Kinderabtreibung
Der deutsche Außenminister solle sich beim Papst entschuldigen
In Deutschland benützen „Grüne“ und „Liberale“ das jüngste Buch des Heiligen Vaters, als Vorwand für billige Polemiken. Die Christdemokraten fordern nun von Außenminister Josef Fischer eine offizielle Entschuldigung beim Papst.
(kreuz.net, Berlin) Die Christdemokraten sehen in den Aussagen des Homosexuellen und bündnisgrünen Politikers Volker Beck eine Diffamierung des Papstes. Beck unterstellte dem Heiligen Vater – offenbar allen Ernstes – es fehle ihm angesichts seines Vergleichs zwischen der Abtreibung und dem Holocaust an einer moralischen und ethischen Orientierung.

Der Grünen-Fraktionsgeschäftsführer Beck behauptete, die katholische Kirche habe ihren Anspruch auf moralische Autorität verloren. „Ich fordere den Papst auf, das Buch zurückzuziehen.“

Päpstliche Aussagen zum Homo-Konkubinat verdammte Beck als „Volksverhetzung“.

Der christdemokratische Kirchenbeauftragte Hermann Kues bezeichnete den Vorwurf des Bundesgrünen als verletzend und gemein. Aus Becks Aussage spreche der Haß auf alles Katholische.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Georg Brunnhuber betrachtete die Wortmeldung des Grünen als „niederträchtig“.

Die beiden Christdemokraten forderten im Gespräch mit der katholischen Nachrichten-Agentur KNA den bundesgrünen Außenminister Josef Fischer auf, sich beim Heiligen Vater zu entschuldigen.

Kritik am Buch kam auch von den Liberalen. Der Vorsitzende der FDP, Guido Westerwelle, ebenfalls ein Homosexueller, hat den vom Papst formulierten Zusammenhang zwischen Holocaust und Abtreibung als „bestürzende moralische Fehlleistung“ gebrandmarkt: „Wer wie die katholische Kirche Verhütung verdammt, hat kein Recht, Frauen in Not zu kriminalisieren.“ In der Sünde Sodoms sieht Westerwelle keine ‘Ideologie des Bösen’. Sie sei ein Ausdruck der christlichen Hinwendung des Menschen zum Menschen.

Das neue Buch von Papst Johannes Paul II. erscheint weltweit am 23. Februar 2005. In Deutschland verlegt der Weltbild-Verlag das Buch. Die deutsche Boulevardzeitung „Bild“ wird ab Mittwoch Auszüge aus dem Werk publizieren.

Der Chefredaktor der „Bild“-Zeitung, Kai Diekmann, würdigte das jüngste Buch des Heiligen Vaters als Vermächtnis des Papstes an der Schwelle des neuen Jahrtausends. In einer Zeit, in der Kriege und Katastrophen viele Menschen zweifeln ließen, zeige der Heilige Vater, daß das Gute über das Böse siege. „Es sind Gedanken eines Jahrhundert-Menschen, die tief bewegen und uns optimistisch in die Zukunft blicken lassen.“

„Erinnerung und Identität“ basiert auf Gesprächen, die Papst Johannes Paul II. in Castelgandolfo mit zwei polnischen Philosophen führte. Castelgandolfo ist der Sommersitz des Papstes unweit der römischen Stadtgrenze.
      
4 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#4   GerdEric   16:10:48 | Sonntag, 27. Februar 2005
Na, nur gut
dass ich die Taufe vor Gott ablehnen konnte,
denn dadurch ist es mir nur möglich,
wieder vor Gott treten zu können.
denn wenn ich neben Gott auch nocvh einen Menschen anbeten würde,
dann wäre mein Leben sinnlos.
Redaktion benachrichtigen
#3   kreuzi   15:55:45 | Sonntag, 27. Februar 2005

ich finde es ohne hin seltsam, wie sich ein man mit 5 frauen offiziell als chtist bezeichnen kann. aber dieses phänomen kenn ich schon von vesber grüne nrw. dessen einzige motivation es ist, angehöriger der kirche zu sein, um äerger zu machen. den christ ist dieser mensch nicht mehr – doch wenn menschen von wir sind kirche oder anderen menschengruppen zugleich krieg gegen die kirche führen und zugleich ohne konsequenz auch dieser angehören können, passt das alles sehr sehr schön zusammen.
Redaktion benachrichtigen
#2   1+1=7   15:01:19 | Dienstag, 22. Februar 2005
Sehr geehrte Stimme aus dem Tradiland,
Mit Punkt 2 verlangen sie sehr viel. Das ist auch gut so.
Denn weniger wird es immer, dennoch wäre eine Klärung des limbi puerorum in Zusammenhang mit den „Unschuldigen Kindern“ fein.
Allein weil mir diesbezüglich der Glaube fehlt, heisst das noch lange nicht, dass meine Kritik berechtigt ist.
Genauso gross wie die Barmherzigkeit Gottes ist kann wohl nie unser Verständniss von Gnade sein.
Redaktion benachrichtigen
#1   Stimme aus dem Tradiland   09:38:02 | Dienstag, 22. Februar 2005
Warum die weltweite Abtreibung schlimmer ist
als die Shoa:
1. weil Sie viel mehr Opfer fordert: Pro Jahr 65 Millionen Abtreibungen weltweit – Shoa: 6 Millionen Opfer insgesamt;
2. die Opfer der Abtreibung sterben immer unschuldig und ungetauft, bei der Shoa gilt das nur für die ermordeten Kinder; die Erwachsenen konnten geistliche Vorsorge leisten und haben dies zum Teil auch getan (z.b. die hl. Theresia Benedicta a Croce vulgo Edith Stein); unschuldige ungetaufte Kinder kommen nicht in den Himmel, sondern in den Limbus Puerorum;
3. die Abtreibung setzt sich weltweit schon mehr als 30 Jahre fort, ein Ende ist nicht absehbar;
4. bei der Abtreibung gibt es viel mehr Mitschuldige: den Vater des ungeborenen Kindes, ihre Eltern, seine Eltern, der Arzt, die Krankenschwester, der Sozialarbeiter, die politisch Verantwortlichen, die Klinkbetreiber, die Geldgeber etc; wenn man sieben Mitschuldige pro Abtreibung rechnet, kommt man auf 455 Millionen Mitschuldige pro Jahr; die NSDAP hatte fünf Millionen Mitglieder, die man nicht alle als mitschuldig bezeichnen kann, es gab auch Mitschuldige, die nicht Parteimitglied waren – insgesamt aber wesentlich (um Dimensionen) weniger Mitschuldige als bei der Abtreibung;
5. Während die Shoa das Licht des Tages scheuen mußte und mit „Führererlässen“ (auf Verfassungsebene!), Protokollen (Wannseekonferenz) udgl. geregelt wurde, wird die Abtreibung immer mehr zum Rechtsanspruch, der auf Basis des EU-Rechts und der Menschenrechte eingefordert werden kann;
6. Während der Verbrechenscharakter der Shoa unstrittig ist, wird der Verbrechenscharakter der Abtreibung vehement bestritten; Mädchen werden hinter dem Rücken ihrer Eltern zur Abtreibung angestiftet (dies auf Basis der gewissenlosen Verhütungs-Sexualerziehung).
Redaktion benachrichtigen
Weiterlesen:
KinderabtreibungWen wird Paul Spiegel als Nächsten verurteilen? KinderabtreibungIst doch gut KinderabtreibungAuf verlorenem Posten: Angriff gegen den Heiligen Vater KinderabtreibungUps! KinderabtreibungKardinal Meisner prüft rechtliche Schritte KinderabtreibungWer hält Paul Spiegel einen Spiegel vor? KinderabtreibungKardinal Meisners Dreikönigspredigt sei ein Skandal, meint… KinderabtreibungPrinz Harry ist im Unrecht – Kardinal Meisner ist im Recht KinderabtreibungAugenzeugen: „Wir haben die Predigt gehört“ KinderabtreibungÖkumenische Wortmeldung: Fehlt dem Kardinal die Intelligenz? KinderabtreibungAngriff gegen Joachim Kardinal Meisner aus der linksextremen Ecke KinderabtreibungStrafanzeige gegen Paul Spiegel KinderabtreibungAber das Wasser geht doch zurück… KinderabtreibungKardinal Meisner relativiert KinderabtreibungAbtreibung – der neue Holocaust?
RSS Feed  •  News Ticker  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net