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Montag, 5. Mai 2008 09:50
Diözese auf Erfolgskurs
In Deutschland gibt es immerhin ein Bistum, in dem der Bischof bereit ist, dem Papst ohne Wenn und Aber zu gehorchen. Die Früchte wird er schon bald ernten können. Von Annegrete Werger.
Gebete nach der heiligen Messe.
Gebete nach der heiligen Messe.
(kreuz.net) Die Altgläubigen der Diözese Eichstätt können mit dem Wohlwollen des dortigen Bischofs, Mons. Gregor Maria Hanke, rechnen, obwohl der Generalvikar und das Domkapitel sich den Bestimmungen des päpstlichen Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’ widersetzen.

Darum ist die Alte Messe in den Städten Eichstätt und Ingolstadt sowie in deren Umgebung auf dem Vormarsch.

In der Stadt Eichstätt existiert in der Kirche St. Peter und Paul eine altgläubige Gemeinde mit ungefähr sechzig bis siebzig Stammgläubigen.

In dieser Gemeinde zelebrieren der Vizeoffizial und Kirchenrektor, Hw. Alexander Pytlik, sowie der Spiritual des Eichstätter Priesterseminars, Hw. Lorenz Gadient, die Heilige Messe im Alten Ritus.

Das hat eine Ausstrahlung auf Traditionalisten in der gesamten Umgebung von Eichstätt und Ingolstadt.

Zu Beginn dieses Jahres hat sich im südlichen Ingolstädter Stadtteil Zuchering – der zur Diözese Augsburg gehört – eine weitere altgläubige Gemeinde um Pfarrer Adolf Rossipal geschart. Der Geistliche versammelt wöchentlich ungefähr fünfzig Altgläubige.

In Kürze soll in der Ingolstädter Innenstadt, die zur Diözese Eichstätt gehört, eine weitere altgläubige Gemeinde entstehen.

Entsprechende Anträge wurden von Ingolstädter Traditionalisten, die aus der Innenstadt und aus den Ingolstädter Nordoststadtvierteln stammen, eingebracht. Bischof Hanke hat den Antrag bereits genehmigt.

Diese Gemeinde wird von der Petrusbruderschaft betreut werden. Die Bruderschaft hat vor kurzem im Wallfahrtsort Bettbrunn – ungefähr zwanzig Kilometer von Ingolstadt entfernt – ein neues Haus eröffnet.

Woher kommen die Gläubigen?
Zu verdanken sind diese Erfolge in erster Linie dem Eichstätter ‘Initiativkreis Katholischer Priester und Laien’ unter Norbert Clasen. Diese Gruppierung hat fast vierzig Jahre gekämpft und durchgehalten.

Dankbar sind die Altgläubigen der Diözese auch dafür, daß Bischof Hanke die Anträge bereitwillig genehmigt hat und Kirchenrektor Alexander Pytlik als Verantwortlicher für den Alten Ritus in Eichstätt eingesetzt hat.

Hw. Pytlik erfreut sich mit seiner offenen, zuvorkommenden und energischen Art einer großer Beliebtheit und eines großen Respekts bei den Altgläubigen.

Es ist ihm auch gelungen, nicht wenige Gläubige der Priesterbruderschaft St. Pius X. in die Diözese zurückzuführen. Bei den Mitgliedern der zukünftigen altgläubigen Gemeinde in Ingolstadt handelt es sich fast ausschließlich um ehemalige Gläubige der Priesterbruderschaft St. Pius X.

In der Diözese Eichstätt bröckelt auch die Front der Liberalen, die im Zusammenhang mit dem Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’ ein Schreckengespenst an die Wand malten und die Ausbreitung der Altritualisten verhindern wollten.

Außerdem haben sich einige Pfarrer, die den Neuen Ritus würdig zelebrieren, sowie konservative Persönlichkeiten ebenfalls wohlwollend zu den Altgläubigen geäußert.

Der Bischof von Eichstätt, der noch relativ jung ist, verschafft sich mit den Altgläubigen und Konservativen eine Hausmacht, die er noch dringend benötigen wird.

© Bild: Lawrence OP,CC
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 91 Lesermeinungen:
Mittwoch, 7. Mai 2008 18:32
Gotthard: Mini-Grüppchen
Weiters darf ich auf den offiziellen ersten Zählsonntag für die genannte liturgische Gemeinde verweisen, welcher 45 Gläubige erbrachte.
diese offiziellen Zahlen stellen endlich mal diese Initiativkreis Meldungen richtig. Von einer großen Nachfrage kann also keine Rede sein – wirklich Mini-Grüppchen.
Mittwoch, 7. Mai 2008 16:28
Benedikt: @ Defensor Fidei
Ohne die FSSPX gäbe es sowohl dieses MP als auch die eine oder andere Messe nach diesem MP gar nicht.

Na und?
Mittwoch, 7. Mai 2008 10:27
Kurt K.: Landorganist
Es gibt keine schlechte Werbung.
Mittwoch, 7. Mai 2008 10:24
LandorganistII: Eine Werbung auf diesem Portal
dürfte eher schädlich sein.
Dienstag, 6. Mai 2008 15:39
Dr. Alexander Pytlik: Richtigstellungen zur liturgischen Gemeinde mit drei Gottesdienstorten in Eichstätt
Nach Lektüre des Artikels und der bisherigen Lesermeinungen stelle ich als Bischöflicher Verantwortlicher für die außerordentliche Form der lateinischen Liturgie in der Stadt Eichstätt fest: So gut gemeint die obige Einsendung auch sein mag (Autorin „Annegrete Werger“ ist mir namentlich nicht bekannt), einige Formulierungen und Feststellungen bedürfen einer Korrektur oder Ergänzung. Zunächst distanziere ich mich mit einigen Vordiskutanten vom Begriff „Altgläubige“. Weiters ist mir bisher nicht bekanntgeworden, in welcher Weise sich der Generalvikar oder Domkapitulare „den Bestimmungen des päpstlichen Motu Proprio Summorum Pontificum widersetzten“. Da die liturgische Gemeinde mit ihren drei Gottesdienstorten (die Rektoratskirche St. Peter und St. Paul, die Schutzengelkirche und die Kathedralkirche selbst für alle Taufen in der außerordentlichen Form des Römischen Ritus) auf dem Territorium der Dompfarrei wohl nach Beratungen mit dem Domkapitel von Bischof Gregor Maria errichtet wurde, kann wohl kaum eine Mehrheit im Domkapitel „Widerstand“ geleistet haben. Hinzu kommt, daß die entsprechenden Sitzungen meines Wissens mit dem üblichen Sitzungsgeheimnis versehen waren/sind. Weiters darf ich auf den offiziellen ersten Zählsonntag für die genannte liturgische Gemeinde verweisen, welcher 45 Gläubige erbrachte. Längerfristig wünsche ich mir eine stabile Feiergemeinde von 50 Gläubigen. Spezielle Werbung(en) auf dem hiesigen Portal „kreuz.net“ sind dazuhin meines Erachtens nicht nötig…
Dienstag, 6. Mai 2008 03:11
pneumat: Die „Universaljurisdiktion“ ist ein Produkt
der römischen Willkür, die nie in der Urkirche existierte. Alle Apostel waren in ihrer Dienstausübung unabhängig (autonom) und gleich (man denke nur an Paulus) und der Maßstab war das Konzil. Außerdem belebt dieser falsche Anspruch den heidnischen Irrtum über die Reinkarnation und die protestantische Prädestination. Wenn Petrus in jedem Papst seine primäre Macht hat, kann diese – die eine persönliche Gnade historischen Petrus war – nicht automatisch auf andere Personen übertragen, es sei denn, Petrus soll immer auf neu in andere Person, einen „neuen“ Papst wiedergeboren werden. Also, eine absurde Vorstellung, die sich allein die überhitzten Köpfe des aggressiven, machthungrigen und verweltlichten römischen Teils der Apostolischen Kirche andichten könnten. Die sog. „Unfehlbarkeit“ des Papstes und die Funktion des „Stellvertreters“ Christi auf Erde sind lauter Gotteslästerungen. Übrigens braucht ein „Unfehlbarer“ auch kein Konzil mehr. [klein]Der Römische Tel hat sich allmählich verselbständigt, trennte sich von der Apostolischen Überlieferung, dichtete immer wieder neue Lehrsätze vorbei die Lehre der Kirchenväter. Abtrünnige und verdorbene Päpste riefen Empörung der gläubigen Welt, das Schrecken der Reformation und des 30-jährigen Krieges hervor. (Wie sollte man Vatikan hassen, um ihm 30 Jahre lang zu widerstehen!!). Die weiteren Verbrechen des Vatikans: die Kreuzzuge gegen der Glaubensbrüder (Griechen), Zerstörung, Raub und späterer Verrat des Byzanz und vieles mehr.
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