   Jotef   12:04:53 | Mittwoch, 4. Februar 2009
Seelische Qualen … verwandelt zu Freuden
Wegen der Darstellung, wonach sich der Schöpfer ‘sein Ebenbild schuf, und schuf sie (=sich) als Mann und als Frau’, ist die Zölibatsfrage nicht nur ein (katholisches) ‘kirchenlateinisches’ Thema. Es geht um ein Menschenrecht.
Insofern hat der Schreiben dieser Seite mit seinem Titel
‘Seelische Qualen, die kein Ende nehmen’ viel mehr recht, als er es selbst offenbar weiß.
Ich habe ‘Honig gesaugt’ www.kathpedia.com/…dex.php/Z%C3%B6libat, was es mit den biblischen Grundlagen auf sich hat.
Das II. Vatikanische Konzil bringt zum Zölibat
in seinem Dekret über die Ausbildung der Priester „OPTATAM TOTIUS“ vom 28.10.1965 Nr. 10 folgendes:
Die Alumnen, die gemäß den heiligen und festen Gesetzen ihres eigenen Ritus die verehrungswürdige Tradition des priesterlichen Zölibats auf sich nehmen, sollen mit großer Sorgfalt auf diesen Stand hin erzogen werden: sie verzichten darin um des Himmelreiches willen (vgl. Mt 19,12 = Denn es sind etliche verschnitten, die sind aus Mutterleib also geboren; und sind etliche verschnitten, die von Menschen verschitten sind; uns sind etliche verschnitten, die sich selbst verschnitten haben um des Himmelreiches willen. Wer es fassen kann, der fasse es !)
Zitat Ende.
Wer „verschnitten“ übersetzt zu „Zölibat“, verdient unser Mitleid. Wer es übersetzt zu „beschnitten“ –- ist mir selbst passiert –- verdient eine „2. Chance“.
Darum übersetze ich hier und jetzt „verschnitten“ zu „kastriert“.
Nach heutigem Rechtsbewusstsein ist das ein Eingriff in die Menschenrechte und strafbar.
Redaktion benachrichtigen
#32   Anirac   22:06:10 | Mittwoch, 28. Januar 2009
Ohne Herz
scheint der Verfasser des Artikels zu sein.
Liebe Frau Sixt, anscheinend scheint Ihr Büchlein den Verfasser des Artikels bei Kreuz. net doch etwas zu gefallen, denn sonst hätte er sich nicht solch eine Mühe mit dem Artikel gemacht. ;-)
Es ist allerdings anzunehmen, daß er den Artikel nicht vollkommen nüchtern geschrieben hat, er wird sich halt irgendetwas „eingeschmissen“ haben.
Machen Sie bitte weiter so!!
Redaktion benachrichtigen
#31   Nati74   16:24:38 | Donnerstag, 17. Juli 2008
Seelische Qualen …
Zum Verfasser: Ohne Sie persönlich anzugreifen, zumal persönliche und nahezu beleidigende Angriffe offensichtlich eher Ihr Fachgebiet sind, sollten Sie besser recherchieren bevor Sie in einer fast schon „schmierfinkenhaften“ Art und Weise über einen Menschen derart urteilen. Abgesehen von Ihren falschen Informationen , die Kinderzahl von Frau Sixt betreffend. Möglicherweise sind Sie ein großartiger Autor, jedoch haben Sie dies mit diesem Artikel nicht wirklich unter Beweis gestellt. Aber immerhin haben Sie die „schreibende Großmutter“ gut vermarktet. :)3
Zum Zölibat: Was der Verzicht von körperlicher Liebe, auch für einen Heilligen, oft genug allein in Deutschland schon zur Folge hatte, muss man hier nicht genau erläutern. Abgesehen von den bekanntgewordenen Skandalen, Mißbräuchen und Vergewaltigungen, welche „Heilige“ begangen haben, so ist die Dunkelziffer nur zu erahnen. (2 Fälle allein in meinem Umfeld) Schon deswegen wäre es wichtig den Zölibat abzuschaffen. Ist man etwa weniger heilig nur weil man auch körperlich liebt?
Ach ja, beinahe hätte ich doch die Haushälterin vergessen … :-#
Zur „schreibenden Großmutter“: Frau Sixt ist eine der großherzigsten, liebevollsten und gläubigsten Menschen die ich in meinem Leben kennenlernen durfte. Wenn wir alle so wären wie sie, bräuchten wir außer den 10 Geboten keine weiteren Gesetze und alles wäre gut. Sie ist aber aber neben ihrer Christlichkeit auch „Mensch“ und „Realist“! Und sie hat Recht!!!!! Frau Sixt, weiter so! :-D
Redaktion benachrichtigen
#30   gigowi   19:12:33 | Samstag, 17. Mai 2008
Lieber Mitarbeiter von kreuz.net
An den Verfasser des Artikels: Seelische Qualen…:
Ein herzliches „Vergelt’s Gott“ für die Öffentlichkeitsarbeit, die Sie meinem Büchlein: „Der Zölibat – Segen – oder wider die Natur“ gewidmet haben. Als Heimatroman würde ich es zwar nicht bezeichnen, eher als Ventil für einige Priester, denen ich dadurch Gelegenheit gegeben habe, sich teils anonym ihre Probleme von der Seele zu schreiben. Mit meinen 71 Jahren habe ich es auch nicht nötig, zu lügen. Denn: Die Wahrheit geht zwar unter, aber sie ertrinkt nicht. Es war auch nicht besonders nett von Ihnen, dass Sie mir in Ihrem Übereifer ein Kind unterschlagen haben. Ich habe nämlich vier, für die ich sehr dankbar bin. So bestätigt sich meine Erfahrung erneut: „Auch das beabsichtigte Böse muß dem Guten dienen“. Oma Sixt
Redaktion benachrichtigen
#29   Pünktchen   14:10:56 | Samstag, 10. Mai 2008
ENTSETZLICHES VERBRECHEN IN BAYERN:
MINISTERPRÄSIDENT BECKSTEIN EILT ZUM ORT DES GESCHEHENS www.kreuz.net/bookentry.2613.html!
Redaktion benachrichtigen
#28   gigowi   14:02:01 | Samstag, 10. Mai 2008
Seelische Qualitäten d. schreibenden „Oma Ilse S.“
Wer es nötig hat, eine harmlose Hobbyschriftstellerin so „runterzumachen“, so zu beleidigen, so zu mobben, so ätzend zu zerlegen, der hat in sich das „schwülstige“ von dem er schreibt, unterdrückt und zwar gewaltig, er projiziert das Unterdrückte (fehlende Liebe und Sexualität) auf andere und muß es in einer Frau mit Herz bekämpfen, mit Mitteln seiner Intellektualität, das einzige, was ihm geblieben ist, nachdem der Rest abgewürgt wird. Man könnte ihm wünschen, dass er nie „dement“ wird, dann käme er nämlich in die Lage seine „Bedürftigkeit“ zu spüren, seine Leiblichkeit, seine Sehnsucht nach liebevoller Berührung und menschlicher Zuwendung. Man könnte ihm wünschen, dass er dann so eine mit Herz trifft wie Ilse Sixt, die sich dann um ihn sorgen würde und ihm zeigen würde, wo es im Leben wirklich lang geht, nämlich um gelebte Nächstenliebe und nicht pseudoanalytische Fehlinterpretationen.
Dann wird ihm das Lachen vergehen…wenn er keinen butterweichen Menschen findet, er baut auf sein Gehirn, man müßte ihm sagen, wie leicht es dement wird und sein Herz, dazu hat er schon lange keinen Zugang mehr.
Projektion ist das, was er tut und so intellektuell wie er sich gibt, der ironische Schreiberling, sollte er mal bißchen Nachhilfe bei den Psychologen nehmen, was er da für unterdrückte Anteile durch seine ironische Schreibweise verrät. Jeder psychologisch einigermaßen gebildete Mensch durchschaut solche Abwehrmechanismen. Aus welcher kath. „Ecke“ kommen Sie? Antwort erwünscht.
Redaktion benachrichtigen
#27   clarissa colonia   01:32:42 | Dienstag, 6. Mai 2008
Facetia ex ephemeridis nuntiis
Uxor quaedam garrula, quae maritum suum dum vivebat querelis perpetuis male vexaverat, post quam obiit ille, cognovit sibi ne unum quidem assem in testamento eius relictum esse.
Itaque irata ad sculptorem iit qui sepulchrum mariti faciebat, et illi ‘Quid’ inquit in sepulchro mariti mei inscripsisti?’. Et is ‘Inscripsi’ inquit ‘verba „Requiescas in pace“.’ Cui uxor ‘Haec’ inquit ‘duo adde – „donec veniam“.
Redaktion benachrichtigen
#26   EvaHermanFan akaFreimaurerin   20:50:36 | Montag, 5. Mai 2008
Klar gibts Frauen-
Logen! Logo!
Redaktion benachrichtigen
#25   Marcelus   19:42:09 | Montag, 5. Mai 2008
@Freimaurerin: Nur Christus ist die Erlösung
Werden mittlerweile auch Frauen bei den Freimaurern aufgenommen?
Redaktion benachrichtigen
#24   EvaHermanFan akaFreimaurerin   19:32:58 | Montag, 5. Mai 2008
Aber nicht die Ehe mit mir!
Dem Aufrechten jedenfalls wäre ich das beste freimaurerische Frauchen, das es je gab!
Redaktion benachrichtigen
#23   LandorganistII   14:16:31 | Montag, 5. Mai 2008
Nicht nur der Zölibat
sondern auch die Ehe kann ein Opfer sein. :-$
Redaktion benachrichtigen
#22   monti   10:24:20 | Sonntag, 4. Mai 2008
hmmmm
so eine Verehrerin wie die Freimaurerin wünscht man sich doch…hmm-seufz
Redaktion benachrichtigen
#21   EvaHermanFan akaFreimaurerin   02:09:29 | Sonntag, 4. Mai 2008
Also, ich
könnte problemlos im Zölibat leben. Es sei denn, aufrechterkatholik erhört mich endlich. Da bin ich gegen meine Gefühle leider machtlos.
Redaktion benachrichtigen
#20   Pelagius III.   00:38:26 | Sonntag, 4. Mai 2008
Mozart – Zölibat
@sexychrist: Woran Mozart gestorben ist, ist unbekannt. Es gibt alerhand Vermutungen, von denen sich aber keine beweisen läßt.
Zum Thema Zölibat: Solange es den Zölibat gibt (ob zu recht oder nicht), gibt es für paarungswillige Damen nur einen guten Rat: Finger weg von Priestern! Ich habe kein Verständnis für Frauenzimmer, die sich mit vollem Bewußtseinauf einen Priester eingelassen haben und nachher jammern, in was für eine vertrackte Situation sie sich damit gebracht haben. Aber sie folgen ja dem modernen Dogma (bzw. der Irrlehre) „Gegen die eigenen Gefühle ist man machtlos“!
Redaktion benachrichtigen
#19   Marcelus   23:27:02 | Samstag, 3. Mai 2008
Mozart war ein katholischer Komponist,
aber er war auch Freimaurer.
Redaktion benachrichtigen
#18   sexychrist   23:24:21 | Samstag, 3. Mai 2008
Mozart
umgebracht hat ihn letzendlich nicht sein vater, sondern die syphilis!
davor konnte ihn die kirche trotz aller gebote zum geschlechtsverkehr nicht bewahren… :-D
Redaktion benachrichtigen
#17   matt   23:18:30 | Samstag, 3. Mai 2008
es ist schon amüsant, wie die Katholen hier immer so auf Mozart pochen…
so als ob Mozart ein Produkt Eurer Spiritualität wäre und ihr euch seiner rühmen könntet bloß weil er euch eine Messe geschrieben hat, oder weiss der Teufel was. Ihr habt doch das Genie dieses Mannes, der geboren war aus dem Weltgeist, wie es seine Werke eindringlich bezeugen nur für euch in Beschlag genommen. Ihr habt ihn beherrscht über die dunkle Macht seines Vaters. Das hat ihn umgebracht.
Redaktion benachrichtigen
#16   matt2 †   22:58:17 | Samstag, 3. Mai 2008
…ich habe nicht mit dem Zölibat gehadert…
…man könnte allerdings sagen, dass junge Menschen die spirituelle Begabung besitzen teils gegen ihren Willen in den Priesterberuf hineingetrieben werden. Aber dieser Zwang besteht heute offenbar nicht mehr, oder nur mehr vereinzelt. Das verdanken wir aber auch der Kulturrevolution. Deren eigentlicher Verdienst ist aus meiner Sicht, dass sie die Illusion zerschlagen hat, dass wahre Spiritualität nur im Rahmen der katholischen Kirche zu finden wäre, oder generell im Rahmen dessen, was sich Religion nennt.
Im Grunde genommen schmückt sich ja die Kirche seit jeher mit fremden Lorbeeren. Der Kardinal Schönborn mit seiner Liebhaberei für entartete Kunst ist ja das jüngste, wenn auch wenig rühmliche Beispiel.
Aber die Kunst ist ja eigentlich seit jeher ein Geschöpf, was von der Kirche mit Arglist und Eifersucht betrachtet wird, was die Kirche gerne für sich in Beschlag nimmt. Die Kunst war so eine Art Aschenputtel unter der Fuchtel der Kirche, bis sie sich selbstständig machte und nach kirchlichem Ermessen entartete. Ich meine, sie hat sich befreit aus einem Zwangsverhältnis.
So war es ja auch mit Mozart. Der durfte unter dem väterlichen Zwang sein Talent ja auch für die Kirche aufwenden und ging unter der Bedrückung zugrunde.
Redaktion benachrichtigen
#15   pneumat   22:33:15 | Samstag, 3. Mai 2008
die wahre katholische Apostolische Kirche
Zwischen marc(t)ialischen, hochmutigen und sexyantichrist-gottlosengibt es in der Frage ein mittlerer Königsweg, den ging und geht die wahre katholische Apostolische Kirche schon immer. Beweis dafür ist die Treue der Überlieferung ohne diese zu verändern.
Redaktion benachrichtigen
#14   Hochmut   22:03:25 | Samstag, 3. Mai 2008
Was ist eigentlich so schwer daran, dem Stellvertreter Christi auf Erden gehorsam zu sein?
Hat der angehende Priester nicht genug Zeit sich darüber klar zu werden was auf ihn zukommt wenn er schließlich die Gelübde ablegen soll?
Ein einmal Gott gegebenes Versprechen zu brechen möchte ich nicht auf der Liste meiner Sünden haben, ohne aufrichtig zu bereuen.
Die Familie des Priesters sind seine „Schäfchen“. Die brauchen seine ganze Liebe und er wird seine Gemeinde als Familie erfahren.
Niemand wird gezwungen Priester zu werden. Wenn einer den Zölibat ablehnt oder nicht leben kann, dann gibt es andere wertvolle Berufungen, die dieses „Opfer“ nicht verlangen. Aber es ist selbstverständlich kein Opfer für einen wahrlich Berufenen, sondern ein überaus erfreulicher Gewinn auf dem Weg zu Christus.
Redaktion benachrichtigen
#13   Marcelus   21:52:57 | Samstag, 3. Mai 2008
@penumat: Die einzige orthodoxe Kirche ist die römisch-katholische Kirche
Nur die Kirche Christi und St. Petri ist überhaupt eine Kirche und orthodox.
Und hier haben wir ja auch die Priesterehe, nämlich im Ostkirchenteil,
und seit Papst Pius XII. auch im Westkirchenteil für konvertierte Pastoren.
Redaktion benachrichtigen
#12   pneumat   21:49:56 | Samstag, 3. Mai 2008
Die Lösung
Ein katholischer Priester beklagte einem Bekannten seine Lage: er habe bereits als Kind über den Priester-Beruf aber auch über eine eigene Familie geträumt. Priester ist er geworden doch heiraten dürfte er nicht. Später nahm er sich zu Haushalterin eine geschiedene attraktive und intelligente Frau mit Kind. Da realisierte sich mit ihnen allmählich auch sein Traum nach der Familie. Er investierte in diese seine Liebe, Zeit und Geld. Unter dem offiziellen Druck begann er zu trinken. Wurde mehr Mals versetzt, am ende suspendiert. Die ganze „Familie“ traf das sehr schwer. In dieser schwierigen Zeit eines Morgens erblickte der Priester seine „Frau“ kniend neben dem „Ehebett“ tot. Die Ursache konnte nie geklärt werden. Die Lösung für solche Probleme muß man nicht erfinden. Die Lösung war schon immer da. Die apostolische Überlieferung, der orthodoxe Kirche immer noch treu bleibt, erlaubt beides: Wenn der Priester sich zum Zölibat berufen fühlt, soll er es ausüben, und wer möchte in der Familie leben, tut auch nichts Geistloses.
Redaktion benachrichtigen
#11   Florian Geyer   21:07:27 | Samstag, 3. Mai 2008
Zölibat – wie die Medien arbeiten:
hier ein Leserbrief aus der Seite POA -Priester ohne Amt
TV-Senudung: Beziehung zu einem Priester und Priesterkinder
Hallo,
ich darf mich vorstellen: Ich bin TV-Redakteurin und gestalte im Rahmen der Barbara Karlich Show eine Sendung mit dem Titel „Mein Vater ist katholischer Priester“
Ich möchte Frauen einladen, die ein Kind von einem Priester haben, der in seinem Amt geblieben ist. Ich möchte, dass diesen Menschen eine Stimme gegeben wird. Durch ein System kann/will der Vater nicht zu Frau und Familie stehen. Wie geht es dieser Frau?
Sie können auch unerkannt sprich anonym dazu Stellung nehmen. Aber es ist wichtig dieses Thema aufzugreifen.
Da oft Kinder von amtierenden Priestern verschwiegen werden, erfahren diese oft erst sehr spät, dass ihr Vater Priester ist. Ich möchte auch diese Geschichten erzählen, um das Bewusstsein für diese Schattenseite des Zölibats aufzuzeigen. Wenn Sie ein erwachsenes Priesterkind sind oder eines kennen, melden Sie sich bitte.
Auch hier gibt es die Möglichkeit einer anonymen Stellungnahme.
Mit freundlichen Grüßen
Ursula Moser
u.moser@talk-tv.at
0664 – 409 98 35
Redaktion benachrichtigen
#10   Marcelus   20:55:04 | Samstag, 3. Mai 2008
@Alois Bischof: Sonderlich glücklich sind die Tschechen mit dem Tschechenstaat und dem
geraubten Sudetendeutschland noch nicht geworden, der Heimat von früher 3,2 Millionen Deutschen und für kurze Zeit das größte Bundesland der neugegründeten Republik Deutschösterreich.
Laut einer Prophezeiung wird es zuerst die Deutschen im Böhmerland treffen, sodaß nur so viel Deutsche verbleiben, „wie unter einem Baum Platz haben“, nachdem einer über 60 Jahre Herr über Böhmen war,
und dann würde es die Tschechen treffen, wie unter einem Baum Platz haben.
Siehe die Prophezeiungssammlungen des Bayern Wolfgang Johannes Bekh.
Das Egerland ist Böhmisch und war einmal Deutsch-besiedelt.
Jetzt verspielt und zerfallen.
Redaktion benachrichtigen
#9   Hochmut   20:53:47 | Samstag, 3. Mai 2008
Hinter matt2 verbirgt sich Ilse Sixt
Haarscharfe Analysen von Gut und Böse, von eigenen und fremden Gefühlswelten: da kann doch nur die Autorin hinter verborgen sein.
Dass sich auch nur ein einziger Leser dieser Seite ein Buch von Fr. Sixt kaufen wird bezweifle ich sehr. Alltägliches Gelaber hört man schließlich fast den ganzen Tag…
Und wer tatsächlich Spaß hat an Kirchenhetze holt sich Giftigeres aus dem Buchhandel zur Ergötzung.
Redaktion benachrichtigen
#8   Romulus   20:49:56 | Samstag, 3. Mai 2008
@Pelagius III.
Wie recht du hast. Dieser Artikel ist sowas von unnötig, diese Negativreklame der kreuz.net Redaktion völlig überflüssig. Am besten, liebe Red., ihr löscht das wieder.
Redaktion benachrichtigen
#7   Pelagius III.   20:41:29 | Samstag, 3. Mai 2008
Öffentlichkeitsarbeit für Hobbyschreiberin
Wie schön, daß Kreuz.net so uneigennützig Reklame für eine Hobbyschreiberin macht. Wer sich im Buchgewerbe auskennt, weiß ja: Lieber ein heftiger Verriss als Schweigen um das Buch. Die schreibende Oma wird dankbar sein, daß derzeit 990 Leser online, die sie vorher nicht kannten, von ihrem Werk erfahren…
Redaktion benachrichtigen
#6   matt2 †   20:15:34 | Samstag, 3. Mai 2008
Es geht aber weniger um sexuelle Triebhaftigkeit…
als vielmehr um eine Aufgeschlossenheit dem Leben gegenüber, die es dem Geist erst ermöglich sich frei zu entfalten. Ich spreche von einer Kultur der Freiheit und Liebe und von einer Kirche, die sie repräsentiert. Und ich finde diese Kirche in der Populärkultur, also schlichtweg in dem weltlichen Wesen. Denn diese Kultur hat mich erbaut. Hier erfährt das Mütterliche aus meiner Sicht eigentlich seine wahre Bestimmung und Ausdruckskraft. Und dieses Wesen sehe ich auch auf mich bezogen, dass es meiner Liebe zu entsprechen weiss und mich herausfordert, wie es förderlich ist für die geistige Entwicklung eines geistigen Wesens welches heranreifen will im Geist und in der Sehnsucht nach Liebe.
Und in dem Sinn muss man sich nun eigentlich getreu der Logik von Grimms Märchenwelt fragen: wer ist jetzt die Hexe und wer ist die Prinzessin? Es ist doch sehr aufschlußreich, wie die katholische Kirche stets mit Argwohn und Eifersucht auf etwas blickt, dem sie nicht Herr werden kann, das sie nicht versteht und daher zu unterdrücken sucht.
Und sie will es ja diskreditieren in Hinblick auf seine Unmoral. Nun, wenn ich mich entscheiden kann zwischen liebloser Moral und sündiger Liebe, dann nehme ich das letztere.
Redaktion benachrichtigen
#5   Alois Bischof   19:41:50 | Samstag, 3. Mai 2008
Böhmisch
dem tschechischen Egerland
Das Egerland ist Böhmisch und war einmal Deutsch-besiedelt.
Jetzt verspielt und zerfallen.
Zum Thema: Ein Pfarrer der die Kirche – Mutter und Lehrerin der Wahrheit – als „Arbeitgeberin“ betrachtet, hat sie nicht mehr alle. Wenn man so denkt, ist man kein Priester aus Berufung sondern „Pastoraler Berater“ als Berufstätiger. Wer eigene höchste Gelübden bricht, der sollte auch nicht als Beichtvater ernst genommen bzw. vertraut werden.
Redaktion benachrichtigen
#4   matt2 †   19:40:20 | Samstag, 3. Mai 2008
dafür waren die Romane von Hesses Romane bestimmt keine Hausfrauenliteratur…
ich kenne ja nur den einen Roman von ihm „Narziss und Goldmund“ aber der hat mich damals als ich ihn las, doch sehr bewegt.
Die Psychologie darin ist nämlich sehr aufschlußreich. Da gibt ein Vater seinen Sohn ins Kloster und verschweigt ihm das lebensfrohe Wesen seiner Mutter. Gerade die Liebe zu dem mütterlichen Wesen ist in ihm aber sehr stark ausgeprägt und eigentlich ist die Sehnsucht nach ihr es, die unterbewußt seine Gefühlswelt bestimmt und ihn im Kloster nicht froh werden lässt. Nun ist es ja erstaunlich, dass gerade der Verstandesmensch, der selbstverliebte Philosoph Narziss ihm diesen Umstand bewußt macht, er, dem das Klosterdasein wie auf den Leib geschrieben ist und der sogar sein Abtsein bereits vorwegnimmt. Er erkennt in Goldmund die Sehnsucht nach der Weiblichkeit die jene Welt bedeutet, die ihn von ausserhalb der Klostermauern ruft und seine Liebe herausfordert, gleich jenen Mädchen, die ihn da verführen wollen anlässlich seiner verbotenen Streifzüge ins Dorf. Er kommt ja nach seinen zahlreichen Liebschaften zu der Erkenntnis, dass er in seinen sexuellen Abenteuern die verschiedenen Facetten der Urmutter Eva liebt, die er quasi mit seiner eigenen Mutter identifiziert, die ihm der Vater entzog. Also eigentlich liebt er seine eigene Mutter und möchte in sich und in ihr jene Liebe befriedigen, die der Vater ihr nicht bieten konnte/wollte.
Redaktion benachrichtigen
#3   HeinrichvonOfterdingen   19:23:05 | Samstag, 3. Mai 2008
Tja der Heimatroman als Mittel zur Volksverdummung,
ein ergiebiges Thema. Erinnert sei an den Roman Michael. Ein deutsches Schicksal in Tagebuchblättern ebenfalls von einem Hobbyschriftsteller.
Redaktion benachrichtigen
#2   petrusbinsfeldus   19:05:21 | Samstag, 3. Mai 2008
Schwülstig?
Auch mal wieder witzig: kreuz.net empört sich über Kitsch und Schwulst… Dann darf man ja wohl auch die „Süßestes Herz Jesu sei meine Freude…“ Gebete nicht mehr sprechen?
Und was machen wir mit den ganzen Gipsfiguren? Lourdesmadonnen aus Plastik und mit Beleuchtung? Pater Pio aus Kunstharz? Muss K-TV jetzt sein Studio umdekorieren?
Ist DAS jetzt auf einmal entartete Kunst, oder wie? :-D :-D :-D :-D
Redaktion benachrichtigen
#1   Peter-Pan   18:40:50 | Samstag, 3. Mai 2008
Ein neuer Feind erhebt sich…
Sie hat den schwülstigen Stoff entdeckt, aus dem die modernen Heimatromane gestrickt sind. Worum geht es? Natürlich um den Zölibat.
Ihr seit doch nicht mehr ganz richtig, oder? Im Ernst, die verschiedensten Spielarten der „Verbotenen Liebe“ waren seit jeher ein populäres Motiv, gerade für Liebes- und Heimatsromane.
Es wird hier langsam ein wenig traurig. Da pflegt eine alte Oma ihr Schriftsteller-Hobby, möchte im Alter noch ein wenig Kreativität zeigen, schon wird sie auf kreuz.net zum neuen Feind erklärt und nach Strich und Faden runtergemacht. Fällt euch denn gar nichts mehr ein?
Redaktion benachrichtigen
Weiterlesen:
Zölibat„Der Zölibat wird noch lange bleiben“ ZölibatDer Zölibat ist Freiheit und Liebe oder er ist widerlicher Dreck ZölibatDu sitzt am Joystick der Gemeinde ZölibatBewährtes bewahren ZölibatDer Zölibat ist kompletter Irrsinn ZölibatDie Gesellschaft ist schuld Zölibat„Darf ich Ihnen meinen kleinen Heiland vorstellen? Der kann auferstehen!“ ZölibatTadel für den Kardinal, Lob für sich selber Zölibat„Wenn wir so weitermachen, kommt der Karren irgendwann zum Stehen“ Brasilianischer KlerusSchluß mit dem Zölibat Erzbischof ZollitschIn keiner Weise professionell ZölibatWarum um alles in der Welt? ZölibatDer Erzbischof soll von den eigentlichen Problemen reden ZölibatFünf neue Milingo-Bischöfe ZölibatExkommunikation abgeschafft
RSS Feed  •  News Ticker  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net