In Oberösterreich werden die Laien aktiv. Nachdem der Dialog von den offiziellen diözesanen Stellen seit Jahren verweigert wird, wenden sie sich direkt nach Rom. Die Diözese Linz braucht eine Apostolische Visitation.
(kreuz.net, Linz) Am gestrigen Sonntag hat der „Initiativkreis katholischer Laien und Priester in der
Diözese Linz“ einen Brief nach Rom abgeschickt. Der „Initiativkreis“ ist eine internationale katholische
Organisation, die von Laien getragen wird. Sie setzt sich für die Stärkung und Verbreitung des katholischen
Glaubens innerhalb und außerhalb der Kirche ein.
Der Brief möchte die römischen Autoritäten auf die
chaotischen Zustände in der oberösterreichischen Diözese Linz aufmerksam machen. Er ist an das Päpstliche
Staatssekretariat gerichtet.
Das Staatssekretariat entspricht in einer weltlichen Regierung dem Amt des
Ministerpräsidenten. Es ist die ausführende Behörde des Heiligen Vaters. Der gegenwärtige Staatssekretär
ist Angelo Kardinal Sodano (77). Er ist von Amts wegen der zweite Mann im Vatikan.
Kopien des Briefes
gehen auch an die Bischofs-, Glaubens- und Gottesdienstkongregation. Unterzeichnet ist das Schreiben vom
seit Jahren im Laienapostolat sehr aktiven Dr. Felix Bentz und von Herbert Lindner, dem Herausgeber der
über den ganzen deutschsprachigen Raum verbreiteten, unregelmäßig erscheinenden Zeitschrift „Die Wahrheit“.
Anlaß für den Brief ist das Chaos in Liturgie und Glaubenslehre, das in der Diözese Linz fast die
Zustände in Deutschland oder in der Schweiz erreicht hat. Darauf haben verschiedene Medien in den letzten
Wochen vermehrt hingewiesen.
In der Diözese gebe es Predigtverpflichtungen für kirchliche Laienmitarbeiter
und von der Diözesanleitung geförderte liturgische Mißbräuche bis hin zu Meßsimulationen, bei denen
kirchliche Mitarbeiter ohne Priesterweihe die Eucharistiefeier nachahmen und dadurch die Gläubigen verwirren.
„Da uns bislang kein Dementi von Seiten der Diözese bekannt geworden ist, müssen wir leider davon ausgehen,
daß die Berichterstattung den Tatsachen entspricht,“ heißt es dazu im Brief.
Der ehemalige München
Dogmatiker Leo Kardinal Scheffczyk (85) sprach in diesem Zusammenhang in einem Interview der katholischen
Tageszeitung „Die Tagespost“ sogar von einem „revolutionären Potential“.
Die Zustände in der Diözese
Linz sind – nach den Ausführungen der Verfasser des Briefes – „mit den kanonischen Rechten der Gläubigen
nicht zu vereinbaren.“
Als von den Verhältnissen direkt betroffene Gläubige der Diözese Linz reichen
die Unterzeichner deshalb beim Apostolischen Stuhl Klage ein. Die Klage beruft sich auf die Instruktion
„Redemptionis Sacramentum“ und das Kirchenrecht.
Die Unterzeichner des Schreibens beantragen beim Heiligen
Stuhl eine Apostolische Visitation der Diözese Linz und eine Bereinigung der gegenwärtigen untragbaren
Situation
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2 Lesermeinungen
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Ehre, wem Ehre gebührt Man sollte hier schon der objektiven Vollständigkeit halber anfügen, daß die
Herbeischreibung einer Visitation v.a. ein Erfolg des „Konkurrenz“-Blogs kath.net wäre. Sollte tatsächlich
ein Visitator nach Linz aufbrechen, würde man sich das dort als hauseigenen Erfolg an die Brust heften
können (und wohl auch ausführlichst tun).
Spitze Sehr gut, dass man protestiert. Hoffentlich lässt man sich aber nicht von den Autoritäten des
hl. Stuhles enttäuschen, da auch dort die Missbräuchler Sitzung halten. Fordert euch die wahre hl. Messe
der Apostel und aller Heiligen (überlieferte Liturgie wie im Missale Romanum 1962!!!!!). Es is euer Recht,
und dem Lande des sel. Karls I. soll es vergönnt werden, das der Selige immer sich mit den traditionellen
Gebeten des Offertoriums (jetzt weg oder ersetz mit Mahldanksagung) vereinigte und in diesen besondere
Gnade fand!!!!