Vor wenigen Monaten trat der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz eine Zölibatsdiskussion los. Jetzt ist er noch immer um Schadensbegrenzung bemüht. Und was sagt er zur Alten Messe?
Der Erzbischof von Freiburg, Mons. Robert Zollitsch.
(kreuz.net, Freiburg) „Ich gehe davon aus, daß der Zölibat noch lange bleiben wird.“ Das erklärte der
Erzbischof von Freiburg und Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, Mons. Robert Zollitsch, vor der
‘Stuttgarter Zeitung’.
Die Einführung der Priesterehe würde einen gewaltigen Wandel in der Kirche bedeuten.
Bischöfe aus Asien und Afrika hätten für die Diskussion um die Priesterehe in Deutschland kein Verständnis.
Der Zölibat sei zwar eine Hürde auf dem Weg zum Priestertum. Gleichzeitig stelle er einen jungen Mann
aber auch vor die Frage, ob er sein Leben ganz auf Gott setze.
Frauenordination und Alte Messe
Angesprochen
auf die Frauenordination versteckt sich der Erzbischof hinter Zitaten von Johannes Paul II.
Der verstorbene
Papst erklärte im Apostolischen Schreiben ‘Ordinatio Sacerdotalis’ die Diskussion über die Frage der
Möglichkeit einer Frauenweihe als beendet. Unter anderem argumentierte er damit, daß der Heiland nur
Männer in sein Apostelkollegium berufen habe.
Erzbischof Zollitsch erklärt dazu, daß Johannes Paul
II. in der Männern vorbehaltenen Priesterweihe eine Verpflichtung gesehen habe, über die sich die Kirche
nicht hinwegsetzen könne.
Der Erzbischof fordert auch, theologische Fragen nicht einfach in gesellschaftliche
umzudeuten: „Es gibt einen naturgegebenen Unterschied zwischen Mann und Frau und auch die kirchliche Tradition.“
Gleichzeitig unterstreicht Mons. Zollitsch, daß die Kirche stark vom Engagement der Frauen lebt.
Zur
Alten Messe meint er, daß Papst Benedikt XVI. mit dem Motu Proprio angeblich „kleinen Gruppen“ habe entgegenkommen
wollen.
Lebensrechte ungeborener Menschen
In Fragen des Lebensschutzes fordert Erzbischof Zollitsch
allgemein einen menschenwürdigen Umgang mit Kranken, Behinderten und Sterbenden.
Die Verschiebung des
Stichtags zum Import von Kleinstkinder-Zellen betrachtet Mons. Zollitsch als „Dammbruch“. Er ist über
die neue Regelung „bedrückt“: „Menschen werden so zu Objekten. Sie werden am Anfang des Lebens getötet,
um anderen zu helfen.“
Die straffreie Tötung ungeborener Kinder in den ersten drei Lebensmonaten findet
der Erzbischof „problematisch“. Die Abtreibung von behinderten Kindern bis zur Geburt betrachtet der Erzbischof
als „besonders schwere Form“ der Kinderabtreibung.
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@ Ministrant Irgendwelche Kleidungsvorschriften sind nicht maßgeblich, sondern allein das Kirchenrecht
(in Mainz zB tragen die Alumnen beim Pontifikalamt die Soutane). Und nehmen Sie es mir nicht übel, es
wundert mich etwas, dass Sie das nicht wissen. Ich wünsche Ihnen dennoch alles Gute und Gottes Segen.
Ob das eine wichtige Frage ist kann dahin stehen – mit diesem Argument dürfte man hier eigentlich gar
nichts schreiben, denn wirklich „wichtig“ ist das eigentlich nie.
Leserin Amanda zu Ministrant: Ministrant: „Er steht auch nicht mit dem Hintern zum Volk, sondern mit dem
Gesicht, so wie jeder ordentliche katholische Priester.“ Amanda: „Sind Sie, lieber Ministrant, ganz ganz
sicher, dass man, wenn Sie dereinst zelebrieren, den Unterschied überhaupt erkennen kann?! :)3
@ministrant Nein durch meine Admissio bin ich kein Laie mehr. dieses Institut sollte sich seine Kandidaten
doch besser anschauen! Möchtegern-Kleriker mit Collarhemd … muss ja ein tolles Gefühl sein!
@Benedikt Keine Ahnung, wo das steht, bin ich jetzt auch zu faul für um nachzuschauen, jedenfalls wenn
ich Collarhemd tragen darf, dann werde ich wohl auch zum Klerus gehören. Warum ist dir das so wichtig?
@ Ministrant Bitte nennen Sie mir als Laien mal das entsprechende Dokument. Ich kenne nur das Dokument
Ministeria quaedam, nach welchem der Eintritt in den Klerikerstand durch die Diakonenweihe geschieht.
Auch can 266 § 1 CIC bestätigt das.
@ Benedikt 1. Nein durch meine Admissio bin ich kein Laie mehr. 2. Das Institut bildet selbst aus, aus
Gründen des Schutzes meiner Persönlichkeit, kann ich dieses Institut leider nicht nennen.
@ Ministrant 1. Bin ich kein Laie mehr, ich stehe kurz vor meiner Diakonnenweihe für ein katholisches
Säkularinstitut. Ergo sind Sie Laie. Was ist das für ein Institut, wenn man fragen darf? Bilden die
selber aus? SCNR
Zurück zur Überschrift des Artikels! „Ich gehe davon aus, daß der Zölibat noch lange bleiben wird.“
Ich auch. Denn er ist ein Gnadengeschenk für alle, die es fassen können. Gleichzeitig hoffe ich, dass
die zwangshafte Koppelung zwischen Zölibat und Priestertum in der Römischen Kirche endlich aufgelöst
wird. sie würde dadurch viel glaubwürdiger. Dass die afrikanischen Bischöfe kein Verständnis für
diese Diskussion haben ist mir klar: 1. ist mit dem Priesterberuf dort ein ungeheurer sozialer und gesellschaftlicher
Aufstieg verbunden, und 2. kümmern sich afrikanische Priester kaum um ein enthaltsames Leben. Nach dem
Motto: Ehe -nein, Sexualleben – ja!
der Heiland hat berufen berufen haben irgendwelche Deutler der Schriften, Jesus war es wahrscheinlich
egal, wer seine Lehre lebt und wer sie weitergibt. Aber irgendwas müssen die Theoretiker ja „theoretisieren“.
In den Evangelien habe ich das nirgends so haargenau gelsen; ich könnte da auch noch manches hineintheoretisieren…
#45 raindance1 † 19:32:36 | Mittwoch, 30. April 2008
brav geworden ist er PR braucht jeder mal, und ein neugewählter Vorsitzender der Bischofskonferenz allemal.
Mit dem Thema Zölibat hat er das geschickt gemacht, funktioniert hat es, jetzt wird es Zeit das ganze
wieder auf Sparflamme runterzudrehen…Hat der einen PR Berater oder hat das selber geschafft…letzteres
hätte ich dem gar nicht zugetraut…
Kleinere Gruppen Hat kreuz.net immer noch nicht den Versuch aufgegeben, die Gruppen großzureden? Es sind
kleinere Gruppen. Kaum eine Messe (forma extraordinaria) wird von mehr als 100 Gläubigen besucht, idR
sind es wesentlich weniger.
#43 Ministrant 14:03:16 | Mittwoch, 30. April 2008
@ Fürs Kleinmaul (Seminarist) 1. Bin ich kein Laie mehr, ich stehe kurz vor meiner Diakonnenweihe für
ein katholisches Säkularinstitut. 2. Versuche ich mich ihrem sehr niedriegen Niveau anzupassen. (siehe
oben die Anrede) 3. Dies ist völlig egal wie die Altäre heißen und hießen, dass wichtigere ist, wie
man daran die Eucharistie, das „Brechen des Brotes“ (Apg.) gefeiert hat, wenn man da ohne Propagandabildchen,
wie sie die FSSPX und andere verteilen draufschaut, dann wird man sehen, dass die erneuerte Liturgie,
viel näher an den Formen der Kirche in der Antike und im frühen Mittelalter ist.
@Ultramontanus Wenn Jesus Gott ist [Dogma] warum soll er dann nicht wirklich über das Wasser gegangen,
wirklich das Brot vermehrt, wirklich in seinen Leib konsekriert und aus eigener Kraft auferstanden sein?
Da kommt schon wieder das Dogma als Keule! Das Dogma heißt „wahrer Mensch und wahrer Gott in einem!“
Da ist, find ich, theologisch Ihre Aussage etwas problematisch, v.a. wenn Sie kein Monophysit werden wollen!
Klar ist jedenfalls dass die Wunderberichte als literarische Gattung keine histor. Erzählungen sondern
Lehrtexte sein wollen (darum die Überfülle an literar. konstruierten AT-Bezügen gerade in diesen Texten).
Sie spitzen eine Erkenntnis Jesu, die historisch aus einem langen Erleben seines Wirkens gewachsen ist,
in einem fingierten „Moment“ erzählerisch zu. Und auch die Evv bezeugen, dass der Glaube der Jünger
nicht auf großen, punktuellen Wundern, sondern aus dem langen Erleben des Auftretens und Redens Jesu
(modern: seiner Persönlichkeit) beruhte. Achten Sie jetzt auf jedes Wort: Ich denke, Jesus hat die Wunder,
die im NT erzählt werden, nicht so vollbracht, wie sie erzählt werden! Über die „Möglichkeit“ und
das „Wie“ einer Offenbarung des Absoluten im Kontingenten, wird seit fast 2000 Jahren unter den chr. Theologen
gestritten; klar ist nur dass Ihr einfaches Modell „Jesus = Gott => kann Wunder tun => hat sie so getan“
in dieser Form zu einfach ist und Widersprüche erzeugt; vgl. z.B. nur mein Einstieg mit dem Monophysitismus!
@iudex Das ist doch wohl schlicht ein unzutreffender Vergleich. Bei Gleichnissen wird überhaupt nicht
der Anspruch erhoben, dass es sich um historische Geschehnisse handelt. Bei den Evangelien wird dagegen
eindeutig in Erzählform geredet. Wie absurd soll das denn werden: Die Jesus-Erzählungen der Evagelien
sind Gleichnisse über einen Menschen der Gleichnisse erzählt hat ?!
#40 Ultramontanus 13:07:18 | Mittwoch, 30. April 2008
Das ist der Punkt „(Wenn ich z.B. als Exeget behaupte, Jesus ist „historisch“ nie über Wasser gegangen
und mich frage, warum Mk das trotzdem berichtet, dann komm ich letztlich auf eine tiefere Wahrheit, nämlich,
dass Mk mir sagen will, dass er von Jesus bezeugen kann, dass Jesus – wie Gott im AT, der auch über die
Urflut schreitet (Hi 38) – souveräner Herr auch über das Chaos und das Böse (verkörpert duch das Meer)
ist und wir darin nicht rettungslos sind. Das ist doch nicht nichts, oder? Und will ihren Glauben nicht
angreifen, sondern vertiefen!)“ Wenn Jesus Gott ist [Dogma] warum soll er dann nicht wirklich über das
Wasser gegangen, wirklich das Brot vermehrt, wirklich in seinen Leib konsekriert und aus eigener Kraft
auferstanden sein?
@Ultramontanus Dann wäre ja Jesus auch ein Lügner!? Oder glauben Sie, dass sich das, was Jesus im Gleichnis
vom Barmherzigen Samariter oder vom Barmherzigen Vater (= verlorener Sohn) erzählt wirklich so zugetragen
hat? Zur Lüge gehört die Intention des Täuschen-Wollens; eine theologische Lehrerzählung will aber
nicht täuschen sondern bildhaft illustieren und komponiert dazu eine anschauliche Geschichte!
#38 Florian Geyer 13:01:36 | Mittwoch, 30. April 2008
iudex natürlich sind die Evangelien im strengen Sinn Glaubenszeugnisse und nicht historische Schilderungen.
Auch der Gang Jesu über Wasser ist (für mich eine tasächliche) eine Handlung Jesu die zu schriftanalogen
Interpretationen anregt und einen höheren Sinn hat, was aber nicht heißt dass es nicht tatsächlich
so stattgefunden hat. Gefährlich wird es für mich dann wenn man sagt dass die Tatsächlichkeit als Ereignis
nicht möglich gewesen wäre. Ich glaube Jesus hätte auch durch die Luft fliegen können doch er wählte
bewusst den Weg übers Wasser, nicht zuletzt damit die Theologen der heutigen zeit Arbeit für Wortglaubereien
haben. – l.g.
#37 Ultramontanus 12:57:02 | Mittwoch, 30. April 2008
Nun, was eine Lüge ist, definiert Thoams v. Aquin (zitiert nach Wikipedia) recht eindeutig: „Genauso
wie Augustinus geht auch Thomas in seiner Argumentation vom natürlichen Sprachzweck aus und kommt zum
Schluss, dass jede Lüge einen sündhaften Charakter hat. Lüge zersetzt die Einheit von Erkennendem und
Sein und verhindert somit das Glück, das an sich Erkenntnis und Austausch von Wahrheit ist. Thomas führt
den Begriff der Wahrhaftigkeit ein, die er als eine Tugend betrachtet, die durch andere Tugenden wie z.B.
Klugheit oder Liebe im Lot gehalten werden soll. Kluges Verschweigen und zweideutige Rede sind als leichte
Sünden, die den Menschen nicht vom wahren Ziel abhalten, zulässig. Als völlig unzulässig betrachtet
Thomas genauso wir Augustinus die willentliche Irreführung in Glaubenssachen, also Lügen bezüglich
Erkenntnisinhalten, die die Gotteserkenntnis betreffen.“
@Ultramontanus es wird gelogen, damit sich alttestamentliche Prophezeiungen „erfüllen“. Wer lügt? Was
heißt hier Lüge? Es geht doch auch nicht ums erfüllen von Prophezeiungen!! Ist Jes 43,1-3 oder Ex 14,24
eine Prophezeiung? Es werden theologische Aussagen über Gott aus der Schrift auf Jesus angewandt um das
Wesen Jesu auszudrücken. Und um das zu tun blieben Mk zwei Möglichkeiten 1. einen theolog. Traktat schreiben
(den keiner liest und noch weniger verstehn) oder 2. ein Evangelium, eine theologische Erzählung über
Jesu Leben zu schreiben. Mk hat zweiteres getan. Eine theologische Lehrerzählung ist keine Lüge, Mensch!
Lernen Sie differenziert zu denken! @ irgendwer: Ja, die späten jüd. Quellen (4.-6.Jh) kennen – aus
der christl. Überlieferung – Berichte über Jesu Wunder und leugnen nicht die Wunder sondern sie leugnen,
dass die Wunder etwas über Jesu Göttlichkeit aussagen (statt dessen sind sie ein „Verfürungsmittel“
zum Glaubensabfall analog Dtn 13,2-6! Schon wieder die Schrift, was?)
@Florian Geyer eine Intepretationsweise Genau! …die der Exegese – die nicht gegen Ihren Glauben reden
will, sondern versucht, den Sinn des Textes zu erhellen! Ich denke, die Evv sind nicht als Jesusbiographien
gedacht, sondern als Jesuszeugnisse, die – durchaus auch in Bildern und Gleichnissen – ein Glaubenszeugnis
von Jesus geben. Die Evangelisten berichten zu detailliert Genau, doch gerade in den Details stecken die
Bilder und die sind der „Clou“! Als Bsp. wieder Mk 6,47-52 (Seewandel): Detail: 4.Nachwache; lesen Sie
dazu Ex 14,24! (die Morgenwache ist die 4.Wache der Nacht!): Gott rettet am Morgen aus Bedrängnis-wie
Jesus; Szenerie:großes Gewässer! Detail: Jesus geht auf dem Wasser vorüber (warum vorüber?) Hier wird
Hiob 38,16 (nach d. Text d. griechischen AT-Übers.) aufgegriffen: Gott geht die Urfluten (Wasser als
Chaossymbol!) dahin („vorüber“) um seine Herrschaft über sie zu zeigen; – so Jesus, der über den bedrohlichen
Wassern steht! Detail: Jesu Rede: Ich bin es fürchtet euch nicht! Ein Text voll Anspielungen auf Jes
43,1-3 (Quasi jedes Wort ist daraus und auch da: Wassermotiv in Jes 43,2) usw… Mit jedem scheinbaren
Detail lässt Mk eine andere Bibelstelle anklingen, die letztlich sein Jesusbild vertieft und sein Zeugnis
erweitert. Wenn man alle Lesarten außer der „buchstäblichen“, „historischen“ ausschließt, bleibt z.B.
dieser wunderbare theologische „Resonanzraum“ verschlossen! @A.Bischof: Erscheine ich Ihnen so polemisch,
dass Sie so blind zurückpolemisieren müssen? Sie Ärmster!
#33 Ultramontanus 12:41:59 | Mittwoch, 30. April 2008
Aus H. Weinizierl „Ursachen des Modernismus“ Weinzierl zitiert den Leiter der vat. Setrenenwarte: „In
diesem Sinne sei Gott als der Schöpfer eines Universums zu begreifen, in dem „das Ziel und der Plan der
Schöpfung nicht die einzigen und nicht einmal die wichtigsten Faktoren“ seien, sondern in dem „Spontaneität
und Unbestimmtheit entscheidend zur Entwicklung eines Universums beigetragen haben, in dem das Leben erschienen
ist“. Ein „allmächtiger und allwissender Gott im Sinne eines Newtonschen Universums, in dem alles vorherbestimmt
und deterministisch ist“, entspreche nicht dem heutigen wissenschaftlichen Kenntnisstand, schrieb der
Jesuit weiter, der die vatikanische Sternwarte seit 1978 leitet.“ Ein Begriff, nämlich der der Schöpfung,
wird dabei sinnentleert. Wo in irgendeiner Weise ein „Zufall“ im absoluten Sinne herrscht/herrschen soll,
ist Schöpfung durch einen allmächtigen Schöpfer logisch ausgeschlossen.
@Iudex Ob der historische Jesus tatsächlich über Wasser ging, spielt für den Glauben, wie Sie richtig
bemerken, keine Rolle. Was nützt dann also die Umdeutung dieser Geschichte? Könnte man zu der Aussage,
dass der Herr sich nicht in das Böse dieser Welt hinabziehen lässt, dass er über den Wassern schwebt,
nicht auch gelangen, wenn man die wörtliche Schilderung nicht in Frage stellt?
#31 Florian Geyer 12:30:20 | Mittwoch, 30. April 2008
Evangelien was ich vergessen habe: die Wunder Jesu seien nur symbolisch zu verstehen und auf andere Weise
zu erklären ist auch deshalb blanker Nonsens weil sonst schon die Juden, die zur Zeit Jesu und danach
lebten, die Wunder als „frei erfunden“ bezeichnet. Das Gegenteil ist der Fall. In jüdischen Schriften
werden diese sogar bestätigt. Klar: Manche Menschen brauchen Visionen und Wunder, um zu glauben, die
allermeisten aber sollen glauben, ohne dass ihnen Wunder und Offenbarungen zuteil werden. Bzgl Mohammed
„Offenbarung“: Die meisten Visionen dürften Einbildungen oder aber Eingebungen böser Geister sein. Selbst
große Heilige warnten davor, alle Visionen ernst zu nehmen. Der heilige Paul vom Kreuz … sagt: „Unter
hundert, ja vielleicht unter tausend dieser artikulierten Auditionen sind kaum eine oder zwei wahr.“
#30 Ultramontanus 12:22:48 | Mittwoch, 30. April 2008
„tiefere Wahrheiten“ Mohammed hat behauptet, dass im der Erzengel Gabriel den Koran diktiert hat. Das
lässt vermuten, dass er eine sehr intensive spirituelle Erfahrung gemacht haben muss -auch wenn es den
Erzengel nicht wirklich gibt- aber Gott sie inspiriert hat.
#29 Seminarist 12:20:20 | Mittwoch, 30. April 2008
Fürs Grossmaul Ich glaube sie sollten noch einmal ein paar Vorlesungen in Alter Kirchengeschichte und
Liturgiewissenschaft hören, bevor sie hier Unsinn verbreiten. Einer, der in Liturgie aufgepasst hat,
erklärt dem werten Laien nun , dass diese „Volksaltäre“ richtigerweise Kreuzaltäre hiessen.
#28 Florian Geyer 11:59:21 | Mittwoch, 30. April 2008
iudex „(Wenn ich z.B. als Exeget behaupte, Jesus ist „historisch“ nie über Wasser gegangen und mich frage,
warum Mk das trotzdem berichtet, dann komm ich letztlich auf eine tiefere Wahrheit, nämlich, dass Mk
mir sagen will, dass er von Jesus bezeugen kann, dass Jesus – wie Gott im AT, der auch über die Urflut
schreitet (Hi 38) – souveräner Herr auch über das Chaos und das Böse (verkörpert duch das Meer) ist
und wir darin nicht rettungslos sind. Das ist doch nicht nichts, oder? Und will ihren Glauben nicht angreifen,
sondern vertiefen!)“ eine Intepretationsweise persönlich glaube ich persönlich eher dass die Evangelienwunder
tatsächliche supernaturelle Ereignisse gewesen sind mit denen der Herr seine teilweise verstockte Jüngerschar
im Glauben an ihn bestärken wollte. Die Evangelisten berichten zu detailliert und metaphorische Bildersprache
war damals in dieser Kultur nicht gang und gebe. man kann höchstens noch behaupten der Evangelist verfasste
seine Schrift um einen Mythos zu verfestigen. Hätte er dies tun wollen wäre es in einer anderen Form
mit anderen Mitteln geschehen wie die Form der Evangelien.
#27 Ultramontanus 11:52:23 | Mittwoch, 30. April 2008
Dogmenentwicklung im häretischen Sinn „Aber der Glaube der Kirche muss bisweilen sein „äußeres“ ändern
um seinen Kern im schnellen Lauf der Zeiten bewahren und verständlich erhalten zu können. Dazu muss
man aber wissen, was eigentlich der feste Kern und was die wandelbare „Hülle“ ist: eine Aufgabe guter
Theologie!!“ „Pius XII. verwarf in der Enz. „Humani Generis“ (1950) den dogmatischen Relativismus, der
verlangt, dass die Dogmen in den Begriffen der jeweils herrschenden Philosophie ausgedrückt und in den
Strom der philosophischen Entwicklung einbezogen werden sollen:‘Diese Auffassung macht das Dogma zu einem
Rohr, das vom Winde hin und hergetrieben wird’ (D 2312).“ [Ott, Grundriß, 6]
#26 Alois Bischof 11:41:47 | Mittwoch, 30. April 2008
iudex Sie richten hier also, daß glaubenstreue Priesterstudenten wohl „ungebildet“ sein müssen. Also
sagen Sie, wer gebildet sei, müsse ungläubig geworden sein. Die Arroganz der Agnostiker und Modernisten.
Ihre Aussage, daß die „Hülle“ der Dogmen sich steht in einer Wandlung befinden müsse, ist typisch modernistisch.
Die „Hülle“ ist die Formel. Jedoch die lateinische Sprache ist tot. Die „Hülle“ ist der eigentliche
Inhalt des Dogma, denn der eigentliche Inhalt können wir oft gar nicht einsehen bzw. begreifen. Wenn
wir die „Hülle“ ändern, ändert sich der Inhalt automatisch mit, weil wir Menschen nur die „Hülle“
des Dogma sehen und annehmen können. Wer die „Hülle“ verändert – die auf Lateinisch festgelegt ist –
verändert den Glauben und ist somit kein Katholik mehr, leider. Und glauben Sie bitte nicht, die Leute
seien heute so dumm, daß die keine Wesenswandlung mehr verstehen. Das taten alle früher auch nicht.
Es braucht nur Unterricht. Und wenn man dann trotzdem leugnet, dann ist das nicht die Schuld der „Hülle“
und der Kirche, sondern Schuld der Arroganz und Hochmut in denen der „moderne“ Mensch großgezogen wurde,
in permanenter Rebellion gegen Gott und die natürliche Ordnung. Natürlich muß man die religiöse Botschaft
manchmal anders den Leuten von heute beibringen, aber die „Hülle“ bleibt am Ende gleich. Der Inhalt,
den wir núr durch die „Hülle“ kennen und vermitteln können, bleibt nur so erhalten. Christus ist Gott,
die Hostie ist Gottes Wesen nach der Wandlung. Amen.
#25 Ministrant 11:33:50 | Mittwoch, 30. April 2008
@ HvO Ja das waren freistehende Ältäre, an den die Messe zum Volk gewandt gefeiert wurden, diese alte
Tradition wurde durch das II Vaticanum wieder entdeckt. @iudex Keine Sorge es gibt auch noch Seminaristen,
die die Liebe Gottes predigen und keinen Kirchenhass, Tradi – Modernistengezänk, die sich einfach wie
normale Menschen verhalten.
#23 Ministrant 11:23:56 | Mittwoch, 30. April 2008
@ Seminarist Ich glaube sie sollten noch einmal ein paar Vorlesungen in Alter Kirchengeschichte und Liturgiewissenschaft
hören, bevor sie hier Unsinn verbreiten. Das Konzil von Trient zerstörte die Ritenvielfaslt der Kirche
und hat vieles was den Menschen bis dahin heilig war verboten, wie z. B. Sakramentshäuschen und Kapellen
und und und. Durch das Konzil von Trient kamen erst Hochaltar und Tabernakel verpflichtend für die ganze
Kirche. Vorher waren „Volksaltäre“ üblich, wie man in alten romanischen Kirchen noch heute sieht. Also
kann man nicht von einer 1500 – jährigen Tradition sprechen…sehen sie das als eine „correctio fraterna“
@Florian Geyer; Mich regt immer auf wenn manche ihren Daseinszweck in der Kritik der „Dogmen“, der „Amtskirche“
oder den Papst sehen. Das geht bis zur offenen Lächerlichmachung Das regt mich auch auf! Wie gesagt,
der Anspruch der Wissenschaft und damit auch der Theologie ist auf die Wahrheit ausgerichtet und nicht
auf die Verächtlichmachung von irgend etwas. Wo etwas lächerlich gemacht wird, ist auch die Wissenschaft
pervertiert (eingegen ihrem eigentlich Sinn eingesetzt!). Allerdings ist – das möchte ich auch betonen –
nicht alles polemisch oder böse, was wiss.-kritisch klingt bzw. ist. (Wenn ich z.B. als Exeget behaupte,
Jesus ist „historisch“ nie über Wasser gegangen und mich frage, warum Mk das trotzdem berichtet, dann
komm ich letztlich auf eine tiefere Wahrheit, nämlich, dass Mk mir sagen will, dass er von Jesus bezeugen
kann, dass Jesus – wie Gott im AT, der auch über die Urflut schreitet (Hi 38) – souveräner Herr auch
über das Chaos und das Böse (verkörpert duch das Meer) ist und wir darin nicht rettungslos sind. Das
ist doch nicht nichts, oder? Und will ihren Glauben nicht angreifen, sondern vertiefen!) …Ziel in einer
Permanentumwandlung der Kirche sieht. Wandel ist nie Selbstzweck; Aber der Glaube der Kirche muss bisweilen
sein „äußeres“ ändern um seinen Kern im schnellen Lauf der Zeiten bewahren und verständlich erhalten
zu können. Dazu muss man aber wissen, was eigentlich der feste Kern und was die wandelbare „Hülle“ ist:
eine Aufgabe guter Theologie!!
#21 Florian Geyer 10:50:21 | Mittwoch, 30. April 2008
iudex „Ziel des Reflektierens ist es, die tieferen Wahrheiten der Offenbarung zu erschließen und sich
anzueignen und nicht die Wahrheit Christi zurechtzustutzen! Uns Theologen treibt die Liebe zu Gott und
seiner Wahrheit an und kein blinder Kirchenhass oder was auch immer sie unterstellen wollen!“ das wäre
der Optimalfall. Wenn diese Maxime allen zu eigen wäre würde ich den Mund halten. Mich regt immer auf
wenn manche ihren Daseinszweck in der Kritik der „Dogmen“, der „Amtskirche“ oder den Papst sehen. Das
geht bis zur offenen Lächerlichmachung Ich bin kein Fanatiker und Befürworter eines blinden Gehorsams
doch glaube ich doch oft erkennen zu können wenn jemend von Kritiksucht auf das bestehende getrieben
ist und das Ziel in einer Permanentumwandlung der Kirche sieht.
@Florian Geyer; Wer nicht an die Dogmen glaubt oder nicht daran glauben kann soll seinen Ranzen zusammenpacken
und aus dem Kirchendienst verschwinden. Der kirchlichen Lehre ist von Anfang der Kirche an eigen, dass
sie nicht nur geglaubt, sondern auch durchdacht und reflektiert sein will (Daher die enge Verbindung von
Philosophie und Theologie seit derZeit der frühen Kirche!). Beides gehört untrennbar zusammen! Nicht
umsonst haben Theologen die abendländische Universität „erfunden“ und begründet! Ziel des Reflektierens
ist es, die tieferen Wahrheiten der Offenbarung zu erschließen und sich anzueignen und nicht die Wahrheit
Christi zurechtzustutzen! Uns Theologen treibt die Liebe zu Gott und seiner Wahrheit an und kein blinder
Kirchenhass oder was auch immer sie unterstellen wollen! „einfache phrasen“ , „kritikfähigkeit“, „selbstständiges
denken“, „reflektieren“ angewendet in einer positivistischen Methode auf die Eangelienberichte sind Kampfvokabeln
der fakultäen Hausbesetzer zur zurechtstutzeung der Wahrheit Christi auf ein vulgärweltliches Profanmaß
Diese Tirade lässt er kennen, dass Sie die Theologie als eine „Infragestellung“ ihres Glaubens erleben?
Das könnte auch ein Ansporn sein, Ihren Glauben zu vertiefen und weiter zu entwickeln – Hand in Hand
mit der Vernunft, die Ihnen Gott ebenso gibt, wie den Glauben! Aber anstatt das zu tun stagnieren Sie
lieber und erklären alles für Böse, was Sie dabei stört. Das ist zu einfach! Vgl. z.B die „Regensburger
Vorlesung“ von Benedikt XVI!
#19 Florian Geyer 10:20:34 | Mittwoch, 30. April 2008
@judex „sich selbst das Denken versagt und das solide theologische Fundament (Studium?!) durch einfache
Phrasen ersetzt…“ wer nicht an die Dogmen glaubt oder nicht daran glauben kann soll seinen Ranzen zusammenpacken
und aus dem Kirchendienst verschwinden. Die Ungläubigen meinen den Unglauben kaschieren zu müssen indem
sie die Interpretationen der think tanks der staatsfakultären Neotoeologie und der glaubensfernen trivialweltlichen
Jesulogie vor sich hertragen. „einfache phrasen“ , „kritikfähigkeit“, „selbstständiges denken“, „reflektieren“
angewendet in einer positivistischen Methode auf die Eangelienberichte sind Kampfvokabeln der fakultäen
Hausbesetzer zur zurechtstutzeung der Wahrheit Christi auf ein vulgärweltliches Profanmaß
@Seminarist Diese Kontinuität wird so schnell nicht mehr aufgebrochen. Auch wenn man bedenkt, dass die
nachfolgenden Priestergenerationen auf „benediktinischer Linie“ (bei uns und in vielen Seminarien sind
doch die Hälfte Trads) stehen, und die Modernisten (Montinisten!) sich nur noch nach einem geeigneten
Altersheim umschauen müssen. Na wunderbar: Da wächst also Klerus aus dem 19.Jh heran, der sich selbst
das Denken versagt und das solide theologische Fundament (Studium?!) durch einfache Phrasen ersetzt…
und das wollen die Hirten für die Gläubigen des 21.Jhs sein… Und dann soll die Welt böse sein, weil
sie auf Christus nicht mehr hören will! (Oder will sie nur die selbstgerechten engstirnigen Verkünder
Christi nicht mehr hören, diesich da so tummeln?) Wenn das dem Hl Gregor zugeschriebene Diktum gilt,
dass nicht die Pforten der Hölle sondern ein theologisch ungebildeter und geistig starrer Klerus die
größte Gefahr der Kirche ist, dann sind wir ja bald so weit…Gut Nacht! Anstatt zu überlegen, wie
sie die sog. Modernisten (auch ein Begriff aus dem 19., nicht aus dem 21. Jhd!) ins Altersheim schicken,
sollten Sie sich um ein solides theologisches Wissen (Studium!?! Sie wissen schon; das an der Uni, neben
dem Seminar!) bemühen, dass Sie Ihrer Herde mal mehr zu bieten haben als Kirchenkampfmentalität und
Tradi-Modernisten-Gezank und ein paar Katechismusphrasen und allzu einfache Wahrheiten!!
#14 Tridentinus 09:46:55 | Mittwoch, 30. April 2008
@Clarissa Colonia Natürlich entspricht meine Skizze auch meinen Wünschen, zugegeben. Da ich kein Prophet
bin und die „benediktinische“ Reform der Reform insgesamt noch überwiegend auf die Zukunft gerichtet
sind, sind meine Überlegungen dazu naturgemäss spekulativ. Aber keineswegs sind sie rein spekulativ,
weil sie in Ratzingers Schriften zur Liturgie ein gutes fundamentum in re haben und sich eben auch auf
die Signale stützen kann, welche der Hl. Vater in seinen eigenen Zelebrationen bereits jetzt aussendet.
Dass das alles aus seinem eigenen Antrieb hervorgeht, rechtfertigt einerseits die Interpretation vor dem
aufgezeigten Horizont seiner persönlichen Position und Praxis im Bereich der Liturgie, bringt aber zugegebenermassen
eine gewisse Unsicherheit hinsichtlich der Nachhaltigkeit der darin ausgedrückten Hermeneutik der Kontinuität
mit sich.
#13 Alois Bischof 09:40:44 | Mittwoch, 30. April 2008
Verehrter Seminarist, Nur eine Frage bleibt: Gibt es eine Hermeneutik der Kontinuität in Kontroversen
und den Brüchen der Dogmatik, also der Glaubenslehre? Die Antwort ist da leider: Nein. Es gibt immer
noch einen bejubelten falschen Ökumenismus, eine verfälschte Ekklesiologie (als sei die katholische
Kirche nicht eins und dasselbe wie der mystische Leib Christi; nach der rechtgläubigen katholischen Lehre
sind sie eins und dasselbe vgl. Mystici corporis, 1943; Humani generis, par. 27, 1950), zudem politischen
Liberalismus („neutraler Staat“, „Religionsfreiheit“; Widerspruch erhoben gegen Syllabus errorum), es
gibt immer noch die praktische Leugnung des Florentiner Dogmas ‘Extra Ecclesiam nulla salus’ in einer
Weise die Nichtkatholiken und Nichtchristen vorhält, sie würden auch wohl so automatisch gerettet (ich
sage nicht daß alle Nichtkatholiken an sich und immer und überall verloren gehen, aber…), es gibt
die Häresien der Mahllehre, die Problematik mit den neuen Riten für die Bischofsweihe (und Priesterweihe,
aber dort weniger) nach dem neuen Pontificále Románum (18.6.1968; praktisch eingeführt seit dem 1.4.1969)
wo die Form und Materie problematisch seien. Es wurden keine Exkommunikationen aufgehoben, und keine Dialogkommission
mit „Traditionalisten“ (oder sogar „Integralisten“) errichtet zur Versöhnung. Die Revolution in der Dogmatik
ist dér wichtigste Punkt, und wenn diese Revolution nicht abgeschworen wird, so kann man das „heutige“
nicht mit dem „ewigen Rom“ identifizieren. Leider!
#12 Seminarist 09:22:46 | Mittwoch, 30. April 2008
Läuft alles wie geplant! Das gelingt natürlich nur, wenn sich die Hermeneutik der Kontinuität über
Benedikts Pontifikat hinaus durchsetzt, und das ist auch für mich fraglich, aber ich hoffe es. Weitgehend
nur für Experten und Vatikanisten ersichtlich, hat der Heilige Vater die Weichen schon gestellt: Nicht
nur mit dem MP, sondern auch mit dem wiederhergestellten Papstwahlrecht, dem Dokument über die Kirche
und der gesamten Personalpolitik, vor allem bei den Bischofsernennungen. Diese Kontinuität wird so schnell
nicht mehr aufgebrochen. Auch wenn man bedenkt, dass die nachfolgenden Priestergenerationen auf „benediktinischer
Linie“ (bei uns und in vielen Seminarien sind doch die Hälfte Trads) stehen, und die Modernisten (Montinisten!)
sich nur noch nach einem geeigneten Altersheim umschauen müssen.
forma ordinaria vel extraordinaria ist keine Gewichtung der Wertigkeit, sondern allerhöchstens eine Gewichtung
zur praktizierten Häufigkeit. Und das kann sich zudem auch ändern, irgendwann.
Werter Tridentinus, ist da bei Ihnen nicht der Wunsch der Vater des Gedankens? Den Attributen ordentlich-außerordentlich
(scil.: forma ordinaria vel extraordinaria) ist sehrwohl eine Differenzierung und Gewichtung inhärent.
Die von Ihnen unterstellten Motive, die den Pontifex mutmaßlich zu seinem MP (aus eigenem Antrieb!) bewogen
haben, sind doch rein spekulativ.
#9 Tridentinus 09:07:57 | Mittwoch, 30. April 2008
@HBR: Nicht lächerlich vereinfachen, bitte! Das, worüber Sie da lachen, und was hier sicher nicht wenige
vertreten, habe ich nie und auch jetzt so undifferenziert vertreten. Ordentlich und ausserordentlich bedeuten
zunächst einmal keine Ab- oder Aufwertung im juristischen Sinn. Wenn man noch einmal Ratzingers Schriften
zur Liturgie im Hinterkopf hat, versteht man auch die Art dieser Zuordnung, die prima facie zumindest
historisch umgekehrt stimmiger schiene. Durch erneute Präsenz der Überlieferten Gestalt der Liturgie
dürfte Benedikt XVI. eine Annäherung des MR2002 an das MR1965 anstreben. Darauf deutet auch schon seine
eigene liturgische Praxis hin, wenn das auch noch im Raum des Zeremoniellen verbleibt und den eigentlichen
Ritus noch nicht erreicht hat. Dann wäre ein dem 1965iger Ritus angeglichener NOM der pfarliche Normalfall
und somit weiterhin die ordentliche Situation, das MR für ausserordentliche Anlässe auch auf Pfarrebene
möglich und ansonsten wahrscheinlich die angestrebte Norm für Gotesdienste in monastischem Rahmen oder
für bestimmte Gemeinden, die der Pflege dieser Liturgie in ihrer geistlichen Verwurzelung und Ausrichtung
eine besondere Sensibilität entgegenbringen. Das gelingt natürlich nur, wenn sich die Hermeneutik der
Kontinuität über Benedikts Pontifikat hinaus durchsetzt, und das ist auch für mich fraglich, aber ich
hoffe es.
schwul, zollitsch, alte messe schwul, zollitsch, alte messe, schwul, zollitsch, alte messe, schwul, zollitsch,
alte messe… und immer wieder dreht sich alles im kreis, neue themen gibt’s keine und beiträge auch
nicht. wie hält es kreuz.net denn mit dem fall in österreich? der mann war ja nun leider nicht schwul,
lebte hinter einer bieder bürgerlichen fassade? war sicher auch noch „gut katholisch“ hier tun sich die
tiefsten abgründe auf, aber die fassade stimmt – so ist auch die kreuz.net seite.
Normalfall Mit Normalfall meinte ich nicht die Liturgie. Normalfall in der Kirche ist, dass etwas, was
anderthalb Jahrtausende erlaubt war, ja der Mittelounkt des kirchlichen Lebens darstellte, nicht einfach
von heute auf morgen verboten oder ins Unkenntliche abgeändert wird!
#6 Pater Michael 08:48:05 | Mittwoch, 30. April 2008
Zollitzsch – Zölibat – Motu proprio Zu Mons. Zollitzsch mal lieber sein Konradsblatt lesen. Der Bischof
von Freiburg braucht sich hinter seinem Diözesanblatt und überhaupt nicht zu verstecken. Für Ordenspriester
ist zölibatäres Leben keine Frage, muß es aber nicht für Weltpriester. In Deutschland haben Katholiken
schon vor V2 anders gedacht als Bischöfe aus Asien und Afrika, sagen wir aufgrund unserer Geschichte
und Grammatik ruhig differenzierter. Das Motu proprio zur alten Messe ist für Papst Benedikt mit Sicherheit
mehr als nur ein Lockvogelangebot.
@Seminarist Der Normalfall existiert doch. Der Normalfall ist und bleibt die ordentliche (also die reformierte)
Messe. Nicht umsonst ist der tridentinische Ritus lediglich der außerordentliche Ritus. @Tridentinus:
Und zweitens: Leute, die überhaupt noch in irgendeinen Gottesdienst gehen, stellen mindestens europaweit
insgesamt eine „kleine Gruppe“ dar. Und davor verschliesst man die Augen! Und das liegt natürlich an
der ach so bösen neuen Messe
„Ich gehe davon aus, daß der Zölibat noch lange bleiben wird.“ Ich auch. Denn er ist ein Gnadengeschenk
für alle, die es fassen können. Gleichzeitig hoffe ich, dass die zwangshafte Koppelung zwischen Zölibat
und Priestertum in der Römischen Kirche endlich aufgelöst wird. sie würde dadurch viel glaubwürdiger.
Dass die afrikanischen Bischöfe kein Verständnis für diese Diskussion haben ist mir klar: 1. ist mit
dem Priesterberuf dort ein ungeheurer sozialer und gesellschaftlicher Aufstieg verbunden, und 2. kümmern
sich afrikanische Priester kaum um ein enthaltsames Leben. Nach dem Motto: Ehe -nein, Sexualleben – ja!
#3 Tridentinus 08:34:51 | Mittwoch, 30. April 2008
@HBR: Erstens Unsinn, wenn man Ratzingers Schriften zur Liturgie kennt Und zweitens: Leute, die überhaupt
noch in irgendeinen Gottesdienst gehen, stellen mindestens europaweit insgesamt eine „kleine Gruppe“ dar.
Und davor verschliesst man die Augen!
Getretener Quark wird breit, nicht stark! Wie schon der ehemalige Zeremonienmeister des Papstes stellt
also auch Ms. Zollitsch klar, dass der Heilige Vater mit dem Motu Proprio lediglich eine goldene Brücke
bauen wollte. Und welche kleine Gruppen damit gemeint sind, ist auch klar: Lefebvre-Sektierer und ähnliche
Gruppierungen innerhalb der Kirche. Auch wenn die hochwürdigen Herren Zollitsch, Marini und Co. sich
ewig wiederholen, wird diese Ansicht auch nicht richtiger. Der Heilige Vater hat das Motu Proprio nicht
erlassen, um irgendwelche Brücken zu bauen (von sowas steht da nichts drin!), sondern um den Normalfall
wieder herzustellen.
Und das ist der springende Punkt Zur Alten Messe meint er, daß Papst Benedikt XVI. mit dem Motu Proprio
angeblich „kleinen Gruppen“ habe entgegenkommen wollen. Wie schon der ehemalige Zeremonienmeister des
Papstes stellt also auch Ms. Zollitsch klar, dass der Heilige Vater mit dem Motu Proprio lediglich eine
goldene Brücke bauen wollte. Und welche kleine Gruppen damit gemeint sind, ist auch klar: Lefebvre-Sektierer
und ähnliche Gruppierungen innerhalb der Kirche. Nicht mehr und nicht weniger ist das Motu Proprio