Meine Mutter gab mich an den Pforten des Pfarrhauses ab
Ich habe ihm verziehen. Er war ein Verbrecher. Aber er war auch ein Opfer. In seinem komplexen Psychogramm sehe ich die Fratze der Gier, aber auch Züge von Großzügigkeit, Hingabe und Mut. Ein Ex-Priester für das ‘Vatican Magazin’.
(kreuz.net) Ich will nun meine Geschichte erzählen. Ich erzähle sie nicht, weil ich selbst auf die Idee
gekommen wäre, sie jemals anderen Menschen mitzuteilen als jenen, denen ich durch Freundschaft oder über
das Sakrament der Beichte verbunden bin.
Ich erzähle sie, weil ich von Priestern gebeten wurde, sie zu erzählen, sie jetzt zu erzählen. Es ist eine Geschichte von sexuellem Mißbrauch durch einen Priester. Ich war das Opfer.
Vor zwanzig Jahren hätte man mir ebenso gut prophezeien können, daß ich eines Tages den Fortsetzungsband zur Kriminalgeschichte des Christentums schreiben würde.
Ich weiß nicht, wem im Himmel oder auf der Erde ich es verdanke, daß ich heute eher eine Liebesgeschichte des Christentums schreiben könnte.
Vielleicht ist es ein Wunder. Wunder gibt es ja in der Kirche, manchmal die kuriosesten. Mein
Name tut nichts zur Sache. Ich erzähle meine Geschichte anonym, weil ich das Andenken meiner Eltern nicht
beflecken möchte.
Die Namen der Orte und Personen sind erfunden. Die Zeit stimmt. Für meinen Mißbraucher – wahrscheinlich ist er tot. Ich finde ihn im Namensverzeichnis der fraglichen Diözese nicht mehr – bete ich häufig.
Ich habe ihm verziehen und hoffe auf Gottes Barmherzigkeit. Er war ein Verbrecher, aber er war auch ein Opfer. In seinem komplexen Psychogramm sehe ich das Fratzenhafte der Gier, aber ich sehe auch Züge von Großzügigkeit, Hingabe und Mut.
Die Geschichte spielt zu Beginn der siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts in einer Kleinstadt in der Mitte Deutschlands.
Eines Tages gab mich meine Mutter an den Pforten des Pfarrhauses ab. Ich mochte damals 15 oder 16 Jahre alt gewesen sein, ein aufgeschossener Schlacks, kaum richtig in der Pubertät, ein im Grunde braver, wenig selbstsicherer Junge.
Meine Lage war nicht rosig. Schulisch war ich mehr oder weniger gescheitert. Zuhause lebte ich in einem ins Gewalttätige ausufernden Dauerkonflikt mit meinem Vater, der sich wohl unbewußt daran rächte, daß meine Mutter ihr ältestes Kind mehr liebte als ihren Mann.
Der Stadtpfarrer kannte den Konflikt und bot meiner Mutter an, mich, einen seiner Oberministranten, im Pfarrhaus wohnen zu lassen. Überglücklich willigte ich in dieses Arrangement ein. Meine Mutter ahnte nicht, daß sie mich an der Pforte der Hölle abgab.
Der Mann, der mein Schicksal wurde, war vom Phänotyp her kein Dunkelmann. Wer ihn nicht näher kannte, mußte ihn für eine strahlende Gestalt halten. Nach einem mittelmäßigen, frömmlerischen Priester, der keinerlei Eros hatte, kam er – ein moderner Mann mit Managementqualitäten, ein „Herr“ mit Charme, Witz und Manieren.
Er schaffte es innerhalb weniger Jahre, die Jugend und die Frauengemeinschaft zu begeistern, die Kirche zu renovieren, ein prächtiges Gemeindehaus zu bauen, eine Orgel anzuschaffen, ein Orchester zu gründen.
Er war groß gewachsen, hatte eine stark männliche Ausstrahlung und eine geradezu unwiderstehliche Anziehungskraft auf Frauen.
Meine Mutter war ihm in einer schwärmerischen Liebe ergeben, die ganz gewiß das Maß an Liebe überstieg, das sie meinem schwierigen Vater nach bitteren Ehejahren noch geben mochte.
Des Pfarrers Metier war die Liturgie. Ich glaube, es gab in der ganzen Diözese keine prächtigeren Gottesdienste als in M. An den Festtagen zogen dreißig und mehr Ministranten ein, mit Fahnen, einem Heer von Kerzenträgern, umweht von wahren Weihrauchorgien.
Die „Choreographie“ stimmte bis aufs I-Tüpfelchen, und wehe der Organist oder der Chorleiter hatten einen blackout – dann lernten sie die cholerische Seite des Stadtpfarrers kennen. Hier beginnt es mit den dunklen Seiten des Mannes.
Der Beitrag erschien ursprünglich im ‘Vatican Magazine’.
Nächstes Mal: Eines Sommerabends geschah es
© Titelbild: Nic McPhee, CC
Ich erzähle sie, weil ich von Priestern gebeten wurde, sie zu erzählen, sie jetzt zu erzählen. Es ist eine Geschichte von sexuellem Mißbrauch durch einen Priester. Ich war das Opfer.
Vor zwanzig Jahren hätte man mir ebenso gut prophezeien können, daß ich eines Tages den Fortsetzungsband zur Kriminalgeschichte des Christentums schreiben würde.
Ich weiß nicht, wem im Himmel oder auf der Erde ich es verdanke, daß ich heute eher eine Liebesgeschichte des Christentums schreiben könnte.

Die Namen der Orte und Personen sind erfunden. Die Zeit stimmt. Für meinen Mißbraucher – wahrscheinlich ist er tot. Ich finde ihn im Namensverzeichnis der fraglichen Diözese nicht mehr – bete ich häufig.
Ich habe ihm verziehen und hoffe auf Gottes Barmherzigkeit. Er war ein Verbrecher, aber er war auch ein Opfer. In seinem komplexen Psychogramm sehe ich das Fratzenhafte der Gier, aber ich sehe auch Züge von Großzügigkeit, Hingabe und Mut.
Die Geschichte spielt zu Beginn der siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts in einer Kleinstadt in der Mitte Deutschlands.
Eines Tages gab mich meine Mutter an den Pforten des Pfarrhauses ab. Ich mochte damals 15 oder 16 Jahre alt gewesen sein, ein aufgeschossener Schlacks, kaum richtig in der Pubertät, ein im Grunde braver, wenig selbstsicherer Junge.
Meine Lage war nicht rosig. Schulisch war ich mehr oder weniger gescheitert. Zuhause lebte ich in einem ins Gewalttätige ausufernden Dauerkonflikt mit meinem Vater, der sich wohl unbewußt daran rächte, daß meine Mutter ihr ältestes Kind mehr liebte als ihren Mann.
Der Stadtpfarrer kannte den Konflikt und bot meiner Mutter an, mich, einen seiner Oberministranten, im Pfarrhaus wohnen zu lassen. Überglücklich willigte ich in dieses Arrangement ein. Meine Mutter ahnte nicht, daß sie mich an der Pforte der Hölle abgab.
Der Mann, der mein Schicksal wurde, war vom Phänotyp her kein Dunkelmann. Wer ihn nicht näher kannte, mußte ihn für eine strahlende Gestalt halten. Nach einem mittelmäßigen, frömmlerischen Priester, der keinerlei Eros hatte, kam er – ein moderner Mann mit Managementqualitäten, ein „Herr“ mit Charme, Witz und Manieren.
Er schaffte es innerhalb weniger Jahre, die Jugend und die Frauengemeinschaft zu begeistern, die Kirche zu renovieren, ein prächtiges Gemeindehaus zu bauen, eine Orgel anzuschaffen, ein Orchester zu gründen.
Er war groß gewachsen, hatte eine stark männliche Ausstrahlung und eine geradezu unwiderstehliche Anziehungskraft auf Frauen.
Meine Mutter war ihm in einer schwärmerischen Liebe ergeben, die ganz gewiß das Maß an Liebe überstieg, das sie meinem schwierigen Vater nach bitteren Ehejahren noch geben mochte.
Des Pfarrers Metier war die Liturgie. Ich glaube, es gab in der ganzen Diözese keine prächtigeren Gottesdienste als in M. An den Festtagen zogen dreißig und mehr Ministranten ein, mit Fahnen, einem Heer von Kerzenträgern, umweht von wahren Weihrauchorgien.
Die „Choreographie“ stimmte bis aufs I-Tüpfelchen, und wehe der Organist oder der Chorleiter hatten einen blackout – dann lernten sie die cholerische Seite des Stadtpfarrers kennen. Hier beginnt es mit den dunklen Seiten des Mannes.
Der Beitrag erschien ursprünglich im ‘Vatican Magazine’.
Nächstes Mal: Eines Sommerabends geschah es
© Titelbild: Nic McPhee, CC
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5. Meine Mutter gab mich an den Pforten des Pfarrhauses ab
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Dienstag, 29. April 2008 22:46
clarissa colonia: Werter Jörg,
nicht vom Tridentinum sprach ich, auf dem meines Wissens keine Päpste abgesetzt wurden, weil deren mehrere
seinerzeit nicht mehr amtswalteten, sondern vom (XVI. oec.) Constantiense (1414-1418), von denen mindestens
einer sicher zwangsweise abgesetzt wurde (der Spanier). Gleichzeitig verwarf es (worauf mich Ihr Beitrag
wieder einmal stoßen ließ) die Irrlehren des Iohannes Hus, in denen es unter anderem heißt:
„Papa non est verus et manifestus successor apostolorum principis Petri, si vivit moris contrariis Petro: etsi quaerit avaritiam, tunc est vicarius Iudae Iscarioth. Et pari evidentia Cardinales non sunt veri et manifesti successores collegii aliorum apostolorum Christi, nisi vixerint more apostolorum, servantes mandata et consilia Domini nostri Iesu Christi.“ (D639)
Nach Entschließung des Konstanzer Konzils (sessio XV., 6. Juli 1418) muß der Papst also nicht more Petro leben, um successor Petri zu sein; und die Herren Kardinäle müssen die mandata et consilia unseres Herrn nicht halten, um rechtmäßige Nachfolger des Kollegiums der Apostel zu sein.
Und weiters wird der Satz verurteilt:
„Nullus est dominus civilis, nullus est praelatus, nullus est episcopus, dum est in peccato mortali.“ (D656)
Da bricht der Sedisvakantismus doch glatt in sich zusammen, und das durch Konzilsbeschluß! (Oder trat die Sedisvakanz nicht doch schon beim Constantiense ein? Muß da nicht die sedisvakantistische Argumentation neu justiert werden?)
„Papa non est verus et manifestus successor apostolorum principis Petri, si vivit moris contrariis Petro: etsi quaerit avaritiam, tunc est vicarius Iudae Iscarioth. Et pari evidentia Cardinales non sunt veri et manifesti successores collegii aliorum apostolorum Christi, nisi vixerint more apostolorum, servantes mandata et consilia Domini nostri Iesu Christi.“ (D639)
Nach Entschließung des Konstanzer Konzils (sessio XV., 6. Juli 1418) muß der Papst also nicht more Petro leben, um successor Petri zu sein; und die Herren Kardinäle müssen die mandata et consilia unseres Herrn nicht halten, um rechtmäßige Nachfolger des Kollegiums der Apostel zu sein.
Und weiters wird der Satz verurteilt:
„Nullus est dominus civilis, nullus est praelatus, nullus est episcopus, dum est in peccato mortali.“ (D656)
Da bricht der Sedisvakantismus doch glatt in sich zusammen, und das durch Konzilsbeschluß! (Oder trat die Sedisvakanz nicht doch schon beim Constantiense ein? Muß da nicht die sedisvakantistische Argumentation neu justiert werden?)
Dienstag, 29. April 2008 22:15
Jörg Guttenberger, Köln: Slarissa colonia; Papst und Konzil
Werte Clarissa, auf dem Konzil von Tirent sind meiner Erinnerung nach keine Päpste abgesetzt worden,
sondern alle drei Päpste haben freiwillig ihren Amtsvericht erklärt, so daß das Kardinalskollegium
völlig legitim einen neuen Papst gewählt hat, der das Konzil legitim fortgeführt hat. Die von ihm bestätigten
Konzilsbeschlüsse sind dadurch rechtskräftig.
Interessant ist, daß gerade von diesem Konzil der Beschluß stammt, daß der Papst über dem Konzil steht und nicht das Konzil über dem Papst, wie die Orthodoxen heute noch meinen.
Interessant ist, daß gerade von diesem Konzil der Beschluß stammt, daß der Papst über dem Konzil steht und nicht das Konzil über dem Papst, wie die Orthodoxen heute noch meinen.
Dienstag, 29. April 2008 05:55
Nachtlaterne: der missbrauch…
…eines messdieners durch einen schwulen ist ein schweres verbrechen. dem schwulen hat also keine frau
gefehlt! ist das verstanden? das leben des schwulen ist ungezügelt gewesen in gedanken, worten und werken
und der messdiener kam ihm willkommenerweise dazu.
die maßlose überbewertung des sexuellen hat das möglich gemacht.
die maßlose überbewertung des sexuellen hat das möglich gemacht.
Dienstag, 29. April 2008 01:58
clarissa colonia: Nun, also Wittgenstein!
Werter Heinrich (übrigens, was macht die Blaue Blume?)
Im Tractatus (5.6 – Die Dezimalzahlen und ihre Unternumerierungen geben das logische Gewicht einer Aussage nach Ws. eigener Wertung wieder) heißt es: „Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt.“ Daran gemessen ist die Welt des Lesers Nachtlaterne leicht überschaubar. Ihrem Zitat ist aber Wittgensteins eigene Wertung im Vorwort des Tractatus entgegenzustellen: „Man könnte den ganzen Sinn des Buches etwa in die Worte fassen: Was sich überhaupt sagen lässt, lässt sich klar sagen; und wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen.“ Von Mystik ist (an dieser Stelle noch) nicht die Rede. Mir vorzuwerfen, ich verdrehte billigen Witzes wegen die Wahrheit ist daher unsachlich und trifft mich nicht. Gleichwohl wäre es instruktiv, Sie äußerten sich näher zu der Frage, wer denn das namenlose, kollektive „man“ sei, hinter dem Sie sich wohl selbst verstecken? Und , zeugt nicht Ihre eigene Hand gegen Sie – nichts würde Sie gehindert haben, meine Äußerung zu ignorieren, statt dessen fordern Sie die Diskussion heraus!
Werter Jörg,
keinewegs intendierte ich, die Gültigkeit des Konstanzer (oder eines anderen Konzils) zu bestreiten; lediglich die zu befürchtenden (bzw von mir vermuteten) Einreden sedisvakantistischer Provenienz motivierten mich zu der Äußerung, an der Sie Anstoß nahmen. Wenn dort ein gültiger Papst abgesetzt wurde, können dessen „Nachfolger“ wohl kaum gültige Pontifices sein, oder?
Im Tractatus (5.6 – Die Dezimalzahlen und ihre Unternumerierungen geben das logische Gewicht einer Aussage nach Ws. eigener Wertung wieder) heißt es: „Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt.“ Daran gemessen ist die Welt des Lesers Nachtlaterne leicht überschaubar. Ihrem Zitat ist aber Wittgensteins eigene Wertung im Vorwort des Tractatus entgegenzustellen: „Man könnte den ganzen Sinn des Buches etwa in die Worte fassen: Was sich überhaupt sagen lässt, lässt sich klar sagen; und wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen.“ Von Mystik ist (an dieser Stelle noch) nicht die Rede. Mir vorzuwerfen, ich verdrehte billigen Witzes wegen die Wahrheit ist daher unsachlich und trifft mich nicht. Gleichwohl wäre es instruktiv, Sie äußerten sich näher zu der Frage, wer denn das namenlose, kollektive „man“ sei, hinter dem Sie sich wohl selbst verstecken? Und , zeugt nicht Ihre eigene Hand gegen Sie – nichts würde Sie gehindert haben, meine Äußerung zu ignorieren, statt dessen fordern Sie die Diskussion heraus!
Werter Jörg,
keinewegs intendierte ich, die Gültigkeit des Konstanzer (oder eines anderen Konzils) zu bestreiten; lediglich die zu befürchtenden (bzw von mir vermuteten) Einreden sedisvakantistischer Provenienz motivierten mich zu der Äußerung, an der Sie Anstoß nahmen. Wenn dort ein gültiger Papst abgesetzt wurde, können dessen „Nachfolger“ wohl kaum gültige Pontifices sein, oder?
Dienstag, 29. April 2008 01:39
Alois Bischof: Psychologie und Psycho-SexRevolution
Nach einem mittelmäßigen, frömmlerischen Priester, der keinerlei Eros hatte, kam er – ein moderner
Mann mit Managementqualitäten, ein „Herr“ mit Charme, Witz und Manieren.
Also nach dem vorkonziliaren „Frömmmler“ der von-Galen- und Faulhaber-Art, kam dann ein „moderner“ von der Welt „belehrter“ Manager-Pfarrer mit guten Public Relations-Qualitäten. Wahrscheinlich war er aber auch selbst wohl von der unmittelbar nach dem Konzil, von 1966 bis Mitte der 1970er Jahre in Seminaren und Orden und Kongregationen betriebenen Gehirnwäsche der „Sexuellen Befreier“-Psychologen betroffen und überzeugt worden (daß Kindermißbrauch kein Verbrechen sei und nicht schade usw.).
Das geschah damals im Rausche der Sexrevolution wirklich. Und in der Kirche vernichtete man damit viele Berufungen, die Verweltlichten verkamen dann zu Antichristlichen Verheirateten, zu Homo-Partnern, oder zu pädophilen Verbrechern. Die besten waren damals noch die, die angesichts der Krise und Verwirrung und der Vernichtung des katholischen Glaubenslebens und katholischen Priesterlichen Messopfers, die Talare an den Eichen hängten und eine anständige Frau heirateten – nach dem Massendispens und der Massenlaisierung durch Paul VI. 1969-1975. Die haben wenigstens oft eine normale Familie gegründet. Und haben die psychologische Revolution nicht mitgemacht.
Vor vier Jahren erschien in der ‘Remnant’ einen Artikel eines Psychologen der damals an der modernen Hirnwäsche in Orden und Klöstern mitarbeitete. Und jetzt bereut…
Also nach dem vorkonziliaren „Frömmmler“ der von-Galen- und Faulhaber-Art, kam dann ein „moderner“ von der Welt „belehrter“ Manager-Pfarrer mit guten Public Relations-Qualitäten. Wahrscheinlich war er aber auch selbst wohl von der unmittelbar nach dem Konzil, von 1966 bis Mitte der 1970er Jahre in Seminaren und Orden und Kongregationen betriebenen Gehirnwäsche der „Sexuellen Befreier“-Psychologen betroffen und überzeugt worden (daß Kindermißbrauch kein Verbrechen sei und nicht schade usw.).
Das geschah damals im Rausche der Sexrevolution wirklich. Und in der Kirche vernichtete man damit viele Berufungen, die Verweltlichten verkamen dann zu Antichristlichen Verheirateten, zu Homo-Partnern, oder zu pädophilen Verbrechern. Die besten waren damals noch die, die angesichts der Krise und Verwirrung und der Vernichtung des katholischen Glaubenslebens und katholischen Priesterlichen Messopfers, die Talare an den Eichen hängten und eine anständige Frau heirateten – nach dem Massendispens und der Massenlaisierung durch Paul VI. 1969-1975. Die haben wenigstens oft eine normale Familie gegründet. Und haben die psychologische Revolution nicht mitgemacht.
Vor vier Jahren erschien in der ‘Remnant’ einen Artikel eines Psychologen der damals an der modernen Hirnwäsche in Orden und Klöstern mitarbeitete. Und jetzt bereut…
Dienstag, 29. April 2008 00:03
Jörg Guttenberger, Köln: clarissa colonia: Gültigkeit eines Konzils
Die alten Konzilien sind alle mehr oder weniger vom römischen Kaiser einberufen und zum Teil sogar geleitget
worden. Trotzdem zweifelt niemand an deren Gültigkeit.
Nach unserer römischen Auffassung steht der Papst über dem Konzil, d. h. Konzilsbeschlüsse werden erst durc päpstliche Bestätigung rechswirksam. So wurde z. B. Artikel 28 des Konzils von 381, der die Gleichrangigkeit der Stühle von Rom und Konstantinpopel bestimmte, nicht rechtsgültig, weil er vom Papst nie anerkannt wurde. Selbst Konstantinopel beruft sich nicht auf diese Bestimmung!
Nach unserer römischen Auffassung steht der Papst über dem Konzil, d. h. Konzilsbeschlüsse werden erst durc päpstliche Bestätigung rechswirksam. So wurde z. B. Artikel 28 des Konzils von 381, der die Gleichrangigkeit der Stühle von Rom und Konstantinpopel bestimmte, nicht rechtsgültig, weil er vom Papst nie anerkannt wurde. Selbst Konstantinopel beruft sich nicht auf diese Bestimmung!
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