Warum der Papst falsch liegt
Er weiß es besser als der Papst. Das erklärte kürzlich ein katholischer Bischof. Warum die von ihm empfohlene Therapie, trotz langjähriger Massenanwendung nicht funktioniert, erklärt er nicht.
(kreuz.net, Rustenburg) Anfang April veröffentlichte die Webseite ‘U.S. News & World Report’ ein Interview
mit dem südafrikanischen Bischof, Mons. Kevin Dowling von Rustenburg. Die Stadt Rustenburg befindet sich
im Norden von Südafrika.
Das Gespräch stand unter dem Titel: „Warum der Papst in Sachen Kondomen danebenliegt.“
Der Bischof glaubt, daß die kirchliche Lehre über Kondome nicht akzeptierbar sei, nachdem er seit 16 Jahren in seiner Stadt die Ausbreitung von Aids beobachtet.
Dort würden sich viele verarmte Frauen mit Aids anstecken, weil sie bei der sexuellen Unzucht keine Kondome verwenden.
Im Jahr 1996 eröffnete der Bischof die erste Aids-Klinik. Inzwischen sind es neun mit etwa tausend Patienten.
Nach Angaben des Bischofs sind die meisten befallenen Frauen Prostituierte, die sich Minenarbeitern für Geld hingeben.
Mons. Dowling möchte die Tätigkeit der Damen nicht als Prostitution bezeichnen. Diese sei für die Frauen ein „einfacher Mechanismus, um zu überleben.“
In seiner Diözese würden wöchentlich zahlreiche Jugendliche beerdigt, die mit dem HI-Virus geboren wurden. In ländlichen Gegenden seien 15 Prozent der Bevölkerung mit dem Virus angesteckt, in seiner Bischofsstadt etwa 25 bis 30 Prozent.
Dann gibt der Bischof zu, daß er selber keine Kondome austeilen müsse, weil die Südafrikanische Regierung überall gratis Kondome verteile.
Die Frage, warum die Aids-Ansteckung dennoch so hoch ist, wird dem Bischof in diesem Zusammenhang nicht gestellt.
Mons. Dowling gibt zu, Jugendliche über den Gebrauch von Kondomen aufzuklären: „Wir sagen ihnen, daß Kondome zwar nicht hundert Prozent effektiv sind.“
In Südafrika laste auf jungen Männern auch ein starker sozialer Druck, so vielen Mädchen wie möglich beizuschlafen.
Der Bischof gesteht, daß die Kondomfrage „sehr schwierig“ ist: „Einige fürchten, daß man die Menschen in die Promiskuität treibt, sobald die Türe ein bißchen aufgemacht wird.“
Dem Papst würde Mons. Dowling sagen, daß er an das „Ideal“ glaube, vor der Ehe von sexuellen Beziehungen abzusehen:
„Mein Problem besteht darin, daß die Förderung dieser Ideale in den verzweifelten Situationen, in denen ich arbeite, nicht den Bedürfnissen entspricht.“
Man brauche statt dessen einen „realistischeren“ Ansatz: „Ich bin über Jahre verletzlichen Frauen begegnet. Ich habe gesehen, wie sie und die Kinder in ihren Armen an Aids starben“ – erklärt der Bischof.
Der Bischof wird im Interview nicht gefragt, warum dieses Problem trotz staatlicher Massenverteilung von Kondomen weiterbesteht.
Statt dessen bezeichnet er jene, die Kondome ablehnen als Pharisäer. Er glaube, daß Jesu Aufforderung an die Pharisäer ihn betrifft:
„Christus hat gesagt, daß die Pharisäer ihren Leuten unmögliche Lasten aufladen: Aber werden sie einen Finger rühren, um ihnen zu helfen, diese Lasten zu tragen?“
Der Bischof antwortet: „Sie nicht – ich möchte jener sein, der einen Finger hebt“, empfiehlt er sich selber.
© Titelbild: Niall Battson, CC
Das Gespräch stand unter dem Titel: „Warum der Papst in Sachen Kondomen danebenliegt.“
Der Bischof glaubt, daß die kirchliche Lehre über Kondome nicht akzeptierbar sei, nachdem er seit 16 Jahren in seiner Stadt die Ausbreitung von Aids beobachtet.
Dort würden sich viele verarmte Frauen mit Aids anstecken, weil sie bei der sexuellen Unzucht keine Kondome verwenden.
Im Jahr 1996 eröffnete der Bischof die erste Aids-Klinik. Inzwischen sind es neun mit etwa tausend Patienten.
Nach Angaben des Bischofs sind die meisten befallenen Frauen Prostituierte, die sich Minenarbeitern für Geld hingeben.
Mons. Dowling möchte die Tätigkeit der Damen nicht als Prostitution bezeichnen. Diese sei für die Frauen ein „einfacher Mechanismus, um zu überleben.“
In seiner Diözese würden wöchentlich zahlreiche Jugendliche beerdigt, die mit dem HI-Virus geboren wurden. In ländlichen Gegenden seien 15 Prozent der Bevölkerung mit dem Virus angesteckt, in seiner Bischofsstadt etwa 25 bis 30 Prozent.
Dann gibt der Bischof zu, daß er selber keine Kondome austeilen müsse, weil die Südafrikanische Regierung überall gratis Kondome verteile.
Die Frage, warum die Aids-Ansteckung dennoch so hoch ist, wird dem Bischof in diesem Zusammenhang nicht gestellt.
Mons. Dowling gibt zu, Jugendliche über den Gebrauch von Kondomen aufzuklären: „Wir sagen ihnen, daß Kondome zwar nicht hundert Prozent effektiv sind.“
In Südafrika laste auf jungen Männern auch ein starker sozialer Druck, so vielen Mädchen wie möglich beizuschlafen.
Der Bischof gesteht, daß die Kondomfrage „sehr schwierig“ ist: „Einige fürchten, daß man die Menschen in die Promiskuität treibt, sobald die Türe ein bißchen aufgemacht wird.“
Dem Papst würde Mons. Dowling sagen, daß er an das „Ideal“ glaube, vor der Ehe von sexuellen Beziehungen abzusehen:
„Mein Problem besteht darin, daß die Förderung dieser Ideale in den verzweifelten Situationen, in denen ich arbeite, nicht den Bedürfnissen entspricht.“
Man brauche statt dessen einen „realistischeren“ Ansatz: „Ich bin über Jahre verletzlichen Frauen begegnet. Ich habe gesehen, wie sie und die Kinder in ihren Armen an Aids starben“ – erklärt der Bischof.
Der Bischof wird im Interview nicht gefragt, warum dieses Problem trotz staatlicher Massenverteilung von Kondomen weiterbesteht.
Statt dessen bezeichnet er jene, die Kondome ablehnen als Pharisäer. Er glaube, daß Jesu Aufforderung an die Pharisäer ihn betrifft:
„Christus hat gesagt, daß die Pharisäer ihren Leuten unmögliche Lasten aufladen: Aber werden sie einen Finger rühren, um ihnen zu helfen, diese Lasten zu tragen?“
Der Bischof antwortet: „Sie nicht – ich möchte jener sein, der einen Finger hebt“, empfiehlt er sich selber.
© Titelbild: Niall Battson, CC
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Samstag, 10. Mai 2008 13:42
Pünktchen: SCHRECKLICHES VERBRECHEN
Samstag, 10. Mai 2008 13:18
Parmenas: AIDS …
… gibts bekanntlich gar nicht …
Samstag, 10. Mai 2008 12:52
20mancro5: @Seminarist
Unmenschlicher wie diese Bemerkung gehts wirklich nicht mehr.Hoffentlich wirst du kein Priester.
Samstag, 10. Mai 2008 12:10
Seminarist: Perspektivenwechsel
Unzucht ist die Krankheit – AIDS die Medizin!
Donnerstag, 8. Mai 2008 22:09
NurEinLeser: Wie schon Lorenz richtig sagte…
…werden sich die Jugendlichen, die „so vielen Mädchen wie möglich beischlafen“, sicherlich umgekehrt ganz brav an das „Kondomverbot“ halten!
Donnerstag, 8. Mai 2008 20:31
Benedikt: @ Lorenz
Logischer geht’s doch gar nicht, oder?
Ja schon, aber Sie übersehen einfach das moderne Dogma: Die katholische Kirche ist schuld. Egal was. Immer.
Ja schon, aber Sie übersehen einfach das moderne Dogma: Die katholische Kirche ist schuld. Egal was. Immer.
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