Frauenordination
Ein Wagen, der steht, darf nicht das Tempo bestimmen
Eine Tagung kirchenfremder Altliberaler wollte sich eigentlich nicht mit dem Thema der Frauenordination beschäftigen. Doch dann war die Versuchung größer als der Vorsatz.
Bei den Anglikanern werden mittlerweile mehr Frauen ordiniert als Männer.
Bei den Anglikanern werden mittlerweile mehr Frauen ordiniert als Männer.
(kreuz.net, Luzern) „Als Frau für die katholische Kirche zu arbeiten ist nichts, wofür frau sich aus einer Laune heraus entscheidet: Denn wir stoßen immer wieder an Grenzen.“

So jammerte die Leiterin der katholische Frauenstelle Aargau, Frau Susanne Andrea Birke, bei einer Tagung für weibliche Seelsorger in der Innerschweizer Stadt Luzern. Davon berichtete die Schweizerische katholische Nachrichtenagentur ‘Kipa’.

Das Thema der Tagung lautete „berufen! ermächtigt?“ und sollte von weiblichen Seelsorgern im „Spannungsfeld von Ruf, Alltag und Verbot“ handeln.

Zu der Konferenz erschienen rund fünfzig weibliche Gemeindeleiter, Pastoralassistenten, Katecheten und Erwachsenenbildner.

„Die Frage“ der Frauenpriester sollte laut ‘Kipa’ „für einmal nicht“ im Vordergrund der Tagung stehen. Das betont die Agentur in ihrem Artikel gleich zweimal.

Dennoch erklärte Frau Birke laut ‘Kipa’, daß die Frauenordination „nötig und eigentlich selbstverständlich“ sei.

Der weibliche Seelsorger möchte sich an Grenzen reiben und angebliche Handlungsspielräume ausloten – philosophierte sie weiter.

Ein weiteres Referat hielt Frau Angela Berlis. Sie ließ sich im Jahr 1996 als erste Frau von den Altkatholiken ungültig zur Priesterin ordinieren. Frau Berlis sprach über Erfahrungen der – angeblich – ordinierten Frauen.

Die sogenannte Gemeindeleiterin Barbara Kückelmann referierte zur wichtigen Frage „Ist Frauenordination eigentlich noch ein Thema?“

Dabei erklärte sie, daß Laien im kirchlichen Dienst das Bild der Kirche verändert hätten. Für viele sei heute nicht mehr klar, was das Priestertum bedeute: „Das empfinde ich als positiv“ – erklärte die sogenannte Gemeindeleiterin.

Die Referentin Hildegard Schmittfull behauptete sogar: „Ich bin Priesterin“. Das sei ihre spirituelle Erfahrung, auch wenn sie es nicht dem Amt nach sei.

Das Eröffnungsreferat der Tagung hielt die Leiterin der Fachstelle Feministische Theologie im altliberalen Luzerner Romerohaus, Frau Li Hangartner.

Die Dame konstruierte neomarxistisch einen Unterschied zwischen Berufung und Ermächtigung. Sie warnte vor „Männern in mächtigen Positionen“, deren Berufung angeblich noch nicht offenbar geworden sei. Umgekehrt müßten angeblich berufene Frauen ohne Ermächtigung wirken.

Als konkretes Feindbild denunzierte Frau Hangartner den Bischof von Chur, Mons. Vitus Huonder. Dieser sei mit seinen jüngsten Entscheidungen, hinter „alle Ziele“ des Zweiten Vatikanums zurückgegangen, behauptete sie, ohne ihre Aussage an den Konzilsdokumenten zu belegen.

Bischof Huonder hat in seinem Bistum das weltkirchliche Verbot von Laienpredigt und Generalabsolution in Erinnerung gerufen.

Frau Hangartner appellierte an ihre Mitstreiterinnen, alles zu tun, daß ein „helvetischer Sonderweg“ offenbleibe: „Ein Wagen, der steht, darf nicht das Tempo bestimmen.“
      
10 Lesermeinungen
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#10   Protestant   23:22:51 | Mittwoch, 7. Mai 2008
@freimaurerin
Wo soll schon ein Ehemann (oder Baldehemann) um diese Zeit stecken? Kneipe( mein Bier kann ich zuhause trinekn), Fitness-Studio( mag ich auch- hab setidfem schon 10 Kilo abgenommen-klappt wirklich)oder… na, das lassen wir lieber, weil ich ja an das Gute im Menschen glaube!Ich bemühe mich ja auch… mein kleiner Sohn (ich hab drei davon-2 sind 4 und einer 1 Jahr) halten es mit mir eine Stunde im evang. Godi aus, werden aber nach 10 Minuten unruhig, wenn Schiegermutter sie in die rk-Messe mitnimmt!Noch Fragen, Kienzle? Gerne wieder…
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#9   EvaHermanFan akaFreimaurerin   23:17:05 | Mittwoch, 7. Mai 2008
@protestant
Was Sie da so locker „Zufall der Geburt“ nennen, ist eher eine ganz tiefgründige Angelegenheit – unterschiedliche Fähigkeiten, Stärken, Schwächen, Aufgaben in der Gesellschaft und Mutter RKK! Sie verstehen das wohl nur noch nicht, genau wie Ihr vierjähriger Sohn. Ich leider auch nicht, aber ich studiere fleißig diese Seite, und irgendwann blicke ich bestimmt durch! (Spätestens an der Seite meines Bald-Ehemanns! Wo steckt er eigentlich schon wieder? Ich ändere extra meinen Nick, und er verschwindet in der Versenkung. Sicher sind ihm seine Gefühle peinlich…süß!!!!)
Aber da Sie (und ich sowieso) zu einer Kirche gehören, die in echt gar keine ist, darf man auch nicht zu viel erwarten, finde ich.
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#8   Protestant   22:53:54 | Mittwoch, 7. Mai 2008
Höchste Zeit!!!
Ich könnte ja noch die Regelung des Zwangszölibats verstehen! Da weiß jeder, was auf einen zukommt- obwohl es unsinnig ist! Aber was die FRauenordination angelangt, so sind Tausende von Menschen lediglich aufgrund des Zufalls ihrer Geburt(Männlein oder Weiblein) automatisch ausgeschlossen. Dies ist und bleibt in meinen Augen unnormal und ist eine Verletzung der Menschenrechte!Sogar mein vierjähriger Sohn fragt schon kritisch, wieso denn bei den einen Frauen predigen dürfen (was er übrigends total klasse findet), und bei den anderen nicht (er ist übrigends rk getauft und hat eine rk Mutter, die ihm das auch nicht erklären kann)! Noch Fragen, Kienzle?
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#7   Aleph †   17:00:00 | Mittwoch, 7. Mai 2008
ExBochumer
Was wandelt sich…
Das ist ein Witz mit Tiefgang…jedenfalls ist er nicht schmalbrüstig, sondern weitbusig katholisch, wie die Mater ecclesia :(3 :(3 :(3
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#6   HBR   14:49:18 | Mittwoch, 7. Mai 2008
In der Schweiz gibt es viele Häretiker
Da ist der im Artikel genannte Fall auch nur noch ein Ausrutscher mehr
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#5   ExBochumer †   14:33:51 | Mittwoch, 7. Mai 2008
@ adlimina
Ich habe es geahnt – die Kirchengegner und Kirchenhasser stürzen sich auf einen orthographischen Fehler – Sie waren ja noch „human“.
Leider habe ich nicht sämtliche Verlautbarungen im Kopf – wer beschäftigt sich schon täglich mit orthographischen Spitzfindigkeiten?
Sollte man deshalb hier jeden – und dabei meine ich insbesondere die Homo-Fundamentalisten, denen es in höchstem Maße an orthographischen Kenntnissen mangelt, jedes Mal korrigieren – und dann noch in sehr elementarischen Rechtschreibfehlern?
Sie wußten, was gemeint ist. Meine „Schwierigkeit“ bitte ich zu entschuldigen.
@ Alle anderen User, die sich jetzt über orthographische Fehler stürzen:
Wer im Glashaus sitzt. – Anderes haben Sie nicht zu kritisieren? – Nun dann. Immer weiter so.
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#4   iudex †   13:20:59 | Mittwoch, 7. Mai 2008
@Bochumer
Ist Ihr „subsidiert“ die 3.pers.m. sg. von niederl. „subsidiëren“ (= dt. subventionieren)? Das gäb eine interessante Aussage, Sie kath-fund. Hobby-Theologe!
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#3   adlimina   13:17:24 | Mittwoch, 7. Mai 2008
nach Bochum
Es geht umdas SUBSISTIT IN der Kirchenkonstitution: also subsistiert…
(Es geht nur um die Orthographie :-@ )
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#2   ExBochumer †   11:47:55 | Mittwoch, 7. Mai 2008
Ein kleiner Witz am Rande:
Was wandelt sich in der katholischen Kirche ?
Nichts – außer Brot und Wein.
Was wandelt sich in den reformatorischen Gemeinschaften?
Alles – nur nicht Brot und Wein.
Die Kirche, die in der katholischen Kirche subsidiert, ist die hl. römisch-katholische Kirche. Anglikaner, Lutheraner und sonstige Denominationen gehören nicht zur Kirche Jesu Christi.
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#1   Stephen Dedalus   11:25:48 | Mittwoch, 7. Mai 2008
Anglikaner
Wie oft will kreuz.net noch die Lüge wiederholen, bei anglikanischen Priestern wären die Frauen bereits in der Überzahl? Dies ist nachweislich falsch.
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