Zuerst wurde ein vom Apostolischen Nuntius in Deutschland zelebriertes Pontifikalamt im Alten Ritus angekündigt. Es hätte in Augsburg stattfinden sollen. Doch dann wurde es plötzlich abgesagt – obwohl der Nuntius durchaus anwesend gewesen wäre.
Alte Messe in Augsburg auf dem Kongreß der ‘Kirche in Not’
(kreuz.net, Augsburg) Der Apostolische Nuntius in Deutschland, Erzbischof Jean-Claude Périsset, hätte
im Rahmen des ‘Kongresses Weltkirche’ am Samstag, dem 12. April ein Pontifikalamt im Alten Ritus zelebrieren
sollen.
Der Kongreß wurde von dem internationalen katholischen Hilfswerk ‘Kirche in Not’ organisiert.
Die Altgläubigen waren zum angesagten Termin bereits in die Augsburger Basilika St. Ulrich und Afra
geströmt.
Doch kurz vor 9.00 Uhr trat ein Ministrant an das Lesepult und verkündete den verdutzten
Gottesdienstteilnehmern, daß Erzbischof Périsset angeblich verhindert sei und das Pontifikalamt nicht
halten könne.
Stattdessen würden Mitglieder der Priesterbruderschaft St. Petrus ein levitiertes Hochamt
zelebrieren.
Diese Nachricht kam überraschend, weil Nuntius Périsset sowohl am Freitag abend als auch
am Samstag vormittag nach der abgesagten Messe im Kongreßzentrum anwesend war.
Die wahren Gründe für
die Absage wurden bis heute nicht bekannt.
Verschwörung der Bischöfe?
Inzwischen spekulieren Beobachter
über eine mögliche bischöfliche Verhinderungspolitik, die zur Absage des Pontifikalamts geführt haben
könnte.
Altgläubige befürchten, daß Bischof Walter Mixa von Augsburg oder die deutsche Bischofskonferenz
Druck auf den Nuntius ausgeübt haben.
Es gibt sogar Stimmen, die erklären, daß es in Deutschland ein
stillschweigendes Abkommen gibt, wonach kein amtierender Bischof des Landes im Alten Ritus zelebrieren
darf.
Auch das Internetportal ‘summorum-pontificum.de’ stellt am vergangenen Donnerstag die Frage, warum
in Deutschland nur emeritierte Weihbischöfe im Alten Ritus zelebrierten.
Das Portal nennt als Beispiel
eine altgläubige Firmung, die morgen, Samstag, von dem emeritierten Weihbischof Friedrich Ostermann (75)
in Münster gespendet wird.
‘Summorum-pontificum.de’ bedauert auch, daß solche Termine nie – weder über
Pressemitteilungen und noch über die Webseiten der Bistümer – bekanntgemacht werden.
In Augsburg darf
nicht einmal die wöchentliche Alte Messe des emeritierten Weihbischof Maximilian Ziegelbauer (84) im
Dom öffentlich angekündigt werden.
Die Messe wurde dem Weihbischof nur unter der Auflage genehmigt,
daß sie nicht im Gottesdienstanzeiger der Domkirche stünde.
Altgläubige sind somit gezwungen, sich
über private Initiativen im Internet zu informieren.
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@ Gotthard Das ist ja alles ganz interessant, aber warum muss man immer ein Problem machen, wenn es um
den alten Ritus geht? Bei Biker-Gottesdiensten und Karnevalsmessen geht das ohne Schwierigkeiten, auch
wenn hier manches mehr als fragwürdig erscheint, und den Protestanten, Anglikanern, Muslimen und Hindus
gewährt man Gastrecht in unseren Kirchen, ohne dass darum Aufhebens gemacht würde. Nur wenn es um die
alte Messe geht und gar ein amtierender Erzbischof bzw. Nuntius diesselbe feiern möchte, dann gibt es
in Deutshcland plötzlich tausend Schwierigkeiten. Wo ist eigentlich das Problem?
@Graf von Galen also: der Nuntius ist nicht der Oberaufseher über die Bischöfe. Die Bischöfe als Nachfolger
der Apostel leiten die ihnen anvertraute Kirche – in Gemeinschaft mit dem Bischofskollegium und dem Bischof
von Rom. Der Nuntius hat zunächst keinerlei Rechte in einem Bistum. Ich denke, er muss zur Zelebration
das Einvernehmen des Ortsbischofs einholen – wie jeder Bischof, wenn er in einem fremden Bistum aktiv
wird – und wir wohl jeder Pfarrer, wenn er in einer fremden Pfarrei aktiv werden will. Selbst der Bischof
von Rom braucht eine Einladung, um auf dem Territorium eines fremden Bistums aktiv zu werden.
Wider VII, vetus ordo Das wäre aber ein Armutszeugnis, wenn sich der Nuntius von den Deutschen Bischöfe
vorschreiben ließe, ob er im ordentlichen oder außerordentlichen Ritus zelebriert.
@ Gotthard es gibt keinerlei Unterschied zwischen einer Messe, der ein ganz junger Vikar vorsteht und
einer Messe, der der Papst vorsteht. Wenn es keinen Unterschied gibt, dann verstehe ich erst recht nicht,
warum der Apostolische Nuntius, ein Erzbischof, nicht zelebrieren durfte. Sie verwechseln hier (absichtlich?)
die Ebenen: Natürlich macht es substantiell – vom Wert der Messe her – keinen Unterschied, ob der Papst
oder ein ganz junger Vikar die Eucharistie feiert. Allerdings ist es vom Grad der Feierlichkeit und von
der Signalwirkung nach außen keineswegs nebensächlich und von nicht zu unterschätzender Bedeutung,
ob nujpontifiziert wird oder nicht. Die Pontifikalämter im Novus Ordo und im byzantinischen Ritus wurden
bei dem Kongress schließlich auch nicht abgesagt. Warum also diese diskriminierende Behandlung Ungleichbehandlung
gegen die außerordentliche Form? Übrigens: Ihre Redeweise „der Messe vorstehen“ ist protestantischen
Ursprungs. Ein Priester steht nicht einfachhin der Messe vor, er bringt kraft seiner Weihe in persona
Christi das Opfer dar.
Lieber HvO Die Direktiven, die Rom in vielen Bereichen ausgibt verstossen gegen den Glauben. In der Konkurrenzsituation
unverfälschter Glaube und Gehorsam muß man sich für den unverfälschten Glauben entscheiden, da der
eingeforderte Gehorsam ja erkennbar ungerecht ist. Man kann sich nicht auf den Gehorsam berufen, da dem
kirchlichen Untergebenen ein befohlener Unglaube als eigener Unglaube zuzurechnen ist, es sei denn man
ist absolut ahnungslos. Bei einem einzelnen Befehl mag man das in Einzelfällen andes sehen können, hier
wird aber eine Haltung abverlangt, die mit dem Glauben nicht vereinbar ist, im eigentlichen Sinn ein „Unglaube“.
Da kann es keine Kompromisse geben. Exakt die Argumentation vieler Modernisten …
Lieber HBR, das können Sie freilich so sehen, ich halte das jedoch für objektiv unrichtig. Für mich
ist das was das vom Glauben abgefallene Rom mit den Gläubigen macht eine Mischung aus Befehlsnotstand
und Nötigungsnotstand. Die Direktiven, die Rom in vielen Bereichen ausgibt verstossen gegen den Glauben.
In der Konkurrenzsituation unverfälschter Glaube und Gehorsam muß man sich für den unverfälschten
Glauben entscheiden, da der eingeforderte Gehorsam ja erkennbar ungerecht ist. Man kann sich nicht auf
den Gehorsam berufen, da dem kirchlichen Untergebenen ein befohlener Unglaube als eigener Unglaube zuzurechnen
ist, es sei denn man ist absolut ahnungslos. Bei einem einzelnen Befehl mag man das in Einzelfällen andes
sehen können, hier wird aber eine Haltung abverlangt, die mit dem Glauben nicht vereinbar ist, im eigentlichen
Sinn ein „Unglaube“. Da kann es keine Kompromisse geben.
@golfi Im Sinne der Lefebvre-Sekte und manche verbohrter Tradis, welche die Mundkommunion samt tridentinischer
Messe als alleinseeligmachend durchsetzen wollen, werde ich wohl nicht unbedingt als katholisch gelten.
Da ich aber gegenüber der Kirche gehorsam bin, sehe ich das gelassen. Entscheidend ist, was die Kirche
lehrt.
An HBR Sie mögen zwar Glauben, so wie die Juden Moslems u.s.w, aber wenn man Ihre Kommentare liest, so
hat man Zweifel, ob Sie wirklich noch katholisch sind?
@Libertas Ecclesiae Wollen Sie uns weismachen, dass es keinen Unterschied zwischen einem Pontifikalamt
und einer von einem „einfachen“ Priester zelebrierten Messe gibt? es gibt keinerlei Unterschied zwischen
einer Messe, der ein ganz junger Vikar vorsteht und einer Messe, der der Papst vorsteht.
@ Gotthard Wollen Sie uns weismachen, dass es keinen Unterschied zwischen einem Pontifikalamt und einer
von einem „einfachen“ Priester zelebrierten Messe gibt? Haben dann die bischöflichen Insignienfür Sie
auch keine Bedeutung? Sind Ring und Stab protestantsiche Erfindungen? Das überrascht mich dann jetzt
doch etwas …
Fortsetzung: Auch die wunderbar agierende Choralschola des FSSP-Seminars, unterstützt durch eine hervorragende
Akustik, sowie die scheinbar bis auf den letzten Platz gefüllte (halbe) Kirche konnte in mir nicht das
ungute Gefühl vertreiben, als solle man hier vorgeführt werden. Die FSSP und auch die anderen so genannten
„Ecclesia Dei Gemeinschaften“ sollten meines Erachtens in Zunkunft etwas genauer hinsehen bzw. nachfragen,
ob die äußeren Rahmenbedingungen auch tatsächlich geeignet sind, die Erhabenheit und Heiligkeit des
Kultes zu unterstreichen und nicht unbesehen jede sich bietende Zelebrationsmöglichkeit nutzen. Wenn
man z. B. mangels Platz, wie in St. Ulrich und Afra, die sechs Altarkerzen versetzt aufstellen muss, um
diese überhaupt auf dem Altar unterzubringen, dann müsste man zumindest darauf bestehen, den Altar verbreitern
(und erhöhen) zu dürfen.
Nuntius Warum sah sich der Apostolische Nuntius veranlasst, seine zunächst gegebene Zusage zur Feier
eines Pontifikalamts in der außerordentlichen Form wieder zurückzunehmen? Worin unterscheidet sich eine
Eucharistiefeier in der außerordentlichen Form, wenn sie vom Nuntius präsidiert wird von einer von einem
„einfachen“ Priester zelebrierten? Die Angabe des Zelebranten ist eine protestantische Übung, um den
Gemeindemitgliedern zu sagen, welcher Richtung (lutherisch oder reformiert) der Zelebrant in einer unierten
Kirche eher zuneigt… Mit Zelebranten für besondere Gottesdienste zu „werben“ ist unkatholisch.
@ Frasim Vielen Dank für ihre präzisierenden Ausführungen. Dass Nuntius Périsset seine Zusage zur
Feier eines Pontifikalamts in der außerordentlichen Form schon wenige Tage vor Kongressbeginn wieder
zurückgenommen hatte, habe ich nicht gewusst. Die Kongressteilnehmer wurden aber in der Tat erst unmittelbar
vor dem Beginn des ersatzweise von der FSSP zelebrierten Levitenmts über die Absage Périssets informiert.
Das ist wirklich sehr ungewöhnlich. Der Sachverhalt sollte unbedingt geklärt werden. Warum sah sich
der Apostolische Nuntius veranlasst, seine zunächst gegebene Zusage zur Feier eines Pontifikalamts in
der außerordentlichen Form wieder zurückzunehmen?
Als einer der Gläubigen, die die Hl. Messe in St. Ulrich und Afra mitfeierten, möchte ich meine gan…
persönlichen Eindrücke schildern: Betrübt registrierte ich zunächst die spöttischen und abschätzigen
Blicke der ausziehenden Prämonstratenser (Kloster Roggenburg), die für die unmittelbar vorausgehende
Laudes zuständig waren und wohl nicht damit rechneten, dass fast alle bei der Laudes anwesenden Gläubigen
auch an dem feierlichen Hochamt in der außerordentlichen Form teilnehmen wollten. Beim Einzug des Altardienstes
und des Klerus (es war auch mind. ein Bischof dabei), war der Kontrast in der Körperhaltung auffällig.
Die Priester, die mit der überlieferten Form der Hl. Messe wohl weniger vertraut sind, zogen mit seitlich
schlenkernden Armen ein und brachten auch nur eine Verneigung an den Altarstufen zustande. Zelebriert
wurde „versus deum“ (der Tabernakel ist seiltlich an einer Säule plaziert)an dem äußerst mickrigen
Volksaltar auf der mitten im Kirchenschiff „festzementierten“ Altarinsel, und erinnerte mehr an einen
Campingtisch. Ja hier haben die Reformer wohl ganze Arbeit geleistet und der noch vorhandene prächtige
Hochaltar kann offensichtlich gar nicht mehr für die überlieferte Form der Liturgie genutzt werden.
Selbst der Blick auf den Hochaltar ist durch eine lebensgroße Kreuzigungsgruppe hinter der „Altarinsel“
behindert. Durch die fehlende Abgrenzung zum „Presbyterium“ fühlte sich ein (Presse?)-Fotograf ermuntert,
während der heiligen Handlung auf den Altarstufen herumzustolpern und zumindest zeitweilig ein Blitzlichtgewitter
zu veranstalten. (Fortsetzung folgt!)
@cantate: Wer allerdings unbedacht den Begriff „Altgläubige“ verwendet und damit eine Glaubensbarriere
aufbaut, stellt sich doch selbst auf die andere Seite des Zauns, eben außerhalb der Katholischen Kirche.
Ich persönlich bevorzuge die außerordentliche Form der Messe und bezeichne mich als katholisch-gläubig.
Der Begriff „altgläubig“ (mit den Intentionen, wie Sie sie unten beschrieben haben) kann polemisierend
aufgefasst werden, da gebe ich Ihnen Recht. Es ist m.E. jedoch auch ein Funke Wahrheit dabei: Man kann
sicher eine „alte“ und „neue“ kath. Theologie unterscheiden. Befragen Sie mal einen konservativen und
einen liberalen Priester zu Themen wie z.B. Hölle, Realpräsenz Christi nach der Wandlung, Sündenbewußtsein,
Zölibat usw. und Sie könnten unterschiedliche und sich widersprechende Antworten bekommen. Ich denke,
Sie wissen, worauf ich hinauswill. Zudem gebe ich zu Bedenken, dass manche liberale Aussagen von heute
(z.B. die Hölle existiert nicht…) früher automatisch „auf die andere Seite des Zauns“ geführt hätten!
Die Frage bleibt, wer „eine Glaubensbarriere“ aufbaut. Es sind dies aber sicher nicht immer nur die „Altgläubigen“…!
#67 Echter Wiener 18:09:49 | Samstag, 26. April 2008
Die Gesamtsituation der KK und ihrer Leiden ist, zusammengefasst, nicht halb so komplex, wie hier teilweise
getan wird. Fakt 1:Es ist unbestreitbar, dass die KK (und das gesamte Christentum als solches) von aussen
und von innen angegriffen, verleumded, verraten, falsch zitiert, unterminiert, usw., wird. Fakt 2: Diese
Situation hat sich seit V II stark intensiviert, und wurde teilweise erst ermoeglicht. V II hat die katholische
Gemeischaft verwaessert, die jahrhunderte, ja jahrtausende alten Traditionen der Kirche unterminiert und
geschwaecht, und damit die Fundamente der KK schwerstens geschaedigt. V II hat die Pforten geoeffnet fuer
Horden von Kirchenfeinden, Homos und Kinderschaendern, Atheisten, Kommunisten und sogar Teufelsaposteln.
Fakt 3: Damit ist V II die groesste Katastrophe, die die KK seit der Christenverfolgung erlebt hat. Die
fundamentale und einzig wahre Liturgie wurde „sekularisiert“ (und damit entwuerdigt) und liberalisiert,
also entheiligt. Das alles unter dem Vorwand, die KK zu „modernisieren“ und allen „Suchenden“ leichter
zugaenglich zu machen. Fakt 4: Genau das Gegenteil wurde erreicht. Die heutigen miesen Umstaende sind
das Resultat. Von den etwa 100 Millionen Katholiken in den USA zelebrierten 1965 75% regelmaessig die
Sonntaegliche Messe. Heute sind es 30%. In Europa ist es noch etwas schlimmer. Damit alleine sollte jede
discussion ueberfluessig sei. Fakt 5: Die Lateinische Messe hat das potential, die wahren Grundsaetze
der KK wiederherzustellen. Deshalb ist sie im Weg.
Ein Freund von mir… …, eigentlich eine aufrechte Kraft, verkündete neulich, er wandere aus. Ertrage
die Verhältnisse in unserem deutschen Vaterlande nicht mehr. Die frechen Muselmanen, die knochenweichen
Politiker. In der Fremde werde er den Verfall Deutschlands weiter zusehen, er, der die wahre Heimat im
Herzen trage. So sind auch die Lefebvristen. Tun das, was man in vulgären Kreisen „verpissen“ nennt.
Statt Auswüchsen und Verfall Widerstand zu leisten und unserem Heiligen Vater, den Papst, eine getreue
Garde zu sein. Das ist feige, ehrvergessen. Und gar nicht katholisch. Pfui.
Lieber Theologicus haereticus, Ihr nehmt euch ja nur selbst (…) als Autorität in Glaubensdingen. … was
mich betrifft muß ich das auf das entschiedenste zurückweisen. Ich habe einen rechten Köhlerglauben.
Ich glaube was die Kiche lehrt. Zu etwas anderem kann mich keiner verpflicheten und wenn er Papst wäre.
Sie verdammen nur und maßen sich Urteile an, die Ihnen nicht zukommen. … Sie verdammen auch. Und Sie
massen sich die gleichen Urteile an, nur eben mit anderem Ergebnis. Zumindest das Urteil, dass man die
Kirche anerkennt und an Jesus Christus glaubt muss man schon selbst treffen. Ich kann nur raten, über
Ihre Äußerungen den Mantel der christlichen Barmherzigkeit zu breiten. … ich tu ‘s dem heiligen Martin
von Tours nach: ich teile den Mantel mit Ihnen.
HvO und Ruhrpott – Ihr nehmt euch ja nur selbst ernst… …und als Autorität in Glaubensdingen. Darum:
Es ist einfach Schwachsinn,den Sie verzapfen, der keinerlei Diskussion auf nüchterner Basis standhält.
Sie verdammen nur und maßen sich Urteile an, die Ihnen nicht zukommen. Ich kann nur raten, über Ihre
Äußerungen den Mantel der christlichen Barmherzigkeit zu breiten. Schönen Sonntag allerseits!
Theologicus Haereticus – Sie sind abgefallen wie HBR und diejenigen, die nur die verkürzte und auf persönliche
Profilneurotika ansprechen. Steht Jesus Christus nicht im Mittelpunkt der Kirche, dann ist der gelebte
Glaube hinfällig. Schauen Sie sich doch einmal die Gemäuer der V-II-Gebäude an. Da steht allermeist
nicht Jesus im Vordergrund, der Tabernakel fristet sein dasein irgendwo im Gebäude. Einen Altar sucht
man vergeblich, stattdessen hat das Raumpflegepersonal den Imbisstisch recht sichtbar vergessen mitzunehmen.
Das Ganze nennt sich dann röm.kath. Kirche. Bleibt zu erwähnen: Ehre wem Ehre gebürt. In den V-II-Gebäuden
ist allermeist jedenfalls diese Ehrerbietung nicht zu finden. Weltlich Konzerte finden dort statt, wo
der Rosenkranz zu beten wäre – der aber wurde vom V-II-Personal irgendwie völlig vergessen. Oder Statuen
der Heiligen – die finden sich wohl auch nicht in den V-II-Gebäuden… Wie sollen also unsere lieben
Schutzheiligen sich erinnert fühlen, wenn sie nichtmals als Statuen sich in Erinnerung rufen dürfen.
Der freie Wille des Menschen neigt eklatant zur Faulheit. Da sind die Heiligen schnell vergessen – der
Grill beim Nachbar ruft schon… oder auch sonstige Ablenkung. Und da unterstellen Sie denjenigen, die
noch an die Heiligen des Himmel glauben, an Jesus Christus glauben (und ihr tägliches Kreuz bis zum umfallen
tragen) sie seien abgefallen. Ich bin erstaunt!
HvO – Wer ist „abgefallen“? Abgefallen, d. h. abgerwandt von Glaube und Kirche sind doch diejenigen, die
sich entziehen und nicht um die Jurisdiktion des Petrus-Nachfolgers kümmern, nämlich die Chefs und aktiven
Anhänger des Pius-Vereins. Hinzu kommt noch das kleine Häuflein der spinnerten Sedis. Insgesamt eine
winzige, leider aber sich lautstark aufblähende Minderheit, die sich mit wohlgesetzten Worten immer wieder
zu artikulieren vermag. Ihre Wahrnehmung ist aber gottlob innerhalb der katholischen Welt nahezu gleich
Null. Und mir ist es eine Freude, solchen Zeitgenossen meine Meinung klar zu sagen.
Lieber HBR, Und 1,5 Milliarden Mitglieder der einen Kirche irren sich also … mit Sicherheit nicht alle
in gleichem Maße. Viele wollen ja katholisch sein und wissen es lediglich nicht besser. Bei den Bischöfen
darf man jedoch davon ausgehen, dass die meisten um ihren Abfall ganz genau wissen. Lieber Theologicus
haereticus, Dass die Sektierer und ihre Anhänger die Fakten verdrehen und anders auslegen, beweist ja
gerade, dass es sich um eine Sekte handelt, die sich zwar katholisch nennt, aber außerhalb der Kirche
steht. … das fällt auf Sie zurück.
Heinrichvon Dingsbums – Wer verbreitet Hetzparolen? wenn überhaupt jemand, dann Sie! Bleiben Sie doch
bitte auf dem Teppich und mäßigen Sie sich. An den Fakten kommen auch Sie nicht vorbei. Exkommuniziert
sind die entgegen päpstlicher Zustimmung geweihten „Bischöfe“ der Pius-Sekte, die heute als Häuptlinge
dieses Vereins auftreten. Die von ihnen geweihten Priester sind suspendiert. Wer diese Tatsachen bestreitet,
ist entweder dumm oder ignorant. Dass die Sektierer und ihre Anhänger die Fakten verdrehen und anders
auslegen, beweist ja gerade, dass es sich um eine Sekte handelt, die sich zwar katholisch nennt, aber
außerhalb der Kirche steht.
Lieber HvO Nun haben Sie wirklich den Beweis ihrer Kirchenferne gebracht. Das ist echt traurig für Sie.
Hiervon zu unterscheiden ist die Priesterbruderschaft des heiligen Pius X. Diese entstand 1970 als Reaktion
auf den Glaubensabfall der meisten Bischöfe der Kirche im Anschluß an des sog. 2. Vatikanische Konzil.
Sie muß als Sammlungsbewegung der treuen Katholiken verstanden werden. So so, demnach gehören die treuen
Katholiken der Lefebvre – Sekte an. Und 1,5 Milliarden Mitglieder der einen Kirche irren sich also
Der häretische Bischof von Rom sieht ihn und die von ihm geweihten Bischöfe als der Exkommuniktion verfallen
an. Interessant ist sie schon, die Sichtweise der Lefebvre-Sekte.
Lieber HBR, Ich stelle Ihre Hetzparolen mal richtig: Hiervon zu unterscheiden ist die Priesterbruderschaft
des heiligen Pius X. Diese entstand 1970 als Reaktion auf den Glaubensabfall der meisten Bischöfe der
Kirche im Anschluß an des sog. 2. Vatikanische Konzil. Sie muß als Sammlungsbewegung der treuen Katholiken
verstanden werden. Der häretische Bischof von Rom sieht ihn und die von ihm geweihten Bischöfe als der
Exkommuniktion verfallen an.
@Cantate Sie werfen zwei Dinge in einen Topf. Herr Lingen und Konsorten gehören der Sedisvakantisten-Sekte
an, die ja davon ausgeht, dass der Pacelli-Papst der letzte Papst gewesen sei und dass nun nur noch „Häretiker“
auf dem Papstthron sitzen würden. Es herrsche also eine Sedisvakanz. Hiervon zu unterscheiden ist die
Lefebvre-Sekte (auch bekannt als „FSSPX“). Diese entstand durch die unerlaubten Bischofsweihen des „Erz“
bischofs Lefebvre. Er und die geweihten Bischöfe sind der Exkommuniktion verfallen.
@ Frasim Nix Schismatiker, dank Ecclesia Dei und Summorum pontificum in voller kirchlicher Einheit! Wer
den außerordentlichen Ritus mag, den ordentlichen aber anerkennt, war weder vor noch nach Ecclesia Dei
und Summorum pontificum Schismatiker. Wer allerdings unbedacht den Begriff „Altgläubige“ verwendet und
damit eine Glaubensbarriere aufbaut, stellt sich doch selbst auf die andere Seite des Zauns, eben außerhalb
der Katholischen Kirche. (Das Schutzargument, nur die „Altgläubigen“ seien wahre Katholiken und die andern
„V2-ler“ alles Abtrünnige, benutzen eben nur die Sekten-Heinis wie Lingen & Co.)
@Kurt Genauso wird natürlich der Pfaffe behaupten, dass das was er anbietet, überlebensnotwendig sei…
ist ja klar! Dann aber verstehe ich nicht, warum die modernen „Pfaffen“ auf diese intelligente Form der
Arbeitsplatzsicherung verzichten. Haben die etwa ihren Marx nicht gelesen?
Lorenz Wenn es kein Problem gibt, dann können wir die Kirchen ja in Parkhäuser umfunktionieren. GENAU
DAS passiert ja gerade mit vielen Kirchen. Na gut, vielleicht nicht Parkhäuser, aber anderes. Ich war
z.B. mal in einer Kirche im Saarland, die zur Disko umfunktioniert worden war. Guter Sound da! Aber bitte,
befragen Sie Ihren Pfarrer zur Erlösungsbedürftigkeit des Menschen. LG, L Klaro! Wenn ich wissen will,
wie sehr Menschen Nagelstudios brauchen, dann befrage ich auch ganz sicher die Nageldesignerinnen, die
darin arbeiten. Oder wenn ich wissen will, wie nötig die Menschen Kleidung für Hunde haben, dann werd
ich sicher den Hunde-Kleidungs-Designer befragen… ja ist klar. Vor allem ist dann klar, welche Antwort
kommt, oder? Nämlich, dass die Menschheit auf gar keinen Fall ohne designte Nägel und massgeschneiderte
Hunde-Bekleidung leben kann. Welcher Depp sägt sich schon den Ast ab auf dem er sitzt? Genauso wird natürlich
der Pfaffe behaupten, dass das was er anbietet, überlebensnotwendig sei… ist ja klar!
@HvO, Kurt es ist freilich eine Meisterleistung des Satans, den unordentlichen modernistischen Ritus als
ordentlichen Ritus zu bezeichnen und den katholischen Ritus, als ausserordentlichen. Im Gegenteil: den
traditionellen als den extraordinären und den modernen als den ordinären Ritus zu bezeichnen, ist eine
implizite Wertung, die der Hlg. Vater etwas versteckt hat. Lieber Kurt: Wenn es kein Problem gibt, dann
können wir die Kirchen ja in Parkhäuser umfunktionieren. Aber bitte, befragen Sie Ihren Pfarrer zur
Erlösungsbedürftigkeit des Menschen. LG, L.
@ Lorenz: Nenn mal den Grund! Das Grundproblem, weshalb wir überhaupt Christentum und Kirche brauchen,
spricht im Protestantismus niemand mehr an. Jetzt nenn ihn doch bitte, den Grund!
@Kurt K.; Protestantismus Wie schon gesagt: Warum rennen denn den Protestanten die Leute genauso weg wie
euch? Bei denen kanns ja wohl nicht am VII liegen. Nun, bei den Protestanten heisst es eben nicht V II,
aber eine Modenisierung gab es hier auch, die alle denkenden Protestanten endgülig in die Flucht trieb.
So wurde das Schuldbekenntnis weggedampft, die Barmherzigkeitshäresie zur vollen Blüte entwickelt, das
Apostolicum fiel einem netten Liedchen zum Opfer – Bastelliturgie allerorten. Das Grundproblem, weshalb
wir überhaupt Christentum und Kirche brauchen, spricht im Protestantismus niemand mehr an. Der Protestantismus
ist spirituell und theologisch am Boden.
… Die Wahrheit ist: Es liegt weder am alten noch am neuen Ritus. Es liegt an der gesellschaftlichen
Entwicklung im allgemeinen. So ischt ees ! Und da können sich Tradis und Modernis noch so sehr die Köppe
einschlagen. Wenn im Fernsehen darüber berichtet wird, dass der leibliche Vater Jesu ein römischer Söldner
war und in Bingen beerdigt liegt (als ein Beispiel von vielen), warum sollen die Menschen dann überhaupt
noch an etwas glauben ? Und da ist der Ritus absolut unschuldig dran. Allerdings sehe heute durchaus eine
Tendenz DER Leute, die gerne glauben würden, dass diese Menschen den alten Ritus schätzen, weil sie
hier das Gefühl haben, dass es um ein Mysterium geht und nicht um einen schönen Gemeinschaftsevent.
Zukünftig wird nach meinem Dafürhalten der Alte Ritus die gleichen Besucherzahlen haben wie der Neue
Ritus. In ersterem werden die Zahlen steigen, in letzterem die Zahlen weiter zurückgehen.
Lieber HBR, er bezeichnet ja nicht die Kirche als solche als V2-Sekte, sondern nur den Teil der Kirche,
der von den modernistischen Irrlehrern okkupiert wurde.
@ruhrgebietler Sie scheinen kein Katholik zu sein, wenn sie die heilige Kirche als VII – Sekte beschimpfen.
Sie sollten sich schämen. Sind Sie nun in der Lefebvre-Sekte oder in der Sekte der Sedis?
Verschwörungstheorie Ich bin überzeugt davon, dass die deutschen Bischöfe alle wesentlichen Dinge absprechen
wie z. B.: – die Tridentinische Messe auf kleiner Flamme zu halten und ja nicht diese Hl. Messe selber
zu lesen, – keinerlei Marienerscheinungen in Deutschland anzuerkennen – die Weisung des Papste vor 1 1/2
Jahren, das Wandlungswort „für alle“ wieder korrekt mit „für viele“ zu übersetzen, möglichst gar nicht
zu befolgen Warum sollen sie in diesem Falle eine Ausnahme gemacht haben. Hier auf Erden können sich
die Bischöfe hinter der Mehrheitsentscheidung der Bischofskonferenz verstecken. Nach Ihrem Tode stehen
Sie aber alleine vor dem Richter und können sich nicht mehr verstecken. Dies vergessen diese Bischöfe
offenbar. Sie vergessen, dass sie alleine für ihr Tun die Verantwortung tragen
@Libertas Ecclesiae: Zu Augsburg: Ein normaler Vorgang wäre es gewesen, wenn der Nuntius die Bitte, ein
außerordentliches Pontifikalamt zu zelebrieren, von vornherein ausgeschlagen hätte. Er hatte aber bereits
zugesagt, sonst wäre das Pontifikalamt ja nicht im aktualisierten Tagungsprogramm aufgeführt worden.
Die Absage erfolgte während des laufenden Kongresses. Das ist mehr als ungewöhnlich. Da muss etwas passiert
sein. Das ist so nicht ganz richtig. Die Absage Perissets kam schon einige Tage vor dem Kongress (deshalb
konnte die FSSP auch noch mit dem lev. Hochamt betraut werden), allerdings trotzdem zu kurzfristig, um
sie noch im aktualisierten Tagesprogramm anzugeben. Offiziell bekanntgegeben wurde diese Änderung aber
erst -wie im Artikel beschrieben- kurz vor Beginn der Messe. Ungewöhnlich ist es schon, da stimme ich
zu, v.a., wenn man liest, Perisset sei sowohl Freitag als auch Samstag anwesend gewesen…!
@einfache Antworten Stimme Kurt K. zu: Liebe Verschwörungsfanatiker, es ist religionssoziologisch gesehen
alles ein bißchen komplizierter. Wäre ja schön, wenn es so einfach wäre: Zurück zum 62er-Messbuch
und die Kirchen sind wieder voll. (Warum laufen dann nicht die verblendeten 99% Katholiken alle in Scharen
zur Pius-Bruderschaft? Eben… Zum einen hilft ab und zu mal übern Tellerrand zu schauen: Die Kirchenbesuchszahlen
im Ritus ordinarius liegen in anderen Ländern deutlich höher als bei uns (etwa in den USA, Lateinamerika,
Afrika, Asien – also da, wo es eine lebendige Missionskirche gibt). Dann die berechtige Frage: Wenn’s
nur an der bösen nachkonziliaren Liturgie liegen würde, wieso erleben dann andere kirchliche Gemeinschaften
ähnliches? Hm? Und schließlich: Leute, lest doch mal aktuelle religionssoziologische/historische Untersuchungen
(etwa von Wilhelm Damberg im QD Band „2. Vatikanum“): Hätte es das Konzil nicht gegeben, wären die Kirche
heute leerer (!) und nicht voller. Weil das Konzil (und das ist nun mal empirischer Fakt), die Abwärtskurve
in den Kirchenbesuchszahlen, die schon in den 20er (!) Jahren des 20. Jh. einsetzt, die dann durch den
2. Weltkrieg abgebremst wird (Stichwort: Not lehrt beten!), und dann in den 50 Jahren völlig abwärts
geht (Stichwort: Es geht uns wieder gut!), weil also das II. Vatikanum diese Abwärtskurve eher verzögert,
abbremst und nicht beschleunigt. Aber klar, Fakten will hier ja keiner hören. Immer schön am Feindbild
basteln – gegen alle Logik! Hm?
Libertas Da fragt sich nur, wo sie seither geblieben sind, die Gläubigen, gerade jetzt, wo doch alles
so toll ist und wir die Messe auf deutsch haben. Wie schon gesagt: Warum rennen denn den Protestanten
die Leute genauso weg wie euch? Bei denen kanns ja wohl nicht am VII liegen. Diese Entwicklung (also der
Gläubigen-Schwund) setzte ja schon vor dem vielgeschmähten VII ein, daher hat man damals ja versucht,
gegenzusteuern. Hat augenscheinlich nicht geklappt. Die Wahrheit ist: Es liegt weder am alten noch am
neuen Ritus. Es liegt an der gesellschaftlichen Entwicklung im allgemeinen.
@ Kurt K. Umgekehrt wird ein Schuh daraus: Die „Erneuerer“ sind es doch, die seit vierzig Jahren behauptet
haben und weiterhin behaupten, dass mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil und der Einführung der neuen
Messe jetzt alles besser sei als früher. Da fragt sich nur, wo sie seither geblieben sind, die Gläubigen,
gerade jetzt, wo doch alles so toll ist und wir die Messe auf deutsch haben. Kapiert es doch endlich einmal:
Nicht die Anhänger der Tradition haben sich zu rechtfertigen, sondern die Neuerer, wenn sie trotz gegenläufiger
Entwicklung wie Revolutionäre an ihrem 40-jährigen Besitzstand festhalten.
Ihr seids scho a lustges Häufle! Neuer oder alter Ritus – das ist den allermeisten wahrscheinlich völlig
schnurz. Das spielt nur für ein paar Promille eine Rolle. Guckt euch doch mal um in der Kirchenwelt!
Was ist mit den Protestanten? Hatten die auch ein VII, auf das man alle Schuld abwälzen kann für den
Mitgliederschwund? Oder die Anglikaner? Was ist mit denen? Warum verlieren die Mitglieder? Alles die Schuld
des VII?
@ HBR Das liegt aber nicht am Ritus. Ist das eine Schutzbehauptung? Die Beweislast für diese Aussage
liegt bei Ihnen. Ich will ja nicht behaupten, dass es einen Kausalzusammenhang zwischen Rückgang der
Gottesdienstteilnehmer und Einführung des Novus Ordo gibt. Allerdings wurden 1969/70 ganz andere Erwartungen
mit der Einführung der neuen Liturgie erhofft. Sie hat diese Erwartungen nicht erfüllt. Die neue Liturgie
war und ist so, wie sie praktiziertund besucht wird, uínsgesamt gesehen ein Flop. So kann es ihr nach
40 Jahren ernüchternder Bilanz nur gut tun, wenn sie wieder Maß nimmt an der alten Form.
Da hat die V-I-Sekte mal wieder die Gläubigen geleimt! Bin immer wieder überrascht, wie wenig den V-II-Klerikern
an der Seelenrettung für Jesus Christus liegt. Die Tragweite dieses Ereignisses ist unabsehbar, der Kollateralschaden
für den Glauben unerträglich. Wie lange will die V-II-Clique denn noch Seelen in den Abgrund Satans
stoßen???
@Ignoranten Ein Bekannter (Arbeitermilieu) wendete sich Anfang der 80er Jahre vom Gottesdienstbesuch ab,
weil der durchaus nicht als modernistisch anzusehende Pfarrer jeden Sonntag die Gemeinde mit der Einübung
neuer Lieder aus dem Gotteslob quälte. Ein anderer mochte das Händchenhalten und -schütteln beim Vaterunser
in der „Familienmessen“ und beim Friedensgruss nicht mehr ertragen. Und ein dritter, obwohl er kein Latein
verstand, vermisste am Ende wenigstens das lat. Gloria oder Credo. Viele können andere Beispiele hinzusteuern.
Fazit: Die Abkehr vom Gottesdienstbesuch hat sehr wohl ihre Ursache zum grossen Teil im reformierten Ritus –
vor allem in der Einstellung vieler Priester, man müsse jeden Sonntag eine neue liturgische Sau durchs
Dorf treiben!
@ CarloBorromaeo Die Verschwörungstheorien, die hier ins Kraut schießen, sind wirklich unerträglich.
Meine Güte, es geht um den außerordentlichen (!) Ritus, dessen Anhänger im Promille Bereich liegen.
Als ob die Sancta Ecclesia Romana keine anderen Sorgen hätte… Die Liturgie ist das Herzstück der Kirche,
da sollte die Hauptsorge der Sancta Ecclesia Romana durchaus liegen. Der außerordentliche Ritus ist legitimer
und rechtlich völlig gleichberechtigter Ausdruck derselben „Lex orandi“ der Kirche, der sich laut MP
„aufgrund seines verehrungswürdigen und alten Gebrauchs … der gebotenen Ehre erfreuen“ soll. Hier geht
es nicht um die Zahl seiner Anhänger. Im übrigen hat der Novus Ordo seit seiner Einführung mehr als
70 % seiner Anhänger verloren. Zu Augsburg: Ein normaler Vorgang wäre es gewesen, wenn der Nuntius die
Bitte, ein außerordentliches Pontifikalamt zu zelebrieren, von vornherein ausgeschlagen hätte. Er hatte
aber bereits zugesagt, sonst wäre das Pontifikalamt ja nicht im aktualisierten Tagungsprogramm aufgeführt
worden. Die Absage erfolgte während des laufenden Kongresses. Das ist mehr als ungewöhnlich. Da muss
etwas passiert sein.
@ Kilian Die letzten gorßen Heiligen und heiligmäßigen Personen sind alle um 1968 gestorben. Womit
ja dann bewiesen wäre, dass Herr Marcel Lefebvre keine heiligmäßige Person war. Wusste ich’s doch!
Grotesk! Die Verschwörungstheorien, die hier ins Kraut schießen, sind wirklich unerträglich. Meine
Güte, es geht um den außerordentlichen (!) Ritus, dessen Anhänger im Promille Bereich liegen. Als ob
die Sancta Ecclesia Romana keine anderen Sorgen hätte… @von Ofterdingen: Die Chuzpe, mit der sich
mancher hier entblödet (in Fällen wie diesen hilft nur Thomas Mann’sche Diktion) und anheischig macht,
für sich zu reklamieren, was angeblich röm. katholisch ist, ist nur noch grotesk! Im besten Falle lächerlich…
@Dr. Otterbeck: Sie haben völlig Recht: Sowohl das Buch von Erzb. Marini als auch die Rezension sind
höchst lesenswert – und bereiten einem bei der Lektüre so manches traurige Dejavu… Alles schon mal
da gewesen… Grotesk!
Die Lüge geht einher mit Dummheit! Allerdings haben wir einen Grund für diesen ausserordentlichen Boykott
noch nicht erwähnt: Die Typen sind einfach zu doof, um ausserordentlich anständig zelebrieren zu können!
Lieber Dr. Otterbeck, schön dass Sie wieder hier sind. Da wird der Letzte merken, was für unappetitliche
Mischung aus naturalistischer Weltanschauung und liberaler Zivilreligion der Modernismus ist. Bei uns
ist schließlich keiner unnütz, so einer wie Sie kann immer noch als negatives Beispiel dienen. Die „liberalen
Christen“, zu denen ich Sie rechne sind so was wie das demokratische Pendant der (national-)sozilaistischen
„deutschen Christen“, Leute also, die den demokratischen Staat zu ihrem Idol erkoren haben und die Religion
danach umgestalten wollen.
@ Frasim Dann waren also alle Katholiken und Heilige bis etwa 1969 nicht katholisch, oder?! Ach, das ist
doch mal wieder der alte Keil, den Ihr Schismatiker zwischen uns Katholiken treiben wollt! Gähn!
Lieber Gotthard, es ist freilich eine Meisterleistung des Satans, den unordentlichen modernistischen Ritus
als ordentlichen Ritus zu bezeichnen und den katholischen Ritus, als ausserordentlichen. Wobei der katholische
Ritus wie der Katholizismus insgesamt freilich ausserordentlich sind, der Modernismus mit seinem Ritus
dagegen nicht ordentlich sondern lediglich schmutzig.
#23 Dr. Otterbeck 22:13:17 | Freitag, 25. April 2008
@Schüttel Je mehr Tamtam die Fanatiker der „alten Messe“ um ihr Ritual inszenieren, um so unappetitlicher
wird dieses für die 99,98 % Katholiken, die nach wie vor nix gegen den „novus ordo“ einzuwenden haben.
Vgl. auch die Rezension von S. Exz. D.W. Trautman zum Marini-Buch auf americamagazine.org
Verschwörung??? Der Nuntius und unsere Bischöfe sind wahrlich schon genug beschäftigt, den ordentlichen
Ritus zu feiern. Warum sollten sie sich auch noch den „außerordentlichen Ritus“ an den Hals hängen für
wenige „Museal-Liturgie-Kultur-Befliessene“?
Laaangweilig Der stupide Wechsel zwischen Sex-Themen und „Alte Messe“ wird höchst langweilig. Wo bleibt
zur allgem. Erheiterung mal wieder ein Pamphlet des Herrn Lingen?
Libertas Ecclesiae Ein normaler Vorgang ist das sicher nicht, was da in Augsburg abgelaufen ist. Ärgerlich,
dass die Gläubigen hier wohl für dumm verkauft werden sollen. Es wäre gut, wenn man direkt von der
Pressestelle der Apostolischen Nuntiatur in Berlin den wahren Grund für die Absage des Pontifikalamts
erfahren könnte. Warum hat eigentlich keiner der in Augsburg doch sicher zahlreich vor Ort anwesenden
Pressevertreter nach dem wahren Grund für die Absage gefragt?
Die nach Art eines Wahlkampfes betriebene Propagierung der „alten Messe“ ist widerlich, geradezu blasphemisch.
Ein Glück, dass der Nuntius diesen Unfug nicht mitgemacht hat.
@cantate Wer aber „altgläubig“ – also andersgläubig – ist, mag seinen Glauben feiern wie und wo er will,
aber damit bitte keinen römisch-katholischen Bischof belästigen. Dann waren also alle Katholiken und
Heilige bis etwa 1969 nicht katholisch, oder?!
„Altgläubig“ Der im Artikel mehrfach verwendete Begriff „Altgläubige“ sagt doch schon alles! Wer den
katholischen Glauben im außerordentlichen Usus feiern möchte, sei unbehelligt. Wer aber „altgläubig“ –
also andersgläubig – ist, mag seinen Glauben feiern wie und wo er will, aber damit bitte keinen römisch-katholischen
Bischof belästigen.
@sexychrist Ob die Bischöfe jetzt komplett die Zelebrierung der Heiligen Messe verweigern wollen…?
welche Ansprüche hast Du denn? Ist der Aachener Dom auch Pfarrkirche – oder warum bist du dort gefirmt
worden? Warum sollte der bischof persönlich kommen?
Ich bin… … im Dom zu Aachen gefirmt worden und auch bei mir kam „nur“ der Weihbischof in der Neuen
Messe. Ob die Bischöfe jetzt komplett die Zelebrierung der Heiligen Messe verweigern wollen…?
Modernistischen Bischöfe das Wasser abgraben! Auch in Frankreich zelebrieren Bischöfe immer mal wieder
im ausserordentlichen Ritus. Allerdings nicht aus Liebe zur Sache, sondern weil die Altgläubigen in Frankreich
eine wesentlich grössere Gemeinschaft darstellen und somt mehr (finanziellen) Einfluss haben – bedenkt
man zudem, dass die französischen Bischöfe auf die Spenden angewiesen sind. Womit wir wieder beim deutschen
Problem der Kirchensteuer wären. In der Hand des modernistischen Klerus richtet dies den grösstmöglichen
Schaden an. Deshalb: Austritt aus der (säkularen Körperschaft) Kirche!
@ HBR Fragen Sie doch mal nach dem cui bono der Absage des Pontifikalamtes in Augsburg. Dann müssen Sie
zu dem Schluss kommen, dass die Theorie eines (ungeschriebenen) Zelebrationsverbots für amtierende Bischöfe
in Deutschland so abwegig nicht ist. Der Apostolische Nuntius in Österreich beispielsweise hat schon
mindestens dreimal in aller Öffentlichkeit Pontifikalämter in der forma extraordinaria zelebriert. Warum
soll das nicht auch in Deutschland möglich sein dürfen?
Die Bischöfe haben ihren Erfolg völlig unterschätzt! Der normale Weg wäre, den Gläubigen erst zu
erklären, was in der Messe geschieht, bevor man sie feiert. Vor Veröffentlichung des Motu proprio hätte
jeder Bischof und jeder Priester sehr viel über alle Details und den Nutzen der Messe predigen sollen,
dann erst kann das MP seine Früchte tragen. Doch da sich die Bischöfe seit Jahrzehnten weigern, die
katholische Lehre im Religionsunterricht vollständig zu verkünden, geschweige denn, das Geschehen in
der Messe zu erklären, haben die Leute auch kein großes Verlangen nach ihr. Sicherlich haben die Bischöfe
Angst, dass die Gläubigen das Sakrale in der Alten Messe wieder entdecken könnten, auch wenn sie keine
Ahnung haben, was da geschieht. Aber ihre Befürchtungne wurden bisher nicht wahr, denn der Erfolg, den
sie mit der Weigerung, die Lehre zu verkünden und vom Nutzen der heiligen Messe zu sprechen, haben, ist
viel größer als sie gedacht haben. Wissen diese Bischöfe nicht, dass hinter dieser Weigerung Luzifer
steckt. Und wo man Luzifer gewähren lässt, ist er erfolgreich. Zweifeln die Bischöfe immer noch so
sehr an ihrem Erfolg beim Einschläfern des Kirchenvolkes? Oder glauben sie, dass die Alte Messe auch
dann bei den Gläubigen um sich greift, wenn diese gar nicht wissen, was da geschieht? Warum denn wollen
sie sie mit aller Macht verhindern? Die heutigen Gläubigen sind gewohnt, in der Messe unterhalten zu
werden. Und bei der alten Messe bleibt die Unterhaltung aus. Die müssten sich jetzt wie vor den Kopf
gestoßen fühlen.
Ich hab es zu einem anderen +net Artickel geschrieben und kann es hier nur wiederholen: „der Tag wird
kommen, an dem auch alle deutschen Bischöfe nach der hl. Messe aller Zeiten regelrecht betteln werden.
Spätestens dann, wenn sie im Fegefeuer hocken!!!“
evident Ich halte diese Vermutung für evident. Macht aber nichts, denn eine solche Verschwörung hält
nur so lange, wie sich alle dran halten. Und die Zeit der dicken Vorsitzenden ist eben vorbei.
Wenn solche Auflagen, Geheimhaltungspflichten und Beschränkungen auf Emeriti unter den Bischöfen tatsächlich
bestehen, ist das ein klägliches Armutszeugnis für die Dt.Bischöfe.
@mariokin Immerhin wurde doch eine alte Messe gefeiert. Wenn es eine „Verschwörung“ gegeben hätte, wäre
die Messe wohl ganz ins Wasser gefallen. Wir sollten nie vergessen, dass die alte Messe lediglich der
extraordinale Ritus ist. In sofern ist es logisch, dass dieser bei einem Bischof nicht diejenige Priorität
genießt, die sich manche Tradis innerhalb der Kirche gerne wünschen
@ HBR Ich gebe zu es klingt ungewöhnlich, aber so fern von anderen einfach geschaffenen Tatsachen und
Haltungen ist die Annahme oder besser Befürchtung nicht. Was würden Sie denn dazu sagen gestzt dem Fall
es wäre so? Nur mal angenommen. Was würden Sie tun?