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Dienstag, 29. April 2008 10:27
Weihbischof von Meiers Gnaden
Ein bißchen Druck von seiten einer senilen und strukturkonservativen Staatskirche hat gereicht, um die guten Absichten eines Bischofs zu pulverisieren.
Hw. Josef Annen
Hw. Josef Annen
(kreuz.net) Ende März wußte die Züricher Tageszeitung ‘Tages-Anzeiger’, daß Bischof Vitus Huonder von Chur sich gegenwärtig um die Ernennung zweier Weihbischöfe bemüht. Die Zeitung nannte auch die Namen der beiden Auserwählten.

Der Kanton Zürich gehört zum Bistum Chur.

Der Artikel entstammte aus der Feder des notorischen Michael Meier. Meier ist beim ‘Tages-Anzeiger’ für die antikirchliche Berichterstattung angestellt.

Der Journalist nannte auch die Namen der Kandidaten: Hw. Martin Grichting und Hw. Lorenz Gadient.

Doch schon einen Monat später scheint man im Bistum Chur die Weichen neu gestellt zu haben.

Am 25. April berichtete der kirchenfeindliche Journalist: „Zürichs Wunschkandidat wird Bischofsvikar“.

Mit dem Begriff „Zürich“ meint Meier nicht die praktizierenden katholischen Gläubigen des Kantons, sondern die traditionell rom- und katholikenfeindlichen Funktionäre des örtlichen Staatskirchentums.

Der von Meier gemeinte neue Züricher Bischofsvikar, der auch in der Stadt Zürich residieren wird, ist der bisherige Regens des Churer Priesterseminars, Hw. Josef Annen (62).

Nach den Ernennungen vom letzten Februar wurde Hw. Annen letzten Freitag völlig überraschend zum fünften Bischofsvikar des Bistums Chur ernannt.

Die Art und Weise, wie diese Ernennung veröffentlicht wurde, ist mehr als merkwürdig.

Die Bekanntgabe geschah improvisiert und beiläufig im Zusammenhang mit der Nominierung eines Nachfolgers von Regens Annen am Churer Priesterseminar.

Das ist ein klarer Hinweis darauf, daß die Ernennung auf Druck der antikatholischen Züricher Staatskirchenkreise zustande gekommen ist.

Vor seiner Ernennung ins Priesterseminar war Hw. Annen Pfarrer in Winterthur im Kanton Zürich.

Hw. Annen gilt als farblose, glaubensschwache Persönlichkeit. Von ihm kann erwartet werden, daß er den Bonzen des Züricher Staatskirchentums bedingungslos hörig sein wird.

Seine spätere Ernennung zum Weihbischof kann nach dem Rücktritt des gegenwärtigen Amtsinhabers als sicher gelten.

Darum rechnen Beobachter damit, daß der religiöse und moralische Absturz der Kirche im Kanton Zürich ungebremst weitergehen wird.

Offiziell behauptete Hw. Annen allerdings vor dem kirchenfeindlichen ‘Tages-Anzeiger’, daß seine Ernennung zum Bischofsvikar „ganz unabhängig“ von der baldigen Bestellung zweier Weihbischöfe erfolgt sei.

© Bild: http://www.priesterseminar-chur.ch
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 12 Lesermeinungen:
Dienstag, 29. April 2008 21:41
clarissa colonia: Mit nurmehr geringen grammatikalischen Vorbehalten
anerkenne ich, daß Neutralität für schweizer Politiker unabdingbar ist, in einer so neutral(isiert?)en Nation!
Dienstag, 29. April 2008 20:10
Miens: Ha ha ha
Hei jei jei… da wird mal wieder tief in die unterste Schublade gegriffen: senilen und strukturkonservativen Staatskirche,notorischen, antikirchliche ,kirchenfeindliche, farblose, glaubensschwache Persönlichkeit, Bonzen des Züricher Staatskirchentums, religiöse und moralische Absturz der Kirche,… da scheint sich jemand auszukennen. Gut das derjenige der den Artikel geschrieben hat keinen Namen darunter setzen muss. Ich bin sicher er kommt aus dem Bistum Chur und würde mit Namensnennung höchsten ein schallendes Gelächter ernten…“
…ausgerechnet der!!!!!“ Sicher noch eine „Altlast“ von Bischof Haas. Meistens stehen die Schreiber solcher Artikel im Schematismus unter „andere Aufgaben“, das heisst für die Pfarrei nicht brauchbar. Wenn man schon gescheitert ist, will man wenigstens im Dunkeln noch andere anpinkeln.
Dienstag, 29. April 2008 18:31
Seminarist: Mit Tradition in die Zukunft
Natürlich ist Hw. Annen ein farb- und rückratsloser Regens gewesen, was Generation von Seminaristen bezeugen können. Als aggressiver Modernist fiel er glücklicherweise nie auf. Wird halt die Leiter hinaufkomplimentiert. (Der Zürcher Modernistenklüngel wird in Zukunft eh nicht personell, sondern strukturell trockengelegt.)
Was der Experte hieraus aber ersieht, ist die Tatsache, dass Exc. Bischof Vitus erstmal sein Priesterseminar auf Vordermann bringt und zukunftsfähig besetzt.
Dienstag, 29. April 2008 15:59
ExBochumer: Uiiiiii, …
da wird ein Krawattenpriester ins Gespräch gebracht.
Dienstag, 29. April 2008 15:58
Politicum helveticus: @clarissa colonia:
Mindestens sollten Schweizer Politiker neutral sein. Deshalb ein kleines Wortspielchen.

@ Dr. Span:

Genau so unsinnig ist in diesem Artikel die Behauptung, dass die Vertreter der staatskirchenrechtlichen Institutionen „traditionell rom- und katholikenfeindlich“ sind. Ich kann genügend Beispiele nennen, die das Gegenteil beweisen.
Dienstag, 29. April 2008 15:38
Dr. Span: @Rodolfo Panetta
Wie gesagt, ich kenne Herrn Regens Annen persönlich. Ihre Anspielung: „Aber wir kennen alle den Typus des mittelmäßigen, zeitgeisthörigen und romfeindlichen Karrieristen, der sich in unseren Diözesen breitgemacht hat“ läuft ins Leere, da sie nicht im Entferntesten auf Herrn Regens Annen zutrifft.
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