Bistum Chur
Weihbischof von Meiers Gnaden
Ein bißchen Druck von seiten einer senilen und strukturkonservativen Staatskirche hat gereicht, um die guten Absichten eines Bischofs zu pulverisieren.
Hw. Josef Annen
Hw. Josef Annen
© http://www.priesterseminar-chur.ch
(kreuz.net) Ende März wußte die Züricher Tageszeitung ‘Tages-Anzeiger’, daß Bischof Vitus Huonder von Chur sich gegenwärtig um die Ernennung zweier Weihbischöfe bemüht. Die Zeitung nannte auch die Namen der beiden Auserwählten.

Der Kanton Zürich gehört zum Bistum Chur.

Der Artikel entstammte aus der Feder des notorischen Michael Meier. Meier ist beim ‘Tages-Anzeiger’ für die antikirchliche Berichterstattung angestellt.

Der Journalist nannte auch die Namen der Kandidaten: Hw. Martin Grichting und Hw. Lorenz Gadient.

Doch schon einen Monat später scheint man im Bistum Chur die Weichen neu gestellt zu haben.

Am 25. April berichtete der kirchenfeindliche Journalist: „Zürichs Wunschkandidat wird Bischofsvikar“.

Mit dem Begriff „Zürich“ meint Meier nicht die praktizierenden katholischen Gläubigen des Kantons, sondern die traditionell rom- und katholikenfeindlichen Funktionäre des örtlichen Staatskirchentums.

Der von Meier gemeinte neue Züricher Bischofsvikar, der auch in der Stadt Zürich residieren wird, ist der bisherige Regens des Churer Priesterseminars, Hw. Josef Annen (62).

Nach den Ernennungen vom letzten Februar wurde Hw. Annen letzten Freitag völlig überraschend zum fünften Bischofsvikar des Bistums Chur ernannt.

Die Art und Weise, wie diese Ernennung veröffentlicht wurde, ist mehr als merkwürdig.

Die Bekanntgabe geschah improvisiert und beiläufig im Zusammenhang mit der Nominierung eines Nachfolgers von Regens Annen am Churer Priesterseminar.

Das ist ein klarer Hinweis darauf, daß die Ernennung auf Druck der antikatholischen Züricher Staatskirchenkreise zustande gekommen ist.

Vor seiner Ernennung ins Priesterseminar war Hw. Annen Pfarrer in Winterthur im Kanton Zürich.

Hw. Annen gilt als farblose, glaubensschwache Persönlichkeit. Von ihm kann erwartet werden, daß er den Bonzen des Züricher Staatskirchentums bedingungslos hörig sein wird.

Seine spätere Ernennung zum Weihbischof kann nach dem Rücktritt des gegenwärtigen Amtsinhabers als sicher gelten.

Darum rechnen Beobachter damit, daß der religiöse und moralische Absturz der Kirche im Kanton Zürich ungebremst weitergehen wird.

Offiziell behauptete Hw. Annen allerdings vor dem kirchenfeindlichen ‘Tages-Anzeiger’, daß seine Ernennung zum Bischofsvikar „ganz unabhängig“ von der baldigen Bestellung zweier Weihbischöfe erfolgt sei.
      
12 Lesermeinungen
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#12   clarissa colonia   21:41:03 | Dienstag, 29. April 2008
Mit nurmehr geringen grammatikalischen Vorbehalten
anerkenne ich, daß Neutralität für schweizer Politiker unabdingbar ist, in einer so neutral(isiert?)en Nation!
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#11   Miens   20:10:21 | Dienstag, 29. April 2008
Ha ha ha
Hei jei jei… da wird mal wieder tief in die unterste Schublade gegriffen: senilen und strukturkonservativen Staatskirche,notorischen, antikirchliche ,kirchenfeindliche, farblose, glaubensschwache Persönlichkeit, Bonzen des Züricher Staatskirchentums, religiöse und moralische Absturz der Kirche,… da scheint sich jemand auszukennen. Gut das derjenige der den Artikel geschrieben hat keinen Namen darunter setzen muss. Ich bin sicher er kommt aus dem Bistum Chur und würde mit Namensnennung höchsten ein schallendes Gelächter ernten…“
…ausgerechnet der!!!!!“ Sicher noch eine „Altlast“ von Bischof Haas. Meistens stehen die Schreiber solcher Artikel im Schematismus unter „andere Aufgaben“, das heisst für die Pfarrei nicht brauchbar. Wenn man schon gescheitert ist, will man wenigstens im Dunkeln noch andere anpinkeln. ^-^
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#10   Seminarist   18:31:54 | Dienstag, 29. April 2008
Mit Tradition in die Zukunft
Natürlich ist Hw. Annen ein farb- und rückratsloser Regens gewesen, was Generation von Seminaristen bezeugen können. Als aggressiver Modernist fiel er glücklicherweise nie auf. Wird halt die Leiter hinaufkomplimentiert. (Der Zürcher Modernistenklüngel wird in Zukunft eh nicht personell, sondern strukturell trockengelegt.)
Was der Experte hieraus aber ersieht, ist die Tatsache, dass Exc. Bischof Vitus erstmal sein Priesterseminar auf Vordermann bringt und zukunftsfähig besetzt.
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#9   ExBochumer †   15:59:32 | Dienstag, 29. April 2008
Uiiiiii, …
da wird ein Krawattenpriester ins Gespräch gebracht.
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#8   Politicum helveticus   15:58:45 | Dienstag, 29. April 2008
@clarissa colonia:
Mindestens sollten Schweizer Politiker neutral sein. Deshalb ein kleines Wortspielchen.
@ Dr. Span:
Genau so unsinnig ist in diesem Artikel die Behauptung, dass die Vertreter der staatskirchenrechtlichen Institutionen „traditionell rom- und katholikenfeindlich“ sind. Ich kann genügend Beispiele nennen, die das Gegenteil beweisen.
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#7   Dr. Span   15:38:08 | Dienstag, 29. April 2008
@Rodolfo Panetta
Wie gesagt, ich kenne Herrn Regens Annen persönlich. Ihre Anspielung: „Aber wir kennen alle den Typus des mittelmäßigen, zeitgeisthörigen und romfeindlichen Karrieristen, der sich in unseren Diözesen breitgemacht hat“ läuft ins Leere, da sie nicht im Entferntesten auf Herrn Regens Annen zutrifft.
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#6   clarissa colonia   13:19:54 | Dienstag, 29. April 2008
Werter Rudolfus,
Sie kennen ihn nicht; ich kenne ihn nicht und der Autor …? Selbst wenn er ihn denn kennte, wie wollte er Stärke oder Schwäche des Glaubens (sic!) eines anderen beurteilen? Verfügt der Autor über das ominöse Meßgerät? Und wenn ja, welche Maßeinheit legt er/das zugrunde – 1 fides?
Über „meßbare“ Fakten können wir gerne reden; z. B. über die dogmatische Stimmigkeit konkreter Aussagen, über die Charakterfestigkeit in konkreten Sachauseinandersetzungen etc. Aber glaubensschwach?
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#5   Rodolfo Panetta   13:14:12 | Dienstag, 29. April 2008
@ clarissa
Si tacuisses! Die hetzerische Berichterstattung in Blättern wie dem „Tagesanzeiger“ folgt weit weniger intellektuellen Ansprüchen und wahrer Aufrichtigkeit. Den besprochenen Priester selbst kenne ich nicht. Vielleicht kennt ihn der Verfasser des Artikels besser. Aber wir kennen alle den Typus des mittelmäßigen, zeitgeisthörigen und romfeindlichen Karrieristen, der sich in unseren Diözesen breitgemacht hat. Man muß heute leider diesem Typus entsprechen, um die Zustimmung der Welt zu erlangen.
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#4   clarissa colonia   12:58:47 | Dienstag, 29. April 2008
Schon einmal fragte ich,
ob schweizer Politiker als Neutra anzusehen seien; aber in facto: Wer schreibt, daß ein anderer (den er überdies wahrscheinlich gar nicht persönlich kennt) als glaubensschwach gelte, befindet sich wohl im Besitz eines scentologischen Gllaubensmeßgeräts. Allein, eine solche Behauptung öffentlich als „ernstzunehmende Nachricht“ zu publizieren, disqualifiziert ihren Autor intellektuell und journalistisch!
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#3   Politicum helveticus   12:20:27 | Dienstag, 29. April 2008
Gestatten Sie mir …
… , da Sie die staatskirchenrechtlichen Funktionäre pauschal als traditionell rom- und kirchenfeindlich bezeichnen, dass ich die Redakteure von kreuz.net pauschal als traditionell dumme Menschen bezeichne.
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#2   Dr. Span   11:13:47 | Dienstag, 29. April 2008
Regens Annen
Ich kenne Herrn Regens Annen als sehr kirchentreuen, intelligenten, diskreten und ausgesprochen beliebten Priester.
Die im Artikel Artikel ‘Weihbischof von Meiers Gnaden’ vorgebrachte Kritik an Regens Annen entbehrt jeglicher Sachlichkeit.
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#1   Pünktchen   10:44:16 | Dienstag, 29. April 2008
„antikirchliche Berichterstattung“
… gilt als farblose, glaubensschwache Persönlichkeit … den Bonzen des Züricher Staatskirchentums bedingungslos hörig …
Wie gut, daß der antikirchlichen Berichterstattung des Tages-Anzeiger endlich die kirchenfreundlichen Berichte und Einschätzungen von kreuz.net entgegengestellt werden können! :-D
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