Selbst gesprochen + Dunkle Wolken über Portugal + Erwacht! + Spanischer Jubel + Zorn Gottes
Selbst gesprochen
Vatikan. Papst Johannes Paul II. hat am Sonntag erstmals seit seinem Krankenhausaufenthalt
die Ansprache beim wöchentlichen Angelus-Gebet selbst gesprochen. Der Heilige Vater unterstrich die wichtige
Rolle des Papstes im Dienst an der Einheit. „Die Eucharistie ist jene Quelle, aus der die Gemeinschaft
der Kirche immer neue Kraft schöpft. In dieser Perspektive wird die wichtige Aufgabe des heiligen Apostels
Petrus und seiner Nachfolger deutlich. Das Petrusamt ist im Wesentlichen Dienst an der Einheit der Kirche.“
Wenn er die heilige Messe betrachte, fühle er die Aufforderung Jesu – die Schafe zu weiden – besonders
deutlich.
Dunkle Wolken über Portugal
Portugal. Die oppositionelle Sozialistische Partei (PSP) hat
bei den vorgezogenen Parlamentswahlen einen eindeutigen Sieg davongetragen. Sie gewann erstmals in der
Geschichte die absolute Mehrheit der Sitze. Die seit drei Jahren regierende bürgerliche Sozialdemokratische
Partei büßte fast ein Drittel ihrer Mandate ein. Der sozialistische portugiesische Präsident, Jorge
Sampaio, erklärte, daß man nicht so weitermachen werde wie bisher. Jeder wisse, daß man der gegenwärtigen
Situation mit „Reformen“ und „schnellen, effektiven Maßnahmen“ begegnen müsse. Die Sozialisten haben
bereits vor der Wahl angekündet, bei einem Sieg die Bürgerrechte der ungeborenen Kinder einzuschränken
und die Kinderabtreibung auszuweiten. Die Sozialisten dürften auch einen Angriff gegen die Ehe und die
Einführung des Homo-Konkubinates im Schilde führen.
Erwacht!
USA. Nach zwanzig langen Jahren ist die
bewußtlose Sarah Scantin (38) aus ihrem vegetativen Zustand erwacht. Die damals 18-Jährige wurde von
einem betrunkenen Chauffeur angefahren. Die nach dem Unfall schwer gehirngeschädigte Sarah konnte nach
Angaben ihres Vaters lediglich Augenkontakte zu Besuchern halten und ihre Umgebung wahrnehmen. Eine Kommunikation
sei unmöglich gewesen. Seit rund einer Woche ist Sarah wieder wach und kann sogar sprechen. Warum die
Sprachmotorik plötzlich einsetzte, wissen die Ärzte nicht. Sie vermuten, daß sich die betroffenen Nervenbahnen
im Gehirn wieder erneuert haben: „Es ist absolut außergewöhnlich, daß so etwas geschieht“, meinte ein
behandelnder Arzt.
Spanischer Jubel
Spanien. Spanien war am Wochenende das erste Land der EU, in dem
über die neue Verfassung der Europäischen Union abgestimmt wurde. Laut dem am Montag veröffentlichten
Endergebnis stimmten 76,7% der Bürger für den Vertrag. 17,3 Prozent entschieden sich beim Referendum
gegen die EU-Verfassung. Das Ergebnis des Referendums ist nicht bindend. Die endgültige Entscheidung
liegt beim Parlament. Die spanische Bischofskonferenz hatte sich vorab kritisch zur EU-Verfassung geäußert.
Man habe Verständnis, wenn die Menschen beim Referendum Nein sagten oder mit Stimmenthaltung reagieren
würden, aber ein Ja sei durchaus auch eine erlaubte Möglichkeit. Von der eindeutigen Zustimmung in Spanien
erhoffen sich die EU-Befürworter eine „Signalwirkung“ für die folgenden Abstimmungen in zehn weiteren
EU-Ländern.
Zorn Gottes
Das deutlichste Zeichen des Zornes Gottes und die schrecklichste Strafe, die
er über die Welt bringt, ist, wenn Gott es erlaubt, daß sein Volk in die Hände von Hirten fällt, die
mehr dem Namen nach Priester sind als in Tat und Wahrheit. Diese Priester praktizieren die Grausamkeit
von reißenden Wölfen und nicht die Liebe und Hinwendung eifriger Hirten. Sie verlassen die Dinge Gottes
und beschäftigen sich mit den Dingen der Welt. In ihrem geweihten Ruf zur Heiligkeit, vergeuden sie ihre
Zeit in profanen und weltlichen Unternehmungen. Wenn Gott solche Dinge erlaubt, ist das ein ganz sicherer
Beweis, daß er seinem Volk überaus zürnt und im Begriffe ist, über es seine furchtbare Rache auszugießen.
Hl. Jean Eudes († 1680), großer Erneuerer des religiösen Lebens in Frankreich und eifriger Prediger
des Heiligen Herzens Jesu.
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