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Gabe Gottes oder Waffe? + Grippentod im Kloster + Krippen in Kuba + Nicht fromm + Kalte Zahlen
Gabe Gottes oder Waffe?

Vatikan. Zum Beginn der Vollversammlung des Päpstlichen Medienrats hat der Vatikan am Montag ein Apostolisches Schreiben über die Kommunikationsmittel veröffentlicht. Das Dokument „Die schnelle Entwicklung“ richtet sich an die Verantwortlichen der sozialen Kommunikationsmittel. Papst Johannes Paul II. fordert alle Glieder der Gesellschaft zu einem verantwortlichen Umgang mit traditionellen und neuen Medien auf. „Fürchtet Euch nicht vor den neuen Technologien!“ Die neuen Technologien seien ein Mittel Gottes, um die Wahrheit zu ergründen und zählten zu den wunderbaren Dingen, die Gott dem Menschen zur Verfügung gestellt habe. „Wenn die Medien im Dienst der Völkerverständigung stehen, sind sie eine mächtige positive Ressource; wenn sie benutzt werden, um Ungerechtigkeit und Konflikte zu nähren, eine zerstörerische Waffe“.

Grippentod im Kloster

Schweiz. Innerhalb weniger Tage raffte die Grippe vier der 21 Nonnen des Zisterzienserinnenklosters von Eschenbach dahin. Eschenbach befindet sich im Kanton Luzern in der Zentralschweiz. Der Kanton Luzern gehört zur Diözese Basel. Mehrere andere Schwestern, darunter die Äbtissin, sind immer noch im Spital. In der Zwischenzeit hat der Bischof von Basel, Kurt Koch (54), das Kloster zusammen mit seinem Generalvikar besucht. Der Bischof bewundere das Wirken dieser Schwestern, erklärte der Generalvikar nach dem Besuch: „Stellen Sie sich vor, da leben Schwestern 40, 50 oder mehr Jahre wie eine große Familie im Kloster, und plötzlich sterben vier innerhalb kurzer Zeit. Es ist fast nicht nachvollziehbar, was das bei den Betroffenen auslöst.“ Das Kloster Eschenbach ist bekannt für seine Paramentenstickerei.

Krippen in Kuba

Kuba. Die internationale Hilfsorganisation „Kirche in Not“ wird im kommunistischen Karibikstaat Kuba rund eine Million figürliche Darstellungen des Christuskindes verteilen. Die Aktion findet im Rahmen eines „Jahrs der Mission“ statt, das die kubanische Bischofskonferenz Anfang Februar ausgerufen hat. Als Höhepunkt dieses Jahres werden im Advent Vertreter der Pfarreien von Haus zu Haus gehen und dort Miniaturfiguren des Jesuskindes verschenken. Ein Sprecher der „Kirche in Not“ erklärte, daß es in Kuba zu Weihnachten jahrelang keine Krippen mehr gegeben habe. Man habe mit dem sozialistischen Väterchen Frost vorlieb nehmen müssen. Das solle nun anders werden. Ursprünglich verbot der kubanische Revolutionsführer und kommunistische Diktator Fidel Castro das Weihnachtsfest. Anläßlich des Papstbesuches vor sieben Jahren wurde dieser Bann aufgehoben.

Nicht fromm

Deutschland. Kai Mennigmann, ein Sprecher der Organisatoren des Weltjugendtags, stellte sich kürzlich den Fragen der deutschen Tageszeitung „Westdeutsche Allgemeine“. Die einzige Vorgabe, die der Vatikan den Veranstaltern des Weltjugendtages gemacht habe, sei das Motto: „Wir sind gekommen, Ihn anzubeten“. Die liturgischen Veranstaltungen würden sich mit diesem Motto beschäftigen. Angebliche Befürchtungen, daß der als konservativ geltende Kölner Kardinal Joachim Meisner dem Treffen ein besonders frommes Etikett aufzwängen werde, konnte Mennigmann zerschlagen. „Es wird viele Veranstaltungen geben, daran sind viele Bischöfe beteiligt. Das kann man nicht allein auf eine Person beziehen.“

Kalte Zahlen

41% der Weltbevölkerung leben in Ländern, wo das Gesetz es erlaubt, ein ungeborenes Kind auf Antrag seiner Mutter innerhalb einer bestimmten Frist oder bis zur Geburt zu töten.
In den Industrieländern haben 71% der Mütter das Recht, sich nach eigenem Gutdünken für den Abbruch einer Schwangerschaft und die Tötung ihres ungeborenen Kindes zu entscheiden.
20% der Weltbevölkerung leben in Ländern, welche die Kinderabtreibung gestatten, wenn die Mutter der Meinung ist, daß ihr Kind für sie nach der Geburt eine unerträgliche soziale oder finanzielle Last darstellen wird.
14% der Frauen leben in Ländern, wo eine Kinderabtreibung zugelassen ist, wenn die Gesundheit der Mutter durch die Schwangerschaft und die Geburt gefährdet ist.
25% der Frauen leben in Ländern – vorwiegend in den armen Ländern der Dritten Welt – wo eine Kinderabtreibung nur erlaubt ist, wenn das Leben der Mutter durch die Schwangerschaft und die Geburt des Kindes gefährdet ist.
      
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