Was die Russen wollen, ist für die Griechen wie ein Mann, der eine Ehefrau besitzt, aber nicht mit ihr ins Bett steigt.
Orthodoxe Kleriker
(kreuz.net) Das russisch- orthodoxe Patriarchat von Moskau hat erneut die Absicht bestätigt, nicht an
Gebets- veranstaltungen mit nicht-orthodoxen Kirchen teilzunehmen.
Das berichtete die russische Nachrichtenagentur
‘Interfax’ am 12. Mai.
„Wir möchten ein weiteres Mal klarstellen, daß wir von der Teilnahme an gemeinsamen
Gebetsveranstaltungen mit nicht-orthodoxen Gläubigen absehen.“
Das erklärte der orthodoxe Priester
Alexander Wasiutin vor ‘Interfax’.
Wasiutin ist Mitglied des Sekretariates für interchristliche Beziehungen
des Departements für außerkirchliche Beziehungen im Moskauer Patriarchat.
Nach Wasiutins Angaben wird
diese Frage bei der Vorbereitung der 13. Generalversammlung der ‘Konferenz europäischer Kirchen’ aktuell
werden.
Die Konferenz findet im Juli 2009 in der französischen Stadt Lyon statt. Wasiutin ist auch ein
Mitglied des Organisationskomitees für diese Veranstaltung.
Der Priester erklärte, daß „der Standpunkt
der russisch-orthodoxen Kirche bei den anderen Vertretern orthodoxer Lokalkirchen leider auf wenig Verständnis
stößt.“
Er gab als Beispiel die Reaktion des griechisch-orthodoxen Metropoliten Emmanuel Adamakis von
Frankreich an, der zum Patriarchat von Konstantinopel gehört.
Der Metropolit habe auf den Vorschlag,
während der bevorstehenden Versammlung auf interkonfessionelle Gebetsveranstaltungen zu verzichten, erklärt,
daß ihn das „an einen Gatten erinnere, der zwar eine Ehefrau besitzt, aber nicht mit ihr schläft.“
Gleichzeitig habe der Metropolit die Frage gestellt, warum Mitglieder des Moskauer Patriarchats sich weigerten,
an solchen Veranstaltungen teilzunehmen, während Patriarch Alexi II. von Moskau selber bei seinem Aufenthalt
in Paris im Oktober 2007 in der Pariser Kathedrale ein Gebetstreffen mit katholischen Geistlichen geleitet
habe.
Doch Wasiutin erklärte vor ‘Interfax’, daß die Gebetsveranstaltung in Notre Dame nur von orthodoxen
Geistlichen gehalten worden sei:
„Mitglieder der katholischen Kirche waren nur anwesend“, so der Erzbischof
von Paris, André Kardinal Vingt-Trois.
Email-Adressen der Empfänger
33 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
@Karl Murx: Ehenichtigkeitserklärungen mögen heutzutage auch vom einfachen Volk leicht erlangt werden
können, man darf aber nicht vergessen, daß eine durch Lug und Trug erlangte Ehenichtigkeitserklärung
vor Gott natürlich ungültig ist, ebenso wie auch eine Beichte und ein Sakrament ungültig sein kann,
wenn die Vorraussetzungen nicht stimmen.
Werter Alois, obzwar ich nicht für Ihre Bildung verantwortlich bin, erlaube ich mir einen Hinweis: Lesen
Sie es nach im Münsterischen Kommentar zum CIC oder im Codigo de Navarra – beide sind systematisch gegliedert:
zu can. 1141 ff. CIC.
Lug und Trug Der Verfasser des Artikels ist ein Lügner und Betrüger, ja ein Spalter, denn allein zum
Zwecke des Spaltens (Tieferspaltens, Weiterspaltens etc.) der Kirche lügt und betrügt er. Was er im
Titel zusammenlügt, gibt der Bericht nicht her. Nicht entfernt. Pfui Teufel, vermaledeiter Schismatiker.
#35 Alois Bischof 09:33:10 | Donnerstag, 15. Mai 2008
Clarissin Geben Sie mir bitte die Zitat dass eine Ehe „kirchlich geschieden“ werden könnte. Das ist grosser
Unfug. Eine nicht konsumierte Ehe wird angenommen zu existieren, kann jedoch nicht existent, also nicht
sakramental gültig, erklärt werden sobald ein Partner dem anderen am Geschlechtsakt hindert bzw. ehelichen
Verkehrt verweigert. Das hat aber nichts mit „Scheidung“ zu tun. Sie sind kanonistisch selbst gar nicht
unterrichtet. Es kann keine wirksame Auflösung einer gültig geschlossenen Sakramentalen Ehe geben. Das
ist was uns schon das CIC 1917 lehrt und jedem Jesuitenseminarist an der Gregoriana beigebracht wurde.
Schon vor Jahren hatte Prof. May erklärt,… …daß man in den USA eine Nichtigkeitserklärung in Ehesachen
leichter erhalten könne, als eine Scheidung in Las Vegas. Das Problem welches „Stimmchen“ hier anspricht
ergibt sich aber erst, wenn jemand die Konzilskirche als die katholische Kirche ansieht.
@Sozi Oh, also ich würde kein Sakrament einfach für nichtig erklären, wenn es mir lästig wird. Das
ist doch die Kirche die das macht! Schimpf also nicht über mich!
@ Stimmchen Das zeigt nur mal wieder wie gut du es verstehst Christus vom Kreuz zu nehmen, bzw. den Wert
des Kreuzesopfers schmälerst weil wahrscheinlich selber noch in keinster Weise wirklich begriffen.
Eherecht Das Eherecht ist eines der geilsten Dinge die es gibt. Man hat ein heiliges unauflösliches Sakrament,
das man bei Bedarf einfach für inexistent erklärt. Das sollte man bei der Eucharistie auch tun! Wenn
dann irgendwo Krümel herunterfallen oder eine Hostie von pöhsen Satanisten gestolen wird, um sie zu
schänden, anulliert man das Sakrament einfach, z. B. weil sich der Priester während der Einsetzungsworte
geräuspert hat, oder weil er ein Komma überlesen hat, irgendein Formfehler findet sich ja immer, und
schwupps, schon sind nur einfache Oblatenkrümel herunter gefallen bzw. haben die pöhsen Satanisten nur
eine einfache Backoblate. Das ist doch superpraktisch! Katholen und Sakramente, da kann sogar der Teufel
noch was lernen!
Werter Alois, waren Ihre Kenntnisse zu anderen kirchlichen Themen schon beschränkt, hatten wir doch wenigstens
die Hoffnung, Sie würden es uns ersparen, die übrigen Grenzen Ihrer theologischen wie kanonistischen
Bildung kennenlernen zu müssen. Gut, dies ist nicht der Fall; also das privatissimum für Sie: 1) Eine
Ehe kommt (natur- und kirchenrechtlich) durch den übereinstimmenden Konsens der Partner bezüglich der
bona matrimonialia gültig zustande, sofern diese nicht an rechtserheblichem Handeln durch Impedimenta
gehindert sind. 2) Sind beide Partner (gültig) getauft, besitzt dieser Ehekonsens (ob nun vor kirchlichen
Amtsträgern ausgetauscht oder nicht) eo ipso die Qualität eines Sakraments. 3) Eine derart geschlossene
Ehe ist also (kirchenrechtlich) gültig und (dogmatisch) sakramental zustande gekommen. 4) Wird dieser
Ehe (warum auch immer) nicht geschlechtlich vollzogen, ist sie (obwohl gültig und sakramental) nicht
unauflöslich. 5) Wird eine solche Ehe dann dem Bande nach aufgelöst, heißt das (weil sie gültig und
sakramental war) nichts anderes, als daß sie nach kirchlichem Recht geschieden wird, weilm die Auflösung
eines gültien (und sakramentalen) Ehebandes nichts anderes ist als die Scheidung einer Ehe. Sofern Sie
der Kompetenz der hiermit an Sie ergangenen Rechtsauskunft zweifeln (beabsichtigen Sie ein solches Verfahren?),
können Sie gerne bei Ihren FSSPX-Freunden ein Zweitgutachten einholen. Die einschlägige Rechtslage war
schon nach den CIC/1917 ebenso.
#28 Alois Bischof 01:40:03 | Donnerstag, 15. Mai 2008
Die Klarissin ist wohl vom Glauben abgefallen, wenn sie behauptet, man könne eine gültig geschlossene
katholische Ehe „kirchlich scheiden“ lassen bzw. der Papst könne so was machen. Nein, auch der Papst
kann keine gültige Ehe auflösen. Die Ehe ist unzerbrechlich was dem Sakrament angeht. Eine Josefsehe
ist sehr wohl gültig, solang nicht das Recht auf Einforderung der sexuellen Gemeinschaft eines der Partner
vom anderen geleugnet wird, und so lange beide freiwillig auf den Geschlechtsakt verzichten. Diese Eheform
ist gültig, gültiger als manche ‘Ehe’ die ohne Basis-Kenntnisse in ‘modernen’ Pfarreien geschlossen
wird, und wobei die Gatten Kinderzahl auf 0 begrenzen wollen, bzw. psychische Störungen verschweigen.
Ausculta, mi fili: distinguendum enim est: Eine Ehe, die nicht (auf natürlichem Wege) geschlechtlich
vollzogen werden kann, ist naturrechlich nichtig und daher kirchenrechtlich unmöglich. Eine Ehe, die
von beischlafsfähigen Personen geschlossen wird, ist gültig und sakramental, aber solange auflöslich,
wie sie nicht geschlechtlich vollzogen wurde. Auch eine nichtvollzogene Ehe genießt den favor iuris und
wird (obwohl nicht vollzogen) solange als gültig vermutet bis der Nichtvollzug auf geeignete Weise hinreichend
bewiesen ist. Ist dies geschehen, kann sie aufgelöst (resp. kirchlich geschieden, weil gültig geschlossen!)
werden.
hohe Querschnittslähmung vor vielen Jahren ging durch die presse, dass in Brasilien einem Mann mit einer
hohen Querschnittslähmung die kirchliche Eheschließung verweigert wurde. Dieses Paar war doch körperlich
zu einer Josefsehe verdammt – und dann eine solche Verweigerung?
Care Henrice, daß ich es noch erlebe, Ihnen einmal (wir wollen daraus aber keine Gewohnheit werden lassen,
denn das förderte das künftige Diskussionsniveau nicht) zustimmen zu müssen. Lediglich auf einen Umstand,
den Sie sicher nur unerwähnt ließen, möchte ich hinweisen: Eine nichtvollzogene Ehe ist gültig und
sakramental aber (auf Antrag) auflösbar, weil sie die Rechtsqualität der Unauflöslichkeit erst durch
den geschlechtlichen Vollzug gewinnt.
Lieber Gotthard, CIC Can. 1142 – Die nicht vollzogene Ehe zwischen Getauften oder zwischen einem getauften
und einem ungetauften Partner kann aus einem gerechten Grund auf Bitten beider Partner oder eines Partners,
selbst wenn der andere dem widerstrebt, vom Papst aufgelöst werden. … Voraussetzung für die Auflösung
der Ehe ist, dass sie nicht vollzogen wurde. Darüber hinaus braucht es aber noch einen gerechten Grund
für die Aufhebung der Ehe und die Auflösung ist dem Papst vorbehalten. Ohne amtliche Auflösung besteht
die Ehe – Sexualität hin oder her – fort. In keinem Fall ist es so, dass eine nicht vollzogene Ehe irgendwie
automatisch zu existieren aufhörte. Ihr Satz: Eine Josefs“ehe“ ist keine Ehe … sie ist ein auf dem
Papier geregeltes Miteinander von Mann und Frau, um nach Außen den guten Schein zu wahren! ist daher
so einfach falsch.
@ Gotthard: Josefsehe ohne Sexualität keine Ehe! Die Kirche hat die Sexualität zu einem unverzichtbaren
Bestandteil des Sakramentes der Ehe erhoben Ich weiß schon: Die Modernisten halten nicht viel von genauer
Differenzierung, aber sie ist erforderlich! Sie hätten es Aloah gleich tun sollen. Der Beitrag hätte
Ihnen nicht geschadet. Der erste Schöpfungsmäßige Sinn der Ehe ist die Fortpflanzung. Wer dieses Ziel
der Ehe positiv ausschließt, sei es durch eine ausdrückliche Bedingung oder durch klare Willenseinstellung,
bleibt trotz aller äußerer Form des Eheabschlusses außerhalb dieser heiligen Gottesordnung – die Ehe
ist ungültig. Wer den Schöpfungssinn der Ehe anerkennt, also wenigstens die für ihn entstehende Verpflichtung
nicht leugnet, wohl aber von vornherein die Absicht hat, eine auf Fruchtbarkeit führende Liebe, Gott
und dem Partner eigenmächtig zu verweigern, der tritt zwar in die heilige Ordnung des Schöpfers und
Erlösers, aber nicht in der rechten Haltung und nicht heilsgemäß (gültiger, aber unwürdiger Empfang
des Sakraments). Wohl aber können die beiden Gatten bei voller willensmäßiger Bindung an die Schöpferordnung
aus einem gerechten Motiv ganz oder zeitweise auf die Ausübung ihres Rechts auf die eheliche Vereinigung
verzichten. Wenn sie sich wohl uneingeschränkt des Recht übergeben, aber beide gewillt sind, ihr Recht
nie einzufordern, so spricht man von einer Josefsehe.
@defensor fidei ohne Sexualität keine Ehe! Die Kirche hat die Sexualität zu einem unverzichtbaren Bestandteil
des Sakramentes der Ehe erhoben – eine sexuell nicht vollzogene Ehe kann aufgelöst werden! Eine Josefs“ehe“
ist keine Ehe … sie ist ein auf dem Papier geregeltes Miteinander von Mann und Frau, um nach Außen
den guten Schein zu wahren! Die immerwährende Jungfernschaft Mariens bedeutet auch, dass sie mit Josef
keine Ehe geführt hat, sondern seine Haushälterin war und sich gemeinsam mit Josef um das Kind Jesus
gekümmert hat. – also eine „Familie“ in sehr modernem Sinne!
@Defensor, Danke für den Tipp Hallo Defensor, danke für den Tipp zur „Josefsehe“. Ein wunderbarer spirituelle
Beitrag von P. Buob, der eine Ebene ausleuchtet die in ihrer Tiefe einen starken, ja liebesbezogenen Glauben
voraussetzt. Wichtig sind Kenntnisse des Alten Testaments (mosaisches Gesetz) die sich im Neuen Testament
ganz auf die Liebe zu unseren Herrn Jesus Christus konzentrieren und eine geistige Fruchtbarkeit in der
Erfüllung der Partner des sich gegenseitiges schenken erhalten. Für Außenstehende ist diese Form der
Hingabe an Gott nicht einfach zu verstehen, besonders nicht in einer versexualisierten Umgebung die nur
niedere Triebbefriedigung sucht.
@ Romulus Das setzt aber erstens eine Bekehrung und zweitens die alten Weiheriten voraus Ah ja, natürlich.
War bei der Weihe des Hl. Paulus eigentlich auch die Übergabe der Geräte die Materie? @ Protopsaltis
daran rüttelt auch die Tatsache nicht, dass es sich um ein Forum der römisch-katholischen Kirche hier
handelt. Das ist kein kirchliches Forum, sondern privat (s. Impressum). Wichtige Info bezüglich des richtigen
Klagegegners.
@ Pünktchen Ich hab jetzt nicht so viel Zeit, mir den ganzen Beitrag anzuhören! Ja, ja…die jungen
Leute heutzutage. Haben einfach keine Zeit und Muße mehr. Aber nun mal ernst. Der Beitrag ist für all
jene gedacht, die sich gerne näher über die Josefsehe informieren wollen. Anstoß war für mich der
Beitrag von „stimme der vernunft“. Tatsächlich scheint zwischen katholischer Ehe und Enthaltsamkeit ja
auf den ersten Blick ein Widerspruch zu bestehen, weil der Wille zum Kind doch der erste schöpfungsmäßige
Sinn der sakramentalen Ehe ist. Ich denke nun, daß der Beitrag von P. Hans Buob hierauf eine ganz ordentliche
Antwort gibt. Wenn ich jetzt die kurzgefaßte Begründung geben würde, dann wird sich doch vermutlich
keiner mehr den Beitrag anhören wollen, oder?
Hallo Defensor, könnten Sie uns auch schnell mitteilen, was Sie an der Sendung von Buob mitteilenswert/anstößig/zustimmungswürdig …
halten? Ich hab jetzt nicht so viel Zeit, mir den ganzen Beitrag anzuhören!
Protopsaltis Ihren Einschätzungen möchte ich zustimmen. (Vgl. auch mein posting weiter unten!). Das
Hauptproblem für die Russisch-Orthodoxen dürfte sich aus der Mitgliedschaft in der KEK und den protestantischen
und anglikanischen Mitgliedern darin ergeben. Durch die fortschreitende Aufweichung, die die Protestanten
in der eigenen Lehre und Disziplin zugelassen haben, wird es für die Orthodoxen zunehmend anstößiger,
eine Gebetsgemeinschaft zu praktizieren auf der Basis schwindender Übereinstimmung in wesentlichen Glaubens-
und Sittenfragen. Die Katholiken sind im Interesse des (u.a. für den Papst:) vorrangigen Gespräches
mit den Orthodoxen gut beraten, allen Protestantisierungstendenzen und zeitgeistigen Synkretismen in den
eigenen Reihen zu widerstehen.
Papperlapapp – Josefsehe Was soll das für ein Quatsch sein, eine „Josefsehe“? Da man im normalfall nicht
mit der Jungfrau Maria verheiratet ist, gehört Sexualität selbstverständlich zur Ehe. Wer enthaltsam
leben will, der soll einfach nicht heiraten! Josefsehe – so ein Unsinn!
Der Metropolit habe auf den Vorschlag, … auf interkonfessionelle Gebetsveranstaltungen zu verzichten,
erklärt, dass ihn das „an einen Gatten erinnere, der zwar eine Ehefrau besitzt, aber nicht mit ihr schläft.“
Eine äußerst obstruse Metapher. Ein Beispiel, wie der dekadente sexbesessene Westen auch die Orthodoxen
verdirbt. Weißt der rechtgläubige Metropolit es nicht, dass eine heilige Ehe – wie von heiligen Josef
und Maria vorgelebt – auf Beischlaf verzichten kann?! Aber hier geht es um anderes. Das Christentum ist
in tödlicher Gefahr, es wird permanent verwischt, verwässert, bis zur Unkenntnis unterwandert. In dieser
Situation ist es einzig richtig, um der Russisch-orthodoxen Kirche ihren göttlichen Auftrag zu erfüllen,
den Kern der Apostolischen Überlieferung für die Nachwelt zu erhalten, sich mit den bereits verseuchten
nicht vermischen lassen. Wie es die alttestamentären Juden in der Vorzeit auch taten.
ich wußte doch, dass es bei dieser Beterei um Sex geht… das ist ja fast schon eine Gruppenorgie mit
diesen ganzen Konfessionen beisammen. Natürlich: rein geistig- seelischer Sex.
In der Bulle ‘Laetentur Caeli’ haben Russen, Ukrainer, Griechen aus der Peloponessos und aus Konstantinopel
sowie Albaner alle sowohl das ‘Filióque’, die römische Liturgie (als gültig), den Universalprimat des
hl. Vaters, sowie die Transsubstantiation angenommen. Eigentlich betreffen die heutigen Schwierigkeiten
nur noch der Primatschaft des Papstes sowie der Unfehlbarkeit. Noch 1950 haben sich bei der Erklärung
der Himmelfahrt Mariens mit Leib und Seele unzählige sog. Orthodoxe Bischöfe der Kirche Jesu Christi
angeschlossen und dem hl. Vater Pius XII. ihren Gehorsamsversprechen dargelegt. Darunter auch Mitglieder
der damals wie heute sehr anti-ökumenischen Russisch-orthodoxen Auslandskirche. Trotz der KGB-Infiltration
des Moskauer Patriarchates, muß ich die ROK loben für ihren konsequenten ekklesialen Weg.
In dieser Stellungnahme des Patriarchats Moskau deutet sich m.E. ein Kurswechsel an, der auch mit der
Vereinigung des Patriarchats mit der streng anti-ökumenischen russ. Auslandskirche zusammenhängt. Diese
hatte ökumenische Gebetstreffen schon immer strikt abgelehnt und den Ökumenismus als „Häresie“ verurteilt.
Mehr dazu: s. hier www.kreuz.net/bookentry.1150.html! hier www.kreuz.net/bookentry.1152.html und vor allem:
hier www.kreuz.net/bookentry.1167.html Es darf jedoch vermutet werden, daß die Spitze der Verweigerung,
zusammen mit „Häretikern“ zu beten, gegen die Protestanten gerichtet ist! In der KEK sind Protestanten,
Orthodoxe und Anglikaner (also nicht die RKK) vereinigt. Die Orthodoxen bemerken immer deutlicher, daß
sie in die KEK nicht mehr reinpassen.
Papperlapapp, alte Riten Die ollen Riten sind für die Russen nicht weniger zweifelhaft. Die römische
Kirche müsste orthodox werden und ihre (aus orthodoxer Sicht) Häresien aufgeben: Filioque, Universalprimatsanspruch
des Papstes, Unfehlbarkeit, Dogmatisierung der Transsubstantiation usw. dann wäre die RKK orthodox und
die Russen würde mit ihnen zusammen beten. Der Ritus ist dabei völlig wurscht.
Recht haben sie die Russen „Wir möchten ein weiteres Mal klarstellen, daß wir von der Teilnahme an gemeinsamen
Gebetsveranstaltungen mit nicht-orthodoxen Gläubigen absehen.“ Warum sollten Sie? Ihre Weihen sind gültig,
fast alle anderen haben zweifelhafte bzw. gar keine Weihen. Das spüren diese Leute eindeutig. Um wahrhafte
Ökumene treiben zu können, sollten die Katholen ihre Tradition wieder voll ins Recht setzen. Das setzt
aber erstens eine Bekehrung und zweitens die alten Weiheriten voraus.