Dann komme noch lange keine Dogmatik
Süßliche Marienlieder sind ihr ein Graus. Sie ist für die Interkommunion und gegen die Hybris des Heiligen Paulus. Auch gegen eine Frauenpriesterordination hat sie nichts einzuwenden. Sie muß eine bezahlte Mitarbeiterin der katholischen Kirche sein.

Frau Dittmann ist in der katholischen Gemeinde St. Josef im Wiesbadener Stadtteil Dotzheim im Bistum Limburg tätig.
Sie studierte in Mainz praktische Theologie und absolvierte eine Zusatzausbildung in „Bibliodrama“. Nach Angaben der Tageszeitung werden dabei biblische Texte mit kreativen und spielerischen Mitteln „körperlich erfahrbar“ gemacht.
Am Anfang sei sie über die „emotionale Schiene“ zum Glauben geführt worden – bekennt Frau Dittmann. Katholisch zu sein, sei für sie „keine Sachentscheidung“, sondern eher eine Herzensangelegenheit.
Das müsse es „für die engagierte Christin auch sein, denn für Monika Dittmann, wie für alle anderen katholischen Theologinnen, bleibt der Weg zum Priesteramt in der katholischen Kirche versperrt“ – kommentiert die Tageszeitung mitleidig.
Pro Jahr hält Frau Dittmann nach Angaben der Zeitung zehn bis zwölf Gottesdienste und „gestaltet die Predigt“.
Nach einer eigenen schalen Formulierung möchte sie „Beziehung stiften zwischen den Menschen und Gott“.
Sie liest die Heilige Schrift „historisch-kritisch“ und glaubt, daß man die Bibel nur halb versteht, wenn man die geographischen und historischen Zusammenhänge nicht kenne.
Mit manchen Bibeltexten hat die Gemeindereferentin Schwierigkeiten, etwa wenn – wie sie sich ausdrückt – die „Hybris des Apostel Paulus“ durchscheine.
Zuerst kommt für Monika Dittmann die Bibel – „aber dann komme noch lange keine Dogmatik“.
Sie will „mit Glaubwürdigkeit der Bibel“ angeblich neue Sichtweisen fördern. Unreflektierte „Folklore“ mache sie in Glaubensdingen nicht mit. Süßliche Marienlieder sind ihr ein Graus.
Nach Angaben des ‘Wiesbadener Tagblatts’ ist Frau Dittmann der Kirche „herzlich“ verbunden und schenkt ihr mit Begeisterung ihre Arbeitskraft und Kreativität.
Aber sie sei vielleicht nicht das „bequemste“ Kirchenmitglied. Sie wünsche sich, daß die katholische Kirche die angebliche „Sehnsucht der evangelischen Christen“ ernst nehme und zu einer Abendmahlsgemeinschaft finde – so die Zeitung.
Auch das Frauenpriesterinnentum traut die Gemeindereferentin dem Heiligen Geist zu:
„Außerdem lasse ich mich gern einholen von fast nicht vorstellbaren Visionen – wenn sie gut sind. Wer hätte früher daran geglaubt, daß eines Tages die Berliner Mauer fallen würde?“ – vergleicht sie die Kirche, mit der sie herzlich verbunden ist, mit der DDR.
Zum Abschluß erleidet der Verfasser des Artikels einen Begeisterungsschub:
Auch wenn sogenannte Kritiker die „längst fällige Würdigung der Frau“ durch die Kirche laut einforderten, würde sich damit vermutlich nicht viel ändern – ruft er jubeltaumelnd:
Denn schon heute profitiere die Kirche von ihren starken Frauen, die dem Pfarrermangel jeden Schrecken nehmen und für einen „lebendigen Glauben“ sorgten.
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Dienstag, 20. Mai 2008 15:53
miles immaculatae: Wie oben, so unten
Die römische Kongregation für die Glaubenslehre hat 1976 jedoch erneut festgestellt, daß der katholischen Kirche aufgrund des Beispiels Jesu wie aufgrund der gesamten kirchlichen Tradition die Zulassung der Frau zum priesterlichen Amt nicht möglich erscheint. Dies ist keine letztverbindliche dogmatische Entscheidung. Die Argumente aus Schrift und Tradition haben freilich erhebliches Gewicht und müssen in der Kirche gegenüber den Argumenten aus der Forderung nach gesellschaftlicher Gleichberechtigung von Mann und Frau eindeutig das Übergewicht haben. Anders als die Frage des Priestertums stellt sich die Frage nach der Zulassung von Frauen zum sakramentalen Diakonat. Sie bedarf jedoch noch weiterführender Diskussion, vor allem aber einer Konsensbildung in der gesamten Kirche. So der von der Deutschen Bischofskonferenz verantwortete „Katechismus“. Wer sollte sich da noch wundern?
Dienstag, 20. Mai 2008 00:30
Gotthard: schmalzig
„Maria zu lieben,ist allzeit mein Sinn“ …
Wenn dieses Lied gesungen wird, sollte hinten in der Kirche ein Beichtvater bereit stehen – und die vielen Lügen-Sünden sofort entgegennehmen.
Schmalz und Lüge liegen sehr oft sehr nah beieinander.
Wenn dieses Lied gesungen wird, sollte hinten in der Kirche ein Beichtvater bereit stehen – und die vielen Lügen-Sünden sofort entgegennehmen.
Schmalz und Lüge liegen sehr oft sehr nah beieinander.
Dienstag, 20. Mai 2008 00:22
Master: Der Teufel
ist manchmal gar nicht so schwer zu durchschauen, sehr plump von Ihm!
Sonntag, 18. Mai 2008 19:12
EvaHermanFan akaFreimaurerin: @frl.rottenmaier
Tun Sie das! Die neueste heißt „Alles wieder offen“ und ist total klasse. Heutzutage sind sie ja etwas weichgespült im Vergleich zu früher, aber immer noch toll.
Sonntag, 18. Mai 2008 19:01
Frollein Rottenmaier: @Freimaurerin
Sie haben auch gerne die Einstürzenden Neubauten gehört??? Eine Hammerband. Die waren wirklich genial!
Muss mir unbedingt noch mal ne Scheibe von denen besorgen.
Kultur vom Feinsten!
Kultur vom Feinsten!
Sonntag, 18. Mai 2008 18:34
EvaHermanFan akaFreimaurerin: ebenfalls@aufrechterkatholik
Nach wie vor verehrter Aufrechter, da es hier zu einem netten Trend geworden ist, Gedichte zu posten,
will ich nicht zurückstehen. Romeo und Julia mögen Sie nicht, die Königskinder – weiß ich nicht, aber
vielleicht mögen Sie dieses Lied von der (freimaurerischen?) Band Einstürzende Neubauten. Hier mein
Trinitatis-Gedicht für Sie!
Ich warte mit geschlossenen Augen
warte auf den Morgen
Ich warte auf die Putzkraft
die soll den Blumenmüll entsorgen
Ich warte auf die Dopamine
die innerlich versprochen sind
Ich warte auf die Vorstellung
dass der Film endlich beginnt
Ich warte vor dem Automaten
warte auf mein Geld
Ich warte bis ein Stückchen Weltraumschrott
direkt vor meine Füße fällt
ich warte warte warte weiter warte unbeirrt
Ich warte am Rand der Welt
an dem es selbst Atomen schwindelt
Ich warte direkt am schwarzen Loch
ich warte warte immer noch
ich warte unverdrossen
Ich warte mit geschlossenen Augen
warte auf den Morgen
Ich warte auf die Putzkraft
die soll den Blumenmüll entsorgen
Ich warte auf die Dopamine
die innerlich versprochen sind
Ich warte auf die Vorstellung
dass der Film endlich beginnt
Ich warte vor dem Automaten
warte auf mein Geld
Ich warte bis ein Stückchen Weltraumschrott
direkt vor meine Füße fällt
ich warte warte warte weiter warte unbeirrt
Ich warte am Rand der Welt
an dem es selbst Atomen schwindelt
Ich warte direkt am schwarzen Loch
ich warte warte immer noch
ich warte unverdrossen
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