Die australische Bischofskonferenz hat sich von einem Weihbischof distanziert, der offensichtlich schweren Ketzereien verfallen ist.
Offensichtlich ein Ketzerwerk
(kreuz.net) Im Jahr 2007 publizierte der emeritierte Weihbischof der Erzdiözese Sydney, Mons. Geoffrey
Robinson (70), ein Buch unter dem Titel „Confronting Power and Sex in the Catholic Church: Reclaiming
the Spirit of Jesus“ – „Auseinandersetzung mit Macht und Sex in der katholischen Kirche: den Geist Jesu
wiedererlangen“.
Zu diesem Werk äußerte sich die australische Bischofskonferenz am 6. Mai in einer
Stellungnahme.
In wenigen Tagen gedenkt Weihbischof Robinson, in den Vereinigten Staaten und Kanada eine
Vortrags- und Werbetournee für sein Buch anzutreten.
Vor seiner Ernennung zum Weihbischof im Jahr 1984
war Mons. Robinson Pfarrer, Professor für Kirchenrecht, Richter am diözesanen Ehegericht und Sekretär
und Präsident der Gesellschaft für Kirchenrecht Australiens und Neuseelands.
Die australischen Bischöfe
beginnen ihre Stellungnahme zu seinem Werk mit einer Danksagung für den Beitrag, den der Weihbischof
für das Leben der Kirche in Australien geleistet habe.
Mons. Robinson habe jenen Hilfe und Heilung geboten,
die sexuelle Mißbräuche erlitten hätten und professionelle Richtlinien für Kirchenmitarbeiter auf
diesem Gebiet erarbeitet.
Bezüglich seines jüngsten Buches wollen die Bischöfe den guten Glauben des
Weihbischofs nicht in Zweifel ziehen: „Dennoch haben die Menschen ein Recht, genau zu wissen, was die
katholische Kirche glaubt und lehrt“ – so die Stellungnahme.
Auch nach einem Briefwechsel und nach Unterredungen
mit Weihbischof Robinson sei „klar“ geworden, daß die dogmatischen Schwierigkeiten weiterhin bestünden:
„Zentral ist hier eine Infragestellung der Autorität der katholischen Kirche, die Wahrheit endgültig
zu lehren“ – erklären die australischen Bischöfe.
Sie verweisen dagegen auf das 16. Kapitel im Johannesevangelium,
wo Jesus Christus seinen Jüngern den Heiligen Geist verspricht, der sie in die Fülle der Wahrheit hineinführen
werde: „Es ist eine katholische Lehre, daß die Kirche diese Gabe der Wahrheit erhalten hat.“
Die Infragestellung
der Autorität der Kirche steht nach Ansicht der Bischöfe in Zusammenhang mit Mons. Robinsons Ungewißheit
über das Wissen und die Autorität von Christus selber.
„Katholiken glauben, daß die von Christus gegründete
Kirche von ihm das Lehramt erhalten hat, das durch die Zeiten hindurch besteht“ – stellen die Bischöfe
weiter fest:
„Das ist der Grund, warum das Lehramt der Kirche die Wahrheit mit Autorität und im Namen
Christi lehrt.“ Das Buch von Mons. Robinson stelle diese Lehren in Zweifel.
Das führe – so die Bischöfe –
auch dazu, daß Mons. Robinson unter anderem die katholische Lehre über die Tradition, die Inspiration
der Bibel, die Unfehlbarkeit der Konzilien und der Päpste, die Autorität des Glaubensbekenntnisses,
die Natur des Priestertums und über zentrale Elemente der kirchlichen Morallehre in Frage stelle.
Die
australischen Bischöfe gestehen ein, daß die Autorität, die Christus seiner Kirche anvertraut hat,
gelegentlich mangelhaft ausgeübt werde, „besonders in der Ausarbeitung von Vorgehensweisen, die komplexe
pastorale oder menschliche Belange betreffen.“
Doch das annulliere nach katholischer Lehre nicht die
Autorität der Kirche, konkrete Lehren des Glaubens und der Sittenlehre zu verkündigen.
Im September
2007 bezeichnete der ultramodernistische Weihbischof von Canberra und Goulburn, Mons. Patrick Percival
Power (66), das Buch seines Mitbruders als eine „mutige Darlegung“.
Mons. Robinson sehe die Krise des
sexuellen Mißbrauchs in der Kirche als eine Gelegenheit für die ganze Kirche, die Zeichen der Zeit zu
lesen und ganze Bereiche ihres Lebens zu überprüfen, „die tatsächlich einer Reform bedürfen.“
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46 Lesermeinungen
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Bischof Braun Er ist ein Hochstapler! Irgendwie krank im Kopf. Angeblich hat er ja Theologie in Mainz
studiert – aber das ist ein Lüge. Welch toller „Bischof“!
@ bischofbraun Ich bin mit mehreren Geistlichen der römisch-katholischen Kirche befreundet und muss bei
allen genau das von mir geschilderte bemängeln. Ah ja? Was sagen die denn zu IHren schwerwiegenden Anschuldigungen?
@bischofbraun Tja, bei dem was Sie mit dem hohen Roß sagen, muß ich Ihnen wohl recht geben! Aber ich
kann nicht verstehen, warum man immer gleich eine eigene Kirche gründen muß. Das kommt mir nicht in
den Kopf. Warum haben Sie nicht erst einmal ein paar Jahre als Priester gearbeitet? Ich hoffe für Sie,
daß Sie wirklich ein guter Hirte sind! So was hat schon einmal einer zu mir gesagt und war dann das genaue
gegenteil.
Herr Braun Ich dachte, Sie weilten z.Z. in Cannes und wollten den Preis für denjenigen abstauben, der
es am längsten in einem Kostüm aushält. Aber Sie sind hier. Wie schade. Für Sie und für uns. Hat
der Kostümverleiher Sie eigentlich noch nicht aufgefordert, die Sachen zurückzugeben? Sind Sie bei ihm
in Zahlungsverzug? Sind Sie schon bei youtube vertreten, von wegen ein lustiges Video zum Thema Messe
spielen? Herr Braun, das sind die Fragen, die uns bewegen. Aber dazu schweigen Sie. Kein Jawoll für Sie,
wo kämen wir denn da hin!
Es wäre mir neu, werter Matthias, daß Sie hier für krank erklärt worden wären! Daß sie sich jetzt
(wo es erst so richtig spannend wird) zurückziehen, werte ich als Eingeständnis, daß Sie die an Sie
gestellten Fragen nicht veantworten können (wollen?)!
#43 bischofbraun 01:45:40 | Donnerstag, 15. Mai 2008
@Piepmätzchen Ich glaube nicht, dass ich es nötig habe, mich von Piepmätzchen wie euch für krank erklären
zu lassen! Wie bereits gesagt, nehmt den Balken von eurem Auge, dann könnt ihr anfangen, den Splitter
in meinem zu suchen. Gute Nacht!!!
Aber, werter Matthias, wenn Sie so viele Pfarreien (wie viele sind das denn schätzungsweise?) übernehmen,
dann brauchen Sie doch zwangsläufig eine Kamera um televisifisch (vulgo: auf größere Entfernung) erkennen
zu können, wer am Pfarrhaus (welches Pfarrhaus?) klingelt! Sonst wüßten Sie das ja gar nicht. Da könnte
ja plötzlich (natürlich nur aus Unwissenheit) ein Amtskirchenkatholik schellen, der seine Spenden nie
der umsonst (also gratis non frustra) Lebensmittelaktion Ihrer Kirche, sondern nur dem Bonifatiuswerk
zugewendet hat. Ja, und dann würden Sie umsonst (also frustra non gratis) weit in die weite Diaspora
(ein weites Feld!) eilen. Also werden Sie wohl der Klingelkamera bedürfen, wie die bösen Konkordatskirchenkleriker,
damit Sie das nicht umsonst (frustra non gratis) müssen, denn Sie werden (Passiv?) ja nicht bezahlt,
was wahrscheinlich auch die Nichterstattung (-absetzbarkeit?) der Fahrtkosten einschließt. Ja, und die
apostolische Frage ist ja noch gänzlich unbeantwortet; ich meine jetzt, den an die Einzelapostel ergangenen
Verkündigungsauftrag, den Sie (zur eigenen Rechtfertigung, aber das kennt man ja von Ihresgleichen) als
multiekklesialen Jahrmarkt mißinterpretieren. Und da beklagen Sie sich allen Ernstes, daß Sie mit anderen
„freibischöflichen Spinnern“ in einen Sach gesteckt werden? Mit Erlaubnis dero Ganden, fühlen Sie sich
wirklich ganz gesund, oder verfolgen Sie mit Ihren Postings hier eine andere (welche?) Absicht?
#41 bischofbraun 01:34:01 | Donnerstag, 15. Mai 2008
@Benedikt Lieber Benedikt, ich denke, dass ich genügend Pfarreien kenne, in denen es genauso abläuft,
wie ich es geschildert habe. Ich bin mit mehreren Geistlichen der römisch-katholischen Kirche befreundet
und muss bei allen genau das von mir geschilderte bemängeln. Wenn Sie da andere Erfahrungen gemacht haben,
freut mich das für die den jeweiligen Priestern unterstellten Gemeinden. Vielleicht hat es ja etwas mit
dem Alter, sprich der Generation der einzelnen Pfarrer zu tun. Ich kenne auch Priester, die um die 80
und noch im Dienst sind, die sich um ihre Gemeinden rührend kümmern. Was aber, wenn die irgendwann nicht
mehr können?
@ bischofbraun Soviel zum Hohen Ross, soviel zum Priester oder Bischof sein. Sie sind derjenige, der hier
auf einem hohen Ross sitzt. Sie halten sich für den Idealtypus eines Bischofs und erheben sich über
die anderen, auf die Sie in arroganter Weise herabschauen, weil diese ja – angeblich – nicht so viel caritative
Werke tun wie Sie selbst. Darf ich fragen, wie viele Pfarreien Ihnen überhaupt bekannt sind? Ich kenne
auch nicht so viele, aber auf keine treffen Ihre Vorwürfe zu. Ihr Vorwurf mangelnder Ereichbarkeit ist
geradezu absurd. Die priesterliche Tätigkeit bedingt, dass ein Priester nicht dauernd erreichbar ist.
Kümmert er sich um einen Gläubigen, so wäre es mehr als schlecht, wenn er nebenher noch telefonieren
würde. Er muss auch mal aus dem Haus gehen und kann dann im Büro nicht den Hörer abnehmen. Die Priester,
die ich kenne arbeiten 7 Tage die Woche in der Pfarrseelsorge und versuchen dennoch, für jeden noch Zeit
freizuschaufeln. Allmählich gehen Sie hier zu billligster Propaganda über. Und selbstverständlich wiederhole
ich: Sie haben nicht die Übersicht, ein solches Urteil zu fällen. Sie sind ein seit kurzer Zeit amtierender
Bischof(?) einer Minikirche. Was wissen Sie schon von der Kirche auf der ganze Welt?
#39 bischofbraun 01:13:03 | Donnerstag, 15. Mai 2008
@clarissa @dominicus Ob Sie Mitglied einer Konkordatskirche sind oder nicht, ist mehr ehrlich gesagt egal!
Das was ich eben gesagt habe, stimmt; ich glaube auch nicht, dass ich da den Überblick verloren habe.
Dass die Kirchen innerhalb der Diözesen was Spendengelder angeht viel tun: z.B. Partnerdiözesen, Aktionen
wie Adveniat, Misserior, Renovabis usw., ist mir durchaus bekannt. Aber an der Basis, in den Pfarreien
tut sich nichts (zumindest in vielen Pfarreien). Der Pfarrer hat mittlerweile seine öffentlichen Besuchszeiten,
man wird, wenn man klingelt erst einmal über eine Kamera begutachtet, außerhalb der Bürozeiten geht
allenfalls ein AB dran, der dann irgendwann, ggf. am nächsten oder übernächsten Tag von der Pfarrsekretärin
abgehört wird, der Pfarrer ist auch auf dem Händy nicht erreichbar; – aber ein rießen Gehalt kassieren.
Da frage ich mich: Mit welchem Recht? Wenn einer meiner Priester so arbeiten würde, und die bekommen
alle kein Gehalt, würde ich sie vom Dienst suspendieren und die Gemeinde im Zweifelsfall selbst übernehmen.
Soviel zum Hohen Ross, soviel zum Priester oder Bischof sein. Es geht um die Basis, um die Gläubigen
und sonst um nichts! Amen.
@ bischofbraun Die Konkordatskirchen reden immer nur viel, tun aber nichts! Langsam wird’s doch ein wenig
albern. Als Gemeindemitglied einer „Konkordatskirche“ muss ich mir das von Ihnen nicht vorwerfen lassen.
Und bei allem Respekt: Ihnen fehlt auch die Übersicht, um das beurteilen zu können.
#35 bischofbraun 00:46:42 | Donnerstag, 15. Mai 2008
@clarissa, @dominicus Ich tu doch keinem was! Wir sprechen die an, die in den Amtskirchen keine Heimat
mehr finden. Hauptgründe sind vor allem nicht Erreichbarkeit des Gemeindepriesters in Notfallsituationen,
Verweigerung der Sakramente, Kirchensteuer, usw. In Jüchen gibt es durch uns seit zwei Tagen eine Armenspeisung,
die von den Bedürftigen gerne angenommen wird. Wir verteilen kostenlos Lebensmittel und die Menschen
freuen sich. Da darf eben auch jeder kommen. Egal ob er unserer Kirche angehört, ob er überhaupt Christ
ist. Die Konkordatskirchen reden immer nur viel, tun aber nichts! Natürlich hätte ich mich Erzbischof
Hilarios Ungerer unterstellen können. Von ihm habe ich aber erst nach der Gründung und meiner Ernennung
erfahren. Der erste persönliche Kontakt entstand auch erst nach meiner Bischofsweihe. Was die Erschleichung
meiner Weihen angeht, haben Sie also Unrecht. Im Gegenteil. Ich hätte mit Sicherheit auch in der römisch-katholischen
Kirche zumindest meine Diakonenweihe empfangen können. Bischof sein heißt nicht, mit Stab und Mitra
in überfüllte Kathedralen einzuziehen und Herr Oberwichtig zu spielen. Bischof sein heißt Hirte sein.
Ich weiß, dass mir das nicht immer gelingt, aber ich versuche es zumindest, in dem ich eben auch an der
Basis mit anpacke und man mich nicht nur beim Pontifikalamt wahrnimmt. Was ist denn jetzt bitte glaubwürdiger;
Wie ich mein Bischofsamt ausübe, oder wie es die „Römer“ tun? Wenn die „Römer“ mal von ihrem hohen
Ross runterkommen, erden sie glaubwürdig!
Werter Dominicus, wer keiner kanonischen Weihe teilhaftig wird, erheischt sie sich eben anderswo. Aber
glauben Sie mir, Matthias’ Probleme sind nicht durch mehr Orthographie zu lösen. Jetzt versuch’ ich was,
was ich noch nie gemacht habe:
#33 bischofbraun 00:02:00 | Donnerstag, 15. Mai 2008
@ Dominicus 1. Kann man von jedem Katholiken erwarten, dass er das Gebot der Nächstenliebe kennt und
zumindest versucht danach zu leben. 2. Heißt Katholisch allumfassend, -übergreifend. In sofern kann
ich von einem Katholiken erwarten, dass er auch gläubige, Kleriker anerkennt, die nicht der römischen
Kirche angehören. Letztlich gibt es vor Gott nämlich nur eine Kirche, egal, was dann noch vor dem Wort
Kirche steht. Wenn die „Römer“ glauben, dass sie die einzig heilbringende Kirche sind, ist das im Sinne
des Evangeliums eine eindeutige Häresie!!! Christus hat nicht nur einem Apostel den Auftrag gegeben Gemeinden
zu gründen (Petrus), er hat einem jeden Apostel diesen Auftrag gegeben. Aus diesen Gemeinden sind heute
Gemeinschaften (Kirchen) entstanden, die sich freilich alle „Kirche“ nennen. Wir alle sind Glied der einen
Kirche Gottes, egal was wir davor stehen haben. 3. Weiß ich nicht, wie Sie darauf kommen, dass ich gegen
die Lehre der Kirche verstoße! Die Neu-katholische Kirche erkennt alle Dogmen an. Die Unterschiede liegen
lediglich im Kirchenrecht! Bis heute hat kein Papst ex Kathedra verkündet, dass ein Priester zölibatär
leben muss! Es hat auch keiner verkündet, dass Geschiedene und Wiederverheiratet die Sakramente nicht
mehr empfangen dürfen. Das alles ist Kirchenrecht aber kein Dogma. Und Kirchenrecht ist ein von Menschen
gemachtes und nicht von Gott gemachtes Recht!!!
@clarissa colonia Warum? Er fängt doch immer damit an, daß die Leute hier kein Katholiken oder gar nicht
Christen sind? Persönlich habe ich nichts gegen ihn. Kann nur nicht verstehen, warum man über Umwegen
zu irgentwelchen Weihen kommen muß, und dann auch noch gleich Bischof. Und das dann auch nur für 50
Leute. Da hätte er sich auch dem Hilarios Ungerer unterstellen können. Der vertritte das Gleiche wie
der Braun.
Jetzt laßt’s doch den Matthias in Ruhe, der hat schon genug Probleme – auch ohne sarkastische Kommentare;
und anders als die Euren sind seine nicht mit etwas mehr Orthographie zu lösen!
@bischofbraun Ja, dann mag ich Sie and das erinnern: „Richtet nicht, sonst werdet ihr gerichtet!“ Woher
wollen Sie wissen wer ein Katholik ist und wer nicht? Sie verleugnen ja auch den überlieferten Glauben.
#29 bischofbraun 22:22:11 | Mittwoch, 14. Mai 2008
@ alle möchtegern super Katholiken Mit euch diskutiere ich nicht! Kommt mal auf den Boden der Tatsachen
zurück, und entfernt den Balken vor eurem Auge devor ihr den Splitter in meinem sucht! Ihr seid alles
andere nur nicht katholisch!!!
@„bischof“ Ich bin am kommenden Sonntag Co-Consekrator bei einer Bischofsweihe der Freikatholischen Kirche
in München. dann mal viel Spass bei dieser soo wichtigen Angelegenheit. Hier im Ort ist am kommenden
Sonntag auch Laienspiel…
@ bischofbraun Im übrigen pflegt Ratzinger bis zum heutigen Tag ein sehr gutes und freundschaftliches
Verhältnis mit Ungerer, was er mit großer Sicherheit nicht täte, wenn er keine gültige Sukzession
hätte. So? Warum denn nicht?
#23 bischofbraun 22:03:48 | Mittwoch, 14. Mai 2008
@clarissa Den Gegenbeweiß kann ich Ihnen geben, wenn Sie mir noch ein Paar Tage Zeit geben. Es gibt ein
Lehrbuch des Kirchenrechts, welches ich persönlich nicht besitze, in dem der jetzige Papst Benedikt XVI.
damals noch Kardinal auch anerkannte Sukzessionen ausserhalb der römisch-katholischen Kirche aufführt.
Darunter sind auch alle meine Sukzessionen zu finden. Was Ihre Meinung bzgl. des apostolischen Auftrags
angeht, gibt es im Kirchenrecht den schönen Satz: Die Weihe ist unerlaubt aber trotzdem gültig. Ich
bin am kommenden Sonntag Co-Consekrator bei einer Bischofsweihe der Freikatholischen Kirche in München.
Der dortige Erzbischof Hilarios Ungerer hat dieses Lehrbuch und wird mir die Seiten bis Sonntag kopieren.
Im übrigen pflegt Ratzinger bis zum heutigen Tag ein sehr gutes und freundschaftliches Verhältnis mit
Ungerer, was er mit großer Sicherheit nicht täte, wenn er keine gültige Sukzession hätte.
Werter Matthias, Ihre Weihe zweifle ich (bis zum Gegenbeweis) ebenso an wie jede andere, Die ohne apostolischen
Weiheauftrag gespendet wird. Da Sie schon so freundlich waren einzuräumen, es gebe unter den „Freibischöfen“
(relata refero) viele schräge Vögel, müssen Sie sich nicht wundern, mit jenen in einen Sack gesteckt
zu werden. Mit dem duzen gebe ich Ihnen recht und räume diesen Fehler auch unumwunden ein. Et vale!
#21 bischofbraun 21:40:39 | Mittwoch, 14. Mai 2008
@clarissa 1. Wenn Sie sich von mir auf den Schlipps getreten fühlen, bedauere ich dies zu tiefst. 2.
Bin ich davon ausgegangen, dass es sich bei der Anrede „Herr Braun“ tatsächlich um eine Verwechslung
handelt. 3. Gehe ich mal stark davon aus, dass matt2 nicht mit mir verwechselt werden möchte. 4. Eine
kleine Frage: Weshalb meinen Sie das Recht zu haben, meine Weihen anzuzweifeln, wenn noch nicht einmal
der Vatikan das tut? Haben Sie meine Sukzessionen persönlich geprüft oder durch die Glaubenskongregation
prüfen lassen? 5. Ich gebe Ihnen Recht, wenn Sie der Meinung sind, dass es unter den Freibischöfen viele
schräge Vögel gibt. Zu diesen muss ich mich aber nicht zählen und möchte selbst mit diesen auch nichts
zu tun haben. 6. Wenn Sie schon mit dem Duden kommen, sollten Sie eigentlich wissen, dass das Wort „duzen“
ein Verb ist und deshalb klein geschrieben wird.
Werter Matthias, Sie erscheinen ungerufen wie Banquo’s Geist bei Macbeth’s Mahl und äußern sich zu Sachverhalten,
die Ihr Vermögen (in jeglicher Hinsicht) unstreitig übersteigen. Statt Ihr Haupt zweifelhafter Weihe
zu neigen hätte Ihnen ein Blick in den Duden mehr genützt: Das währe kein Zufall, es wäre nur einer
(wenn Sie den Irrealis hier beabsichtigt haben sollten. Und, was mutmaßen Sie über den Leser matt2 oder
irgendwelche Zufälle? Sollten Sie nach instruktiver Dudenlektüre noc etwas an Zeit erübrigen können
empfehle ich Ihnen, das Stichwort „Matthias Braun“ auszugooglen. Sie werden sich wundern, … aber seien
Sie nicht traurig, wenn dero Gnaden im demokratischen Internet nicht als Erster genannt sind!
#19 bischofbraun 20:55:54 | Mittwoch, 14. Mai 2008
Was das Du angeht! @clarissa Wenn Sie mit Herr Braun „matt2“ meinen, muss ich Ihnen sagen, dass es ein
großer Zufall währe, wenn er auch Braun heißt. Ich für meine Person duze niemanden, dem ich nicht
vorher das „Du“ angeboten habe! +Matthias Braun P.s. Erst denken, dann schreiben!
ich sehe den Weltgeist in der Spannung zum messianisch/göttlichen Wesen… Für mich ist das göttliche
Wesen eben nicht per se vollkommener Gott, sondern zunächst nur Samenkorn des Göttlichen, potentieller
Gott, der sich im Laufe der Zeit allmählich durch Einbeziehung und Erkenntnis des Weltgeistes realisiert
und vollendet. Es ist ein Werdegang, der eben zuweilen auch in einen Fehlgang ausarten kann, weil das
Wesen eben, obgleich es das göttliche ist, im Zustand seiner Unvollkommenheit fehlbar ist, es mangelt
ihm an Bewußtsein und Selbstbeherrschung.
Die „Sehnsucht des Weltgeistes …“, das klingt aber zeimlich Hegel’sch! Kommt der Weltgeist bei Ihnen
auch nur durch die Geschichte zum „an und für sich Sein“?
@apex: ich würde sagen er ist es und ist es nicht… er ist es gemäß dem Evangelium, aber er ist es
nicht gemäß der Art, wie seine Kirche mit der Welt umgegangen ist und was sie ihr an Liebe schuldig
geblieben ist – da reichts eben nicht sich bloß ans Kreuz nageln zu lassen – er ist es nicht gemäß
einer Sehnsucht des Weltgeistes die er nicht zu stillen vermochte, die ihm insgeheim suspekt ist. Ihm
und seiner Kirche graut es doch seit jeher vor der Welt, die man als böse hinstellt.
@ matt dabei sehnt sich die Welt ja sichtlich nach einem Retter… Der ist schon vor 2000 Jahren da gewesen!
aber man möchte meinen, einen der wirklich aus ihr gewachsen ist und sie zu lieben versteht wie sie es
auch verdient. war das Jesus von Nazareth nicht?
@apex: nicht flasch verstehen bitte… ich meinte ja gerade… das Evangelium ist ja eigentlich ein ganz
guter Anfang gewesen… aber eben nur ein Anfang, nur das Fundament eben… und man kann ein Bauvorhaben
nicht stets nur an seinem Fundament bemessen, denn in einem Fundament – und sei es auch noch so schön –
kann man nicht wohnen.
dabei sehnt sich die Welt ja sichtlich nach einem Retter… aber man möchte meinen, einen der wirklich
aus ihr gewachsen ist und sie zu lieben versteht wie sie es auch verdient. Das ist ja die Tragödie des
Mannes, dass er zu sehr auf seiner Vormachtstellung pocht und dabei völlig blind dafür ist, was die
Frau alles für ihn sein kann und wie sie das Medium seiner Verherrlichung ist, das seine Liebe beflügelt.
Es ist halt falscher Stolz und gekünstelte Erhabenheit, die eine Art Angst und Komplex gegenüber dem
Anderen hervorrufen, was unangebracht ist aber teilweise natürlich auch durch dessen Fehlverhalten bedingt.
Die Liebe ist halt nicht immer eine so einfache Angelegenheit.
@ matt2 Es geht weniger darum, was Er im Evangelium gesagt hat… Wenn es nicht darum geht, dann ist unser
Schicksal bereits besiegelt. Wie verblödet muss man eigentlich sein, um sich der Trennung von der Kirche,
der die Glaubens- und Heilsverkündigung anvertraut wurde, rühmen zu wollen?
Es geht weniger darum, was Er im Evangelium gesagt hat… das ist ja großteils noch schön und gut…
bedenklicher wirds dann schon in der Art wie sich seine Kirche in ein düsteres Regime voll Triestigkeit
und leerer Formalität entwickelt hat. Ich meine es ist doch ein Hohn etwas als Wahrheit und vollkommen
hinzustellen, das am wenigsten darauf aus ist den Geist dieser Welt zu lieben und zu verstehen dafür
umso mehr ihn zu unterdrücken und zu vernichten. Ich meine wieviel 1000 Jahre braucht der Katholizismus
eigentlich noch, wieviel Zerstörung muss er noch anrichten um seine Verstocktheit zu überwinden? Ich
glaube die Welt hat diese Behandlung einfach satt. Und ich bin eigentlich froh, dass sich der Weltgeist
emanzipiert hat, bei all den teuflischen Dingen, die aus Trotz gegenüber dem einstigen Unterdrücker
hervorgekommen sind. Aber sie steht nicht mehr unter der Fuchtel dieser Kirche und ist jetzt das Geschöpf
ihres eigenen Willens. Das ist wie der Sieg der Rebellenarmee gegen das Todessternregime in Starwars.
die Kirche und der Sex Es gab und gibt wichtigeres, was der Messias in seinem Evangelium erwähnt hat,
aber weil die gegenwärtige Generation nichts anderes in der Birne hat, als Sex, „müssen“ sich die Machthaber
der gegenwärtigen Kirche zeitgemäß zeigen und führen offensichtlich nichts anderes im Schädel, als
im Diesseitigen zu planschen und an das Schnackseln denken zu müssen. Jesus Christus hat nie über Sexualität
gesprochen, weil das wichtigste für uns die Erlösung ist – das ist das A und O des Glaubens – dazu braucht
man keinen Sex.
Schon in der Apologetik und der Kontroverstheologie früherer Jahrhunderte, die von keruz.net und vielen
Lesern doch angeblich für maßstabsgebend angesehen werden, war es unschicklich, seine Auseinandersetzung
mit anderen (vielleicht heterodoxen) Lehrmeinungen mit der refutatio (scil. der Widerlegung) zu beginnen.
Seriöse Darlegung hätten relatio und explanatio (Darlegung und Erklärung) der Aussage des Autors erfordert.
Ich mußmaße mal, daß das „anstößige Buch“ weder von der Redaktion, noch vom Autor gelesen worden
ist (kreuz.net hätte uns sonst mit Genuß die häretischen Aussagen im Wortlaut präsentiert!). Das ist
einfach nur schlechter Stil und eines sachlichen Diskurses unangemessen, Dinge zu kritisieren, die man
nicht selbst zur Kenntnis genommen hat!