Kirchenverkauf
Sogar der tridentinisch orientierte Reaktionär bekommt seine Nische
Die Mutlosigkeit vieler Pfarrer, die mit „fortlaufendem Erfolg“ Seelsorge betreiben, wird mißbraucht, um nach dem Muster protestantischer Sekten eine neue Form von Kirche zu etablieren. Von Pfarrer Hendrick Jolie.
Die altliberalen Sesselkirchen bleiben leer.
Die altliberalen Sesselkirchen bleiben leer.
© Flickr-Benützer „Lividfiction “, CC
(kreuz.net) „Spiritualität statt Strukturen“ lautete ein jüngster Kommentar von Pater Eckhard Bieger SJ für den deutschen Internet- Nachrichtendienst ‘kath.de’.

In den Ausführungen des Paters zeichnet sich ein typischer Trend der gegenwärtigen Diskussion ab.

Ausgehend von der richtigen Beobachtung, daß die Kirche mit ihren bisherigen pastoralen Verfahren – gemeint ist die kirchliche Sozialisation über Sakramentenempfang und Verbandsarbeit – nur noch einen Ausschnitt der Bevölkerung erreicht, wird sogleich das Ende des Pfarrprinzips verkündet: Die Pfarrei funktioniert nicht mehr – so Pater Bieger.

Interessant ist dabei, daß hier eine offensichtliche Beobachtung – „die Kirche erreicht mit ihren pfarrlichen Seelsorgestrukturen immer weniger Menschen“ – zu einer prinzipiellen Infragestellung des Pfarrprinzips führt.

Dieser logische Trugschluß wird dabei als zwingend suggeriert. Vergessen wird jedoch, daß die Pfarrei zwar als Rechtsinstitut rein kirchlichen und insofern veränderlichen Rechts ist.

Abschied vom Pfarrer?

Göttlichen Rechts ist aber sehr wohl die grundlegende Seelsorgestruktur, die im Gegenüber von Hirt und Herde besteht und in der Eucharistie ihre Mitte hat.

„Kirchliches Leben in der Postmoderne“ – so Pater Bieger weiter – sei nicht durch Pastoralpläne zu gestalten. Denn die Internet-Generation lasse sich nicht mehr auf das bisherige Pfarrprinzip einschwören.

Die Bistumsverwaltung solle statt dessen mit „engagierten Laien vor Ort herausfinden, wie das Evangelium zu den einzelnen Menschengruppen gebracht werden“ könne – was auch immer das heißen mag.

Das Problem der Unter- und Überordnung von mehreren Pfarrern, die oftmals für ein halbes Dutzend Pfarreien zuständig und in leitende und untergebene Pfarrer eingeteilt sind, würde sich dann von selbst lösen:

„Wenn alle sich auf die Veränderungen einstellen, dann hat vielleicht der Obermeßdiener »mehr zu sagen« als der leitende Pfarrer eines Seelsorgebereiches.“

Auch hier wird eine richtige Feststellung – „Pastoralpläne sind keine Rettung“ – mit einer verheerenden Schlußfolgerung verknüpft: „Es ist unwichtig, wer in der Pfarrei das Sagen hat“.

Raffiniert, nicht wahr?

Rettung in der Angebotskirche?

Zweifellos sind Pfarrgrenzen historisch gewachsen und können deshalb auch verändert werden. Der Abschied von der Pfarrei, wie ihn Pater Bieger hier voraussagt, berührt jedoch das katholische Verständnis von Seelsorge im Kern.

Denn das Prinzip von Hirt und Herde ist in der katholischen Kirche sakramental verankert und deswegen konstitutiv für jede Form der Seelsorge.

Deswegen ist die Behauptung des Paters falsch, daß die Frage, „was der eine Priester zu sagen hat und wo der andere sich einordnen muß“ überflüssig wird, wenn sich Kirche nur auf die neue „Offenheit für das Religiöse“ in der Gesellschaft konzentriert.

Wie kommt er zu dieser Aussage?

Pater Bieger redet hier einer Angebotskirche das Wort, die sich unter dem Vorwand, den spirituellen Zugang zu „neuen Lebensverhältnissen“ zu suchen, vom katholischen Seelsorgeprinzip verabschiedet.

Weiß der Pater nicht, daß der priesterliche Dienst wesenhaft das dreifache Amt des Lehrens, Leitens und Heiligens beinhaltet und es deswegen keineswegs anzustreben ist, daß in der veränderten Situation „der Obermeßdiener mehr zu sagen hat als der leitende Pfarrer eines Seelsorgebereiches“?

Hat er die einschlägigen römischen Instruktionen der vatikanischen Kleruskongregation über das Amt des Pfarrers als Lehrer des Glaubens, Spender der Sakramente und Leiter der Gemeinde nicht gelesen?

Entmachtung statt Entlastung

Die Konzentration des Priesters auf die Seelsorge, für die der Pater wirbt, ist lobenswert.

Die Abgabe von Leitungsverantwortung – von Pater Bieger als „Entlastung“ propagiert – führt zur faktischen Entmachtung des Pfarrers als Hirten und ist deswegen ein Angriff auf die sakramental verankerte Struktur der Seelsorge.

Dies alles wäre nicht weiter erwähnenswert, wenn die Ausführungen des Paters nicht symptomatisch wären für einen Trend, der auch vor bischöflichen Amtsstuben nicht haltmacht.

Die soziologische Betrachtungsweise der Gesellschaft, ihre Aufspaltung in Milieus und die Erkenntnis, daß die Pfarrei nur noch einen kleinen Teil der Milieus erreicht, legen offenbar die Konsequenz nahe, auch die Pfarrseelsorge in Milieus zu zerschlagen und die einzelnen Bereiche der Autorität des Hirten zu entziehen.

Auf die Ausübung von Leitungsgewalt komme es ja angeblich ohnehin nicht mehr an.

Es gehe vielmehr darum, möglichst viele Milieus zu erreichen und so – wie es so schön in den Fortbildungskalendern der Diözesen heißt – „Kirche präsent zu machen“.

Von der Jugendkirche über pseudosakramentale Handlungen – „Segnungen für Verliebte“ – bis hin zum Motorradgottesdienst – alles ist möglich, sogar der tridentinisch orientierte Reaktionär bekommt seine Nische, sofern er den Milieu-Ideologen nicht die Deutungshoheit streitig macht.

Die Mutlosigkeit vieler Pfarrer, die mit „fortlaufendem Erfolg“ Seelsorge betreiben, wird mißbraucht, um nach dem Muster protestantischer Sekten eine neue Form von Kirche zu etablieren.

Hat man vergessen, daß es bei der Seelsorge um das Heil der Seelen geht, das bekanntlich die „suprema lex“ des gesamten kirchlichen Rechtes ist?

Warum gibt es im Klerus eigentlich keinen Widerstand gegen die schrittweise Aushöhlung der Hirtengewalt?

Der Verfasser ist Pfarrer im Bistum Mainz und Sprecher im Netzwerk katholischer Priester.
      
21 Lesermeinungen
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#21   Mathias Wagener   14:12:56 | Mittwoch, 14. Mai 2008
Pastoren
Pastoren nach (linker) Laien Wunsch, Sekten ohne uns.
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#20   Pünktchen   13:42:07 | Samstag, 10. Mai 2008
SCHRECKLICHES VERBRECHEN
IN BAYERN: MINISTERPRÄSIDENT BECKSTEIN EILT ZUM ORT DES GESCHEHENS! www.kreuz.net/bookentry.2613.html
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#19   monti   13:37:43 | Samstag, 10. Mai 2008
@Gotthard
natürlich haben Sie vollkommen recht !
Ich hoffe nur, dass Sie diese Meinung auch dann vertreten, wenn Pfarrgemeinderat, Liturgiekreis oder wer auch immer gerne eine Messe abhalten wollen, die dem Pfarrer nicht gefällt und der dies dann ablehnt !
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#18   Parmenas   20:09:49 | Freitag, 9. Mai 2008
Vor allem kommt es darauf an,
sich vom herrschenden Modernismus zu distanzieren.
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#17   Gotthard   19:32:08 | Freitag, 9. Mai 2008
Jolie
diesem Hw Herrn Pfarrer ist zuzustimmen: ER ist der Hirte – ER hat auch zu bestimmen, wie die Messe gefeiert wird – irgendwelche Initiativkreise können Wünsche äußern, so viel sie wollen. Der Hirte hat das Sagen und kennt den Weg zum Heil für seine Schäfchen – nicht irgendwelche Laien mit reaktionären Vorstellungen.
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#16   Libertas Ecclesiae   19:27:12 | Freitag, 9. Mai 2008
@ Schüttel
Schade, dass Sie nicht verstehen wollen.
Warum Pfarrer Jolie Herrschsucht unterstellen?
Es geht um das Heil der Seelen, nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Seelsorge statt lebensfremdes Pastoralmanagement!
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#15   Parmenas   19:19:08 | Freitag, 9. Mai 2008
Unter Franco
hätte Lingen keine Chance gehabt …
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#14   Schüttel   19:17:40 | Freitag, 9. Mai 2008
Jolie, Jolie, Jolie
wer sich hier ausbreitet, der gehört zum Sedisvakantenpfarrer Lingen. Das zur Form. Inhaltlich totaler Schwachsinn, der mit dem Evangelium nichts zu tun hat. Als ob ein Pfarrer absolutistischer Herrscher über eine territorial eingepferchte Herde wäre. Jolie, du betreibst Missbrauch mit römischen Instruktionen. Es steht jedem Christen frei, welchem „hirten“ er sich anvertraut. Hör endlich auf mit deinem klerikalen Machtgehabe. Die Zeiten Francos sind vorbei!
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#13   zeitundewigkeit   17:57:38 | Freitag, 9. Mai 2008
CarloBorromaeo
Geistlicher Dienst und Hirtengewalt sind keine Gegensätze, wie Sie wohl vermuten, sondern bedingen einander.
Wer keine Hirtengewalt aufgrund der Weihe und der Jurisdiktion hat, kann auch nicht die entsprechenden geistlichen Dienste leisten.
Darum ist jeder (juristische) Eingriff in die delegierte Hirtengewalt des Pfarrers auch ein Eingriff in den geistlichen Dienst.
Es wird Zeit, dass ein Konzil die Stellung des Pfarrers zum Wohl der Gläubigen stärkt, wie auch das Zweite Vatik. Konzil die Stellung des Bischofs gestärkt hat.
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#12   CarloBorromaeo   17:37:35 | Freitag, 9. Mai 2008
Seltsamer Text…
Der Text von Pfr. Jolie hinterlässt beider Lektüre nun doch einen mehr als zwiespältigen Eindruck. :-(
Zum einen stellt er ein Junktim her zwischen der Struktur von Ortskirchen (=Pfarreien) und dem Amt in der Kirche, dass es so nicht gibt: Presbyter gab es schon zur Zeit des NT, wo es wohl Gemeinden, aber noch keine Pfarreien im heutigen Sinn gab – diese entstanden im Frühmittelalter im Kontext der damaligen Taufpraxis.
Aber wirklich traurig stimmt einen, dass zwar viel von verlorener Hirtengewalt (an der die Priester ohnehin nur qua Bischof als „minister ordinarius“ partizipieren), aber wenig von Dienst die Rede ist!
Ein seltsames Bild vom priesterlichen Dienst (!) wird da entworfen, wenn das Trauern um verlorene „Gewalten“ im Vordergrund steht! Theologisch eher einseitig, um nicht zu sagen gruselig! Und fragwürdig, wenn es um die Nachfolge dessen geht, der gekommen ist, nicht um sich bedienen zu lassen, sondern um zu dienen! (Mt 20,26f). Hm? o.O
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#11   zeitundewigkeit   16:59:45 | Freitag, 9. Mai 2008
Warum gibt es
im Klerus eigentlich keinen Widerstand gegen die schrittweise Aushöhlung der Hirtengewalt?
Wir haben zu viele Mietlinge.
Wenige Pfarrer bilden den „Guten Hirten“ ab und leiten ihre Gemeinde in Übereinstimmung mit dem Heiligen Vater
und ihrem mit dem Papst verbundenen Bischof.
Die echten Hirten – wie der hochw. Herr Pfarrer Jolie – wehren sich gegen die Aushöhlung der Hirtengewalt. Ihnen geht es um das Heil der Seelen, um den unverfälschten und unverkürzten Auftrag Jesu, nicht um „Machtdenken“.
Es ist ein geistlicher Dienst, ein Dasein für andere.
Solche Pfarrer sind zu unterstützen:
durch Gebet für sie,
durch Mitarbeit,
durch Besuch ihrer Gottesdienste,
durch positive Pressearbeit,
durch wohlwollende, kluge Kritik usw.
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#10   miles immaculatae   16:07:42 | Freitag, 9. Mai 2008
Na ja
Gegen eine Nische für den tridentinischen Reaktionär wäre doch gar nichts zu sagen, wenn sich diese Nische denn fände. Aber um eine Messe in der außerordentlichen Form am Sonntagvormittag feiern zu dürfen, muß man selbst als im Ballungsgebiet Frankfurt mindestens 100 km fahren, um dann eine Gemeinde zu finden, die gewissermaßen im Untergrund – nämlich ohne Ankündigung durch amtliche Verlautbarungsmedien – ihre kleine bescheidene Messe feiert.
Die Angebotskirche gibt es schon längst – wo denn ist die Gemeinde, die für alle in ihrem Sprengel lebende katholische Christen die einzige ist. Wem sein politisch korrekter Pastor mit seinen Wohlfühlpredigten mit Lebensberatungstendenz inclusive Eventgottesdiensten mit Rockband, alternativem Glaubensbekenntnis und VaterMutterUnser nervt, der geht halt woanders hin. Wer den römischen Meßkanon für erzreaktionär und vorkonziliar hält, wer Latein für eine tote Sprache hält, dem gregorianischen Choral neckische Liedchen vorzieht, den muß es in seiner Gemeinde auch nicht halten.
Daß auch die katholische Kirche intern niemals einheitlich und einig war, ist nicht nur eine historische Tatsache, sondern gegenwärtig. Wenn man dann nicht ausgerechnet die frömmsten und treusten Mitglieder der Kirche schurigelt, quält und vergrault, ist das doch wenigstens mal was
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#9   maliems   15:37:48 | Freitag, 9. Mai 2008
jolie
überzeugt.
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#8   sexychrist   15:09:40 | Freitag, 9. Mai 2008
@ hugo
Kein normaler moderner Mensch geht weniger in die Kirche, weil ein Bischof ein Bild ausstellen lässt, dass manche als anstößig sehen. Es ist vielleicht unpassend, aber das juckt kein Schwein.
Ich kenne keinen gläubigen Jugendlichen, der von dieser Sache gehört hat. Die Kirche muss mehr Jugendliche gewinnen, alte fundamentalistische Sturköpfe sterben früher oder später und sind nicht wichtig in Zukunft in punkto Mitgliederzahlen.
Das Evangelium kann jeder verkünden, es kommt drauf an, dass es weitergegeben wird, nicht von wem.
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#7   LandorganistII   14:31:15 | Freitag, 9. Mai 2008
Mir scheint
es geht Hw. Jolie mehr um seinen priesterlichen Machterhalt als um Seelsorge. Aus allem was er schreibt klingt die Sorge, dass möglicherweise mal ein Laie mehr zu sagen hat als er. Er stellt das Wort „Hirtengewalt“ in einen Kontext, der nur sehr unzureichend darstellt, was gemeint ist. Selbstverständlich leitet der Priester die Gemeinde. Aber ist damit gemeint, er sagt wer was zu tun und zu lassen hat? Oder ist damit (auch) gemeint, dass er sich um die kranken und verirrten Schafe kümmert? Das administrative Geschäft kann er doch seinen Hütehunden überlassen.
Also, müsste es doch möglich sein, dass sich ein Pfarrer um alle Fascetten der Seelsorge kümmert, aber nicht unbedingt auch noch ein Fachmann in Verwaltungs- Haushalts- Bau- Architektur- Kunst- etc.-fragen sein muss. Damit könnten sich sehr gut, Laien die Fachleute auf diesen Gebieten sind, befassen.
All das wird einem nicht durch die Handauflegung des Bischofs eingegeben. Delegation heißt das Zauberwort.
Und was sagt unser Herr Jesus: Ich bin nicht gekommen um mich bedienen zu lassen, sondern um zu dienen.
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#6   Hugo   13:40:55 | Freitag, 9. Mai 2008
Kein Wunder
Bei Vorbilder ala Schönborn ( Sexskandal ) im Dommuseum und Küng als Menschenvernichter ( 2 Piester werden psychisch u. materiell fertig gemacht) kann doch wohl nichts anderes herauskommen.
Schönborn u. Küng vernichten die österr.röm. kath.Kirche Wie lange kann der Vatikan diese beiden noch „ werken „ lassen?
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#5   Aleph †   13:20:30 | Freitag, 9. Mai 2008
Dafür gibt es die Kapellenkränze
Selbstverständlich soll auch ein tridentinisch orientierter Reaktionär seine Nische bekommen um seine Messen im kleinsten Kreise begehen zu können.
Weshalb gibt es denn die Kapellenkränze in den Bischofskirchen?
Die Messen sollten natürlich nicht zur Hauptgottesdienstzeit stattfinden, damit die Glaubenden nicht unnötig verwirrt werden.
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#4   HeinrichvonOfterdingen   13:15:55 | Freitag, 9. Mai 2008
Lieber Romulus,
so nach dem Motto, was ihr macht ist uns scheißegal, solange ihr unsere Herrschaft nicht in Frage stellt.
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#3   HBR   12:51:16 | Freitag, 9. Mai 2008
die Kirche retten?
Mir kommt es so vor, als wollten gewisse Priester die Kirche retten, in dem sie zentrale Glaubenswahrheiten einfach preis geben oder „modernisieren“. Also quasi Rettung der Kirche durch Neoprotestantismus.
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#2   Sozialkatholisch   12:33:02 | Freitag, 9. Mai 2008
Ich denke
das Papst Benedikt die Kirche wieder gesund machen will!
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#1   Romulus   12:24:44 | Freitag, 9. Mai 2008
Realitäten
Von der Jugendkirche über pseudosakramentale Handlungen – „Segnungen für Verliebte“ – bis hin zum Motorradgottesdienst – alles ist möglich, sogar der tridentinisch orientierte Reaktionär bekommt seine Nische, sofern er den Milieu-Ideologen nicht die Deutungshoheit streitig macht.
Das ist die Realtität der Ratzinger Kirche. Das war der einzige Grund für diese Motu Proprio zur Tridentinischen Messe. Und viele Tradis merken gar nicht wie raffiniert das eingefädelt war.
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