Ein Apologet des gescheiterten Pastoralkonzils
„Die vom Konzil gewollte Liturgie wurde überall mit reger Anteilnahme und Enthusiasmus gefeiert“. Der ehemalige päpstliche Zeremonienmeister verteidigt seine liturgischen Ladenhüter.
(kreuz.net) Seit dem vergangenen 30. September ist der ehemalige päpstliche Zeremonienmeister, Erzbischof
Piero Marini (66), Präsident des päpstlichen Komitees für die Internationalen Eucharistischen Kongresse.
Am 26. April interviewte ihn die vatikanische Tageszeitung ‘L’Osservatore Romano’.
Dabei wurde der Erzbischof auch auf die kritischen Bemerkungen des Papstes zu den vatikanischen Massenmessen angesprochen, die Mons. Marini während seiner Zeit als päpstlicher Zeremonienmeister sehr gefördert hat.
Das Problem der Massenmessen
Nach einer langen historischen Einleitung glaubt Mons. Marini zwei Faktoren gefunden zu haben, die zur Entstehung von Massenmessen führten – das Verhältnis zwischen Liturgie und Kirche, wie sie vom Zweiten Vatikanum hervorgehoben worden sei, und die Papstreisen, bei denen die Massenmessen zu einem charakteristischen Ausdruck der Ausübung des Petrusamtes geworden seien.
Die „vom Papst vorgestandenen Feiern“ seien auf diese Weise zu „Ikonen der Einheit und der Katholizität der Kirche“ geworden – preist Mons. Marini die umstrittenen Massenmessen.
Zum Problem der Massenmessen faßt er sich kurz. Dieses stelle sich inzwischen seit „mehreren Jahrzehnten“. Ihm sei mit einer „seriösen Untersuchung“ und liturgisch-pastoralen Richtlinien zu begegnen – meint Mons Marini.
Keine Kritik an der Liturgiereform
Der ehemalige päpstliche Zeremonienmeister wird auch auf die sogenannte liturgische Erneuerung angesprochen.
Deren Entwicklung sieht er völlig kritiklos und erklärt, daß er die Durchführung der „Liturgiereform“ seit dem Zweiten Vatikanum habe mitverfolgen können.
Über zwanzig Jahre habe er die „vom Konzil gewollte Liturgie“ anläßlich der Reisen von „Papst Wojtyla“ in über hundert Ländern feiern können.
Diese Liturgie sei „überall“ mit lebendiger Anteilnahme und mit Enthusiasmus gefeiert worden: „Jeder hat die Liturgie als der Ortskirche eigen und als Ausdruck der Universalkirche begriffen.“
Die Zelebrationspraxis habe bestätigt, daß die „Liturgiereform“ notwendig gewesen sei, weil sie auf „tiefen theologischen Prinzipien von ewiger Gültigkeit“ beruhe.
Insofern sei sie ein irreversibler Weg. Das letzte Konzil habe in dem Dokument ‘Sacrosanctum Concilium’ die Erneuerung der Liturgie als „Schreiten des Heiligen Geistes in der Kirche“ definiert.
Diese Aussage sei Teil des „heutigen kirchlichen Glaubens“. Die Feier der Liturgie könne folglich nicht vom Leben der Kirche getrennt werden:
„Sie ist die lebendige Kirche – ich zitierte Paul VI. – sie ist die Kirche von heute, nicht die Kirche von gestern oder die Kirche von morgen.“
Immerhin gesteht Mons. Marini ein, daß es „nicht einfach“ sei, die „vom Konzil gewollte Liturgie“ zu zelebrieren.
Einseitige Interpretation von ‘Summorum Pontificum’
In diesem Zusammenhang wird der Erzbischof auch auf das päpstliche Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’ angesprochen.
Dieses müsse im Kontext gelesen werden, in das der Papst es gestellt habe – antwortet er.
Dem Papst geht es in dem Motu Proprio – so Mons. Marini – nicht um die Liturgie, sondern um die „Einheit der Kirche“.
Benedikt XVI. wolle nicht, daß „die Autorität des Konzils“ durch das Motu Proprio berührt oder die „liturgische Reform in Zweifel gezogen“ werde – dementiert er.
Im Gegenteil. Die Entscheidung des Papstes habe bisher keine Änderung in der „zelebrativen Praxis unserer kirchlichen Gemeinschaften“ bewirkt.
Das Motu Proprio sei „nur“ eine „Geste im Dienst der Einheit“.
Der Erzbischof schließt das Interview mit einem offenbar gegen die rückwärtsgewandten Altgläubigen gerichteten Durchhalteappell:
„Schauen wir als nach vorne und gehen wir den vom Konzil eingeschlagenen Weg mit Enthusiasmus weiter.“
Am 26. April interviewte ihn die vatikanische Tageszeitung ‘L’Osservatore Romano’.
Dabei wurde der Erzbischof auch auf die kritischen Bemerkungen des Papstes zu den vatikanischen Massenmessen angesprochen, die Mons. Marini während seiner Zeit als päpstlicher Zeremonienmeister sehr gefördert hat.
Das Problem der Massenmessen
Nach einer langen historischen Einleitung glaubt Mons. Marini zwei Faktoren gefunden zu haben, die zur Entstehung von Massenmessen führten – das Verhältnis zwischen Liturgie und Kirche, wie sie vom Zweiten Vatikanum hervorgehoben worden sei, und die Papstreisen, bei denen die Massenmessen zu einem charakteristischen Ausdruck der Ausübung des Petrusamtes geworden seien.
Die „vom Papst vorgestandenen Feiern“ seien auf diese Weise zu „Ikonen der Einheit und der Katholizität der Kirche“ geworden – preist Mons. Marini die umstrittenen Massenmessen.
Zum Problem der Massenmessen faßt er sich kurz. Dieses stelle sich inzwischen seit „mehreren Jahrzehnten“. Ihm sei mit einer „seriösen Untersuchung“ und liturgisch-pastoralen Richtlinien zu begegnen – meint Mons Marini.
Keine Kritik an der Liturgiereform
Der ehemalige päpstliche Zeremonienmeister wird auch auf die sogenannte liturgische Erneuerung angesprochen.
Deren Entwicklung sieht er völlig kritiklos und erklärt, daß er die Durchführung der „Liturgiereform“ seit dem Zweiten Vatikanum habe mitverfolgen können.
Über zwanzig Jahre habe er die „vom Konzil gewollte Liturgie“ anläßlich der Reisen von „Papst Wojtyla“ in über hundert Ländern feiern können.
Diese Liturgie sei „überall“ mit lebendiger Anteilnahme und mit Enthusiasmus gefeiert worden: „Jeder hat die Liturgie als der Ortskirche eigen und als Ausdruck der Universalkirche begriffen.“
Die Zelebrationspraxis habe bestätigt, daß die „Liturgiereform“ notwendig gewesen sei, weil sie auf „tiefen theologischen Prinzipien von ewiger Gültigkeit“ beruhe.
Insofern sei sie ein irreversibler Weg. Das letzte Konzil habe in dem Dokument ‘Sacrosanctum Concilium’ die Erneuerung der Liturgie als „Schreiten des Heiligen Geistes in der Kirche“ definiert.
Diese Aussage sei Teil des „heutigen kirchlichen Glaubens“. Die Feier der Liturgie könne folglich nicht vom Leben der Kirche getrennt werden:
„Sie ist die lebendige Kirche – ich zitierte Paul VI. – sie ist die Kirche von heute, nicht die Kirche von gestern oder die Kirche von morgen.“
Immerhin gesteht Mons. Marini ein, daß es „nicht einfach“ sei, die „vom Konzil gewollte Liturgie“ zu zelebrieren.
Einseitige Interpretation von ‘Summorum Pontificum’
In diesem Zusammenhang wird der Erzbischof auch auf das päpstliche Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’ angesprochen.
Dieses müsse im Kontext gelesen werden, in das der Papst es gestellt habe – antwortet er.
Dem Papst geht es in dem Motu Proprio – so Mons. Marini – nicht um die Liturgie, sondern um die „Einheit der Kirche“.
Benedikt XVI. wolle nicht, daß „die Autorität des Konzils“ durch das Motu Proprio berührt oder die „liturgische Reform in Zweifel gezogen“ werde – dementiert er.
Im Gegenteil. Die Entscheidung des Papstes habe bisher keine Änderung in der „zelebrativen Praxis unserer kirchlichen Gemeinschaften“ bewirkt.
Das Motu Proprio sei „nur“ eine „Geste im Dienst der Einheit“.
Der Erzbischof schließt das Interview mit einem offenbar gegen die rückwärtsgewandten Altgläubigen gerichteten Durchhalteappell:
„Schauen wir als nach vorne und gehen wir den vom Konzil eingeschlagenen Weg mit Enthusiasmus weiter.“
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Samstag, 3. Mai 2008 10:43
Seminarist: Spendenaktion!
sc schrieb: Sie kaufen eher für 100€ einen Kelch für den Messwein, als diese 100€ an die AIDS-Hilfe
zu spenden?
Bei so einem Geisteskranken wie dir würde ich mich sogar aufraffen, 100€ für deine nächste Sitzung beim Psychotherapeuten zu spenden!
Bei so einem Geisteskranken wie dir würde ich mich sogar aufraffen, 100€ für deine nächste Sitzung beim Psychotherapeuten zu spenden!
Mittwoch, 30. April 2008 21:39
HeinrichvonOfterdingen: Lieber Florian,
Die diese geheuchelte Konformität heute nicht mehr notwendig ist ERKENNT man die Geister viel besser
und weis ganz klar wen man meiden muss.
… der Nachteil ist, dass man viel mehr meiden muß, z.T. Leute, die unter normalen Umständen ganz unverdächtig wären, Bischöfe, Päpste.
… der Nachteil ist, dass man viel mehr meiden muß, z.T. Leute, die unter normalen Umständen ganz unverdächtig wären, Bischöfe, Päpste.
Mittwoch, 30. April 2008 21:27
Florian Geyer: Das Positive
am 2ten Vatikanum war unter anderem dass der Druck wegfiel gegen die wahre Gesiiung zu bekennen. Die innerlichen gesinnungsmäsigen Ketzer haben vor dem Konzil wo die römische Zuchtrute noch stark präsent war immer katholische Konformität geheuchelt um bei den Pfründen und Pisten zu bleiben. Die diese geheuchelte Konformität heute nicht mehr notwendig ist ERKENNT man die Geister viel besser und weis ganz klar wen man meiden muss.
Mittwoch, 30. April 2008 21:18
Gotthard: Ein Apologet des gescheiterten Pastoralkonzils
Dieses „gescheiterte Pastoralkonzil“ ist ein ordentliches ökumenisches Konzil der katholischen Kirche
wie alle Vorgänger auch.
Ich muss den hiesigen Damen und Herren ja wohl nicht sagen, was eine Ablehnung bedeutet.
Beschlüsse der Konzilien haben noch nie allen „gefallen“… die meisten Menschen haben sie danach aber dennoch akzeptiert und später rezipiert.
Die Beschlüsse von V-I gefallen mir bis heute nicht – ich akzeptiere sie.
Das Vaticanum II ist kein gescheitertes Konzil, sondern ein notwendiges in schwieriger Zeit und für eine schwierige Zeit gewesen.
Ich muss den hiesigen Damen und Herren ja wohl nicht sagen, was eine Ablehnung bedeutet.
Beschlüsse der Konzilien haben noch nie allen „gefallen“… die meisten Menschen haben sie danach aber dennoch akzeptiert und später rezipiert.
Die Beschlüsse von V-I gefallen mir bis heute nicht – ich akzeptiere sie.
Das Vaticanum II ist kein gescheitertes Konzil, sondern ein notwendiges in schwieriger Zeit und für eine schwierige Zeit gewesen.
Mittwoch, 30. April 2008 21:08
sexychrist: @ bienchen
Gott ist bei jedem, auch wenn er ihn nicht ununterbrochen anbetet und so weltliche Orte wie eine Kirche
besucht.
Wer nur um seines eigenen Wohl willens an Gott glaubt und dafür die Hilfe am Nächsten zurückstellt, der wird nicht seine seelische Erfüllung finden. Wie kann man Gott besser huldigen und ehren, als wenn man seine Schöpfung unterstützt?
Gott sind weltliche Geschenke wie Kelche gelinde gesagt ziemlich egal. Ihm würde es im Zweifelsfall noch nicht mal etwas ausmachen, wenn eine Kaffeetasse an stelle eines Kelches herhalten müsste.
Wer nur um seines eigenen Wohl willens an Gott glaubt und dafür die Hilfe am Nächsten zurückstellt, der wird nicht seine seelische Erfüllung finden. Wie kann man Gott besser huldigen und ehren, als wenn man seine Schöpfung unterstützt?
Gott sind weltliche Geschenke wie Kelche gelinde gesagt ziemlich egal. Ihm würde es im Zweifelsfall noch nicht mal etwas ausmachen, wenn eine Kaffeetasse an stelle eines Kelches herhalten müsste.
Mittwoch, 30. April 2008 21:00
Biene Maja: sexychrist
wenn es Gott nicht gäbe, gäbs mich schon lang nicht mehr. Menschen können enttäuschen Gott nicht Er trägt Mein Leben und ER ist treu in allen Dingen
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