Mons. Mussinghoff
Fällt den Bischöfen zu Christus nichts mehr ein?
Beim Pontifikalamt zu Christi Himmelfahrt begann der Bischof von Aachen mit einer Predigt, die aber schnell zu einer politischen Ansprache degenerierte.
Angela Merkel
Angela Merkel
© Wiki-Benutzer „Aleph“, CC
(kreuz.net) Gestern zelebrierte der Bischof Heinrich Mussinghoff von Aachen, das Pontifikalamt zu Christi Himmelfahrt in erlauchter Gesellschaft.

Mit von der Partie waren die deutsche Bundeskanzlerin Angela Sauer (geschiedene Merkel), der spanische König Juan Carlos I., der Präsident der Europäischen Kommission, José Manuel Barroso, der Präsident des Europäischen Parlaments in Straßburg, Hans-Gert Pöttering, und der Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, Jürgen Rüttgers.

In seiner Predigt ließ der Bischof die – Zitat der diözesanen Webseite – „Gottesdienstbesucherinnen und -besucher“ in die Darstellung des auferstandenen und wiederkehrenden Christus in der Kuppel des Aachener Doms hinaufblicken.

Kaiser Karl der Große habe die ihm anvertraute Macht vor Christus verantwortet. Diese Sicht habe über tausend Jahre der europäischen Geschichte bestimmt.

Im weiteren verlegt sich der Bischof darauf, mehr oder weniger originelle politische Meinungsäußerungen von sich zu geben. Die Himmelfahrt ließ er dabei an sich vorbeiziehen.

Das klang etwa so: „Die Macht ist nicht zu eigen gegeben den Mächtigen in Politik und Wirtschaft, in Kultur und Gesellschaft.“

Oder so: „Und es geht nicht an, daß die Macht das Recht hat, sondern, daß das Recht die Macht hat, auch und gerade in unserer Europäischen Union.“

An die deutsche Bundeskanzlerin gewandt erklärte er, daß der unter dem deutschen Ratsvorsitz ausgearbeitete EU-Grundlagenvertrag von Lissabon die „Werte und Ziele“ erweitert habe, denen sich die Union angeblich verpflichtet fühle.

Auch die Charta der Grundrechte bilde einen Beitrag zur Fortentwicklung der EU zu einer angeblichen Wertegemeinschaft – unterstellte der Bischof.

Die katholische Kirche bedaure aber, daß die Präambel nur vom „kulturellen, religiösen und humanistischen Erbe Europas“ spreche, aber den Beitrag des Christentums in Geschichte und Gegenwart verschweige.

Hier bleibe das Desiderat, die „jüdisch-christlichen“ Wurzeln Europas, und den „Anteil des Islam“ zu benennen.

Auch hätte sich die Kirche in der Präambel der EU-Verfassung einen Gottesbezug gewünscht, weil dieser die Begrenztheit menschlichen und politischen Handelns verdeutliche und Gott als letzte Appellationsinstanz über allen Mächten dieser Welt benannt hätte.

Er wisse aber, sagte der Bischof, daß sie diese Forderungen immer unterstützt habe.

Besonders bedankte sich der Bischof bei der Bundeskanzlerin, daß sie deutlich gemacht habe, daß sich die EU nicht von der übrigen Welt abschotten dürfe, sondern Verantwortung für Entwicklung und Frieden in der Welt übernehmen wolle:

„Ich danke Ihnen für Ihr Engagement, das Gespräch mit den afrikanischen Staaten wieder aufzunehmen und die Entwicklung dieses Kontinents aktiv zu fördern. Ich danke Ihnen für Ihr Engagement, mit Israelis und Palästinensern zu verhandeln, um kleine Schritte auf etwas mehr Frieden und Sicherheit, Wohlstand und Arbeit zu gehen.“
      
53 Lesermeinungen
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#54   Jörg Guttenberger, Köln   23:25:41 | Donnerstag, 8. Mai 2008
Marcellus: Gottesbezug…
Den letzten Beitrag habe ich irrtümlich vor Tippfehler-Korrektur abgeschickt. Bitte, entschuldigen Sie daher die Fehler.
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#53   Hugo   14:02:48 | Donnerstag, 8. Mai 2008
Christus
wer ist das, fragen heute schon viele Amtskirchenführer, allen voran Schönborn, gefolgt von Küng.
Österreichische Bischöfe sind selbstherrlich, arrogant, machtgeil und Geldbesessen, wozu brauchen sie da noch den lästigen Gott, wenn sie selbst sich als Gott und obersten Überrichter fühlen.
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#52   Jörg Guttenberger, Köln   18:42:46 | Dienstag, 6. Mai 2008
Marcellus: Gottesbezug…
Natürlich ist eine Verfassng ohne Gottesbezug in einer Demokratie rechtlich möglich. Andererseits ist eine demokratien ohne einen Mindestkathalog gemeinsamer Werte aber auf Dauer lebensunfähig. Sie sehen selbsst die wachsende Orientierungslosigkeit, die sich in einer anbahnenden Diktatur des Relativismus und n der an Oberflächlichkeit kaum überbietbaren Genderrevolution niederschlägt.
Daß nicht alle Christen einen Gottesbezug in der Verfassung wollen,istg eine Unterstellung, so lagne Sie sich nicht auf eine Volksabstimmung unter eingetragenen Kirchenmitgliedern berunfen können. Selbstgverständlich sprechen die Kirchen voll zu Recht für alle ihre Mitglieder, wie es andere Personengruppen auch machen. Bei der von mir erwähnten berufständigen Vereinigung ist es nicht anders, ohne daß bisher eine Beanstandung bekannt geworden ist. Es ist absolut unüblich, hier vor jeder auch ins Gewicht fallenden Angelegenheit eine Mitgliederabstimmung zu organisieren.
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#51   Marcelus   17:46:50 | Montag, 5. Mai 2008
@Jörg Guttenberger, Köln: Sehr viele EU-Bürger wählen Parteien auch aus wirtschaftlichen
und sozialen Gründen, und nicht aus ideologischen Gründen, das ist natürlich richtig.
Deshalb können Sie aber umgekehrt auch nicht annehmen, daß alle EU-Bürger, die einer christlichen Konfession angehören, auch automatisch eine Bezugnahme auf das Christentum in der EU-Verfassung (oder auch in ihren nationalen Verfassungen) wünschen.
Selbst ein Staat, der mehrheitlich von Christen regiert wird, muß deshalb nicht automatisch das Christentum und Gott in die Verfassung aufnehmen.
Eine Verfassung soll die demokratische Regierung regeln und bedarf solcher religiöser Erklärungen auch überhaupt nicht.
Siehe z.B. auch die Bundesverfassung der Republik Österreich.
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#50   Jörg Guttenberger, Köln   17:13:29 | Montag, 5. Mai 2008
Marcellus: Demokratie
Hinsichtlich des Parteiensystems und der Wahlergebnisse stimme ich Ihnen zu.
Die Kirchen sind aber genauso, wie jede andere Personengruppe, berechtigt, Forderungen an Regierung und Parlament zu stellen unbeschadet der Freiheit von Regierung und Parlament, auf diese Forderungen einzugehen oder nicht. Je größer die fordernde Personengruppe ist, umso größer ist der Nachdruck der Forderung.
In meiner letzten Stellungname konnte ich aus Platzgründen nicht erwähnen, das heute nur noch eine Minderheit eine Partei aufgrund ihres weltanschaulichen Hintergrundes wählt. Die Mehrheit wählt die Partei, bei der sie sich wirtschaftlich am besten aufgehoben fühlt. Mit dem Parteibeitritt ist es im Wesentlichen genauso. Hier spielt auch die Karrieremöglichkeit eine Rolle. Wir sehen das besonders deutlich in der CDU, die bei der Vertretung christlicher Werte immer zaghafter wird.
Die weltanschaulichen Parteien sind ein Produkt des 19. Jahrhunderts. Heute finden wir mehr und mehr in allen seriösen Parteien überzeugte Christen, wobei die Mehrheit (mit abnehmender Tendenz) der christlichen Politiker vermutlich auch heute noch in der CDU/CSU wirken.
Mit seriös meine ich im Wesentlichen alle Parteien mit Ausnahme der links- und rechtsextremen.
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#49   Benedikt   19:24:31 | Sonntag, 4. Mai 2008
@ sexychrist
rein formell ist der Bundespräsident der erste Mann (bzw. gegebenenfalls die erste Frau) im Staat.
Der hat aber kaum Befugnisse. Das mächtigste Amt in der BRD ist das des Bundeskanzlers.
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#48   Marcelus   22:51:46 | Samstag, 3. Mai 2008
@J. Guttenberger: Die Wahlresultate sind überhaupt erst die Grundlagen jeder demokratischen
Regierung, und nicht die Konfessionszugehörigkeit.
Wir werden von Parteien regiert, und nicht (mehr) von den Konfessionen.
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#47   Jörg Guttenberger, Köln   22:49:55 | Samstag, 3. Mai 2008
Marcellus: Gottesbezug…
Sie behaupten ohne Grundlage, die meisten Europäer wollten keinen Gottesbezug in der Verfassung. Das Wahlverhalten scheidet als Begründung aus, weil hier eine ganze Reihe anderer Gründe eine Rolle spielen. Die Leute wählen sicher nicht sozial oder liberal, um gegen den Gottesbezug zu stimmen, sondern allenfalls, weil ihnen deren Parteiprogramm mehr zusagt, als das der christlichen Parteien.
Aufgrund der Mehrheitsverhältnisse in der Bevölkerung sind die Kirchen zu dieser Forderung berechtigt.
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#46   HeinrichvonOfterdingen   22:44:41 | Samstag, 3. Mai 2008
Lieber Marcelus,
das wäre in der Tat treffend und würde auch keine Fehldeutungen mehr zulassen. Ich fürchte die Herrschaften sind dafür entweder zu feige oder zu listig, suchen Sie sich ‘s raus.
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#45   Marcelus   22:41:03 | Samstag, 3. Mai 2008
@Heinrich von Ofterdingen: Wenn schon, dann könnte sich die EU-Verfassung auf einen allgemeinen
„Baumeister aller Zeiten“ berufen,
denn das ist ein offener Begriff mit einer großen Interpretationsmöglichkeit.
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#44   HeinrichvonOfterdingen   22:29:37 | Samstag, 3. Mai 2008
Lieber Marcelus,
dieses Gebilde und diese Verfassung mit Gottesbezug, das wäre Gotteslästerung. Ich bin froh, wenn sich diese nicht auf Gott in der Verfassung berufen, den sie in ihrer Politik ein ums andere mal beleidigen.
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#43   Marcelus   22:27:18 | Samstag, 3. Mai 2008
@J. Guttenberger: Ein Gottesbezug wird von der Mehrheit der EU-Bürger sicherlich nicht
gewünscht.
Die Mehrheit der EU-Bürger sind zwar formell Christen, deswegen wünscht aber noch nicht die Mehrheit der EU-Christen eine Bezugnahme auf Gott oder auf die christliche Religion in der EU-Verfassung.
Christdemokratische Parteien werden nur von einer Minderheit der EU-Bürger gewählt,
die Mehrheit wählt Sozialdemokraten, Sozialisten und Liberale.
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#42   Jörg Guttenberger, Köln   22:23:34 | Samstag, 3. Mai 2008
Marcelus: Gottesbezug in der Verfassung
Es geht hier bekanntlich nicht um die Religionszugehörigkeit des Herrschenden, sondern der Bevölkerungsmehrheit, und die ist bekanntlich (zu 74 %) christlich und hat damit natürlich entsprechende Ansprüche. Der Gottesbezug bedeutet schließlich keine Schlechterstellung der restlichen 26 %. Mehrheitsentscheidung ist nun einmal das Wesen der Demokratie.
Da die christlichen Kirchen die christliche Bevölkerung legitim vertreten, ist die entsprechende Forderung der drei großen Konfessionen berechtigt, ihre Nichtbeachtung also undemokratisch.
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#41   Marcelus   20:19:18 | Samstag, 3. Mai 2008
@J. Guttenberger: Wieso soll ein fehlender Gottesbezug in einer EU-Verfassung automatisch eine
Ohrfeige gegen das Christentum sein?
In einer Demokratie gehört nun einmal nicht ein ganzes Volk geschlossen zu einer Religion, nach dem alten Staatsgrundsatz cuius regio, eius religio,
während von der Herrscherreligion abweichende Volkselemente physisch ausgemerzt werden.
Gott sei Dank sind die jetzigen Staaten konfessionsneutral, und gerade auch Frankreich und Deutschland.
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#40   Gotthard   19:33:13 | Samstag, 3. Mai 2008
@exbochumer
Allein schon von ihren Qualitäten im Oberkörperbereich:
Du scheinst dabei richtig sehn--süchtig zu werden.
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#39   Peter-Pan   16:43:50 | Samstag, 3. Mai 2008
@Jörg Guttenberger, Köln
Von irgendwelchen Manipulationslehrbüchern weiß ich nichts. Das ist wohl mehr Ihr Gebiet. Und es erstaunt mich, dass Sie die Kirchen mit Vereinen vergleichen.
Na gut, wie auch immer, Sie rollen die Sache sowieso weiter auf als nötig. Ihr Standpunkt – dem ich wiedersprochen habe – war, die formelle Zugehörigkeit zu christlichen Kirchen zusammenzurechnen und daraus zu folgern, dass ein mangelnder Gottesbezug im Grundsatzvertrag eine klare Politik gegen eine erdrückende Mehrheit wäre.
Darauf bin ich eingegangen. Denn das ist Quatsch. Nur weil immer noch relativ viele Leute formell den Kirchen angehören, ist ein fehlender Gottesbezug keine Politik gegen diese Leute. Die meisten werden das nicht so sehen. Vielen wird diese Sache auch gar nicht besonders wichtig sein.
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#38   Jörg Guttenberger, Köln   16:05:45 | Samstag, 3. Mai 2008
Peter Pan: Ihre Stellungnahme
ist natürlich vollendeter Quatsch! Sie argumentieren, wie es in jedem Lehrbuch für Manipulation steht und machen es mir damit extrem einfach!
In jeder Personengruppe gibt es bekanntlich Mitglieder unterschiedlicher Aktivität, bis hin zu Randerscheinungen, die (bei juristischen Personen) gerade noch ihren Beitrag zahlen, aber sonst mit der Gruppe nichts im Sinn haben. Je größer die Gruppe, umso prozentual kleiner ist der innere Kern. So bin ich z. B. Mitglied eines berufsständigen e. V., an dessen Mitgliederversammlung üblicherweise höchsens 20 % der etwa 2000 Mitglieder teilnehmen. Bei Sitzungen meines Fackreises (200 Mitglieder) kommen 40 – 60 %. Bei kleineren Fachkreisen ist die Aktivität verständlicherweise höher, bis zu 100 %. Diese Zahlen sind allgemene Erfahrungswerte.
Trotzdem spricht der Verein – ganauso, wie innerhalb des Vereins die Fackreise – wie jede Personengruppe selbstverständlich für alle Mitglieder und nicht nur für die aktiven. Wieso wollen Sie die Kirchen anders behandeln?
Witz?
Die Vereinahmung der passiven Christen für die Gegenseite ist daher eine unerhörte Anmaßung. Der fehlende Widerspruch des Kirchenmanagementes zeigt nur dessen Schlafmützigkeit.
Zwar nehmen unserer Bischöfe und Priester ihren Verkündigungsauftrag durchweg ernst. Hier ist jedoch in erster Linie die Vertretung der Laien gefragt. Doch diese hat sich bisher ausschließlich gegen Mons. Dyba profiliert, seit dessen Tod hört man so gut wie nichts mehr, sie schläft offenbar.
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#37   Marcelus   13:31:40 | Samstag, 3. Mai 2008
Der Bundeskanzler ist der mächtigste Politiker in der Bundesrepublik Deutschland,
auch wenn er formell, ähnlich wie in der Republik Österreich, nur den vierten Rang im Staatsprotokoll einnimmt.
Der formell erste Politiker, der Bundespräsident, hat in der Bundesrepublik Deutschland wenig Souverainität.
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#36   Peter-Pan   07:39:25 | Samstag, 3. Mai 2008
@Jörg Guttenberger, Köln
Von 2004 biws 2007 gab es 25 Staaten mit insgesamt 455 Mio. Einwohnern. Hiervon waren 57,8 % katholisch, 13,8 % evangelisch und 2,6 % orthodox, insgesamt also 74,2 % christlich, also mehr, als zwei Drittel. Damit wird also ganz klar Politik gegen die erdrückende Mehrheit gemacht. Und das soll demokratisch sein?
Ich Rechnung ist natürlich Quatsch – und ich denke Sie wissen das. Was diese Zahlen – ich gehe einfach mal von ihrer Richtigkeit aus – belegen, ist allenfalls, wie viele Menschen formell welcher Glaubensrichtung bzw. Kirche angehören. Sehr, sehr viele davon sind aber nur Papierchristen oder haben eine sehr – wie sagt man hier so gerne – „relativistische“ Sicht der Dinge.
Ich persönlich kenne genug Menschen, die zwar noch formell einer Kirche angehören, praktisch gesehen aber nichts mehr mit Religion zu tun haben.
Dann gehen natürlich auch die Überzeugungen dessen was christlich und was unchristlich ist, radikal auseinander; wie gerade auf kreuz.net mehr als deutlich sein dürfte.
Außerdem gehen Sie irrtümlich davon aus, dass jeder der sich selbst als Christ versteht, deshalb gleich einen Gottesbezug in der Verfassung sehen will. Aber auch viele religiöse Menschen sind und waren schon immer der Meinung, dass Staat und Kirche besser gründlich auseinandergehalten werden.
Ihre Rechnung geht in keiner Hinsicht auf.
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#35   Junonian   02:21:20 | Samstag, 3. Mai 2008
…sic!!!!!!!
danke!
sehr richtig bemerkt.
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#34   Jörg Guttenberger, Köln   00:17:14 | Samstag, 3. Mai 2008
Bundesregierung, Grundlagenvertrag Europas
Die Reihenfolge lautet: Bundespräsident, Bundestagspräsident, Bundesratspräsident = Stellvertreter des Bundespräsidenen, Bundeskanzler als Regierungschef.
Der fehlende Gottesbezug im Grundlagenvertrag ist tatsächlich eine Ohrfeige für die Christen Éuropas und sicher auch so gedacht, so sehr man sich auch auf die französische Weigerung beruft. Hier wedelt also tatsächlich der Schwanz mit dem Hund!
Von 2004 biws 2007 gab es 25 Staaten mit insgesamt 455 Mio. Einwohnern. Hiervon waren 57,8 % katholisch, 13,8 % evangelisch und 2,6 % orthodox, insgesamt also 74,2 % christlich, also mehr, als zwei Drittel. Damit wird also ganz klar Politik gegen die erdrückende Mehrheit gemacht. Und das soll demokratisch sein?
Ab 2007 haben wir 485 Mio. Einwohner in 27 Staaten. Davon sind 55,6 % katholisch, 13,2 % evangelisch und 6 % orthodox, insgesamt also 74,8 % Christen.
Die christlichen Kirchen sind offenbar zu schwach, um ihre berechtigen Ansprüche wirksam geltend zu machen.
Mons. Musinghoff, Bischof von Aachen, hat von Anfang an einen schwachen Eindruck gemacht: laut einer Veröffentlichung in „DIE WELT“ kurz nach seiner Amtseinführung hat er sich gegen Gewalt von Rechts ausgesprochen. Das heißt im Umkehrschluß, daß er gegen Gewalt von Links und sonstige Gewalt nichts einzuwenden hat. Lächerlicher konnte er sich kaum machen.
Soweit bekannt, schafft er es mit den Finanzen seines Bistums ebenfalls nicht.
Es fehlen eben Bischöfe wie Kardinal von Galen, Kardinal Döpfner, Erzbischof Dyba us…
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#33   Romulus   23:33:25 | Freitag, 2. Mai 2008
@Gotthard
Nicht ausflippen, Gotthardchen, gaaaanz ruhig bleiben :-)
Deine Reaktion zeigt mir, dass ich genau richtig liege! :-D :-D :-D
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#32   HeinrichvonOfterdingen   23:32:06 | Freitag, 2. Mai 2008
Gotthard pöbelt wieder.
Wieder einmal hat er erkannt, dass seine Argumente keine sind. Was tut Gotthard? Nachdenken? Weit gefehlt. Natürlich ist sein Diskussionspartner schuld. Wieso weiss der auch besser Bescheid als Gotthardle? Also die verbalen Fäuste raus. Ihm ein paar auf die Nase geben.
Gotthardle, kleine Jungs sollen doch um diese Zeit doch schon im Bett sein!
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#31   Gotthard   23:24:30 | Freitag, 2. Mai 2008
@romulus
bist Du ein ignorantes Arschloch … von nichts eine Ahnung – aber draufhauen!
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#30   Romulus   23:21:49 | Freitag, 2. Mai 2008
Mussinghoff und die Sauer
Mussinghoff, Sie sind eine Null! Statt dieser Ossi-Tante mal ordentlich die Leviten zu lesen, gab es Schleimerei. Echt toll, wie Sie auf die Schleimspur gegangen sind. Hätten Sie diese Person aus Ihrem Dom hinausgeschmissen, wären Sie in der Tagesschau als erste Nachricht aufgetaucht, so hat man es sich zurecht erspart überhaupt auf Sie, Herr Bischof, einzugehen.
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#29   Gotthard   22:10:52 | Freitag, 2. Mai 2008
@sexychrist
Präsident des Bundesverfassungsgerichts (mag auch Bundesgerichtshof sein) und Bundesratspräsident
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#28   sexychrist   22:06:15 | Freitag, 2. Mai 2008
@ Gotthard
Nur aus Interesse (ich zweifle ihre Aussage nicht an), wer sind die zwei zwischen Bundespräsident und Kanzler?
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#27   Gotthard   21:19:07 | Freitag, 2. Mai 2008
Rangfolge
die Bundeskanzlerin ist formell die Vierte im Staate.
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#26   sexychrist   20:36:53 | Freitag, 2. Mai 2008
@ Benedikt
rein formell ist der Bundespräsident der erste Mann (bzw. gegebenenfalls die erste Frau) im Staat.
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#25   Horst Metzker   19:03:42 | Freitag, 2. Mai 2008
Doch, den Bischöfen fällt zu Himmelfahrt
mehr ein, doch wir Unverständigen, wollen ja nur das hören, was wir ohnehin schon wissen. Also keine Ahnung!
Gott hat nach einer Wartezeit von 1600 Jahren der Geduld erkannt. das Israel nicht verstand, oder nichts wissen wollte von dem, was er am Sinai dem Volke auftrug. So kam sein Sohn in die Welt, und der wollte das Judentum reformieren, zum besseren Verständnis der Menschen. Die interessierten sich einen Dreck um das was er sagte, und kreuzigten ihn. Ein paar Getreue nahmen sein Vermächtnis mit, und ein gewisser geläuterter Herr Paulus, machte so daraus, das Vermächtnis Gottes, die katholische Kirche, die in der heutigen Zeit auch die Masse Mensch nicht versteht.
Warum? Weil diese Kirche oft eine Sprache spricht, und mit Problemen umzugehen hat, die nicht Bibel konform sind.
Nach 3.600 Jahren kann man nicht reagieren mit den Argumenten die zur Zeit der Pyramiden bauenden Menschen jeder verstanden haben konnte, aber da schon nicht wollte.
Ist über Christi Himmelfahrt nicht längst alles gesagt?
Über alle anderen Christusfeste auch?
Als dieses Thema ausgelutscht war, hat man die
Hl. Maria hinzugenommen, und bis heute ein Heiligenheer von 10.000 Männlein und Weiblein.
Hat Christus nicht gesagt: Ihr sollt nur einen Heiligen, und das ist euer Vater, der im Himmel ist.
Hott Gott Vater nicht gesagt: Du sollst dir kein Gleichnis noch irgend ein Abbild machen, von dem was im Himmel, auf Erden, noch unter den Wassern ist?
Der Teufel kommt erst bei Jeremias.
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#24   Junonian   18:27:14 | Freitag, 2. Mai 2008
zum artikel
gerade die bewusste nichtformulierung der „christlichen wurzeln“ im grundlagenvertrag (stattdessen „humanistisches erbe“) , sollte nicht „bedauert“ werden, sondern ist als angriff auf jesus christus, unseren herrn, zu sehen, und muss als grundbedingung für akzeptanz seitens unserer kirche für jegliche westliche staatengemeinschaft ganz klar ausgesprochen werden, so wie pius XII es bezüglich staatengemeinschaften schon gefordert hatte, wenn zu wenig mumm da ist, wäre wenigstens die betonung von christi himmelfahrt als indirekte kritik möglich gewesen, aber auch da zu knochenweich der herr bischof, poltikerwischwasch ist einem bischof nicht würdig…
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#23   Benedikt   18:08:24 | Freitag, 2. Mai 2008
@ Gotthard
Nicht nur das, da der Mensch nach Gottes Abbild geschaffen ist, hat sich Parmenas einer schweren Blasphemie schuldig gemacht. Als Nietzsche stichelte, die Christen sähen nicht erlöst aus, da hatte er Typen wie Parmenas vor Augen.
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#22   ExBochumer †   18:04:27 | Freitag, 2. Mai 2008
Tja, mächtig ist diese Frau schon.
Allein schon von ihren Qualitäten im Oberkörperbereich:
www.nancarrow-webdesk.com/…w14/img.187096_t.jpg
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#21   Gotthard   18:03:05 | Freitag, 2. Mai 2008
@parmenas
Zu deiner Kinderstube scheinen ja sprach-mächtige Menschen gehört zu haben, die andere Menschen als Ratte und Scheißhaufen titulierten… ein Kindergarten wäre dir wohl besser bekommen!
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#20   Benedikt   17:55:51 | Freitag, 2. Mai 2008
@ sexychrist
Wollt ihr der zweitmächtigsten Einzelperson in der deutschen Politik und wohl mächtigsten Frau der Welt vorschreiben, wie sie heißt?
Wieso „zweit-“? Wer ist denn in Deutschland mächtiger als der/die Bundeskanzler/in?
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#19   Amanda   16:53:46 | Freitag, 2. Mai 2008
Hirtenpflicht
Es ist Aufgabe eines jeden Priesters (um wieviel mehr dann eines Bischofs!), Christus und Sein Königtum zu verkünden – nicht mehr und nicht weniger. Mussinghoff, setzen, Sechs! Als Hirte der Gläubigen hat er auf ganzer Linie versagt.
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#18   Parmenas   16:21:43 | Freitag, 2. Mai 2008
Auch Gotthard
ist nichts als ein Scheißhaufen!
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#17   Lorenz   16:13:28 | Freitag, 2. Mai 2008
Angela Sauer
ist eine Polemik gegen das der Redaktion sicher bekannte (und wohl für profeministisch erachtete) Namensrecht, lieber Gotthard.
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#15   Gotthard   15:40:37 | Freitag, 2. Mai 2008
Sauer
jetzt blamiert sich die Redaktion schon wieder einmal und zeigt ihre absolute Ignoranz: keinen blassen Schimmer vom deutschen Namensrecht!
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#14   sexychrist   15:39:36 | Freitag, 2. Mai 2008
@ Lorenz
Dann wäre an dieser Stelle der Aufschrei darüber groß, dass sich Herr Mussinghoff mit Protestanten „verbrüdert“ und „verschwestert“.
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#13   Lorenz   15:36:57 | Freitag, 2. Mai 2008
Liebe Brüder und Schwestern!
hätte der Bischof zu den GottesdienstbesucherInnen sagen könne, oder?
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#12   jolie   15:28:30 | Freitag, 2. Mai 2008
AUA!!
vielleicht hatte exzellenz
aufgrund seiner vielen
zwangs-fusionierungen
auch keine zeit,
sich auf die
predigt
vorzubereiten,
hihihi
denkt sich der freche
jolie
Redaktion benachrichtigen
#11   Sozialkatholisch   15:28:19 | Freitag, 2. Mai 2008
@ RRR
Ich besuche wenigsten 1 X im Monat ein Hochamt bei der FSSPX und kann nur sagen das dort das Evangelium, die Frohe Botschaft gepredigt wird, was ich bei den Amtskirchenpredigten leider oft schmerzlich vermisse.
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#10   sexychrist   15:19:09 | Freitag, 2. Mai 2008
Angela Sauer
Wollt ihr der zweitmächtigsten Einzelperson in der deutschen Politik und wohl mächtigsten Frau der Welt vorschreiben, wie sie heißt?
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#9   Gotthard   15:16:39 | Freitag, 2. Mai 2008
Lesung
Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und schaut zum Himmel empor?
diesen Satz hörte ich gestern in der Lesung … unser Bewährungsfeld ist nun einmal die Erde …
also hat der Bischof situationsgerecht gepredigt.
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#8   RRR   15:15:50 | Freitag, 2. Mai 2008
@ Sozialkatholisch
Schmarren und üble Verleugnung, wieviel Predigten hast du bei der FSSPX denn schon gehört?
1. Wir sind nicht per Du.
2. Bei eigener körperlicher Anwesenheit gehört: 7.
Abgedruckte FSSPX-Predigten im Internet gelesen oder gehört: ich schätze ca. 25-30.
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#7   möchtegern-kathole   15:02:14 | Freitag, 2. Mai 2008
RRR schrieb:
„Ich habe noch nie eine Predigt bei der FSSPX gehört, die nicht zur Politik degenerierte.“
Sie haben immer noch nicht auf Sozialkatholisch Frage geantwortet, wieviele Predigten Sie denn insgesamt bei den Pius-Brüdern gehört haben O:)
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#6   Libertas Ecclesiae   14:56:22 | Freitag, 2. Mai 2008
Angela Sauer
Mit von der Partie waren die deutsche Bundeskanzlerin Angela Sauer (geschiedene Merkel),
:-D :-D :-D :-D :-D :-D :-D
Redaktion benachrichtigen
#5   ExBochumer †   14:54:28 | Freitag, 2. Mai 2008
Müssinghoff beweist in zunehmendem Maße,
daß er eine NIETE ist.
Sein Bistum ist bankrott, seine Verkündigung ist unter aller S…, und so weiter.
Die katholische Kirche braucht wieder gute Hirten und nicht solche Typen wie Müssinghoff.
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#4   Guiseppe   14:49:39 | Freitag, 2. Mai 2008
Das Schweigen des Bischofs
Zu den Themen massenhafte Kindestötung im Mutterleib deutschland- und europaweit, embryonentötende Forschung und zunehmende Entrechtung der Familien in Deutschland hat Herr Bischof Mussinghoff geschwiegen?
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#3   Sozialkatholisch   14:43:29 | Freitag, 2. Mai 2008
@ RRR
Schmarren und üble Verleugnung, wieviel Predigten hast du bei der FSSPX denn schon gehört?
Redaktion benachrichtigen
#2   sexychrist   14:40:23 | Freitag, 2. Mai 2008
diverses
Soweit ich als Nordrhein-Westfalener weiß ist immer noch Jürgen Rüttgers unser Ministerpräsident.
Die Messe war zudem nicht ausschließlich Christi Himmelfahrt gewidmet, sondern der Verleihung des Karlspreises zu Aachen, der für ein besonderes politisches Engagement für die Einheit Europas verliehen wird.
Ein Einfließenlassen der Politik aus kirchlicher Sicht ist deshalb keineswegs abzulehnen.
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#1   RRR   14:38:08 | Freitag, 2. Mai 2008
Ja und?
Beim Pontifikalamt zu Christi Himmelfahrt begann der Bischof von Aachen mit einer Predigt, die aber schnell zu einer politischen Ansprache degenerierte.
Ich habe noch nie eine Predigt bei der FSSPX gehört, die nicht zur Politik degenerierte. Da gehts bei jedem Evangelium nur um Abtreibung, Scheißreligionsfreiheit und was für ein Drecksjude den römischen Bischofssitz okkupiert hat.
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Es wurde eine Lesermeinung von der Redaktion entfernt
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