10:31:07 | Mittwoch, 23. Februar 2005
Die kleine Diözese Wichita im US-Bundesstaat Kansas geht ihre eigenen Wege. Während in anderen Teilen der Weltkirche noch 25% der Katholiken zur Sonntagsmesse gehen, bleiben in Wichita gerade noch 25% der Katholiken zuhause.
(kreuz.net, Kansas) Wichita ist eine Diözese im US-Bundesstaat Kansas im Herzen der USA und zugleich
eine katholische Erfolgsgeschichte in einer Zeit des kirchlichen Verfalls.
In der Diözese von Wichita
gibt es 38 von Pfarreien geführte private Grundschulen. Katholische Schüler bezahlen kein Schulgeld.
In vielen englischsprachigen Ländern ist es üblich, daß katholische Pfarreien ihre eigenen Grundschulen
führen. In Wichita gehören die katholischen Grundschulen zu den besten der Gegend.
Wichita ist eine
Stadt im US-Bundesstaat Kansas, im Südwesten von Kansas City.
Während heute in den USA viele katholische
Grundschulen wegen Geldmangel geschlossen werden, hat die Diözese Wichita in den letzten zehn Jahren
keine einzige Lehranstalt zugemacht.
Dieser Rauschzustand von Geld und Glaube in der kleinen Diözese
im Süden des US-Bundesstaates Kansas ist nach Berichten der Lokalpresse kein Wunder.
Alle Pfarreiangehörigen
in der Diözese Wichita werden angehalten, ihren Beitrag am finanziellen Unterhalt der Pfarreien und katholischen
Schulen zu leisten. Der Beitrag, den die Gläubigen der Diözese spenden, übersteigt um ein Vielfaches,
was sonst in den USA unter Katholiken üblich ist.
Sehr viele Katholiken in Wichita zahlen den Zehnten
oder geben einen festen Prozentsatz ihres Einkommens an die Kirche. In den reichsten Pfarreien der Diözese
kommen auf diese Weise umgerechnet bis zu 80.000 Euro pro Woche in die Kassen. Auch die ärmsten Pfarreien
kommen jede Woche auf mindestens 15.000.
An den Kosten für die Schule beteiligen sich nicht nur die
Eltern, welche gerade schulpflichtige Kinder haben, sondern alle Pfarreiangehörigen. Darum ist es der
Pfarrei möglich, einen kostenlosen und zugleich qualitativ sehr hochstehenden Unterricht anzubieten.
Pfarreimitglieder werden weiter aufgefordert, Unterhaltsarbeiten an Pfarrei- und Schulgebäuden zu übernehmen.
In anderen Diözesen werden solche Tätigkeiten von bezahlten Angestellten ausgeübt. Zu den Diensten,
die in der Diözese Wichita von Freiwilligen ausgeführt werden, gehören unter anderem Rasenmähen, Renovationsarbeiten
und Trainerdienste bei Pfarreisportgruppen.
75 Prozent der Pfarreiangehörigen in der Diözese Wichita
besuchen wöchentlich die Heiligen Messe. Dagegen liegt der Durchschnitt in den Vereinigten Staaten bei
ungefähr 25 Prozent.
Die Katholiken sind in Kansas eine religiöse Minderheit. Auf dem Gebiet der Diözese
Wichita leben ungefähr eine Million Menschen. Davon sind nur 120.000, also 12 Prozent, katholisch.
Was
ist das Geheimnis der Diözese Wichita? „Die Bekehrung des Herzens“, meinte ein Vertreter der Diözese:
„Es geht darum, den Menschen zu zeigen, daß alles, was sie besitzen, von Gott stammt und nicht von ihrer
Arbeit. Darum müssen sie lernen, ihren Besitz aus Dankbarkeit wieder herzugeben.“
„Man muß das eigene
Leben so ändern, daß es sich um Gott dreht und nicht mehr um die eigene Person oder um das, was man
von irgendwoher ergattern kann.“
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#4
GerdEric 21:48:40 | Mittwoch, 23. Februar 2005
#3
Athanasius 20:20:20 | Mittwoch, 23. Februar 2005
#2
sttn 14:58:53 | Mittwoch, 23. Februar 2005