[ « 58 59 60 61 62 » ]
Montag, 28. April 2008 11:31
In manchen katholischen Gemeinden gibt es Brotbackkurse für Erstkommunikanten. Dafür haben die Kinder von dem, was während der Messe geschieht, keine Ahnung. Von Hubert Hecker.
Zurück zum Artikel 19 Lesermeinungen:
Mittwoch, 30. April 2008 10:57
juergen: Beiwerk
Die Mutter eines Kommunionkindes fragte jüngst einen Pfarrer, ob man die Hl. Messe nicht ausfallen lassen könne, um so mehr Zeit für die Familienfeier zu haben…
Mittwoch, 30. April 2008 03:17
Vineta: Viele Teile hab ich in der Hand, fehlt leider nur das geistig Band (Faust)
Der Religionsunterricht ist heutzutage weithin geprägt von einem zusammenhanglosen , vermeintlich lustbetonten Tun, nur um die Kinder überhaupt noch bei der Stange zu halten. Fast überall beobachtet man eine ängstliche Scheu vor dem systematischen Einführen in das Glaubensgut, das in bezug auf die Firmung in etwa so auszusehen hätte:

Der am Jordan getaufte Jesus empfängt hier auch die Geisttaufe und weist in Nazaret auf Jesajas Voraussage hin, daß der Geist Gottes auf dem Messias ruhe.

Letzterer hat bisher auch schon in den Kindern gewirkt bei der Taufe, Buße und Kommunion.

Das Sakrament der Firmung ist ohne den Diözesanbischof nicht möglich. Der Ablauf:
Wortgottesdienst
Taufversprechenerneuerung
Handauflegung, Salbung, Besiegelung
Friedensgruß
Eucharistiefeier und Entlassung

Die sieben Gaben des Hl. Geistes

Beispiele für vom Geist Gottes geführten Menschen und Möglichkeiten, diesen Geist in meinem Lenben und in der Christengemeinde wirken zu lassen.
Montag, 28. April 2008 23:43
Jörg Guttenberger, Köln: ordo62: Firmheiliger
Was ist ein Firmheiliger? Diese Praxis ist im Erzbistum Köln, und wohl nicht nur hier, unbekannt.

Handelt es sich um den analog des Taufpatrons in der byzantinischen Tradition hinzukommenden Firmpatron? Ihr Hinweis ist interessant, ferner interessiert mich, in welchen Gegenden es diese Praxis (noch) gibt.
Montag, 28. April 2008 18:12
raindance1: ja Hyazinth
ich frage mich bei der Kreuz.net Lektüre sehr oft, wie blöd man eigentlich sein muss, um sich über jeden Misstand aufzuregen, ihn breitzutreten, so als wolle man mit allen Mitteln das zu Ende gehende doch noch am Leben erhalten. Und dann erklärt man auch noch, das man doch etwas ganz anderes will, den Wahren Glauben, die alte Messe…tja, Menschen sind schon sonderbar…
Montag, 28. April 2008 18:09
Maurice Corvisier: Einerseits ja, raindance: in vieler Beziehung sind die „unsere besten Leute“.
Viele von uns haben, abgestoßen von solcher – gelinde gesagt – Oberflächlichkeit nach der genuin katholischen Alternative gesucht und sie dann auch in einer der Gruppen der katholischen Tradition gefunden.

Andererseits ist es so, daß die, welche nichts anderes kennen, versucht sind, diese Mätzchen für „katholisch“ zu halten (das ist die Sache mit dem Etikettenschwindel). Die wenden sich ab, weil die nächste Disco die bessere performance bietet, weil der DJ es eben doch besser bringt als der locker-flockige, seltsam kostümierte Vorsteher einer Gedenkveranstaltung. Und weil die Bäckerinnung immer noch für schmackhafteres, wenn auch nicht „heiliges“ Brot sorgt.

Dann ist es schwer, diesen begreiflich zu machen, was geschehen ist, wie es dazu gekommen ist, und warum die Lage so ist, wie sie ist. Es ist ja auch so unglaublich, daß selbst hier anwesende, durchaus ernstzunehmende Leute es nicht glauben können und sich gedankliche Hilfkonstrukte bauen müssen, um nicht die zutreffende, historisch richtige – aber schwierige Erklärung annehmen zu müssen.

Deshalb muß immer wieder neu auf die Fehlentwicklung, auf die Gesamtheit der Mißstände aufmerksam gemacht werden.

Ich gebe Ihnen sofort zu, daß das nicht immer in ansprechender und geschickter Weise getan wird. Das ist bedauerlich, aber nicht zu ändern.

Und deshalb immer wieder die Bitte: All we are saying, is: Give Tradition a chance! (in Anlehnung an den alten song mit „peace“. Von wem war der doch gleich?
Montag, 28. April 2008 18:03
Hyazinth: raindance1
Sie haben vollkommen recht, bin ganz Ihrer Meinung! Je schneller die Kirchen leerer werden, desto frühre kann man wieder katholisch aufbauen und Leben retten, ein dreifaches „Hoch“ auf leere NOM-Kirchen und Seminare!!!!!

Achtung, dasist KEIN Sarkasmus!
Montag, 28. April 2008 17:45
raindance1: na super:
Die Erstkommunionfeier wird ihnen als Versammlung um das „gesegnete Brot“ vermittelt. Dessen gemeinsames Verspeisen wird den Kindern als „schönster Tag“ in ihrem jungen Leben präsentiert.
jedem erzkonservativen kreuz.net Leser muss das doch eine grosse Freude sein…je schneller diese Ausartungen voranschreiten, desto schneller ist der ganze Spuk zu Ende…also, nicht meckern, die arbeiten euch zu…
Montag, 28. April 2008 17:27
iustus: Teils-teils
Allerdings ist „büffeln müssen“ auch keine Garantie dafür, dass der Glaube größer wird oder die Kinder eher verstehen und begreifen, worum es geht.

Eine Garantie nicht, aber eine Voraussetzung. Daher ist es auch kein Unfug wie einseitig betonte Erlebnispädagogik mit viel Aktionismus und wenig Inhalt.

Eine Patentlösung wird es wohl nicht geben.

Stimmt. Die gibt es selten.

Außerdem sollte man nicht ständig auf Unterricht etc. herumhacken, denn daran hängt nicht alles: das wichtigste wäre ein entsprechendes Glaubenszeugnis der Eltern den Kindern gegenüber und da hapert es doch in der Regel. Von zu Hause bekommen Kinder doch häufig in Glaubensfragen und -leben gar nichts mehr mit.

Leider wahr.

Zum Thema Firmung allgemein noch etwas: die Firmungen bereits in der 6. Klasse, also nur 3 Jahre nach der Erstkommunion ddurchzuführen, so wie es in meiner Diözese der Fall ist, halte ich außerdem für viel zu früh.

Das kommt darauf an: Wenn die Firmung auch der Stärkung in der Pubertät und in den Wechselfällen dieser Jahre dienen kann (was ich glaube), dann sollte sie doch eher früh stattfinden.
Montag, 28. April 2008 15:16
unteroktav: @ HBR
Allerdings ist „büffeln müssen“ auch keine Garantie dafür, dass der Glaube größer wird oder die Kinder eher verstehen und begreifen, worum es geht. Das ist genauso Unfug wie einseitig betonte Erlebnispädagogik mit viel Aktionismus und wenig Inhalt. Eine Patentlösung wird es wohl nicht geben.
Außerdem sollte man nicht ständig auf Unterricht etc. herumhacken, denn daran hängt nicht alles: das wichtigste wäre ein entsprechendes Glaubenszeugnis der Eltern den Kindern gegenüber und da hapert es doch in der Regel. Von zu Hause bekommen Kinder doch häufig in Glaubensfragen und -leben gar nichts mehr mit.

Ansonsten teile ich – ohne pauschalisieren zu wollen – durchaus die Meinung des Autors, dass Erstkommunion- und Firmvorbereitungsstunden tatsächlich nicht selten (aber auch nicht immer) „suboptimal“ sind, dass viel gemacht wird, was vom Wesentlichen ablenkt. An Inhalte meiner Firmvorbereitung kann ich mich z.B. überhaupt nicht mehr erinnern und das, was ich von der Erstkommunionvorbereitung noch weiß, hat auch wenig mit der Eucharistie selbst zu tun.
Zum Thema Firmung allgemein noch etwas: die Firmungen bereits in der 6. Klasse, also nur 3 Jahre nach der Erstkommunion ddurchzuführen, so wie es in meiner Diözese der Fall ist, halte ich außerdem für viel zu früh.
Montag, 28. April 2008 14:39
HarroMeyer: Und warum ist das denn so?
Beides funktioniert heute nicht mehr, weil Religionsunterricht und Sakramentenkatechese für die meisten Kinder die Erstbegegnung mit Glauben und Kirche ist.Vielleicht ist das auch alles zu früh. Heute wird nicht mehr bedingungslos geglaubt und manches ist auch unverständlich und der Wert für die Zukunft schwer zu vermitteln.Darüberhinaus hat das Geschenkunwesen die „inneren Werte“ total verdrängt.Über diese Bindungsweihen sollte man mal grundsätzlich nachdenken.
Montag, 28. April 2008 14:09
Sash73: Tempora mutantur
Die Erstkommunionfeier wird ihnen als Versammlung um das „gesegnete Brot“ vermittelt. Dessen gemeinsames Verspeisen wird den Kindern als „schönster Tag“ in ihrem jungen Leben präsentiert.

Na bravo. Genau so hab ich es dieses Jahr erlebt. Eine Freundin von mir, Mutter eines Erstkommunikanten, wurde dieses Jahr von mir befragt, warum sie ihren Sohn zur Erstkommunion schickt, obwohl sie mit Kirche so rein gar nichts am Hut hat. Antwort: Er soll doch auch so viele Geschenke und Geld bekommen, wie die anderen Kinder. Der ginge ja schließlich nicht dahin, um diese komische gesegnete Oblate zu bekommen.

Die Bilanz: EUR 300 für Feier und Anzug bezahlt, EUR 800 eingenommen. Reicht für die Grundausstattung der neuen Wii grade mal so aus. Mit der die Eltern genau so gern spielen wie das Kind. Naja. Schließlich musste man ja auch während des Kommunionunterrichtes andauernd mit zur Kirche rennen.

Katholisches Leben im Jahre 43 nach V2. Da bin ich ja froh, Anfang der 80er wenigstens noch die 10 Gebote im Kommunionunterricht beigebracht bekommen zu haben.

Und Gotthard wird und das jetzt wahrscheinlich als religionspädagogisch wertvoll anpreisen.
Montag, 28. April 2008 13:25
HeinrichvonOfterdingen: Da ist halt der überall grassierende
Naturalismus, pur. Der gehört zum Modernismus wie das Amen zur Kirche.
Montag, 28. April 2008 13:05
LandorganistII: Tatsächlich
ist der Inhalt des Artikels nicht von der Hand zu weisen.
Montag, 28. April 2008 12:30
HBR: @Stimme
Montag, 28. April 2008 12:23
stimme der vernunft: Noch ein Wunder!
Der Heilige Pius X wandelt durch die Katakomben unter dem Vatikan und gibt seinem Unmut über den NOM Ausdruck!

Katakomben
Montag, 28. April 2008 11:51
ordo62: war das wirklich ein Bericht über die Vorbereitung zum Emfang des Firmsakraments?
klingt er nach Vorbereitungskursen, für die in Mitteldeutschland weitverbreiteten postkommunistischen Jugendweihefeiern.

Ich bin zwar auch vor noch nicht allzulanger Zeit in einer V2 Kirche gefirmt worden, aber wir hatten mindestens 20 Unterrichtsstunden Vorbereitungsunterricht, keine Projekte Workshops usw. Unter anderem mussten wir ein Referat über unseren Firmheiligen halten. Und Leute, welche nicht „kirchlich sozialisiert“ waren und meinten noch ne Party abfassen zu können wurden gar nicht erst zugelassen.
Montag, 28. April 2008 11:37
stimme der vernunft: Noch’n Wunder
Hier schwebt eine Hostie durchs Bild!
http://de.youtube.com/watch?v=5ZcSmAXlyPE
Montag, 28. April 2008 11:36
HBR: Das wahre Problem ist…
dass sowohl im Reli – Unterricht als auch bei der Kommunionsvorbereitung die Kuschel – und Erlebnispädagogik vorherrscht. Die Schüler und Erstkommunikanten sollen nicht mehr büffeln müssen. Statt dessen sollen sie „Dinge erleben und erfahren“.

Dies ist auch ein Grund, warum Pisa in den letzen Jahren immer so schlecht war. Gedönze geht vor Lernen. Und das ist nur traurig
Montag, 28. April 2008 11:34
Botschafter: Eucharistische Wunder
Warum wird den Kinderherzen die Liebe Jesus nicht gezeigt? – Beispiel Eucharistische Wunder:

http://de.youtube.com/watch?v=kK4hfPfvolE
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen sowie Leser aus der Debatte auszuschließen.
Copyright © 2008 kreuz.net