Johannes Paul II.
Noch mehr Theorien
Die beste Möglichkeit, frühere Theorien zur Klärung des Attentats auf Johannes Paul II. zu verschleiern, ist, neue aufzuwerfen. Neues aus dem sozialistischen Lügensumpf.
Michail Gorbatschow
Michail Gorbatschow
(kreuz.net, Warschau) „Ich habe keine Information über irgendeine Beteiligung des [Kommunistischen Geheimdienstes] ‘KGB’ an den Schüssen auf dem Petersplatz.“

Das schrieb der frühere sowjetische Staats- und Parteichef Michail Gorbatschow bereits im Jahr 2006 in einem Brief an den deutschen Journalisten Werner Kaltefleiter.

Die italienische Tageszeitung ‘La Repubblica’ hat kürzlich Auszüge aus dem Brief veröffentlicht.

Ende April schürte ein US-Historiker mit Hilfe polnischer Zeitungen das Gerücht, daß Gorbatschow hinter dem Tötungsbefehl auf Papst Johannes Paul II. am 13. Mai 1981 stehe.

In seinem Brief beschreibt Gorbatschow auch die anspannte Lage Polens Anfang der 80er Jahre.

Die Sowjetunion habe „natürlich“ politischen Druck auf die polnische Staatsführung ausgeübt: „Aber die Frage einer militärischen Intervention hat damals nicht einmal im Raum gestanden“ – schrieb Gorbatschow im Jahr 2006.

Ferner behauptet er, daß die Sowjetunion zu keiner Zeit über eine militärische Intervention in Polen nachgedacht habe.

Das deutschsprachige Nachrichtenportal aus Polen, Polskaweb News glaubt Gorbatschow nicht.

Die Webseite beruft sich auf den früheren polnischen Staatschef Wojciech Jaruzelski (84).

Jaruzelski meint, er habe seinem Land mit der Verhängung des Kriegsrechts im Jahr 1981 eine Militärintervention der Sowjetunion erspart.

Der polnische Journalist Jacek Pałasiński wiederum bezichtigte Jaruzelski gestern Mittwoch im Nachrichtensender ‘TVN24’ als „Lügner“. Er sei bestens über das geplante Attentat auf den Papst informiert gewesen.

Pałasiński behauptete, daß der endgültige Beschluß zur „Kaltstellung“ Johannes Paul II. im November 1980 bei einer Tagung der Verteidigungsminister der ‘Warschauer Pakt Staaten’ gefallen sei.

Jaruzelski habe an der Konferenz teilgenommen.

Der Journalist will auch von einer geheimen angeblichen Urkunde des Treffens wissen. Sei sei im Besitz einer bekannten bulgarischen Journalistin.

Das Dokument besage angeblich klar, daß man eine Aktion gegen den Papst beschlossen habe.

Warum die vermeintliche Urkunde in den Händen einer Journalistin noch nicht publiziert ist, erwähnte der Journalist nicht.
      
22 Lesermeinungen
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#22   Nachtlaterne   13:43:10 | Sonntag, 18. Mai 2008
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#21   Uwe Schmidt   23:24:15 | Freitag, 16. Mai 2008
Gladio
Man muss die Dinge immer im größeren Zusammenhang, im Kontext sehen. Damals, zu Beginn der 80-er, tobte gerade der kalte Krieg und den geheimen antikommunistischen GLADIO-Netzen (die ja bis heute sogar noch ihre Leute im Vatikan haben, angeführt anscheinend von Kardinal Silvestrini) musste es darum gehen, dass Sovjetunion und Kommunismus nicht noch mehr Sympathie bekamen. Also musste man die Sovjetunion und die Kommunisten anschwärzen, ihnen die schrecklichsten Dinge anhängen. Ausgeführt wurden die Attentate auf Reagan und Johannes Paul II. also von der NATO selber, sie sollten aber (über das Legen falscher Spuren) Moskau in die Schuhe geschoben werden.
Nur Vatikan-Insider wie Silvestrini wussten um das 3. Geheimnis von Fátima (wo der Papst ja mit Pfeilen beschossen wird) und haben deshalb Ali Agca am Fátimatag schießen lassen. Der Türke stand ja als „Grauer Wolf“ mittelbar ohnehin unter NATO/GLADIO-Kommando.
Das Dokument, das Guido Knopp vorzeigen kann, ist selbstverständlich eine Fälschung.
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#20   clarissa colonia   00:14:40 | Freitag, 16. Mai 2008
Werter Heinrich (was macht übrigens die Blumensuche?),
obwohl ich ja stets so bierernst bin, wie mir von Ihnen unterstellt wird, war mein letztes Posting wenigstens zur Hälfte als Witz (nicht als Humor) gedacht gewesen. Ich vergesse sicher nicht der englischen Märtyrer und bin über die höheren Weihen nicht ganz im unklaren. Daß sich aber die Zahl höherer und höchster Kleriker im Martyrologium der Kirche nach dem Jahre 313 stark reduziert hat, wird man schlechterdings wohl nur schwerlich bestreiten können.
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#19   Gotthard   22:26:35 | Donnerstag, 15. Mai 2008
@Heinrich II.
Ich halte das Attentat insgesamt für ein Fake,
und Dich halte ich für ein Alien!
Ernsthaftes nehme ich Dir nicht mehr ab.
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#18   Marcelus   21:14:39 | Donnerstag, 15. Mai 2008
@Heinrich v. Ofterdingen: Es kommt drauf an,
wie Gorbatschow „Information“ definiert, oder welches Wort er im Wortlaut gesagt hat.
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#17   HeinrichvonOfterdingen   21:12:35 | Donnerstag, 15. Mai 2008
Lieber Marcelus,
aber er hat Zugang zu seinem Gedächtnis – und vielleicht auch Anlässe etwas vergessen zu haben, man will ja schließlich noch ‘ne Weile leben, oder?
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#16   Marcelus   21:08:39 | Donnerstag, 15. Mai 2008
Gorbatschow hat keine Information über das Attentat
Nicht mehr, weil er keinen Zugang zu den Kremlarchiven mehr hat.
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#15   Brandenburgis   21:06:49 | Donnerstag, 15. Mai 2008
Da kommen …
… viele in Frage!
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#14   Marcelus   21:00:51 | Donnerstag, 15. Mai 2008
@H.v.O.: Warum sollte man ein solches Dokument fälschen?
Wer sollte eine falsche Fährte legen wollen und das Papstattentat dem Kreml in die Schuhe schieben?
Die Türkei?
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#13   HeinrichvonOfterdingen   20:57:08 | Donnerstag, 15. Mai 2008
Lieber Marcelus,
wenn es mal echt ist! Ein Dokument, das erst wenige Jahrzehnte alt ist sollte nicht allzu schwierig fälschbar sein. Und Kandidaten, die etwas zu vertuschen haben sollte es auch geben. Erinnern Sie sich doch mal an die kunstvoll falsch gelegten Spuren bei anderen Attentaten.
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#12   Marcelus   20:53:05 | Donnerstag, 15. Mai 2008
@Heinrich von Ofterdingen: Guido Knopp bringt dennoch viele Fakten,
die man nicht leugnen kann.
Und das Dokument mit der „physischen Näherung“ an den Papst ist eine Tatsache.
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#11   HeinrichvonOfterdingen   20:49:59 | Donnerstag, 15. Mai 2008
Lieber Marcelus,
Guido-Knopp-TV-Doku
… Guido Knopp kann man ja vieles nachsagen. Für einen ernsthaften Historiker halte ich ihn jedenfalls nicht, eher für einen Märchenonkel.
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#10   Marcelus   20:45:28 | Donnerstag, 15. Mai 2008
Ein Dokument mit dem Ermordungsbeschluß gegen Papst Johannes Paul II.,
beschlossen durch die obersten UdSSR-Sowjetfunktionäre einschließlich des damaligen KP-Politbureaumitgliedes Michail Gorbatschow, ist doch bereits publiziert und wird auch in der Guido-Knopp-TV-Doku über Papst Johannes Paul II. gezeigt.
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#9   HeinrichderZweite   20:41:48 | Donnerstag, 15. Mai 2008
Ich halte das Attentat insgesamt für ein Fake,
es sollte wohl den Ruhm von JoPa II vermehren, war aber final dilettantisch gemacht – kein Blut, kein zerfetztes Gewand, kein Schmerzensgewinsel (wenn ‘s richtig weh tut, dann winselt auch ein Papst). Statt dessen eine Oberammergau-Inszenierung von einem Attentat. Das alles ist leicht durchschaubar. Als Regisseur kommt eher Solidarność in Frage als ein kommunistischer Geheimdienst, die hätten das besser inszeniert. Hollywood sowieso!
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#8   HeinrichvonOfterdingen   19:19:15 | Donnerstag, 15. Mai 2008
Liebe Clarissa Darling,
Da könnte man aufgrund der normativen Kraft des Faktischen schon zu der Auffassung gelangen, das Martyrium habe sich im Laufe der Kirchengeschichte zu einer richtigen Nichtklerikerberufung entwickelt.
… eine verführerische These, aber nicht belastbar. Erinnern Sie sich etwa an die englischen Märtyrer www.jesuiten.at/…che%20M%E4rtyrer.pdf aus der Zeit der Katholikenverfolgung.
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#7   Insinuator   18:52:34 | Donnerstag, 15. Mai 2008
@matt2
Und die nächste Heuchelei ist, dass Kotz.net jeden noch so infamen „sozialistischen Lügensumpf“ ob seiner eigenen, in (wahrscheinlich) jedem einzelnen „Artikel“ verbreiteten Lügen übertrumpft. Was hier an Gerüchten und Hass gestreut wird, ist unsäglich; gerade JPII wird hier ommer und immer wieder in übelster Weise diffamiert.
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#6   Brandenburgis   18:42:47 | Donnerstag, 15. Mai 2008
Na na, so einen …
… alten Herren wird doch niemand aus dem Wege räumen …
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#5   matt2 †   18:40:47 | Donnerstag, 15. Mai 2008
die wahre Heuchelei dabei ist ja, dass kreuz.net ohnehin keine Sympathien für JPII aufbringt…
denn das war ja der Mann unter dessen Pontifikat die alte Messe so angefeindet und den Lefebvre aus der Kirche getrieben wurde. Also wozu pudelt man sich da eigentlich so auf wegen dieses Attentats… der Lingen hat wahrscheinlich schon die Finger gekreuzt, dass es auch den jetzigen Papst erwischen möge.
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#4   clarissa colonia   18:27:11 | Donnerstag, 15. Mai 2008
Ja, ja, das Blut der Märtyrer
war schon immer der beste Dünger des Glaubens. Auffälligerweise nahm die Zahl der Blutzeugen aus der höheren und höchsten Klerisei im Laufe der Kirchengeschichte rapide ab, als die Kirche die diokletianische Verfolgung kaum hinter sich hatte.
Da könnte man aufgrund der normativen Kraft des Faktischen schon zu der Auffassung gelangen, das Martyrium habe sich im Laufe der Kirchengeschichte zu einer richtigen Nichtklerikerberufung entwickelt.
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#3   matt2 †   18:18:54 | Donnerstag, 15. Mai 2008
wem nützt das was?
wenn JPII diesen Preis zahlen musste, um eine politische Wende in den kommunistischen Ländern herbeizuführen, dann soll man das als ein notwendiges Opfer der Geschichte ansehen ganz im Einklang mit der christlichen Heilslehre. Es ist eigentlich daher unerheblich wer die genauen Drahtzieher sind, der wahre Feind war nicht personeller sondern ideologischer Natur.
Josef hat seinen Brüdern bereits vergeben und jetzt spielt sich kreuz.net hier als Privatdetektiv auf um wieder neuerlich Zwietracht zu sähen aus reiner Geltungssucht.
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#2   Brandenburgis   18:13:34 | Donnerstag, 15. Mai 2008
Fischen
im Trüben … GAbs das Attentat überhaupt wirklich?
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#1   clarissa colonia   17:57:58 | Donnerstag, 15. Mai 2008
Wieder mal nur Uwe Johnson:
„Mutmaßungen über Jakob“!
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