12:30:25 | Donnerstag, 8. Mai 2008
Im Fall des Präsidenten der Universität Eichstätt werden nun auch bürokratische Ablehnungsgründe genannt. Entscheidungen treffen ist ein hartes Geschäft.

Sommerresidenz der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt
© Brian Clontarf(kreuz.net, Eichstätt) „Er hat mir gesagt, daß er meiner Ernennung nicht zustimmen wird.“
Das erklärte
der Ende Januar zum Präsidenten der katholischen Universität Eichstätt gewählte Ulrich Hemel (51)
nach seinem gestrigen Gespräch mit Bischof Gregor Maria Hanke von Eichstätt. Davon berichtete die ‘Mittelbayerische
Zeitung’ heute Donnerstag.
Eine Begründung hat es offenbar nicht gegeben. Mons. Hanke habe nur signalisiert,
daß Hemels Privatleben keine Rolle spiele.
Hemel ist zum dritten Mal staatlich verheiratet. Seine erste
Ehe ist kirchlich annulliert, seine zweite war nur staatlich geschlossen und seine dritte kirchenrechtlich
legal.
Über ein Veto aus Rom haben Hemel und der Bischof nicht gesprochen. Zuvor hieß es, die Bedenken
gegen Hemel gingen von der päpstlichen Bildungskongregation aus.
Doch Hemel „weiß nichts“ von angeblichen
Hindernissen aus Rom.
Mit seiner Aussage widersprach Hemel der Erklärung des Bistumssprechers.
Dieser
hatte nach dem Gespräch zwischen Mons. Hanke und Hemel behauptet, daß noch nichts entschieden sei. Es
werde weitere Gespräche geben.
Ursprünglich hätte Hemel sein Amt am 1. April antreten wollen. Als
nächster Termin war der 23. April, die Verabschiedung des früheren Universitäts-Präsidenten Ruprecht
Wimmer, im Gespräch.
Hemel fühlt sich nun in seiner Ehre verletzt: „Die lange Dauer der Entscheidung
hat zu Spekulationen geführt, die dem Ruf der Kirche, dem Ruf der Universität und auch meinem eigenen
Ruf abträglich sind.“
Zu Recht möchte er die Gründe für seine Ablehnung erfahren. „Ich will, daß
[Mons.] Hanke endlich Roß und Reiter nennt“ – so Hemel vor der Nachrichtenagentur ‘ddp’.
Nach Informationen
der ‘Süddeutschen Zeitung’ von heute Donnerstag gibt es ein grundlegendes Problem mit dem Wahlverfahren
des Präsidenten.
Der Heilige Stuhl habe die Grundordnung der Universität von 2007, in der das Wahlverfahren
geregelt ist, nicht genehmigt.
Ferner berichtet das Blatt, daß es in der bayerischen Bischofskonferenz
keine Mehrheit für Hemel gäbe. Angeblich habe vor allem Bischof Gerhard Ludwig Müller von Regensburg
gegen Hemel interveniert.
Verwirrspiel mit den Medien?Gestern sorgte auch eine Stellungnahme des Bayrischen
Wissenschaftsministers, Thomas Goppel, für Aufregung.
Goppel erklärte am Mittwoch morgen im ‘Bayerischen
Rundfunk’, daß die Entscheidung gegen Hemel bereits gefallen sei und eine Neuwahl anstehe.
Später dementierte
er seine Aussage. Er habe nur ein mögliches Szenario nach einer Ablehnung erklären wollen.
Hemel selbst
hörte von seiner angeblichen Ablehnung aus dem Radio und fuhr danach zu dem Gespräch mit Bischof Hanke.
Kritik am Vorgehen der Kirche hat die sozialistische angebliche Hochschulexpertin Adelheid Rupp geübt.
Sie warnt in einer heutigen, schalen Stellungnahme vor der Nachrichtenagentur ddp vor „Rückständigkeit“.
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Marcelus 12:27:54 | Montag, 12. Mai 2008
#30
Florian Geyer 15:29:37 | Freitag, 9. Mai 2008
#26
Burgorus 13:55:23 | Freitag, 9. Mai 2008
#24
Burgorus 13:15:03 | Freitag, 9. Mai 2008
#23
Florian Geyer 12:50:34 | Freitag, 9. Mai 2008
#21
HBR 12:47:02 | Freitag, 9. Mai 2008
#18
Dr. Schlämmer 11:59:14 | Freitag, 9. Mai 2008
#16
Pünktchen 10:41:13 | Freitag, 9. Mai 2008
#14
katholikin 09:45:22 | Freitag, 9. Mai 2008
#13
LandorganistII 08:52:45 | Freitag, 9. Mai 2008
#12
Dr. Schlämmer 19:42:35 | Donnerstag, 8. Mai 2008
#11
Insinuator 19:19:17 | Donnerstag, 8. Mai 2008
#8
Unda_maris 16:50:30 | Donnerstag, 8. Mai 2008
#6
Pünktchen 16:32:25 | Donnerstag, 8. Mai 2008
#4
Ansgar 15:30:15 | Donnerstag, 8. Mai 2008
#3
LandorganistII 14:26:51 | Donnerstag, 8. Mai 2008
#1
clarissa colonia 13:27:00 | Donnerstag, 8. Mai 2008