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Gesunde Krankheit + Brandstifter + Skandalöse Familienpolitik + Massenbekehrungen? + Gott eliminiert
Papst Benedikt XVI. bei seiner Ansprache vor Jugendlichen am 19. April in New York.
Papst Benedikt XVI. bei seiner Ansprache vor Jugendlichen am 19. April in New York.
© Jacob Maurer, CC
Gesunde Krankheit

Vatikan. Papst Benedikt XVI. sprach bei der gestrigen Generalaudienz auf dem Petersplatz über seine jüngste US-Reise. Dabei bezeichnete er die Vereinigten Staaten als „Heimat der Religionsfreiheit“. Von jeher würden dort religiöse, ethische und politische Prinzipien zusammenwirken. Das Land sei ein gelungenes Beispiel für eine „gesunde Laizität“. Die Forderung nach einer Laizität des Gemeinwesens wurde von der Tradition des päpstlichen Lehramtes immer einhellig verworfen.

Brandstifter

Deutschland. Gestern abend begann in Bremen der protestantische Jugendkongreß ‘Christival’. Rund 15.000 Jugendliche zwischen 14 und 25 Jahren aus ganz Deutschland werden an dem Festival teilnehmen. Zur Eröffnung waren laut einem Bericht der ‘dpa’ auch 450 antichristliche und gewalttätige Demonstranten aus dem Lager der Homo- und Kinderabtreibungsideologie anwesend. Die gewalttätigen Fanatiker durchbrachen eine Absperrung und warfen Feuerwerkskörper. Dabei wurde ein Polizeibeamter leicht verletzt.

Skandalöse Familienpolitik

Deutschland. Der Bischof von Augsburg, Mons. Walter Mixa, hat erneut eine echte Wahlfreiheit zwischen fremder Kinderbetreuung und der Kindererziehung zuhause gefordert. Der Bischof äußerte sich bei einem Kolloquium, das von dem Augsburger Bundestagsabgeordneten Christian Ruck in Zusammenarbeit mit der Kolpingfamilie veranstaltet wurde. Es sei ein „Skandal“, daß junge Mütter ihre kleinen Kinder in staatliche Fremdbetreuung geben müssen, um wirtschaftlich überleben zu können, so Mons. Mixa. Der Bischof forderte außerdem die Anerkennung der Erziehungszeiten für die Rente und familienfreundliche Arbeitsplätze.

Massenbekehrungen?

Vereinigte Staaten. Die katholische Homepage ‘CatholicsComeHome.org’ soll in weniger als drei Wochen in der Diözese Phoenix im US-Bundesstaat Arizona 3.000 Katholiken zur Kirche zurückgeführt haben. Das berichtete die Nachrichtenagentur ‘Catholic News Agency’. Die Webseite arbeitet auch mit Werbe-Videos in lokalen und landesweiten Rundfunkstationen. Dabei wird die Wahrheit und Schönheit der Kirche dargestellt und auf die Webseite hingewiesen. Initiator ist ein bekehrter Fachmann der Werbebranche.

Gott eliminiert

Spanien. Die regierenden spanischen Sozialisten versuchen gegenwärtig, die Spitalkapläne aus den staatlichen Krankenhäusern zu vertreiben. Dagegen erklärte der Bischof von Tarazona im Nordosten Spaniens, Mons. Demetrio Fernandez, daß die spirituelle Versorgung ein Recht der Kranken und kein „Privileg der Kirche“ sei, wie die kirchenfeindlichen Sozialisten behaupten. Der Versuch, Priester aus den Krankenhäusern zu werfen, entspringe dem Wunsch „Gott aus dem öffentlichen Leben zu eliminieren“.
      
15 Lesermeinungen
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#15   Marcelus   13:18:39 | Samstag, 3. Mai 2008
Die Laizität des Gemeinwesens wurde vom päpstlichen Lehramt nur in der Zeit des Staatskirchentums
verworfen.
Mit dem II. Vaticanum hat das Papsttum diese Vorstellung vom Gemeinwesen völlig revidiert und ist wieder zur ursprünglichen Lehre vor der Zeit des Staatskirchentums zurückgekehrt.
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#14   Benedikt   23:09:25 | Donnerstag, 1. Mai 2008
Lehramt
Die Forderung nach einer Laizität des Gemeinwesens wurde von der Tradition des päpstlichen Lehramtes immer einhellig verworfen.
Das Lehramt stand damals auch nicht vor solchen Herausforderungen. Zeitgenossen wie Alois Bischof treten für die Aufrechterhaltung von völlig hohlen Phrasen auf, dann die Religion hat heute keine Macht mehr, andere Religionen zu verbieten. Würde die Kirche ein Verbot von anderen Kulten in Europa fordern, so würde sie damit nicht durchstoßen können. Viel schlimmer wäre, dass, wenn die Kirche wie jetzt die Gewalt gegen Christen im Irak beklagt, ihr entgegengehalten werden könnte, dass dort nur das geschehe, was sie in Europa selber fordere.
Die Kirche ist nur dort frei, wo es Religionsfreiheit gesichert ist. Wer das nicht einsehen kann, der sollte vielleicht öfter mal Urlaub in Indonesien oder so machen.
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#13   HeinrichvonOfterdingen   21:18:53 | Donnerstag, 1. Mai 2008
Lieber Gotthard,
in vielen Fällen ist das besser. In nicht wenigen Fällen – alleinerziehend, warum auch immer – ist es nicht möglich. Entsprechend hat Mixa erneut eine echte Wahlfreiheit zwischen fremder Kinderbetreuung und der Kindererziehung zuhause gefordert.
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#12   Gotthard   21:15:50 | Donnerstag, 1. Mai 2008
@Hvo …
die Eltern sollten doch ihre Kinder selbst erziehen und nicht in Einrichtungen geben – nach Aussage von Bischof Mixa.
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#11   bonifatius   21:12:23 | Donnerstag, 1. Mai 2008
@Alois Bischof: meinte B16. nicht etwa folgendes…
Glaube kann man nicht per Dekret Politikern oder einem Parlament verpassen.
Ja, im Gegenteil. „ Die Trennung von Kirche und Staat kann der Kirche zuträglich sein, doch ist sie für den Staat unheilvoll, da sie ihn dem reinen Machiavellismus ausliefert.“ (Davila)
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#10   HeinrichvonOfterdingen   21:08:33 | Donnerstag, 1. Mai 2008
Lieber Gotthard,
warum auch immer Sie das hoffen, ich hoffe das nicht. Kirchliche Kindergärten sind mit Sicherheit nicht schlechter als andere. Ausserdem ändert sich ja für die Kirche diesbezüglich auch nichts. Ihre Hoffnungen sollten Sie auf wichtigere Dinge lenken.
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#9   Gotthard   21:02:08 | Donnerstag, 1. Mai 2008
Kindergärten
Ich hoffe, dass sich im Mixa-Reich die Kirche aus der Trägerschaft von Kindergärten zurückzieht.
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#8   HeinrichvonOfterdingen   20:56:13 | Donnerstag, 1. Mai 2008
Liebe Gliese581c,
Der Bischof von Augsburg, Mons. Walter Mixa, hat erneut eine echte Wahlfreiheit zwischen fremder Kinderbetreuung und der Kindererziehung zuhause gefordert.
… Wahlfreiheit bedeutet, dass man das eine nämlich Kindererziehung zuhause – ohne Diskriminierung auch finanzieller Art – wählen kann und dass man auch für die andere Option – Fremderziehung – optieren kann, sprich, dass auch hier genügend Plätze zur Verfügung stehen. Soweit ist dagegen wohl nichts einzuwenden.
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#7   Gliese581c   20:50:19 | Donnerstag, 1. Mai 2008
Mixa…
Ja, Herr Mixa, ist schon schlimm, was sich die Familienpolitik der Regierung gegenüber Eltern erdreistet! Den Eltern die Möglichkeit bieten, ihren Beruf auszuüben und noch Kinder zu haben, ist ja schon ein Frechheit Und was machen die Regierten? Die sind so gemein und bekommen jetzt vermehrt Kinder! Die Geburtenrate steigt seit diesem Jahr wieder an!! Ja, merken die denn nichts? Familien sollen geknechtet werden und darben wie in Schweden, Finnland, Norwegen, Island … den klassischen armen, säkularen Ausbeuternationen (die Tatsache, dass ca. 80 % der Schweden Kirchenmitglieder sind, zählt ja nicht, weil die schwedische Kirche lutherisch ist). Und die Deutschen tun es ihnen gleich! Mixa hat recht: So geht das nicht. Sonst bekommen die Deutschen am Ende noch mehr Kinder und werden ein glückliches kinderreiches Land. Da sei der Bischof vor! Lieber weiter so mit unzufriedenen und unsicheren Männern und Frauen, die gerne Eltern würden, sich aber nicht trauen.
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#6   Alois Bischof   18:44:33 | Donnerstag, 1. Mai 2008
@cantate
Und eben Teil der offiziellen und definierten Sittenlehre vor 1965 war es (sieh z.B. ‘Quanta cura’ und ‘Syllabus errorum’, aber auch ‘Quas primas’), daß falsche Religionen begrenzt werden dürfen und sogar verboten in bestimmten Fällen, und zudem auch daß der Staat die Pflicht hat sich zum wahren, also (überlieferten) römisch-katholischen, Glauben zu bekennen und daß Christus auch „in den Parlamenten“ herrsche (Papst Pius XI.) und in den Seelen der Staatsführer der Welt.
Das ist die Lehre der Kirche, und darin hat eine angebliche Laizität nichts zu suchen, denn so wie der Staat nicht völlig getrennt sein darf von der Kirche und die moralische und göttliche Ordnung anerkennen und implementieren muß, haben auch Geistliche Bürgerrechte, auch passives Wahlrecht, was ihnen zum Beispiel im liberalistischen Frankreich nach 1789 immer wieder genommen wurde. Nicht daß ein Prinzerzbischof heute idealiter wäre, aber die Möglichkeit soll es geben.
Der Staat muß Christus als König anerkennen (Quas primas, Pius XI.; Notre Charge Apostolique, hl. Pius X.) und nach Seiner Lehre Gesetze erstellen. Das würde eine wirkliche Erfüllung der authentischen Menschenrechte und eine wirkliche Freiheit für jeden – auch für Nichtkatholiken – bedeuten, und keine Menschenrechte und „Freiheit“ als „Deckmantel der Bosheit“ einsetzen (1 Petr 2:13-17) wie es heute leider in der liberalistischen und marxistischen pervertierten „Westlichen“ Welt so ist.
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#5   sexychrist   12:35:34 | Donnerstag, 1. Mai 2008
Im einen Moment…
… sind Protestanten und Massenglaubensversammlungen schlimm, böse und falsch, wenn man dann aber doch mal gegen andere Hetzen kann, dann gehören die auch zu den „Guten“…
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#4   Vineta   11:57:06 | Donnerstag, 1. Mai 2008
Christi Himmelfahrt
Ich bin ________________________________bei euch
_______________alle Tage______________________
Wir feiern Deine Himmelfahrt
mit Danken und mit Loben.
Gott hat sich machtvoll offenbart,
das Kreuz zum Sieg erhoben.
Er sprach sein wunderbates Ja.
Nun bist Du immer für uns da,
entgrenzt von Raum und Stunde.
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#3   cantate   09:49:15 | Donnerstag, 1. Mai 2008
Das päpstliche Lehramt
definiert Glaubens- und Sittenlehre, und nicht die politischen Wunsch-Utopien einzelner vergangenheitsverliebter kreuz.net-Redakteure.
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#2   Marcelus   09:21:55 | Donnerstag, 1. Mai 2008
Spitalskapläne aus staatlichen Krankenhäusern zu entfernen wird in einer freien Demokratie nicht
möglich sein, nachdem viele Kranken und Sterbende den Beistand der Religion wünschen,
und auch die regierenden Kirchenfeinde werden einmal alt und am Sterbebett liegen, und vielleicht nach einem Geistlichen rufen, wie selbst UdSSR-Staatsgründer Lenin.
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#1   Gotthard   09:21:49 | Donnerstag, 1. Mai 2008
Laizität
Die Forderung nach einer Laizität des Gemeinwesens wurde von der Tradition des päpstlichen Lehramtes immer einhellig verworfen.
wir leben halt mittlerweile im 21. Jahrhundert …
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