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Dienstag, 13. Mai 2008 18:31
Perverser und Pervertierer
Der Großvater-Gottvater hat ein Idyll errichtet, das er kunstlos dem weiblichen Körper nachgebaut hat. Perverse Pornophantasien einer Nobelpreisträgerin über einen perversen Pornophantasten. Kommentar am Schluß.
Die Porno-Schriftstellerin Elfriede Jelinek
Die Porno-Schriftstellerin Elfriede Jelinek
(kreuz.net) Die österreichische Nobelpreisträgerin und religionsfeindliche Porno-Schriftstellerin Elfriede Jelinek (61) hat im Inzestfall von Amstetten in Niederösterreich ein Sinnbild der Trinität entdeckt.

Das berichtete Rose-Maria Gropp in einem konfusen Artikel für die ‘Frankfurter Allgemeine Zeitung’ vom 13. Mai.

Frau Jelinek äußerte sich in einem Text mit dem Titel „Im Verlassenen“, den sie auf ihrer Webseite publizierte.

Mit „Im Verlassenen“ begebe sich Frau Jelinek in eine so radikale Nähe zur aktuellen Wirklichkeit wie schon lange nicht mehr – verkündet Frau Gropp: Das macht sie angeblich stark und hellsichtig.

Frau Jelineks Kommentar zur Inzest-Tragödie von Amstetten im Wortlaut:

„Hier gilt das Wort des Vaters, der sogar schon Großvater ist, nichts Besonderes, es gibt Väter und Großväter sogar in einer Person, es gibt ja auch die Heilige Dreifaltigkeit, einen in drei Personen, hier haben wir einen Gottvater, der alle Personen ist und alles Sprechen (mit Ausnahme des Fernsehapparats und des Radios, welche unten gestattet waren) erledigt.

Keine Stäbe, keine Gitterstäbe hier vorhanden. Es ist also nicht einmal möglich, zwischen etwas, durch das man hindurchschauen kann, auch keine Welt zu sehen.“


Ein Musterschüler von Elfride Jelinek
Ein Musterschüler von Elfride Jelinek
Elfriede Jelinek rechne in ungewohnt kurzen Sätzen mit dem Täter ab – phantasiert Frau Gropp.

Die Pornoschriftstellerin hat nach den wirren Angaben von Frau Gropp für die Übertretung des Inzestverbotes keine Kalauer auf Lager und für die vierundzwanzig Jahre im Verlies keine Es-fehlen-die-Worte-Rhetorik. Seltsam…

Das Inzestverbot sei eine „wesentliche Übereinkunft, in der unsere gesellschaftliche Ordnung gründet, seine Symbolkraft steht für ihr schärfstes Tabu“ – faselt Frau Gropp frisch von der Leber.

Elfriede Jelinek schreibe kalt über eine ausgelebte Allmachtsphantasie, die gemeinhin zivilisatorisch gebändigt sei – als über die „Aufführung dieses Großvater-Gottvaters, der ein Idyll errichtet hatte, das er kunstlos dem weiblichen Körper nachgebaut hat, mit vielen Nischen und Gängen, man kann nicht von überall hineinsehen“.

Man habe erwarten dürfen, daß sich Elfriede Jelinek zu Amstetten äußere, erklärt Frau Gropp schließlich:

„Es war bis vor kurzem ihre selbstgewählte Arbeitsplatzbestimmung, die gewöhnlichen Katastrophen zu eskortieren mit ihren Suaden“ – geht es in Frau Gropps Faselton weiter:

„Jedoch was in Amstetten geschah, so wird erkennbar, ist größer als Elfriede Jelinek, monströser als ihre schlimmsten Visionen.“

Sogar Elfriede Jelinek brauche für ihren Text eine Stütze, die ihr die „Annäherung an das Verlies“ erst erlaube. Dort hätten ja nicht einmal die Stäbe eines Käfigs eine Welt durchscheinen lassen:

„Sie holt sich dieses Bild bei einem Dichter: Mit ihrer Aussage, daß dort im Keller hinter dem »Betonpfropf« nicht einmal galt »zwischen tausend Stäben keine Welt«, zitiert sie Rainer Maria Rilke († 1926)“, stellt Frau Gropp fest.

Das Geschehen in Amstetten verschlage ihr die – bei ihr üblichen – obszönen Witze, Abstürze und Wortschwalle.

Damit sei der Jelinek-Text der „obszönen Anmutung“ eines österreichischen Boulevardblatts zuvorgekommen, in dem Josef F. und sein Anwalt sich inzwischen ausführlich zu Wort gemeldet hätten.

Kommentar: Ein Obszöner kommt selten allein – und schlimmer noch als der Perverse sind die Pervertierer und Pervertiererinnen.

© Titelbild: Wikipedia Benützer „Ghuengsberg“, GFDL
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 85 Lesermeinungen:
Donnerstag, 15. Mai 2008 23:08
matt2 †: Mit den Frauen ist es doch eine Hetz…
also darf man sie auch ein bisschen hetzen, vorallem wenn sie selbst freche Sachen schreiben.
Donnerstag, 15. Mai 2008 23:02
Kurt K.: Ein musikalischer Beritrag
Donnerstag, 15. Mai 2008 22:54
verwirrter: @Marcelus
Es ging in meinen Postings nicht um die Frau Jelinek sondern wie man gegen sie hetzt und wie das in Verbindung zu den Üblichen Umgangsformen der Christen steht.

Aber Welche Ideologie wäre das denn? Bzw. welche Bluttaten hätte jenige welche dann verbrochen?

Mal abgesehen davon, dass ich glaube, dass sie bekennende Pazifistin ist und wie ich sie bisher kennen gelehrt habe würde sie wahrscheinlich bestreiten das sie eine Ideologie hat, zumindest in dem sinne wie ich glaube das sie das Wort gebrauchen.
Donnerstag, 15. Mai 2008 22:15
Defensor Fidei: @ fragender & Aida
@ fragender
Leistung, Ordnung, Gott und Vaterland.


Ist eines dieser Dinge zu verachten?

Wenn ein arbeitsloser, obdachloser Prophet, der von sich behauptet, Gottes Sohn zu sein…

Ich habe bestimmt nichts gegen Prediger alla P. Leppich oder Bettelmönche. Diese Leute sind ja gerade nicht arbeitslos, sondern leben ihre Standespflicht. Für Christus galt dies natürlich in besonderem Maße. Er hat jedoch nicht nur behauptet, daß er Gottes Sohn war. Er war es auch, was er uns zur Genüge bewiesen hat.

also wenn dieser Prophet viele Strukturen, Dogmen, Machtverhältnisse…und behauptet, daß er und nicht die heilige r.k. Kirche das Heil bringt

dann wäre er damit ein Lügner, weil er die geliebte Braut Christi beschmutzen würde.

die heuchlerische Doppelmoral (z.B. Umgang mit EhebrecherInnen und Geschiedenen oder mit Zölibat und Alimentenzahlungen)

Fänden Sie es besser, wenn für die Kinder keine Alimentenzahlungen geleistet würden? Was Ehebrecherinnen angeht, so hat Christus sich mit Ihnen abgegeben, um sie auf den Pfad der Tugend zurückzuführen. Der Ehebruch wurde von ihm nie gutgeheißen.

@ Aida
Kommst Du aus Hamburg?


Sagen wir’s mal so: die schöne Hansestadt ist mir nicht ganz unbekannt, jedoch nicht meine aktuelle Wirkstätte.

So ein piekfeiner Pinkel

Was haben Sie gegen ein gepflegtes hanseatisches Auftreten einzuwenden?

mit Villa oder was?

Jetzt mal keinen Neid. Ich frage ja auch nicht nach Ihrer Unterkunft?
Donnerstag, 15. Mai 2008 22:02
Marcelus: @verwirrter: Blutige Verfolgungen können Sie aber nicht nur dem Christentum zur Last legen,
sondern gerade auch der Ideologie, der Elfriede Jelinek nahesteht.
Donnerstag, 15. Mai 2008 22:00
verwirrter: @HeinrichvonOfterdingen
Sie kennen meine Weltanschauung nicht… ich werde keine rhetorischen und abstrusen Vergleiche ziehen (ich esse auch Brot, ich bin mir sicher das haben manche Nazis auch gemacht und ich wage zu behaupten sie essen es auch?!)

Ich kenne aber die Geschichte des Christentums und die spricht bände…

beginnend im 4 Jahrhundert mit Übergriffe auf hellenistische Gelehrte bzw. die Verbrennung deren Bücher, ab Kaiser Konstantin dann sogar „legal“, geht es weiter über die Inquisition und in der derzeitige Ablehnung von Philosophie und Wissenschaft endet es vorerst. Alles in allem sind die Christen die bildungsfeindlichste Gruppe in Europa.

hat nicht sogar Paulus geschrieben man solle sich von Philosophie und Wissenschaft abwenden?

Und die Gegenargumente sind wie immer nicht vorhanden, wie denn auch, man ist ja bildungsfeindlich… man verbündet sich lieber mit dem Römischen Kaiser und läst morden oder setzt Bücher auf Listen bzw. verbrennt sie oder beschimpft wüst als unmoralisch (was das auch immer heißen soll). Seit beginn an die gleiche vorgehensweise egal ob Epikureer, Astronomen oder jetzt in dem Fall eben Jelinek.
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