Liturgie
Ein Prophet der liturgischen Erneuerung
„Sie werden froh sein, wenn sie den ganzen gereinigten Gottesdienst einst allein in der heiligen Muttersprache abhalten dürfen.“ Die Reformen des Zweiten Vatikanums waren das Ergebnis eines langen Denkprozesses.
Messe während der Wanderung
Messe während der Wanderung
(kreuz.net) Im Juli/August des Jahres 2006 veröffentlichte die katholische Zweimonats-Zeitung ‘Kirchliche Umschau’ einen interessanten Artikel von Christian Cortes unter dem Titel: „Wie Beifall von der falschen Seite kommend, Liturgiereformer irritieren könnte.“

Der Artikel zitiert zu Beginn die prophetische Aussage eines Vorläufers des Zweiten Vatikanums aus dem Jahr 1930:

„Die Zeit ist noch nicht da, in der deutsche Priester inmitten der römisch gebundenen obersten Kaste mit der Forderung einer Umgestaltung an Seele, Haupt und Glied hervortreten können.“

Dann stellt der Reformer fest: „Die Religion Jesus war zweifellos die Predigt der Liebe.“

Jesus selber war nach ihm „eine edle, feurige Persönlichkeit, die eine Lehre der Güte und Nächstenliebe vertrat, und dafür gemordet wurde. Ist das nicht schöner als der doch unwahrhaftige Versuch, schon kleine Kinder in eine Dogmatik zwingen zu wollen, deren Voraussetzungen nicht mehr bestehen?“

Natürlich vertrat der Reformer auch die These von der großen Umformung des die Liebe verkündigenden Jesus in einen von der Kirche verkündigten Jesus Christus.

Deshalb bezeichnete er die christlichen Kirchen als „eine ungeheuerliche, bewußte und unbewußte Umfälschung der schlichten, frohen Botschaft vom Himmelsreich inwendig in uns, von der Gotteskindschaft, vom Dienst für das Gute und der flammenden Abwehr gegen das Böse.“

Der Urverfälscher

Als Urverfälscher der Ursprungsverkündigung Jesu machte er den Heiligen Apostel Paulus aus.

Dieser habe die Liebesverkündigung Jesu dogmatisiert: „Aus einer allgemeinen Gesinnungsgemeinschaft wurde starre Dogmengleichheit.“

Oder: „Das Für-Wahr-Erklären metaphysisch-religiöser Behauptungen und geschichtlicher oder sagenhafter Ereignisse“ ersetzte eine einfache Liebesgesinnung.

Die Römische Kirche sei sogar der Versuchung erlegen, ihre Dogmenwahrheiten „mit Hilfe politischer Organisation“ durchzusetzen. Sie habe dabei in Kauf genommen, von der staatlichen Macht abhängig zu werden.

Dieser Vorläufer des Zweiten Vatikanums hat natürlich auch eine Therapie für die Kirche seiner Zeit bereit: Entdogmatiserung, reinigende Rückkehr zum Ausgangspunkt, Suche nach einem unmittelbaren Weg zur Persönlichkeit Christi.

Für die paulinische Kreuzestheologie oder für Jesus, der als Lamm Gottes die Sünden der Welt hinwegnimmt, hatte er nichts übrig: „Jesus opferte sich als Herr, nicht als Knecht.“

Abschaffung der Äußerlichkeiten

Die geforderte Erneuerung der inneren Einstellung bedeutet auch einen Verzicht auf Äußerlichkeiten:

„Aus der inneren Neueinstellung zum Jesusbild ergibt sich auch eine unbedingt notwendige, scheinbar nur äußerliche Änderung: der Ersatz der die quälende Kreuzigung darstellenden Kruzifixe in Kirchen und auf den Straßen der Dörfer.“

Statt dessen soll die starke Persönlichkeit Jesu in seiner praktizierten Liebe in den Vordergrund treten.

Schon fast vierzig Jahre vor der Einführung des Neuen Ritus war dem prophetischen Reformer klar, daß seine Ideen auch eine große Liturgiereform forderte. Zitat:

„Sie werden froh sein, wenn sie den ganzen gereinigten Gottesdienst einst allein in der heiligen Muttersprache… abhalten dürfen.“

Denn schon unser Reformer glaubte zu wissen, daß der gottesdienstliche Kult sich primär oder gar ausschließlich an den Menschen wendet.

Auch das Kircheninnere wollte er zeitgemäß umgestalten: Weg mit der Barockkunst, den „Bastardkunststücken“. Er fordert auch eine Abschaffung der traditionellen Kirchenmusik.

Im Geist der modernern Wissenschaften

Die Parole eines zeitgemäßen Christentums zieht sich wie ein roter Faden durch die Ausführungen des Reformers. Er begründete sie mit den Erkenntnissen der modernen Wissenschaft und mit dem neuen heroischen Lebensgefühl, in dem für menschenverachtende Sündenlehren und Sühneopfervorstellungen kein Platz mehr sei.

Der prophetische Kirchenkritiker berichtet auch, wie ihm im Jahr1911 im katholischen Bayern ein Schock-Erlebnis widerfuhr, das ihn zum Reformer machte. Er sah sich die Kirche auf der Fraueninsel im Chiemsee an:

„Als ich gerade bei einem Beichtstuhl vorübergehen will, fällt neben mir ein fast zwei Meter großer blonder Bauernjunge von etwa zwanzig Jahren in die Knie und rutscht drei Schritte auf das Gitter des Beichtstuhles zu, um dort mit einem Flüstern zu beginnen.“

Der Reformer war über diese menschenverachtende Demütigung entsetzt: „Da fragte ich mich: Habt ihr das aus dem stolzen Volk gemacht, daß es die Unwürdigkeit eines derartigen Kniefalles nicht mehr versteht?“

Das Christentum müsse menschengemäß werden und dürfe nicht entwürdigen – ermahnte er.

Der Name dieses 1946 hingerichteten Reformers ist heute in Kirchenreformkreisen in totale Vergessenheit geraten.

Würde sein Name – Alfred Rosenberg, Chefideologe der ‘Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei’ – genannt, würde helle Empörung wach.

Die Zitate stammen aus seinem Buch „Der Mythos des 20. Jahrhunderts“. Eines ist einer autobiographischen Notiz, die in „Letzte Aufzeichnungen 45/46“ nachzulesen ist, entnommen.

Frappierend ist die Ähnlichkeit dieser weitgesteckten Reformideen mit der konziliären und nachkonziliären Liturgiereform.
      
44 Lesermeinungen
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#44   Konsequent katholisch †   21:32:28 | Montag, 9. Januar 2012
@Brandy
Nachdem Abbé Bonneterre der PBPX angehörte, ist sehr zu vermuten, dass gewisse „Mitbrüder“ unter den Drahtziehern waren. Ich erinnere an den ähnlich gelagerten – auch hier in kreuz.net breit diskutierten – mysteriösen Todesfall des Paters Isenmann! :-[
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#43   Brandenburgis   21:24:28 | Montag, 9. Januar 2012
Wer hat denn bei P. Bonneterre „nachgeholfen“?
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#42   Konsequent katholisch †   20:57:07 | Montag, 9. Januar 2012
@Brandy
Das Buch von Schweitzer ist im Grunde nichts anderes als ein Forschungsbericht, der auch – wenn auch polemisierend – katholische Literatur berücksichtigt.
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#41   Brandenburgis   20:38:19 | Montag, 9. Januar 2012
Werde ich mir beides mal vornehmen, da ich beides nicht kenne. Schweizer ist mir als Kalvinist unsympathisch, doch das vielleicht ein Vorurteil.
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#40   Konsequent katholisch †   20:31:34 | Montag, 9. Januar 2012
@Brandy
Über die liturgische Bewegung gibt es das gute Büchlein von P. Didier Bonneterre, der am 15.9.2009 bei einem „tragischen“ Verkehrunfall im Alter von erst 55 Jahren überraschend verstarb (siehe www.kreuz.net/article.9841.html!),
.
zur Leben-Jesu-Forschung die bekannte, auch für Katholiken lesenswerte Geschichte derselben von Albert Schweitzer, die zu einem für den Leser überraschenden Schluss kommt! :-)
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#39   Brandenburgis   19:50:15 | Montag, 9. Januar 2012
Ich weiß über diese Gegenstände zu wenig, um darüber diskutieren zu können. Und zu welcher Gruppierung „Pius XII“ gehört, dürfest Du ja wohl besser wissen als ich.
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#38   Konsequent katholisch †   19:21:37 | Montag, 9. Januar 2012
@Brandy
Schade, dass die Diskussion zwischen „Pius XII“ und dir damals nicht weiterging! Was ich bei euch beiden vermisse, ist eine sachgerechte Bewertung sowohl der liturgischen Bewegung als auch der Leben-Jesu-Forschung, auf die ja Rosenberg – wohl kaum nicht nur aus rein propagandistischen Gründen – in seinem „Mythus“ zurückgegriffen hat! :-[
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#37   Brandenburgis   19:14:06 | Montag, 9. Januar 2012
Vielleicht will er es ja verraten!
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#36   Konsequent katholisch †   19:07:12 | Montag, 9. Januar 2012
@Brandy
Ist ja wohl seine Sache – wir tun es ja auch!! ;-)
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#35   Brandenburgis   19:25:46 | Sonntag, 8. Januar 2012
Siegfried, wieso antworten Sie hier in einem vier Jahre alten FAden?
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#34   Siegfried   18:56:54 | Sonntag, 8. Januar 2012
zu #4 @ clarissa colonia , warum so erregt? Befürworter des innerkirchlichen Umbaues und der neuen Glaubensentwicklung müßen den Gläiubigen genannt werden. Es ist wichtig, die Gläubigen müssen Vorbilder erhalten, damit sie den Konzilsgeist aufnehmen können. Das 2. VK hat entgegen der päpstlichen Mitteilung bis einschließlich PP. Pius XII, den Kommunismus (internationaler Sozialismus) die Ehre (persönlich durch Johannes XXIII.) zurück gegeben und von der Auflistung der Irrlehren entfernt. Wer den internationalen Sozialismus achtet, der wird auch den nationalen Sozialismus achten oder. Da jedem Menschen das Hemd näher ist als der Rock, wird jeder erst in seinem persönlichen Umfeld aktiv, bevor er in der großen Welt aktiv wird. Somit kann es sein, bevor der Geist des 2.VK (nicht der Heilige Geist) in der Welt aktiv wurde (im Konzil) wird dieser Geist bei einigen Nationen begonnen haben. Wer mit dem Geist des Kozils heult, der muß dessen Früchte ernten. Aus diesem Grunde freuen Sie sich über die gute Ernte.
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#33   Robert Ketelhohn   01:11:33 | Montag, 19. Mai 2008
Placet
Hier hat Brandenburgensis völlig recht.
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#32   Brandenburgis   16:29:19 | Freitag, 16. Mai 2008
So dämlich …
Rosenberg war doch kein eigenständiger Denker, den die Bewegung des Nationalsozialismus geistig geründet hätte. Sondern er sorgte für pseudo-akademische Begleitmusik.
… ist das Rosenberg-Beispiel nun nicht. Ich kann auch nicht erknennen, daß die Redax eine Kausalität konstruieren will, sie weist lediglich zu Recht auf eine Analogie hin. Liturgische Bewegung, Modernismus und Natinalsozialismus greifen auf idente anti-kirchliche Geistesströmungen zurück, übrigens ebenso wie die diabolische Ideologie des heutigen brd-Staates. Es kommt alles aus derselben vergifteten Kloake.
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#31   Pius XII   15:17:10 | Freitag, 16. Mai 2008
Das Rosenberg-Beispiel war schon dämlich, als es in der KU erschien
und die Wiederholung eines Fehlers macht ihn garantiert nicht besser!
Hier werden munter Ursache und Wirkung verwechselt. Rosenberg war doch kein eigenständiger Denker, den die Bewegung des Nationalsozialismus geistig geründet hätte. Sondern er sorgte für pseudo-akademische Begleitmusik. Dazu besorgte er sich aus den verschiedenen Disziplinen eben Versatzstücke. Und für die Theologie eben bei der Jugend- und Teilen der liturgischen Bewegung. Nur: der Mißbrauch fällt nicht auf die mißbrauchte Sache zurück und weder die Jugend- noch die liturgische BEwegung sind je so tief gesunken, bei Rosenberg abzuschreiben (bei dem hat ja ohnehin nie einer abgekupfert).
Aber genau das will die Redaktion suggerieren. Sie will eine Kausalität Rosenbergs für das Konzil konstruieren. Und schießt damit völlig übers Ziel hinaus. Pfui, Pfui, Pfui!
So ist es leider oft: Obwohl es 1000 gute Argumente gegen die Liturgiereform gibt, greift man auf das platte, dumme, falsche 1001. Argument zurück und schießt sich so ins eigene Bein.
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#30   Florian Geyer   00:17:17 | Freitag, 16. Mai 2008
Benedikt
Dass das Konzil der NS Ideologie entspringt will der Artikel glaube ich nicht suggerieren :-D
Vielmehr glaube ich will er aufzeugen dass in der Vergangenheit wie Heute jene Vertreter der sogenannten „neue Wege“, von Umbrüchen, von Veränderungen, von Progressivität um des vermeintlichen Fortschritts willen immer Ihre Ideen als absolut heilsbringend erachten, was aber auch oft schlechte Früchte bringt.
Auf den ersten Blick sieht es zum Beispiel auch tollkühn aus die 68er Bewegung auf Faschismen untersuchen zu wollen ähnlich denen vergangenen. Auf den zweiten Blick hingegen ähneln sich die Vertreter des Umbruchs um jeden Preis zwar nicht in ihrer Ideologie, aber doch sehr in der Methodik und im Fanatismus. Den Relativismus den sie predigen leben sie selber nicht das sie für sich selber die absolute Wahrheit in Form ihrer Ideologe zu besitzen glauben
Küng würde ich aber trotzdem nicht wagen mit Rosenberg gleichzusetzen, das wäre sogar mr zu verwegen.
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#29   Benedikt   23:57:54 | Donnerstag, 15. Mai 2008
@ Geyer
Das mit Rosenberg ist keine Polemik, sondern dumme und schmutzige Meinungsmache. Wer so etwas nötig hat kann gar keine lauteren Ziele haben.
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#28   Florian Geyer   23:41:08 | Donnerstag, 15. Mai 2008
@Benedikt
ungehorsam sind auch jene die gewisse Konzilsbeschlüsse
eigensinnig interpretieren und das Konzil als Bruch auffasen und von einer „neuen Kirche“ sprechen und nichts davon wissen wollen dass das Konzil im Lichte der Tradition gelesen werden muss.
Das mit Rosenberg ist natürlich Polemik, aber das ist ja der gängig Stil heute dass Meinungsgegener zusammenhangslos und sinnfrei permanent auf die Zeitgeschichte hingewiesen werden wenn das Argument fehlt.
Ich bin bei Ihnen in der Gehorsamsfrage und auch in der diesbezüglichen Kritik gegenüber der FSSPX. Man muß aber aufpassen dass der FSSPX Ungehorsam nicht als verwerflicher angesehen wird als der ganz normale alltägliche Ungehorsam von Kirchenbeamten gegenüber dem Lehramt, Rom und den Papst
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#27   Benedikt   23:32:28 | Donnerstag, 15. Mai 2008
@ Geyer
Pervers ist hier höchstens, wie diese merkwürdige Umschau kirchliche Reformbestrebungen diskreditieren will, indem sie verbreitet, diese seien ja auch schon von Rosenberg vertreten worden. Das ist ein völlig systemwidrige Äußerung: Eine Reformtheorie wird nicht schlecht, weil sie von jemandem vertreten wurde, der später ein Verbrecher war.
Dass dieser Umschau nichts gehaltvolleres einfällt als derart billige Stimmungsmache spricht Bände. Es macht mal wieder deutlich, dass die FSSPX-Apologeten auf jeden noch so absurden Zug aufspringen, nur um ihren Ungehorsam zu rechtfertigen.
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#26   Robert Ketelhohn   11:07:18 | Donnerstag, 15. Mai 2008
Avantguarde
Zitat: »“Aus der inneren Neueinstellung zum Jesusbild ergibt sich auch eine unbedingt notwendige, scheinbar nur äußerliche Änderung: der Ersatz der die quälende Kreuzigung darstellenden Kruzifixe in Kirchen und auf den Straßen der Dörfer.„«
Erst beim Lesen dieses Absatzes – etwa in der Mitte des Artikels – verstand ich, wer der Autor des Zitats ist. Da war’s denn aber doch sehr deutlich.
Ja, in Bezug auf kirchliche Strömungen ist der Nationalsozialismus tatsächlich eine der Spielarten des „Modernismus“, und noch dazu eine recht avantguardistische. Das ist ja nichts Neues. Darin folgte er, wie in vielem, dem faschistischen Vorbild – und übertraf es.
Abgesehen von einer diesbezüglich erhellenden Lektüre des »Mythus« ist auch jene des Rundschreibens Mit brennender Sorge kreuzgang.org/dload.php?action=file&fi… zu empfehlen, welches in seiner Analyse der ideologischen Verirrung des Nationalsozialismus in weiten Teilen zugleich als Verurteilung der geistigen Grundlagen unserer Gegenwart zu lesen ist.
Die Affinität zwischen „Modernismus“ oder Avantguardismus und Faschismus oder Nationalsozialismus ist übrigens auch historisch gut zu studieren, vom italienischen futurismo bis hin zu Persönlichkeiten wie Hildefons Herwegen und Michael Schmaus.
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#25   clarissa colonia   02:22:38 | Donnerstag, 15. Mai 2008
Werter Florian,
ich will nicht leugnen, daß weder die Redaktion noch mancher Leser zu apodiktischen Urteilen neigt, möchte aber doch infragestellen, ob diese zum Erlaß (beobachtenswerter) Anatheme befugt sind.
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#24   Florian Geyer   23:16:40 | Mittwoch, 14. Mai 2008
Benedikt
„Ich erwarte, dass die Redaktion umgehend Frömmigkeit und täglichen Kommunionempfang bannt. Schließlich war der Himmler davon begeistert.“
sie sagen das ironisch, aber in genau diese Richtung fährt der perverse Zug
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#23   Benedikt   23:12:54 | Mittwoch, 14. Mai 2008
Himmler
Himmler schwärmte in seiner Jugend für ein Mädchen, ua weil sie sehr fromm war und täglich die heilige Kommunion empfing (cf Höhne, der Orden unter dem Totenkopf).
Ich erwarte, dass die Redaktion umgehend Frömmigkeit und täglichen Kommunionempfang bannt. Schließlich war der Himmler davon begeistert.
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#22   wolfgang e.   23:08:57 | Mittwoch, 14. Mai 2008
Ein Vorläufer des 2.Vatikanischen Konzils???
Ähh… Ich würde der Redaktion empfehlen, die Dokumente des 2.Vatikanischen Konzils durchzustudieren. Alle oben zitierten Häresien Rosenbergs kommen in diesen Dokumenten eben NICHT vor. Auch die Liturgiereform war NICHT Bestandteil des 2.Vatikanums, wie die verehrte Redaktion vielleicht weiß.
Wahr ist zwar, dass so manch einer diese Ideen gerne in die Beschlüsse einfließen hätte lassen. Wahr ist auch, dass von eben diesen nach dem Konzil der „Geist des Konzils“ erfunden wurde, um diesen Ideen das Mäntelchen des Konzils umzuhängen.
Das ist aber nicht Schuld des Konzils.
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#21   Benedikt   22:28:43 | Mittwoch, 14. Mai 2008
@ zeitundewigkeit
Da wo ich herkomme hat der die Beweislast, der einen Vorwurf vorbringt.
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#20   HeinrichderZweite   21:12:50 | Mittwoch, 14. Mai 2008
Liebe Clarissa Darling,
Wahrscheinlichkeit allein ersetzt aber noch lange keine Gewißheit!
… da ham se wahrscheinlich recht mit!
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#19   Gotthard   21:03:11 | Mittwoch, 14. Mai 2008
@zeitundewigkeit
Können Sie Ihre Behauptung beweisen?
wahrscheinlich wird er keine Kommunionpatene verwenden …
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#18   zeitundewigkeit   20:59:57 | Mittwoch, 14. Mai 2008
@Benedikt
Der Kardinal hält die liturgischen Vorschriften zu 100% ein. Nicht mal Rom kann da mithalten.
Können Sie Ihre Behauptung beweisen?
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#17   HeinrichderZweite   20:58:41 | Mittwoch, 14. Mai 2008
Lieber Leopold,
oder die Strassenreinigung ist durchgefahren.
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#16   Leopold   20:57:28 | Mittwoch, 14. Mai 2008

Wenn es regnet, wird die Straße nass. Die Straße ist nass. Also hat es geregnet.
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#15   Gotthard   20:50:22 | Mittwoch, 14. Mai 2008
Beichtstuhl
„Als ich gerade bei einem Beichtstuhl vorübergehen will, fällt neben mir ein fast zwei Meter großer blonder Bauernjunge von etwa zwanzig Jahren in die Knie und rutscht drei Schritte auf das Gitter des Beichtstuhles zu, um dort mit einem Flüstern zu beginnen.“
ist Rosenberg dafür verantwortlich, dass wir solches nicht mehr erleben?
Wird im Pius-Verein auf diese Art und Weise der Beichtstuhl betreten?
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#14   Benedikt   20:35:30 | Mittwoch, 14. Mai 2008
@ Geyer
Das ist Lehmann in seiner Jugendzeit.
Der Kardinal hält die liturgischen Vorschriften zu 100% ein. Nicht mal Rom kann da mithalten.
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#13   clarissa colonia   20:16:14 | Mittwoch, 14. Mai 2008
Wahrscheinlichkeit allein
ersetzt aber noch lange keine Gewißheit! Untersuchen Sie den Zusammenhang und legen Sie ihn uns Unwissenden dar, dann werden wir Ihren Ausführungen gerne unser Ohr neigen. Bis dahin!
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#12   möchtegern-kathole   20:04:33 | Mittwoch, 14. Mai 2008
@clarissa colonia
Es ist doch sehr naheliegend, dass – wenn 2 nebeneinandersitzende Schüler den selben Fehler in der Schulaufgabe machen – einer von beiden abgeschrieben hat.
Modernismus und Nationalsozialismus gab es zur selben Zeit, die fehlerhaften, unkatholischen Ideen sind ähnlich – also ist die gegenseitige Inspiration naheliegend. Es ist ausserordentlich wahrscheinlich, dass sich die beiden Strömungen zur Kenntnis genommen haben, denn klein waren beide nicht.
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#11   HeinrichderZweite   20:01:38 | Mittwoch, 14. Mai 2008
Liebe Clarissa Darling,
was man unter Modernismus versteht, das können Sie in einer ganzen Reihe von Enzykliken nachlesen, die alle vor dem modernistischen 2.Vatikanum entstanden sind.
Ich stelle mir das nicht so vor, dass Montini seinen Rosenberg hervorgeholt hat und nachgesehen hat was er zu tun hat. Es ist eher so, dass man gemeinsam aus den gleichen trüben Quellen geschöpft hat. Die Geschichte des Modernismus ist im Übrigen in keinster Weise aufgearbeitet. Trotzdem darf ich Sie auf ein interessantes Büchlein hinweisen, Michael Davies: Partisanen des Irrtums, Der hl. Papst Pius X gegen die Modernisten, Stuttgart, 2004, ISBN 3-932691-43-1
HeinrichderZweite bezieht sich auf meinen Hauptaccount HeinrichvonOfterdingen. Also überhaupt nix Imperatorisches.
Ihnen liebe Clarissa darf man zum 1000. gratulieren. – Gern geschehen!
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#10   clarissa colonia   19:46:27 | Mittwoch, 14. Mai 2008
Werter Henricus secundus (müssen wir Euch Imperator nennen?),
wenn Sie schon behaupten, der Modernismus schöpfe aus dieser Quelle, sollten Sie das auch belegen (vielleicht nicht ohne gnädigerweise zu definieren, was Sie unter „Modernismus“ verstehen).
Wenn zwei Leute den gleichen Irrtum verzapfen, heißt ja noch lange nicht, sie hätten eine gemeinschaftliche Tatbegehung verabredet. Auch ist hier nicht zwingend erwiesen, daß der eine Irrtum vom anderen abhängig ist; wenn Sie also vortragen, die Liturgiereformer des Vat. II hätten aus Alfred Rosenbergs Mythus geschöpft, sollten Sie die Belege besser bei der Hand haben, finden Sie nicht?
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#9   Florian Geyer   19:43:49 | Mittwoch, 14. Mai 2008
Defensor
Das ist Lehmann in seiner Jugendzeit.
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#8   Defensor Fidei   19:41:33 | Mittwoch, 14. Mai 2008
Preisfrage:
Wer ist eigentlich der Mann mit dem lustigen Indianerschal? o.O
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#7   HeinrichderZweite   19:36:37 | Mittwoch, 14. Mai 2008
Liebe Clarissa Darling,
… das ist schon decouvrierend …
… deshalb wurde es vermutlich auch hier abgedruckt. Decouvrierend ist es ja weniger für die Redaktion und überhaupt, sondern vielmehr für den jetzt in der Kirche herrschenden Modernismus. Und dies ist nur ein Beispiel aus welch trüben Quellen der Modernismus schöpft.
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#6   möchtegern-kathole   19:36:18 | Mittwoch, 14. Mai 2008
Ich halte es …
… auch für gewagt, was die Redaktion hier macht, denn manche Leser kapieren wohl nicht mal, dass das Beispiel gedacht ist, um die Modernisten zu decouvrieren – nicht als zustimmendes Zitat.
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#5   WeyounBN   19:35:33 | Mittwoch, 14. Mai 2008
Hmmm…
… heisst das, man darf den Novus Ordo nun auch ‘Nazi-Messe’ nennen? o.O
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#4   clarissa colonia   19:30:55 | Mittwoch, 14. Mai 2008
Nun, es ist schon erhellend, daß die Redaktion gewordene Verschwörungstheorie
ausgerechnet Rosenberg, den Vater der antijüdischen, antichristlichen, antikirchlichen Verschwörungstheorien zitiert. Das ist schon decouvrierend!
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#3   Pünktchen   19:17:14 | Mittwoch, 14. Mai 2008
Köstlich!
Bis in die Formulierung hinein müssen sich hier manche der modernistischen Dumpfbacken ertappt fühlen! :-D :)3
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#2   clarissa colonia   19:17:12 | Mittwoch, 14. Mai 2008
Müßte es nicht korrekterweise heißen:
Der Mythus des 20. Jahrhunderts?
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#1   Florian Geyer   19:11:43 | Mittwoch, 14. Mai 2008
Sieht wirklich danach aus
als würden die eine Messe feiern. :-D :-D :-D
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