[ « 25 26 27 28 29 » ]
Freitag, 25. April 2008 14:25
Leider doch suspendiert
Die römische Nicht-Annahme der Rekurse der ehemaligen Leiter des St. Pöltner Priesterseminars bedeutet sehr wohl, daß sie abgelehnt wurden. Beiden Priestern wurde die Besserungsstrafe legitimerweise auferlegt. Von Bischofssekretär Hw. Bernhard Augustin.
Webseite von Hw. Wolfgang Rothe.
Webseite von Hw. Wolfgang Rothe.
(kreuz.net) In ‘kreuz.net’ wurde am 23. April 2008 ein Artikel veröffentlicht, in dem die Behauptung aufgestellt wurde, die Pressemitteilung des Bistums St. Pölten vom 3. April 2008 entbehre jeder Grundlage und die Priester Prälat Ulrich Küchl und Dr. Wolfgang Rothe seien nicht suspendiert.

Diese Behauptung ist ebenso unwahr wie die anderwärts zu lesende Darstellung, das Strafverfahren gegen die beiden genannten Priester sei „eingestellt“ worden.

Der Bischof von St. Pölten hat nach einem gründlichen, nach den Normen des kanonischen Rechts durchgeführten Verwaltungsstrafverfahren beide Priester von der Ausübung aller aus der Weihe hervorgehenden Vollmachten suspendiert und eine Reihe weiterer Verfügungen getroffen.

Wenn sie zur Besinnung bereit sind, wird die Suspension abgemildert und zu einem späteren Zeitpunkt kann sie aufgehoben werden.

Gegen das Strafdekret des Bischofs wie schon zuvor gegen andere Entscheidungen haben beide Priester hierarchischen Rekurs an den Apostolischen Stuhl eingelegt.

Alle diese Rekurse wurden von der Kongregation für den Klerus mit Zustimmung zweier weiterer zuständiger Kongregationen und nach gründlichem Studium des Beweismaterials nicht angenommen.

Das brachte mit sich, daß die bischöflichen Entscheidungen in Kraft geblieben sind. Die „Nicht-Annahme“ der Rekurse bedeutet also sehr wohl, daß sie abgelehnt wurden.

Das geht zudem klar aus dem Kontext dieser Formulierung hervor, zum Beispiel aus der Aussage, daß die vom Bischof getroffenen Verfügungen „endgültig bestätigt“ worden sind – darunter auch die Suspension, die mit Bischöflichem Dekret verhängt worden ist.

Konsequenterweise sprechen auch die Begleitschreiben der Kongregation für die Kleriker an jeden der beiden Priester von der „legitim auferlegten Besserungsstrafe“.

In der jetzigen Situation ist weder den betreffenden Priestern noch der Diözese St. Pölten noch der katholischen Kirche insgesamt mit Fehlinformationen und sophistischer Argumentation gedient.

Jeder sollte sich vielmehr darum bemühen, Streitigkeiten zu vermeiden, die der kirchlichen Gemeinschaft und dem geistlichen Wohl der Gläubigen abträglich sind.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 25 Lesermeinungen:
Mittwoch, 2. Juli 2008 16:35
Hugo: Von der Redaktion entfernt
Donnerstag, 1. Mai 2008 09:05
Marcelus: Der Papst muß mit eiserner Hand
gegen alle Mißstände im Klerus durchgreifen.
Dienstag, 29. April 2008 16:59
Guiseppe: @ turk / JPI.
Entschuldigen Sie bitte, aber ich wollte einfach nur stichhaltigere Informationen zu diesem Thema haben. Von Ihnen bekomme ich aber nur irgendwelche Unterstellungen.

Danke für Ihre Belehrungen!
Montag, 28. April 2008 22:56
Johannes Paul I.: Ein Dumme-Fragen-Revisionismus ist von gestern
Hmm, „Guiseppe“, wollen Sie sich nun noch abschließend künstlich dumm stellen? Ihre Fragen sind lächerlich und sinnlos. Studieren Sie ein wenig die Entwicklung der Beweisaufnahmen bis zu den rechtskräftigen Entscheidungen. In den staatlichen Urteilen können Sie darüber hinaus sogar noch detaillierter nachlesen, um welche erwiesenen Vorfälle es in bezug auf die suspendierten Priester geht, und ansonsten vgl. oben: „Alle diese Rekurse wurden von der Kongregation für den Klerus mit Zustimmung zweier weiterer zuständiger Kongregationen und nach gründlichem Studium des Beweismaterials nicht angenommen.

Renatus: ST. PÖLTEN: DER SPANNENDE WEG ZU DEN RECHTSKRÄFTIGEN URTEILEN (12. August 2004 – 25. April 2008, von der Schließung des Priesterseminares St. Pölten bis zur Bestätigung der Kirchenstrafen durch den Papst)
Montag, 28. April 2008 16:23
Guiseppe: @ HBR
HBR: „Die Vorfälle in jenem Priesterseminar sind nun mal nicht von der Hand zu weisen“

Wer tut das? Und was hat das mit meiner Stellungnahme weiter unten zu tun?

Welche Vorfälle genau meinen Sie? Bitte etwas konkreter äußern.
Sonntag, 27. April 2008 22:33
Graf von Galen: Wider die widernatürliche Unkeuschheit, HW. Rothe
Es ist ja erstaunlich mit welcher Hartnäckigkeit
sich manche Realitäten gegenüber verschließen können.
So ein Verhalten kenne ich sonst eher von Anhängern
falscher Erscheinungen wie Medjugorje.
Alle Lesermeinungen anzeigen 19 weitere Lesermeinungen
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen sowie Leser aus der Debatte auszuschließen.
Copyright © 2008 kreuz.net