Der romantische Ökumenismus des ‘Weltkirchenrates’ ist am Ende. Ein russisch-orthodoxer Bischof will dagegen eine gemeinsame Front mit der katholischen Kirche.
Russisch-orthoxe Bischofsweihe.
(kreuz.net) Die Russisch-Orthodoxen könnten mit der katholischen Kirche eine strategische Allianz zur
Verteidigung christlicher Werte bilden.
Das erklärte der russisch-orthodoxe Bischof von Wien und Österreich,
Hilarion Alfejew (41), Mitte April vor der bulgarischen Zeitschrift ‘Christentum und Kultur’:
„Wir müssen
begreifen, daß orthodoxe und katholische Gläubige nicht länger Rivalen sind. Wir sind Verbündete.“
Die Rivalitäten zwischen Orthodoxen und Katholiken müßten ein für allemal verschwinden – „vorausgesetzt,
daß der Proselytismus aufhört“ – fügte Alfejew hinzu.
Der Begriff „Proselytismus“ wird von den Orthodoxen
in Rußland häufig verwendet, um verschiedene Aktivitäten der katholischen Kirche im Land anzuschwärzen.
Der orthodoxe Bischof erklärte auch, daß der „romantische Ökumenismus“ des ökumenischen ‘Weltkirchenrates’
und der ‘Konferenz europäischer Kirchen’ kein gangbarer Weg sei.
Der Bischof hält es für viel besser,
bilaterale strategische Allianzen oder Partnerschaften, zum Beispiel zwischen den Orthodoxen und der katholischen
Kirche, zu schließen:
„Ich meine damit keine Union, keine administrativen Zusammenschlüsse oder Kompromisse
bei theologischen Lehren. Ich meine eine strategische Partnerschaft“ – so der Bischof.
Diese „Front“
sei notwendig um den Herausforderungen der Verweltlichung zu widerstehen und das traditionelle Christentum
sowie den Dialog mit den Weltreligionen zu verteidigen.
Bischof Alfejew glaubt, daß viele Protestanten –
im Gegensatz zu den Orthodoxen und Katholiken – eine verwässerte Variante des Christentums vertreten –
„ohne apostolische Sukzession, ohne Sakramente, ohne eindeutige dogmatische Lehren. Was für sie auch
wichtig ist: Sie verlangen nicht, daß sich ihre Anhänger an die Normen der christlichen Moral halten.“
Diese Gemeinschaften würden Sünden, die über Jahrhunderte als solche gewertet wurden, nicht beachten
und diese sogar fördern – so der Bischof.
Wenn eine christliche Gemeinschaft mit einem theologischen
oder moralischen Revisionismus des Christentums beginne, um es angeblich moderner oder politisch korrekt
zu machen, sei das „ein direkter Weg in den geistlichen Tod“ – so Bischof Hilarion.
Anfang April hatte
Bischof Alfejew bei einem internationalen vatikanischen Kongreß dem Evangelium widersprochen und behauptet,
daß die Höllenstrafen zeitlich begrenzt seien.
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@Parmenas/Jörg Guttenberger: Die Konstantinopelsektierer leugnen noch mehr katholische Lehren als nur
die katholische Lehre über den Petrusnachfolger. Der einzige heute npc bestehende Grund fehlender voller
Kirchengemeinschaft ist das Primatsverständnis des (römischen) Papstes.
@Jörg Guttenberger, der Ökumenist: „Orthodoxie“ heißt Rechtgläubigkeit Und die besitzen die Konstantinopelsektierer,
die sich selbst „orthodoxe Kirche“ und auch „katholische Kirche“ nennen, überhaupt nicht mehr. Orthodox
für einen Katholiken ist nur die römisch-katholische Kirche unter dem Bischof von Rom. über eine für
die Orthodoxie annehmbare Interpretation
Brandenburgis: filioque über eine für die Orthodoxie annehmbare Interpretation hat man sich auf dem
Konzil von Ferrara-Florenz geeinigt. Den Inhalt der Einigng habe ich mehrfach beschrieben. Damit ist das
filioque kein Trennungsgrund mehr. Der einzige heute npc bestehende Grund fehlender voller Kirchengemeinschaft
ist das Primatsverständnis des (römischen) Papstes.
Parmenas, ultraromanus: filioque Die entsprechenden Texte besagen nur, daß ausgeschlossen ist, wer das
filioque für falsch hält. eder östliche Patriarch bekommt vom Papst ein Glaubensbekenntnis ohne filioque.
Welche Päpste? „…verstießen die Päpste selbst gegen die Lehre der Kirche, weil sie den ostkirchlichen
Patriachen immer ein Glaubensbekenntnis ohne filioque senden.“ Welche Päpste? Es kann nicht sein, dass
ein Papst nach der ausdrücklichen Dogmatisierung des „Filioque“ ein irreführendes oder ungenaues Bekenntnis
sendet. Im übrigen wäre selbst das aber nicht zwingend ein „verstoß“ gegen die kirchl. Lehre. Das wäre
es nur, wenn es ausdrücklich geleugnet oder bewusst weggelassen wird.
Parmenas, Ultraromanus: filioque Auf welchem Konzil wurde das filkoque dogmatisiert? Bei einer Dogmatisierung
verstießen die Päpste selbst gegen die Lehre der Kirche, weil sie den ostkirchlichen Patriachen immer
ein Glaubensbekenntnis ohne filioque senden. Wie erklären Sie diesen Widerspruch? Außerdem wird das
fehlende filioque heute gegenüber den östllichen Kirchen genausowenig beanstandet, wie das hinzugefügte
filioque gegenüber der römischen Tradition, eben aufgrund der Formel von Ferrara-Florenz. Wie erklären
Sie sich das?
@Jörg Guttenberger „Wie schon bemerkt, hat man sich auf dem Unionskonzil von Ferarra-Florenz 1439 darauf
geeinigt, daß Sohn und Geist vor aller Zeit aus dem Vater hervorgehen, der Geist jedoch in unserer Zeit
vom Vater und dem Sohn in die Welt gesandt wird.“ Das ist falsch. „Und weil der Vater selbst alles, was
des Vaters ist, seinem einziggeborenen Sohn in der Zeugung gab, außer dem Vatersein, hat der Sohn selbst
eben dieses, daß der Heilige Geist aus dem Sohn hervorgeht, von Ewigkeit her vom Vater, von dem er auch
von Ewigkeit her gezeugt ist.“ www.uibk.ac.at/…aum/html/250-38.html Ewig ist also das Hervorgehen das
Hl. Geistes aus Vater und Sohn, weil der Sohn auch von Ewigkeit her vom Vater gezeugt ist: „…aus beiden
von Ewigkeit her als aus einem Prinzip und durch eine einzige Hauchung hervorgeht.“
Ultraromanus: filioque 1. Wo ist das filioque dogmatisiert? 2. Eine Dogmatisierung widerspräche den von
mir genannten Bestimmungen des Unionskonzils von Ferrara-Florenz von 1438/1439
Filioque „Es gibt kein Konzil, das das filipoque dogmatisiert hat, so sehr es auch von Konzilstexten bestätgt
sein mag.“ Natürlich ist es dogmatisiert www.uibk.ac.at/…aum/html/250-38.html.
Marcelus: römisch-katholisch Hinsichtlich des nur einen Glaubens stimme ich Ihnen zu. Sind Sie sicher,
daß Sie nicht Glaube mit Ideologie verwechseln? In der Tat lehnt VATII den Katholizismus (= ideologische
Ausgabe der Katholizität) ab. Leider ist die vom Katholizismus hinterlassene Lücke von der 68er Ideologie
gefüllt worden. Das hat offenbar zumindest ein Teil der laikalen Vertreter der r.-k. Kirche in Deutschland
noch nicht begriffen. Bekanntlich enthielt die Urfassung des nc-Credos kein Filoque. Wie schon bemerkt,
haben es die Spanier (oder genauer Westgoten, heute mozarabischer Ritus) in Auseinandersetzung mit den
Arianern erstmalig in das Glaubensbekenntnis eingefügt. Es gibt kein Konzil, das das filipoque dogmatisiert
hat, so sehr es auch von Konzilstexten bestätgt sein mag.
@Jörg Guttenberger, Köln: Gott der Heilige Geist geht aus Gott dem Vater und Gott dem Sohn hervor, seit
Ewigkeit ohne Anbeginn, und nicht nur aus Gott dem Vater, wie ausschließlich die häretischen Konstantinopelianisten
irrig lehren. Von einem „nur aus dem Vater“ ist auch im Originalkonzilscredo nicht die Rede. Aus Ihrem
Vorwurf der Häresie entnehme ich Ihre Zugehörigkeit zu den Pius-Brüdern oder einer ähnlich ausgerichteten
Gruppe. Es gibt nur einen römisch-katholischen Glauben, der für alle Katholiken derselbe ist.
Marcelus: filioque Über die Vorgeschichte des filioquehabe ich an anderer Stelle geschrieben. Es ist
richtig, daß die Einfügung vom Papst approbiert werden mußte, was aber auf Verlangen des damaligen
Kaisers des Heiligen römischen Reiches Deutscher Nation geschah, um die richtige Titulatur zu benutzen.
Mit ihrem Hinweis auf 1871 bis 1918 haben Sie natürlich recht. Aus Ihrem Vorwurf der Häresie entnehme
ich Ihre Zugehörigkeit zu den Pius-Brüdern oder einer ähnlich ausgerichteten Gruppe.
@J. Guttenberger: Das „filioque“ wurde in einer längeren Vorgeschichte eingefügt Zum filioque (andere
Postings): Einfügung in das Credo durch einen deutschen Kaiser. Die Einfügung des „filioque“ ins Credo
hat eine längere Vorgeschichte. Niemand kann ein solches mit dem filioque erweiterters Credo approbieren,
wenn nicht der Papst. Es kann aber sein, daß dies durch die Initiative eines Kaisers geschah – allerdings
eines römischen Kaisers, und nicht eines deutschen Kaisers. Ein deutsches Kaisertum gab es nur 1871-1918.
Wie schon bemerkt, hat man sich auf dem Unionskonzil von Ferarra-Florenz 1439 darauf geeinigt, daß Sohn
und Geist vor aller Zeit aus dem Vater hervorgehen, der Geist jedoch in unserer Zeit vom Vater und dem
Sohn in die Welt gesandt wird. Wie viele Ihrer Ausführungen ist wohl auch die Korrektheit dieser Aussage
zu bezweifeln und häretisch.
Protopsaltis: herzlichen Dank für Ihre Stellungnahme! Ich sehe mit Genugtuung, wie gerade die Orthodoxie,
so der von Ihnen genannte Bischof Hilarion die christliche Fahne hochhält. Über die Frage, wer sich
von der wahren Kirche getrennt hat, sind wir verständlicherweise unterschiedlicher Auffassung, können
uns aber vieleicht aufgrund des Bildes von der einen, aber gespaltenen Kirche verständigen. Mit diplomatischem
Feingefühl sind – vorsichtig ausgedrückt – sicher beide Seiten nicht immer vorgegangen. Ich erinnere
an die Aufkündigung der Unionsvereinbarung des Konzil von Lyon 1274 durch Papst Martin IV und zwar aus
blindem Gehorsam gegenüber dem sizilianischen König Karl von Anjou. Hierüber hört man im Westen aus
verständlichen Gründen nichts. Zum filioque (andere Postings): Einfügung in das Credo durch einen deutschen
Kaiser. Wie schon bemerkt, hat man sich auf dem Unionskonzil von Ferarra-Florenz 1439 darauf geeinigt,
daß Sohn und Geist vor aller Zeit aus dem Vater hervorgehen, der Geist jedoch in unserer Zeit vom Vater
und dem Sohn in die Welt gesandt wird. Das Hervorgehen des Geistes aus dem Vater und dem Sohn vor aller
Zeit kann man in mißversterstandenem hl. Augustinus so verstehen, daß der Geist ein Kompositum aus Vater
und Sohn ist, ähnlich eines Kind aus Vater und Mutter. Gerade diese Interpretation wird von den Orthodoxen
jedoch abgelehnt und ist auch m. E. mit dem Glaubensbekenntnis von Nizäa und Konstantinopel unvereinbar.
Den östlichen Patriarchen sendet der Papst immer ein Credo ohne filioque. .
Das ist falsch Woytila meint, der Vater sendet (schon in der Wortbedeutung ein völliger Unterschied zu
„Hervorgehen aus“) „kraft seiner Vaterschaft“ (!) sowohl den Sohn, als auch den Hl. Geist. Also nur weil
der Vater der Vater ist, kann er den Sohn und den Hl. Geist senden.
@Ultamontanus: Der Heilige Geist geht vom Vater und vom Sohn aus Die Aussage „Der Heilige Geist geht vom
Vater aus“ ist richtig, und ebenso die Aussage „Der Heilige Geist geht vom Sohn aus“. Statt „ausgehen
von“ kann man auch „senden“ sagen, nur sind dann Subjekt und Objekt umzudrehen.
Nein… Nach katholischer Lehre „sendet“ eben nicht der Vater den Hl. Geist, sondern der Hl. Geist geht
durch Hauchung als ein einziges Ursprungsprinzip aus der wechselseitigen Liebe von Vater und Sohn hervor.
@Trinitätstheologe Ultramontanus: In einer rechtgläubigen oder nicht-rechtgläubigen Aussage kommt es
auf jedes Wort an. Noch einmal den Hinweis auf einen Wortfehler meinerseits: Folgende Aussage ist falsch:
Zu lehren, Gottvater wäre der einzige Ursprung von Gottsohn wäre tatsächlich Häresie. Richtig muß
es heißen: Zu lehren, Gottvater wäre der einzige Ursprung von Gottheiligemgeist wäre tatsächlich Häresie.
Folgendes Zitat ist aber dagegen nicht falsch: Eine weitere Aussage (aus „Dominum et Vivificantem“): „Der
Vater sendet also den Heiligen Geist kraft seiner Vaterschaft, wie er auch den Sohn gesandt hat.“ Der
Vater sendet auch den Heiligen Geist, wie Er auch den Sohn sendet, aber der Heilige Geist wird auch zusätzlich
vom Sohn gesendet. Dies muß aber nicht eigens erwähnt werden, damit man nicht Häretiker ist. Deshalb
kann das Konzilscredo auch im Konzilsorginaltext ohne „filioque“ gebetet werden, weil dies auch der Orginaltext
des Konzils ist. Das „filioque“ kann nur durch päpstliche Gunst eingefügt werden, weil der Papst über
dem Konzil steht.
Da muss man nichts mehr nachprüfen, er will das „Missverstädnis“ in der Weise klären indem er die Aussage
des Konzils von Konstantinopel (381) photianisch interpretiert. Eine weitere Aussage (aus „Dominum et
Vivificantem“): „Der Vater sendet also den Heiligen Geist kraft seiner Vaterschaft, wie er auch den Sohn
gesandt hat.“
@Ultramontanus: Ob die Aussage wirklich häretisch war, müßte man am Originalzitat in der Original-
sprache nachlesen. „…die traditionelle Lehre des Filioque zu klären, die in der liturgischen Version
des lateinischen Credo vorhanden ist, und zwar so, dass die volle Harmonie mit dem zum Vorschein tritt,
was das Ökumenische Konzil in seinem Symbolum bekennt: der Vater ist die Quelle der ganzen Trinität,
einziger Ursprung sowohl des Sohnes als auch des Heiligen Geistes.“ Zu lehren, Gottvater wäre der einzige
Ursprung von Gottheiliggeist wäre tatsächlich Häresie. In einem offiziellen Lehrschreiben sollte das
einem Papst nicht passieren.
Um es aufzulösen, es war Karol Woytila, der gegenüber dem „Ökumenischen Patriarchen“ Bartholomaios
I. sich öffentlich zur Häresie des Photius bekannte.
@Sozialkatholisch: Der Streit um „filioque“ ist für Rom und Konstantinopel bereits einvernehmlich geklärt,
indem Konstantinopel eine eigene Religion gegründet hat. Das ist auch eine einvernehmliche Lösung, auch
wenn die konstantinopelianische Neureligion damit in Kauf nimmt, niemals das Himmelreich zu erreichen,
obwohl dort viele Wohnungen wären.
Ratespiel Wer hat folgendes am 29.6.1995 gesagt: [Es besteht der Wille] „…die traditionelle Lehre des
Filioque zu klären, die in der liturgischen Version des lateinischen Credo vorhanden ist, und zwar so,
dass die volle Harmonie mit dem zum Vorschein tritt, was das Ökumenische Konzil in seinem Symbolum bekennt:
der Vater ist die Quelle der ganzen Trinität, einziger Ursprung sowohl des Sohnes als auch des Heiligen
Geistes.“ ?
@ Ultramontanus Ich weiß da zwar nichts genaues drüber, meine aber gehört zu haben das das filioque
eigentlich schon theologisch, für beide Seiten annehmbar geklärt ist.
@Sozialkatholisch: Wer die Universaljurisdiktion des Papstes nicht anerkennt, ist ein Häretiker, und
das ist bei weitem nicht die einzige Häresie der Konstantinopelianer.
@ Marcelus Der protestantische Hochmut, bzw. Überheblichkeit gibt es auch bei vielen Orthodoxen und leider
auch Katholiken. Schuld gibt es auf beiden Seiten und ich möchte jetzt auch nicht anfangen eine Gewichtung
aufzustellen und sagen bäh du hast aber mehr Schuld. Es gibt bestimmt Katholiken die sich gegen die Einheit
der Kirche versündigt haben, trotzdem sind die getrennten Kirchen aufgerufen zur Mutterkirche zurückzukehren
und alle Christen sind aufgerufen darauf hinzuarbeiten, dazu gehört Vergebung und Demut auf beiden Seiten.
Nichts ist eine schärfere Waffe gegen das Böse als eine geeinte Christenheit, aber leider wird wohl
die Einheit erst voll und ganz gegeben sein wenn unser Herr wiederkommt, weil bis dahin die Sünden auf
beiden Seiten der Einheit entgegenstehen.
Sie liegt vor allem in einer trinitarischen Häresie. Die Anhänger der Photius-Sekte glauben nicht daran,
dass der Hl. Geist von Ewigkeit her aus dem Vater und dem Sohne hervorgeht.
@Sozialkatholisch: Die Abspaltung vom Papst durch Konstantinopel liegt in keinerlei Fehlhandeln vonseiten
des Papstes, sondern alleine in der Nichtanerkennung in der Universaljurisdiktion des Petrusnachfolgers.
Es ist deshalb Unsinn, von Sünden „von beiden Seiten“ zu sprechen.
Die Sünden die zur Trennung führten liegen nunmal auf beiden Seiten und trotzdem sind die Orthodoxen
sowie auch die Protestanten aufgerufen zur Einheit, zur röm/kath Kirche zurückzukehren.
@Protopsaltis: Konstantinopel war kurz vor dem Türkensturm auch wieder einmal kurze Zeit römisch-katholisch,
und ist erst nach dem Sieg der Türken wieder nicht-römisch geworden. Doch sollte das, was hier abgeht
das sein, was die Römer nach der Abspaltung aus der Heiligen Kirche gemacht haben, so muss doch auch
bei einem anständigen Katholiken der Spass aufhören – oder??
Protopsaltis: Ihre letzte Stellngnahme Christus ist wahrhaft aufersanden! Leider benutzen Sie Ihre Ananymität
ebenfalls, um die r.-k. Kirche einen Sauhaufen zu nennen! Im Übrigen sind Ihre Vorwürfe recht paschal!
Schließlich gibt es hier auch sachliche Auseinandersetzung. Oder sind nach Ihrer Auffassung die Ausführungen
von Tilly und von mir unsachlich? Im Übrigen schreibe ich, wie Sie sicher wissen, nicht anonym, sondern
unter meinem bürgerlichen Namen. Nach Ihrer Aussage unerstehen Sie Bischof Hilarion. Welche Jurisdiktion
ist das?
Bischof: Orthodoxie Ihr filioque-Verständnis betrifft ausschließlich die Diesseitigkeit, nachdem der
Geist von Vater und Sohn in die Welt gesandt wird, sonst hätten die Othodoxen die Einigungsaformel 1439
nicht angenommen. Jenseits, darüber waren sich die Konzilsväter einog, gehen Sohn und Geist aus dem
Vater hervor. Ansonsten gäbe es Probleme mit dem nicänö-konstantinopolitanischen Glaubensbekenntnis,
ebenfalls von einem Konzil formuliert, nachdem der Geist aus dem Vater hervorgeht. Das Filioque stammt
aus der spanischen Kirche, die es in Auseinandersetzung mit den Arianern in das Credo aufgenommen hat.
Dort wurde auch erstmalig das Credo in der Eucharistiefeier gesungen. Die übrigen Kirchen haben diese
Praxis (allerdings ohne Filioque) nach und nach übernommen. Die byzantinische Tradition betet noch heute
in der kleinen Komplet das Credo. Im Übrigen übersehen Sie die Entwicklung nach dem Konzil, nach deren
Verständnis die Kirchenspaltung nicht absolut ist. Gemeinsam haben wir die hl. Schrift, vielfach auch
die Taufe. Mit den Traditionskirchen haben wir weitestgehend alle 7 Sakramente gemeisam. Im Übirgen hat
es bis etwa 1700 noch eine begrenzte Sakramentengemeinschaft zwischen Rom und Byzanz gegeben: bei Neuernennung
von Bischöfen in der Diaspora wurde die Weihe von einem Bischof der jeweils anderen Tradition erbeten.
Der damalige Primas von Ungarn hat im Rahmen der Aufklärung diese Praxis beendet. Sie sehen die Dinge
offenbar noch durch die Brille des vorkonziliaren Konfessialismus
Origines @Alois Bischof Ihnen scheint nicht bekannt zu sein, das außer Origines die Lehre von der „Widerherstellung
aller Dinge“ die gesamte Alexandrinische Theologenschule , sowie auch die Heiligen Kirchenlehrer Gregor
von Nazianz und Gregor von Nyssa die Lehre von der Endlichkeit der Hölle vertreten haben. Es wäre somit
auch Papst Gregor anzugreifen der das Höllenfeuer als „corporeus ignis „ bezeichnete. Wie soll den ein
Körperliches Feuer den unkörperlichen Bösen Geist , Teufel , Dämonen , für die es zunächst bereitet
ist (Mth. 25,41), und die Menschenseelen , zumal vor der Auferstehung , „Brennen“ könne.
#17 Alois Bischof 09:57:12 | Mittwoch, 30. April 2008
Gutenberger 1. Die von der wahren, der römischen-katholischen Kirche, getrennten West“kirchen“ sind keine
„Kirchen“ sondern häretische Gemeinschaft, das gilt auch für die sog. Altkatholiken. 2. Ich schätze
auch die schismatischen Ostchristen in meisten moralischen Anliegen (Ausnahme: Ehescheidung) sehr, und
ihre Volksfrömmigkeit ist für uns Westliche ein Beispiel authentischen religiösen Bewußtseins. 3.
Die Lage ändert sich aber nicht. Zum „Filióque“ so hat das Konzil von Florenz und Ferrara dogmatisch
definiert in der Bulle „Laetentur Caeli“ daß der Heilige Geist ewiglich aus dem Vater und dem Sohne ist.
(DS 1300) In DS 1301 wird dann die Kontroverse weiterhin gelöst. Denken Sie aber nicht, daß die heutigen
Ideologen des Großen Schismas, die sich fast ausschließlich in den schismatischen Byzantinischen Kirchen
befinden, diese Lösung heute noch persönlich akzeptieren. Man akzeptiert ja auch nicht mehr die damals
definierte Römische Primatschaft über die universelle Kirche Jesu Christi (DS 1307), sonst wäre heute
schon die Einheit mit den schismatischen Ostkirchen wieder leicht hergestellt. Dennoch haben die Griechen
und Russen, vor allem die Ruthenen aber, diese Erklärung Jahrzehnte, ja in der Ukraine bisher Jahrhunderte
beachtet. Achtet aber darauf, daß durch das morgenländische Schisma die Einheit der Kirche nicht gefährdet
ist: die Einheit existiert in der Katholischen Kirche perfecta (perfekt), da sie die Kirche Jesu Christi
ist. Das Schisma ist dennoch sehr traurig.
Pünktchen: Orthodoxie Über das „filioque“ wurde 1439 in Ferrara-Florenz erfolgreich verhandelt: Sohn
und Geist gehen vom Vater aus (jenseitige Sicht), der Geist wird von Vater und Sohn in die Welt gesandt
(diesseitige Sicht), also ist das filipoque nicht kirchentrennend. Im Übrigen sind die Lehrunterschiede
zur Reformation deutlich größer! Im Übrigen ist mit Ihren Ausführungen meine Frage nach dem Grund
der Ungleichbehandlung in keiner Weise beantwortet.
Guttenb. Das „Filioque“ mag aus Sicht der Westkirche, die es ja eingeführt hat, „nicht trennungsrechtfertigend“
sein. Zu dieser Einschätzung werden Sie aber einen Orthodoxen so schnell nicht bewegen können!
Alois Bischof: Orthodoxie Zunächst einmal habe ich nicht die sachliche Richtigkeit des Wortes „schisma“
beanstandet, sondern die Benutzung dieses Wortes ausschließlich für die von Rom getrennten Ostkirchen,
wohingegen es für die von Rom getrennten Westkirchen in diesem Forum nach meiner Erfahrung nie verwendet
wird. Wie erklätre Sie sich diese Ungleichbehandlung? Außerdem habe ich auf die grundsätzliche Lieblosigkeit
dieses Begriffs hingewiesen, der aus der Zeit des Konfessialismus stammt, VATII überwunden. Heute sprechen
wir von den getrennten Brüdern. Der einzige wesentliche Unterschied zu den Orthodoxen ist das Primatsverständnis
des römischen Papstes. Andere trennngsrechtfertigende Lehrunterschiede gibt es nicht. Die von Ihnen genannten
Punkte sind entweder keine allgemein anerkannte orthodoxe Lehrauffassung oder nicht nicht trennungsrechtfertigend,
wie z. B. die Unauflöslichkeit der Ehe,die grundsätzlich auch von den Orthodoxen anerkannt wird. Ich
verweise hier auf die genannte Formulierung des Konzils von Trient.
#13 Alois Bischof 12:19:47 | Dienstag, 29. April 2008
Tilly Wenn Sie die Irrlehre Origenes gutheißen, sind Sie selbst zum Häretiker geworden. Es ist immer
schön und nett zu glauben, es gäbe keinen freien Willen der sich definitiv gegen Gott wenden könne,
und Gotte werde keinen Menschen ewig verwerfen (durch des Menschen eigene Schuld). Aber es ist eine Häresie
die nicht katholisch ist, ja, und das auch von den sog. Orthodoxen anerkannte V. Ökumenische Konzil,
das II. Konzil von Konstantinopel, hat Origenes sogar zum Häretiker erklärt. Aber auch vom Konzil von
Florenz und Ferrara wurde die Ewigkeit der Höllenstrafen für die durch eigene Schuld verloren gegangenen
Seelen bestätigt und die Leugnung mit dem anathema belegt; das Athanasische Glaubensbekenntnis (DS 76)
nennt die Hölle auch „ignem aeternum“, als ewig. Origenes – ein alter christlicher Autor aber nie als
Kirchenvater anerkannt – selber wurde wegen der Anathemisierung nie heiliggesprochen, die meisten Autoren
billigen ihm übrigens zu, er habe nur als Philosoph mit dem Gedanken der Endlichkeit der Hölle gespielt,
und habe als Christgläubiger dennoch die Ewigkeit bestätigt und geglaubt. Auch das hl. Evangelium zeugt
wie das Alte Testament von der Ewigkeit der Strafe der durch eigene Schuld verdammten Seelen: Is. 66:24;
Mk. 9:43-47. Sogar unter sog. Orthodoxen, die übrigens sowieso theologisch verwirrt sind und die Trennung
von Kraft und Energie Gottes fast in Pantheismus verfallen könnten wie auch die neo-modernistischen Nouvelle
Théologie-Adepten, ist die Ewigkeit anerkannt…
Für Zusammenarbeit mit Orthodoxie! Die Meinung über die Endlichkeit der Hölle hat bereits im dritten
Jahrhundert einer der bekanntesten Kirchenväter , Origines , vertreten („Die Widerherstellung aller Dinge
am Ende der Zeiten“). Die Theologische Begründung , die Origines unterlegt , ist nicht von der Hand zu
weisen. Allen , die Bischof Hilarion wegen seiner Äußerung als Häretiker beschimpfen wird empfohlen
sich mit der Materie näher zu beschäftigen. Vielleicht hat der Kiever Mönch Nestor doch recht , wenn
er Prophezeite , das Moskau das dritte Rom wird . Eine Zusammenarbeit zwischen Rom und der Orthodoxie
gebietet allein schon die Vernunft. Es ist schwer nachzuvollziehen das Rom sich von einem Dialog mit dem
Judentum und dem Islam offenbar mehr verspricht. Dies geht eindeutig in die Häresie, weil es dem Geist
des Evangelium widerspricht.
@Bischof Das ist das wirklich Schöne an kreuz.net, dass man da Stellungnahmen von Leuten lesen kann,
die nicht nur ganz genau wissen, was katholisch ist (möglichst eng gefasst mit hohen elfenbeinernen Mauern
rum, dass es auch ins streng umrissene Weltbild passt!), sondern die auch noch ganz genau wissen, wie
katholisch die jeweils andern alle sind; die zur Not auch Exkommunikationen aussprechen bzw. behaupten
und sich anmaßen über die Kirchlichkeit von – neutral gesagt – „Bekenntnisgemeinschaften“ zu befinden,
denen sie gar nicht angehören… Wie gut, dass Sie wissen, was richtig und was falsch ist und auch gar
nicht kleinkarriert sind… Andere verdammen ist ja auch leicht – zu meinen, Gott tut das auch gleichermaßen
ist ein weing anmaßend, aber gut… Aber… woran könnte ich denn Ihre Katholizität erkennen und wie
könnte ich die erleben, wenn ich mich jetzt mal nicht auf irgendwelche markig-rechtgläubigen, andere
leichtfertig verdammenden Statements hier in den Foren stützen wollte? Also im echten Leben mein ich
jetzt?
#10 Alois Bischof 10:28:53 | Dienstag, 29. April 2008
clarissa Was Sie hier behaupten, lässt an Ihrer eigenen Katholizität zweifeln. Die Russisch-Orthodoxen
und alle schismatischen Byzantiner leugnen seit dem 19. Jahrhundert den Universalprimat der Jurisdiktion
des Papstes. Diese jedoch ist ein Dogma, zu dem z.B. auch der Hl. Maximos der Bekenner (Konstantinopel)
sich treu bekannte. Wer die päpstliche Unfehlbarkeit, den Universalprimat, sondern auch z.B. die unbefleckte
Empfängnis, die Erbsünde, das unzerbrechliche Wesen des Ehesakramentes, und auch die Lehre der Transsubstantiation
wenigstens anzweifelt, der ist kein Katholik und steht somit außerhalb der Kirche Christi Jesu, die eins
und dasselbe ist wie die römisch-katholische Kirche (cf. Humani generis, 27). Die sog. „Orthodoxen“ sind
also keine wirklich Rechtgläubigen Christen, wie sehr ich ihre Frömmigkeit und Traditionen auch schätze
und bewundere.
Infiltration und Orthodoxie. Tatsächliche (oder mutmaßliche) Infiltration der orthodoxen Kirche ist
doch kein Arbument für oder gegen deren (dogmatische) Rechtgläubigkeit; jene bekennen das selbe (Nicänische)
Credo, sind (bis auf das Ehesakrament) der gleichen Auffassung von Form materia proxima und remota der
Sakramente und billigen dem Pontifex auch zweifelsfrei einen Primat zu. Unterschiede bestehen lediglich
in der Frage des Universalprimats; und selbst, wenn die gegenseitigen Exkommunikationen nach dem morgenländischen
Schisma zugetroffen hätten, wären sie seit Paul VI. hinfällig, weil gegenseitig aufgehoben.
#8 Alois Bischof 01:10:04 | Dienstag, 29. April 2008
Jörgl Jeder „Traditionalist“ liebt die Volksfrömmigkeit und viele der Traditionen der vom Mystischen
Leibe Jesu Christi getrennten Ostkirchen. Wenn man von Schismatikern spricht, so betrifft dies aber die
objektive Gemeinschaftslage. Vielleicht ist die Wortwahl nicht ganz angemessen, sie ist aber korrekt und
keine Lüge. Man muß die Wahrheit nicht verstecken. Wir respektieren ja unsere abgespaltenen Ostchristen
sowieso. Zum Beispiel für ihren Einsatz für moralische Ordnung. In gewissem Maße bewundere ich die
russisch-orthodoxen Kirchenführer mehr als die lateinischen. Jedoch weiß ich leider wie sehr die Russisch-Orthodoxe
Kirche in hochrangigen Positionen von der KGB infiltriert und kontrolliert war und ist.
Schismatiker Warum werden hier ausschließlich Vertreter östlicher Kirchen als Schismatiker beschimpft,
nie jedoch nicht-römisch-katholische westliche Kirchenvertreter? Abgesehen davon, daß sich soche Schimpfworte
mit einer ernst zu nehmenden Ökumene schon aus Gründen der Lieblosigkeit unvereinbar sind, ergibt sich
die Frage, warum mit zweierlei Maß gemessen wird.
Häresien „Anfang April hatte Bischof Alfejew bei einem internationalen vatikanischen Kongreß dem Evangelium
widersprochen und behauptet, daß die Höllenstrafen zeitlich begrenzt seien.“ Katholische Bischöfe und
Kardinäle haben aber auch schon genügend Häresien ungestraft vom Stapel gelassen.
Häresie Anfang April hatte Bischof Alfejew bei einem internationalen vatikanischen Kongreß dem Evangelium
widersprochen und behauptet, daß die Höllenstrafen zeitlich begrenzt seien. Wie soll es hier eine strategische
Allianz geben, wenn schon im kleinen derartige Häresien verbreitet werden. Zeitlich ist der Aufenthalt
am Reinigungsort. Höllenstrafen sind es nicht. Eine echte Ökomene kann es sowieso nur durch Rückkehr
in die katholische Kirche geben. Alles andere funktioniert nicht
Ohne Rücknahme der Häresie zur Glaubenslehre bzgl. der ewigen Höllenstrafen, ist eine Allianz unmöglich.
Denn wenn Todsünden und – im allgemeinen – sonstiges böses menschliches Handeln keine ewige Konsequenzen
haben kann (in der ewigen Hölle, wo Satan und seine Brut durch eigenen Willen ewig von Gott getrennt
einander quälen), dann ist Einsatz für Wiederherstellung der Rechte Gottes und der Lebensrechte jeden
Menschen, und Kampf gegen die Perversion, eigentlich unwichtig. Auch sollte sich der Russisch-schismatische
Bischof, bei allem Respekt den ich der russischen Liturgie und Frömmigkeit gegenüber hege, entschuldigen
für seine anti-polnischen und anti-katholischen Aussagen die sich gegen die römisch-katholische Kirche
und deren Tätigkeit in der Russischen Föderation richteten. Ansonsten ist eine strategische Allianz
für die Tugend und gegen die Sünde – auch wenn diese Todsünde in „Gesetzen“ verfasst wurde von illegitimen
Staaten (‘lex mala, lex nulla’) – in der Tat sehr wichtig und eine gute Idee.