Orthodoxie
Schlüpfriges aus dem orthodoxen Griechenland
Jüngst publizierte eine griechische Tageszeitung Fotos von einem 91-jährigen Bischof: Der rüstige Greis im Adamskostüm vergnügt sich im Bett mit einer jungen Dame im heiratsfähigen Alter.
(kreuz.net, Athen) Gegenwärtig erschüttert eine Serie von Skandalen die orthodoxe Gemeinschaft Griechenlands. Letzten Freitag trafen sich die Bischöfe deswegen zu einer Krisensitzung. Es handelt sich wohl um die schlimmste öffentliche Krise der Kirche in der modernen Geschichte des Landes.

Verschiedene griechische Gottesmänner sehen sich gegenwärtig mit Anklagen konfrontiert. Sie reichen von fleischlicher Unzucht, Homosexualität und Bestechung bis zu illegalem Antiquitätenhandel.

„Viel muß getan werden, um unser Haus wieder in Ordnung zu bringen,“ meinte Christodoulos, der Erzbischof von Athen und oberste Bischof der Orthodoxen in Griechenland.

Erst letzte Woche gab es Gerüchte, daß Theoklitos, der Erzbischof-Metropolit von Thessalien (Mittelgriechenland) von der Polizei in einem Athener Nachtklub unter dem Verdacht von Drogenhandel verhaftet worden sei.

Der Bischof war in Begleitung eines anderen Klerikers, Seraphim Koulousousas, dem ehemaligen Privatsekretär des Erzbischofs von Athen. Koulousousas ist außerdem wegen einer homosexuellen Affäre mit einem Bischof ins Gerede gekommen. Letzte Woche erklärte er, daß er die Kirche verlassen wolle, um in Paris eine Karriere als Modeschöpfer zu beginnen.

Anfang des Monats wurde bereits Panteleimon, der Metropolitanbischof der Diözese Attika bei Athen, seines Amtes enthoben. Attika gilt als das reichste Bistum Griechenlands. Dem abgesetzten Oberhirten wird Unzucht mit jungen Männern vorgeworfen. Außerdem soll er 4,4 Millionen Euro für seine Altersvorsorge auf die Seite gebracht haben.

Als dem Bischof der Rücktritt nahegelegt wurde, gab er sich zunächst kämpferisch: „Wenn ich den Mund aufmache, wird es ein Erdbeben geben. Ich werde viele mit mir ins Grab reißen.“

Unter dem Druck der Presse untersucht die orthodoxe Gemeinschaft drei weitere Kleriker. Unter ihnen befindet sich auch ein 91-jähriger Metropolitanbischof. Von ihm gibt es Aufnahmen, wie er im Bett nackt mit einer jungen Frau herumhüpft. Das Bild wurde auf der ersten Seite der griechischen Boulevardzeitung Avriani publiziert.

In Schwierigkeiten ist auch der Erzbischof von Athen selber. Es wird im vorgeworfen, mit einem kürzlich verhafteten Drogenschmuggler zusammengespannt zu haben, um im Jahre 2001 die Wahl des neuen griechisch-orthodoxen Patriarchen von Jerusalem zu beeinflussen.

„Es naht eine Flutwelle“ – wird der liberale Erzbischof Chrysostomos von Sákynthos zitiert – „und diese Flutwelle wird den Erzbischof selber treffen.“ Sákynthos ist eine Insel im Südwesten Griechenlands, auf derselben Höhe wie Nordsizilien.

Beobachter erklärten, daß das eigentliche Problem nicht in den Skandalen läge, die schon lange offensichtlich gewesen seien. Viel schlimmer sei die Tatsache, daß die Kirchenleitung keine Anstrengungen unternommen habe, diese Probleme zu lösen.
      
4 Lesermeinungen
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#4   Athanasius   19:14:05 | Dienstag, 22. Februar 2005
Wir sollten uns nicht freuen
Es ist sehr schlimm für die (Schismatische) Kirche Griechenlands.
Wir dürfen uns hieran nicht freuen, da die Taten zu schlimm sind. Beten müssen wir, beten.
Natürlich kann man darauf hinweisen, dass die Fehler und Sünden perverser Sexualität (möglicherweise) auch hier als Zeichen der Strafe dienen, und Verschlimmerung der Sünde, weil man auch in der ‘orthodoxen’ (aber alles ausserhalb rechtgläubigen) Kirche Griechenlands noch immer die Häresie preist.
Auch die nachkonziliare Welle pedosexueller Skandale (viel schlimmer noch als dieser Bischof, der sich zumindest noch nicht dem gegennatürlichen Sexuellen Akt zuwandt) sollte uns als Katholiken uns darüber nachdenken lassen. Teils die Ketzerei, teils die Aufstand, die sexuelle „Befreiung“, die totale andere sexuelle Orientierung in der modernistischen Moralität… Die Skandale sind davon Folgen, aber bedenken wir auch, dass die doktrinär – „Wir haben gelebt wie Tiere, aber zumindest nicht an der rechtgläubigen Lehre etwas verändert“ – ‘guten’ (nachlässigen) Päpste der Renaissance sich missverhielten in sexueller Hinsicht. Moralisch auch.
Und schon immer hat es Scheinheilige Kleriker gegeben. Das zeigt auch wohl die PriesterAustrittsmasse direkt nach dem Konzil; viele hatten schon eine „Freundin“ oder eine zu junge Haushälterin.
Dafür sollten wir die Augen nicht schliessen. Lasset uns lieber beten und kritisch in der eigenen Kirche wachen. Die Reinigungsperiode (apostasie) ist zwar da, aber lasset uns wachbleiben.
Auch wenn z.B. die Priesterbruderschaft Sankt Pius X. welcher manche hier nahestehen, noch keine Kinderschändungsskandale und Homoseminar-Photos erlebt hat und unglaublich streng selektiert wird vor überhaupt die Möglichkeit eines Eintritts in „Ecône“ (und Zaitzkofen Deutschl., Flavigny F, Avrillé F, Santo Bernardo FILI, Winona USA, La Reja Argentinia, Lemberg UKR, Coeur Immaculée Gabon AFRIKA usw.), sollten auch diese sich deshalb noch nicht freuen.
Der hl. Paulus warnt nicht während des Kampfes mit dem Fleisch und dem Teufel sich zu freuen über die eigene Frömmigkeit und Güte, damit wir nicht vor Hochmut fallen!
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#3   GerdEric   18:41:16 | Dienstag, 22. Februar 2005
Wie mag es wohl im Herzen eines demüti-gläubigen
orthodoxen griechischen Christen ausschauen ob solcher Kirchenführere?!
Genau wie in den Herzen eines demütig-gläubigen katholischen römischen Christen,
der sich der Fehltritte seiner Hirten erinnert,
aber,
der Schaden des Anderen lässt einen sich wieder freuen
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#2   bonifatius   18:19:23 | Dienstag, 22. Februar 2005
Ehrenwerte Männer
Wie mag es wohl im Herzen eines demüti-gläubigen orthodoxen griechischen Christen ausschauen ob solcher Kirchenführere?!
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#1   Sulpicius   13:50:23 | Dienstag, 22. Februar 2005
Die spinnen,
die Griechen… :-)
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