16:44:01 | Mittwoch, 14. Mai 2008
R.I.P.
Ein afrikanischer Johannes Paul II.
Der Kardinal besaß ein phänomenales Personengedächtnis: „Ich bewahre alle Personen in meinem Gedächtnis und in meinem Herzen.“ Am Dienstag ist er verstorben.

Schon mit 37 Erzbischof: Bernardin Kardinal Gantin
(kreuz,net, Paris) Am 13. Mai, dem Fest Unserer Lieben Frau von Fatima, verstarb der emeritierte Kurienkardinal
Bernardin Gantin (86) in einem Spital in Paris.
Bischof mit 34 JahrenDer Kardinal erblickte am 8. Mai
1922 in der 60.000-Seelen-Stadt Toffo im Süden des westafrikanischen Staates Benin das Licht der Welt.
1951 empfing er die Priesterweihe im Alten Ritus.
Papst Pius XII. ernannte den 34jährigen im Jahr 1956
zum Weihbischof von Cotonou, der größten Stadt Benins.
Im Januar 1960 wurde der Verstorbene – er war
37jährig – Erzbischof von Cotonou und der erste schwarze Erzbischof überhaupt.
Papst Paul VI. holte
ihn im Juni 1971 als Sekretär der Päpstlichen Missionskongregation an die Kurie nach Rom.
Im Jahr 1975
wurde er Vizepräsident und 1977 Präsident des päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden. Im
gleichen Jahr verlieh ihm Paul VI. die Kardinalswürde.
Der Kirchenfürst aus Benin war der erste afrikanische
Kurienkardinal.
Mehrere Jahre wirkte Kardinal Gantin als Präsident des päpstlichen Rates ‘Cor Unum’.
Im April 1984 ernannte ihn Johannes Paul II. zum Präfekten der Bischofskongregation. Er übte dieses
Amt bis im Juni 1998 aus.
Von 1993 bis 2002 amtete Kardinal Gantin zusätzlich als Dekan des Kardinalskollegiums.
Dieses Amt übernahm nach ihm der Präfekt der Glaubenskongregation, Joseph Kardinal Ratzinger.
Nach
seinem 80. Geburtstag entschloß sich Kardinal Gantin – wie er sagte – „als römischer Missionar“ nach
Afrika zurückzukehren.
Ein NationalheldDer Bischof der französischen Diözese Pontoise, Mons. Jean-Yves
Riocreux (62), erzählte in einem Nachruf persönliche Erinnerungen an den afrikanischen Kurienkardinal.
Die Begegnungen mit Kardinal Gantin seien fröhlich und erhellend gewesen.
Der Kardinal sei für alle
aufmerksam gewesen. Er selber habe das Wort „groß“ für Heilige und Missionare benützt.
Bischof Riocreux
betont besonders das phänomenale Personengedächtnis des Kardinals.
„Ich bewahre alle Personen in meinem
Gedächtnis und in meinem Herzen“ – habe ihm der Kardinal einmal anvertraut.
Außerordentlich sei auch
der Werdegang des Kardinals gewesen. Er sei für immer höhere Funktionen ernannt worden, angeblich ohne
diese gesucht zu haben.
„Kardinal Gatin ist für Benin das, was Johannes Paul II. für Polen war“ – erklärt
Mons. Ricreux über den Verstorbenen.
Papst Benedikt XVI. würdigte in einem Beileidstelegramm den „fruchtbringenden
Dienst“ und die „große Treue“ des Kardinals.
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#11
Marcelus 16:13:54 | Sonntag, 18. Mai 2008
#10
Dominicus 16:31:18 | Donnerstag, 15. Mai 2008
#9
LandorganistII 11:06:22 | Donnerstag, 15. Mai 2008
#8
stimme der vernunft † 09:01:28 | Donnerstag, 15. Mai 2008
#7
Dominicus 23:04:45 | Mittwoch, 14. Mai 2008
#6
Nachtlaterne 23:01:48 | Mittwoch, 14. Mai 2008
#5
Dominicus 22:49:03 | Mittwoch, 14. Mai 2008
#4
Gotthard 22:10:35 | Mittwoch, 14. Mai 2008
#3
ttoni 21:40:12 | Mittwoch, 14. Mai 2008
#2
Gotthard 21:05:41 | Mittwoch, 14. Mai 2008
#1
Nachtlaterne 18:42:52 | Mittwoch, 14. Mai 2008