Gefechte um den Muttertag
Über dem diesjährigen Muttertag hängen dunkle Gewitterwolken: „Muttertag ohne Blumen ist wie Ostern ohne Eier“.
(kreuz.net/ Predigtgarten) Jedes Jahr wird am zweiten Sonntag im Mai in Deutschland Muttertag gefeiert.
Doch dieses Jahr fällt der Muttertag mit dem Pfingstfest zusammen. So etwas kann schnell zu „blühendem Unsinn“ – so die Tageszeitung ‘Mannheimer Morgen’ – führen.
Schon im Frühjahr 2006 sah der Blumenhandel – als er die Terminkollision entdeckte – für den Muttertag 2008 dunkle Gewitterwolken heraufziehen.
Da die Deutschen jedes Jahr etwa 130 Millionen Euro für Muttertagsblumen ausgeben, mußte der Umsatz gerettet werden.
Man hing das Thema ganz hoch: „Muttertag ohne Blumen ist wie Ostern ohne Eier“ – meinte der Sprecher des Deutschen Einzelhandels.
Die Befürchtungen waren nicht von der Hand zu weisen: Sollte Pfingsten bei den Politikern die Oberhand gewinnen, könnte dies bedeuten, daß die Geschäfte an diesem Tag nicht geöffnet werden dürften.
Was für eine Horror-Vorstellung! Der Blumenhandel beschloß darum, den Muttertag 2008 sicherheitshalber um eine Woche vorzuverlegen. Er teilte den Kalenderverlagen den Termin 4. Mai für den Muttertag mit.
Da der Muttertag kein gesetzlicher Feiertagstermin ist, wäre eine solche Verschiebung ohne Zustimmung irgendwelcher Gremien kein Problem gewesen.
Kein Problem und doch ein Problem
Was man nicht bedacht hatte: Ein Großteil der Kalender für 2008 war im Frühjahr 2006 offenbar redaktionell längst abgeschlossen.
Als man dies den Oberfloristen mitteilte, setzte Panik ein.
Es folgte ein eiliger Strategiewechsel und ein SOS-Ruf an die Politik. Man kam zum Schluß, daß eine Ausnahmegenehmigung für den Sonntagsblumenverkauf Pfingsten als Muttertag akzeptabel mache.
Zuständig für Sonderregelungen zum Verkaufsverbot an Feiertagen sind in Deutschland die Bundesländer.
Der zweite Akt
Damit begann der zweite Akt des Krieges an der Blumenfront.
Die meisten Länder prüften und prüften und sahen schließlich kein Problem, den Sonntagsverkauf zu erlauben – trotz Bedenken der Kirchen und anderer.
Kirchenvertreter wiesen darauf hin, daß man Blumen am Samstag kaufen könne, wie dies ja auch mit den Lebensmitteln für den Feiertag geschähe.
Der Blumenhandel besteht auch nicht auf Weihnachtsbaum- und Blumenverkauf am ersten Weihnachtsfeiertag.
Übrigens: Glaubt jemand wirklich, daß es am Sonntag frischere Blumen im Laden gibt? Jeder Insider weiß, daß die Blumen sowieso schon am Donnerstag oder Freitag geliefert werden.
Der dritte Akt
So begann der dritte Akt im Blütentheater. Die Blumenhändler teilten den Kalenderverlagen im Frühjahr 2007 mit, man habe um Ausnahmegenehmigungen angesucht.
Man möge doch bitte den ersten Brief vergessen und den Muttertagstermin doch an Pfingsten eintragen.
Das war die Garantie für weiteres Unheil. Denn es gab solche und solche Kalender – wobei die Mehrheit dem 11. Mai den Vorzug gab.
Vierter Akt
Vierter Akt: Was heißt hier Ausnahmegenehmigung? Das Land Baden-Württemberg befand, es solle, bis auf die üblichen Ausnahmen bei Ausflugsorten, Bahnhöfen, Tankstellen, beim Verkaufsverbot an Pfingsten bleiben.
Sind Muttertagsblumen Reisebedarf?
So streitet man sich mittlerweile vor den deutschen Gerichten. Es wird massiv Front gegen das Verbot gemacht, zumal die anderen Bundesländer…
Mittlerweile laufen Meinungsumfragen. Wenn man berücksichtigt, wie wenige ältere Internetnutzer sich an Umfragen dieser Art beteiligen, ist das Ergebnis erstaunlich:
Über 50 % – Stand: 5. Mai – finden, daß ein Verkaufsverbot zu Pfingsten trotz Muttertag zu Recht besteht, um den Feiertag zu schützen. Wer hätte das gedacht?
Eine Blumenhändlerin zieht für sich eine nachdenkliche Bilanz über die Qualität ihrer Kunden: „Sehr vielen jungen Leuten fällt es offenbar erst am Sonntag ein, daß ja Muttertag ist.“
Das wird die Muttis aber freuen. Jedenfalls haben sie ihren Feiertag dieses Jahr zusammen mit dem Heiligen Geist.
Das ist auch nicht nichts.
© Titelbild: Flickr-Benützer „bitca“, CC
Doch dieses Jahr fällt der Muttertag mit dem Pfingstfest zusammen. So etwas kann schnell zu „blühendem Unsinn“ – so die Tageszeitung ‘Mannheimer Morgen’ – führen.
Schon im Frühjahr 2006 sah der Blumenhandel – als er die Terminkollision entdeckte – für den Muttertag 2008 dunkle Gewitterwolken heraufziehen.
Da die Deutschen jedes Jahr etwa 130 Millionen Euro für Muttertagsblumen ausgeben, mußte der Umsatz gerettet werden.
Man hing das Thema ganz hoch: „Muttertag ohne Blumen ist wie Ostern ohne Eier“ – meinte der Sprecher des Deutschen Einzelhandels.
Die Befürchtungen waren nicht von der Hand zu weisen: Sollte Pfingsten bei den Politikern die Oberhand gewinnen, könnte dies bedeuten, daß die Geschäfte an diesem Tag nicht geöffnet werden dürften.
Was für eine Horror-Vorstellung! Der Blumenhandel beschloß darum, den Muttertag 2008 sicherheitshalber um eine Woche vorzuverlegen. Er teilte den Kalenderverlagen den Termin 4. Mai für den Muttertag mit.
Da der Muttertag kein gesetzlicher Feiertagstermin ist, wäre eine solche Verschiebung ohne Zustimmung irgendwelcher Gremien kein Problem gewesen.
Kein Problem und doch ein Problem
Was man nicht bedacht hatte: Ein Großteil der Kalender für 2008 war im Frühjahr 2006 offenbar redaktionell längst abgeschlossen.
Als man dies den Oberfloristen mitteilte, setzte Panik ein.
Es folgte ein eiliger Strategiewechsel und ein SOS-Ruf an die Politik. Man kam zum Schluß, daß eine Ausnahmegenehmigung für den Sonntagsblumenverkauf Pfingsten als Muttertag akzeptabel mache.
Zuständig für Sonderregelungen zum Verkaufsverbot an Feiertagen sind in Deutschland die Bundesländer.
Der zweite Akt
Damit begann der zweite Akt des Krieges an der Blumenfront.
Die meisten Länder prüften und prüften und sahen schließlich kein Problem, den Sonntagsverkauf zu erlauben – trotz Bedenken der Kirchen und anderer.
Kirchenvertreter wiesen darauf hin, daß man Blumen am Samstag kaufen könne, wie dies ja auch mit den Lebensmitteln für den Feiertag geschähe.
Der Blumenhandel besteht auch nicht auf Weihnachtsbaum- und Blumenverkauf am ersten Weihnachtsfeiertag.
Übrigens: Glaubt jemand wirklich, daß es am Sonntag frischere Blumen im Laden gibt? Jeder Insider weiß, daß die Blumen sowieso schon am Donnerstag oder Freitag geliefert werden.
Der dritte Akt
So begann der dritte Akt im Blütentheater. Die Blumenhändler teilten den Kalenderverlagen im Frühjahr 2007 mit, man habe um Ausnahmegenehmigungen angesucht.
Man möge doch bitte den ersten Brief vergessen und den Muttertagstermin doch an Pfingsten eintragen.
Das war die Garantie für weiteres Unheil. Denn es gab solche und solche Kalender – wobei die Mehrheit dem 11. Mai den Vorzug gab.
Vierter Akt
Vierter Akt: Was heißt hier Ausnahmegenehmigung? Das Land Baden-Württemberg befand, es solle, bis auf die üblichen Ausnahmen bei Ausflugsorten, Bahnhöfen, Tankstellen, beim Verkaufsverbot an Pfingsten bleiben.
Sind Muttertagsblumen Reisebedarf?
So streitet man sich mittlerweile vor den deutschen Gerichten. Es wird massiv Front gegen das Verbot gemacht, zumal die anderen Bundesländer…
Mittlerweile laufen Meinungsumfragen. Wenn man berücksichtigt, wie wenige ältere Internetnutzer sich an Umfragen dieser Art beteiligen, ist das Ergebnis erstaunlich:
Über 50 % – Stand: 5. Mai – finden, daß ein Verkaufsverbot zu Pfingsten trotz Muttertag zu Recht besteht, um den Feiertag zu schützen. Wer hätte das gedacht?
Eine Blumenhändlerin zieht für sich eine nachdenkliche Bilanz über die Qualität ihrer Kunden: „Sehr vielen jungen Leuten fällt es offenbar erst am Sonntag ein, daß ja Muttertag ist.“
Das wird die Muttis aber freuen. Jedenfalls haben sie ihren Feiertag dieses Jahr zusammen mit dem Heiligen Geist.
Das ist auch nicht nichts.
© Titelbild: Flickr-Benützer „bitca“, CC
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Sonntag, 11. Mai 2008 21:50
blumen: Unglaublich
Sorry…
aber langsam komm ich dahinter,was das hier eigentlich ist!!!Stressbedingt konnte ich bis jetzt nicht alle Beiträge lesen… Hab ich soeben getan. Und werd mich sofort gleich abmelden!! Unglaublich,was sich so alles hinter christlichem Glauben versteckt… Nächstenliebe steht bei Euch nicht in den Geboten…?? Gott sei Dank sind die Zeiten der Wunder und Heimsuchungen schon zig Jahre vorbei…Sonst müsste die ganze Menschheit Gottes Zorn fürchten!!
Nebenbei bemerkt,wäre das gar nicht unbedingt soo schlecht!!
Liebe Grüsse
…
aber langsam komm ich dahinter,was das hier eigentlich ist!!!Stressbedingt konnte ich bis jetzt nicht alle Beiträge lesen… Hab ich soeben getan. Und werd mich sofort gleich abmelden!! Unglaublich,was sich so alles hinter christlichem Glauben versteckt… Nächstenliebe steht bei Euch nicht in den Geboten…?? Gott sei Dank sind die Zeiten der Wunder und Heimsuchungen schon zig Jahre vorbei…Sonst müsste die ganze Menschheit Gottes Zorn fürchten!!
Nebenbei bemerkt,wäre das gar nicht unbedingt soo schlecht!!
Liebe Grüsse
…
Donnerstag, 8. Mai 2008 00:11
Florian Geyer: protti
????
wos speibst ?
wos speibst ?
Donnerstag, 8. Mai 2008 00:01
Protestant: Geierchen
Wir wissen eben Bescheid!!!!!!Weissssse Bescheid!
OgJott, we’nn ich nu new Lappes wie du wör, künnt ich mir jlich de Kojel jävvve!
OgJott, we’nn ich nu new Lappes wie du wör, künnt ich mir jlich de Kojel jävvve!
Mittwoch, 7. Mai 2008 23:58
Florian Geyer: protti
wahrheit ? in eurer kirchensimulationsorganisation sagt doch jeder was anderes
Mittwoch, 7. Mai 2008 23:55
Protestant: @geierchen
Und warum nicht?‘Weil wir die Wahrheit sagen? Ooooch…isss doch nitt suuu schlimmmmm!
Mittwoch, 7. Mai 2008 23:52
Florian Geyer: <protestanten
mag ich nun wirklich nicht !
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