Bei einer jüngsten Papstmesse empfing der Gründer der ‘Neokatechumenalen Bewegung’ die Heilige Kommunion aus den Händen des Papstes – und provozierte dabei einen Medienskandal.
Papst Benedikt XVI. weihte am letzten Sonntag im Petersdom Priester.
(kreuz.net) Kürzlich empfing der Gründer des ‘Neokatechumenalen Weges’, Kiko Arguello, von Papst Benedikt
XVI. die Mundkommunion. In den neokatechumenalen Messen wird größter Wert auf die Handkommunion gelegt.
Anlaß für die Teilnahme Arguellos an einer Papstmesse waren die Priesterweihen der Diözese Rom. Dabei
weihte der Papst auch zahlreiche Diakone des Neokatechumenalen Weges zu Priestern.
Doch bei dem Kommunionempfang
gab es einen Medienskandal: Arguello trat mit verschränkten Armen vor den Papst.
Kürzlich sprach die
italienische Webseite ‘papanews’ den Sekretär der Liturgiekongregation, Mons. Malcolm Ranjith, auf den
Zwischenfall an.
In seiner Antwort gab sich der Erzbischof zunächst bedeckt: „Ehrlich gesagt: Mir ist
unklar, wie ich diese Haltung beurteilen soll. Nur Herr Arguello weiß, was in seinem Herzen vorgeht und
was in dazu bewegt hat, die Kommunion auf diese, sagen wir, ungewöhnliche Weise zu empfangen.“
Der Erzbischof
weist darauf hin, daß im Neuen Ritus – im Gegensatz zum Alten Ritus – keine spezifische Haltung beim
Kommunionempfang vorgesehen ist. Doch dann meint er:
„Abgesehen von den Beweggründen, welche diese Haltung
motiviert haben mögen, glaube ich, daß gekreuzte Arme einen fehlenden Respekt der Heiligen Kommunion
und der Person des Heiligen Vaters zum Ausdruck bringen.“
Auf die Frage, wie man auch im Neuen Ritus
die Kommunion angemessen empfangen könne, erklärt der Erzbischof: „Mit gefalteten Händen und gewiß
nicht mit verschränkten Armen.“
Am Ende des Interviews wird der Erzbischof auch über Personalgerüchte
in der Liturgiekongregation und über seine angebliche Rückkehr nach Sri Lanka befragt.
Mons. Ranjiths
Antwort: „Ich habe keine offiziellen Mitteilungen erhalten. Aber in den Zeitungen werden viele Dinge geschrieben,
die nicht wahr sind, Was mich betrifft, unterwerfe ich mich im Gehorsam den Entscheidungen des Heiligen
Vaters.“
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23 Lesermeinungen
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Mons. Malcolm Ranjith … … sollte mal nach Spanien gehen, wo Kiko Arguello herkommt. Dort empfängt
man üblicherweise die Mundkommunion mit verschränkten Armen.
@Chrysosthomos Steht im CIC irgendwo eine einzige Haltung vorgeschrieben? Unsere Ober-Frömmler interessiert
doch nicht etwas so profanes wie der CIC – die interessiert doch nur ihr ganz individuelles frömmlerisches
Gehabe, dass sie zur Richtschnur für alle machen wollen – Wissen tun sie nichts – verstehen tun sie nichts –
doch sie haben den Spiegel täglich vor Augen.
Kommunionempfang Danke an Pünktchen und Robert Ketelhohn, dass sie auf diese sehr ehrwürdige, respektvolle
und demütige Haltung beim Kommunionempfang in den östlichen Kirchen (sowohl orthodox wie griechisch-katholisch)
aufmerksam gemacht haben! Man empfehle dem hwst. Herrn Kardinal einmal ein gutes liturgisches Studium!
Er müsste als Inder(?) doch selbst da viel besser Bescheid wissen! Und kreuz,bet sollte, bevor es solche
„Skandälchen“ veröffentlicht, selbst besser recherchieren. Eine solch demütige Haltung beim Kommunionempfang
ist noch allemal besser als viele andere Haltungen, die nur eine unwürdige Einstellung zum Mysterium
der Eucharistie verraten! Und gilt nicht auch hier eine gewisse „Freiheit des Geistes“? Steht im CIC irgendwo
eine einzige Haltung vorgeschrieben?
Wo ist da der Skandal? Diese Haltung ist in Spanien völlig üblich. Der genannte Bischof soll mal bei
den spanischen Bischöfen anfragen und dort darauf dringen, daß dies abgestellt wird – wenn ihm dies
so wichtig ist.
@Pünktchen Ja, das machen manche Polen auch, wenn sie die Kommunion besonders fromm empfangen möchten.
Ein indischer Priester wie Ranjith wird das aber kaum wissen…
lobenswerte Tatsache Ich finde, dass er die Mundkommunion empfangen hat, ist doch schon mal eine lobenswerte
Tatsache. Wäre eine Kommunionbank da gewesen, hätte er die Hände wohl andächtig gefaltet, wie es ja
dann garnicht anders möglich ist. Mit verschränkten Armen an der Kommunionbank zu knien, ist nu’ wirklich
schlecht möglich. Aber insgesamt – mal alle Ironie beiseite – ist bei der Kommunionspendung sehr vieles
im Argen. Hoffentlich ragierten die Bischöfe bald darauf. Eine Kirche, die so schludrich-schlammpig mit
ihrem Allerheiligsten umgeht, hat kaum eine Zukunft. Da kann nur ein Wunder noch helfen.
Daran sollten sich kreuz.net und einige der hier versammelten Leser mal ein Beispiel nehmen: Mons. Ranjiths
Antwort: „Ich habe keine offiziellen Mitteilungen erhalten. Aber in den Zeitungen werden viele Dinge geschrieben,
die nicht wahr sind, Was mich betrifft, unterwerfe ich mich im Gehorsam den Entscheidungen des Heiligen
Vaters.“
Dei Redaktion zitiert … … Mons. Ranjith mehrmals, mal spricht er von „gekreuzten“, mal von „verschränkten“
Armen. Sie selbst verwendet das Wort „verschränkt“. Vermutlich müsste man in den Originaltext, um es
tatsächlich zu verstehen. Jedoch war primär nach Meinung von Ranjith (sekundär der Redaktion, die ihn
nur zitiert), die Haltung nicht angemessen. Zählt er nach Meinung von „Sexychrist“ auch zu den „Deppen“?
Und woher… … wollt ihr Deppen wissen, ob er die Arme nicht überkreuzt hat und hetz.net das ganze
nur mit einer suggestiven Wortwahl in den Dreck gezogen hat?
Schmalspurig Also: statt sich der ortsüblichen, demutsvolleren Geste der Mundkommunion zu beugen verzichtet
Kiko lieber ganz auf den Empfang des Herrenleibes und tritt mit verschränkten Armen an – um sich wenigstens
den Segen geben zu lassen …
verschränkt ist nicht gleich überkreuz… wenn man die Arme so überkreuzt, dass man mit den Händen
die Schultern berührt, dann ist das gewissermaßen eine Demutsgeste, in der Art, dass man wie gefesselt
hintritt. Aber wenn man die Arme verschränkt und die Hände dabei in der Seite unter der Achsel hat,
dann kann das eher ein Zeichen von Gleichgültig-, oder gar Überheblichkeit sein. Ob das jetzt eine bewußte
Provokation war, muss man ja den Arguello fragen. Ich verstehe nicht, wieso da immer so eine Geheimniskrämerei
gemacht wird. Da soll man den Herrn doch einfach zur Rede stellen, wenn einem dieses Gebaren nicht angemessen
erscheint. Was tut man da hinterrücks blöd herumspekulieren?
Peinlich dumm Dieser peinlich dumme Artikel verkehrt Kiko Argüellos Geste geradezu in ihr Gegenteil.
Danke, „Pünktchen“, daß du bereits den richtigen Hinweis gegeben hast, wie Kikos Kommunionhaltung zu
deuten ist. Peinlich ist leider auch, daß Mons. Malcolm Ranjith jener sonderbaren „Papanews“-Seite auf
den Leim gekrochen ist, ohne irgendwas zu merken. Das wirft kein gutes Licht auf den Mann. Ist ja schön,
wenn er den traditionellen römischen Ritus fördert. Aber wenn er von andern Riten keinen Schimmer hat,
dürfte es mit der Verwurzelung in der Tradition auch nicht weit her sein. Gibt es eigentlich auf allen
Seiten nur noch Schmalspurtheologen?
Eben gelesen Japanische Bischöfe auf Konfrontationskurs mit dem Neokatechumenat Die Bischöfe erheben
schwere Vorwürfe: Es agiere mit sekten-ähnlichen Aktivitäten und spalte die römisch-katholische Kirche
in Japan Vatikan (kath.net/CWNews/red) In Japan sorgt derzeit eine große Auseinandersetzung zwischen
den katholischen Bischöfen und dem Neokatechumenat für Aufregung. Die Gruppe betreibt in Japan ein Priesterseminar,
mit dem die dortigen Bischöfe anscheinend nicht mehr einverstanden sind. Ganz offensichtlich möchte
man die Schließung des Seminars erreichen. Dies kam bei einem Besuch einer Bischofsdelegation im Vatikan
an die Öffentlichkeit, wie UCA-News berichtet. Die Bischöfe waren in dieser Angelegenheit bereits zum
dritten Mal in Rom. Erzbischof Okada, der Präsident der Bischofskonferenz, teilte nach dem Besuch im
Vatikan mit, dass es sich um eine „ernste Sache“ handle, die gelöst werden müsse. Er warf dem Neokatechumenat
vor, dass es innerhalb der katholischen Kirche Japans für eine „scharfe und schmerzliche Spaltung“ sorge
und mit mächtigen, Sekten -ähnliche Aktivitäten agiere. Der Erzbischof sieht durch das Wirken des dortigen
Neokatechumenats die Einheit der kleinen katholischen Gemeinde in Japan in Gefahr.
In der Orthodoxen Kirche halten die Gläubigen beim Hinzutreten zur Kommunion die Arme verschränkt über
Kreuz: so wie es >>>> hier www.holymyrrhbearers.org/images/communion.jpg <<<< zu sehen ist!