11:15:30 | Mittwoch, 7. Mai 2008
Eine Tagung kirchenfremder Altliberaler wollte sich eigentlich nicht mit dem Thema der Frauenordination beschäftigen. Doch dann war die Versuchung größer als der Vorsatz.

Bei den Anglikanern werden mittlerweile mehr Frauen ordiniert als Männer.
(kreuz.net, Luzern) „Als Frau für die katholische Kirche zu arbeiten ist nichts, wofür frau sich aus
einer Laune heraus entscheidet: Denn wir stoßen immer wieder an Grenzen.“
So jammerte die Leiterin der
katholische Frauenstelle Aargau, Frau Susanne Andrea Birke, bei einer Tagung für weibliche Seelsorger
in der Innerschweizer Stadt Luzern. Davon berichtete die Schweizerische katholische Nachrichtenagentur
‘Kipa’.
Das Thema der Tagung lautete „berufen! ermächtigt?“ und sollte von weiblichen Seelsorgern im
„Spannungsfeld von Ruf, Alltag und Verbot“ handeln.
Zu der Konferenz erschienen rund fünfzig weibliche
Gemeindeleiter, Pastoralassistenten, Katecheten und Erwachsenenbildner.
„Die Frage“ der Frauenpriester
sollte laut ‘Kipa’ „für einmal nicht“ im Vordergrund der Tagung stehen. Das betont die Agentur in ihrem
Artikel gleich zweimal.
Dennoch erklärte Frau Birke laut ‘Kipa’, daß die Frauenordination „nötig und
eigentlich selbstverständlich“ sei.
Der weibliche Seelsorger möchte sich an Grenzen reiben und angebliche
Handlungsspielräume ausloten – philosophierte sie weiter.
Ein weiteres Referat hielt Frau Angela Berlis.
Sie ließ sich im Jahr 1996 als erste Frau von den Altkatholiken ungültig zur Priesterin ordinieren.
Frau Berlis sprach über Erfahrungen der – angeblich – ordinierten Frauen.
Die sogenannte Gemeindeleiterin
Barbara Kückelmann referierte zur wichtigen Frage „Ist Frauenordination eigentlich noch ein Thema?“
Dabei erklärte sie, daß Laien im kirchlichen Dienst das Bild der Kirche verändert hätten. Für viele
sei heute nicht mehr klar, was das Priestertum bedeute: „Das empfinde ich als positiv“ – erklärte die
sogenannte Gemeindeleiterin.
Die Referentin Hildegard Schmittfull behauptete sogar: „Ich bin Priesterin“.
Das sei ihre spirituelle Erfahrung, auch wenn sie es nicht dem Amt nach sei.
Das Eröffnungsreferat der
Tagung hielt die Leiterin der Fachstelle Feministische Theologie im altliberalen Luzerner Romerohaus,
Frau Li Hangartner.
Die Dame konstruierte neomarxistisch einen Unterschied zwischen Berufung und Ermächtigung.
Sie warnte vor „Männern in mächtigen Positionen“, deren Berufung angeblich noch nicht offenbar geworden
sei. Umgekehrt müßten angeblich berufene Frauen ohne Ermächtigung wirken.
Als konkretes Feindbild
denunzierte Frau Hangartner den Bischof von Chur, Mons. Vitus Huonder. Dieser sei mit seinen
jüngsten
Entscheidungen, hinter „alle Ziele“ des Zweiten Vatikanums zurückgegangen, behauptete sie, ohne ihre
Aussage an den Konzilsdokumenten zu belegen.
Bischof Huonder hat in seinem Bistum das weltkirchliche
Verbot von Laienpredigt und Generalabsolution in Erinnerung gerufen.
Frau Hangartner appellierte an ihre
Mitstreiterinnen, alles zu tun, daß ein „helvetischer Sonderweg“ offenbleibe: „Ein Wagen, der steht,
darf nicht das Tempo bestimmen.“
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Protestant 23:22:51 | Mittwoch, 7. Mai 2008
#8
Protestant 22:53:54 | Mittwoch, 7. Mai 2008
#7
Aleph † 17:00:00 | Mittwoch, 7. Mai 2008
#6
HBR 14:49:18 | Mittwoch, 7. Mai 2008
#5
ExBochumer † 14:33:51 | Mittwoch, 7. Mai 2008
#4
iudex † 13:20:59 | Mittwoch, 7. Mai 2008
#3
adlimina 13:17:24 | Mittwoch, 7. Mai 2008
#2
ExBochumer † 11:47:55 | Mittwoch, 7. Mai 2008
#1
Stephen Dedalus 11:25:48 | Mittwoch, 7. Mai 2008