14:52:30 | Freitag, 16. Mai 2008
Den Christen im Judenstaat weht der Wind aufgrund der Schikanen der israelischen Behörden immer schärfer ins Gesicht. Ob das der Grund ist, warum im Bistum Hildesheim eine ungewöhnliche Gründung immer konkretere Formen annimmt?

Kirche und Turm der Benediktinerabtei „Dormitio Beatae Mariae Virginis“ auf dem Berg Zion in Jerusalem.
© „BernieCB“, CC(kreuz.net, Hildesheim) Bereits seit fünf Jahren wohnen Benediktiner der deutschen Benediktinerabtei
„Dormitio Beatae Mariae Virginis“ in Jerusalem im Pfarrhaus der ehemaligen Pfarrgemeinde St. Godehard
in Hildesheim.
Im Jahr 2003 wurde deshalb ein Nutzungsvertrag über fünf Jahre abgeschlossen. Er war
in diesem Jahr ausgelaufen.
Doch die Jerusalemer Benediktiner wollen weiter bleiben. Am Donnerstag unterzeichneten
der Jerusalemer Abt Benedikt Lindemann und Generalvikar Werner Schreer von Hildesheim zwei Verträge.
Diese sichern ein langfristiges Bleiben der Jerusalemer Benediktiner in Hildesheim.
Aufgrund der „schwierigen
Lage im Heiligen Land“ sei das Bistum gern bereit, den Aufenthalt der Mönche zu Erholungs- und Studienzwecken
zu ermöglichen sowie im Bistum Hildesheim die geistige Verbindung mit dem Heiligen Land zu stärken und
benediktinische Spiritualität erfahrbar zu machen – heißt es in dem unterzeichneten Papier.
Es ist
unklar, worin die Probleme der Gemeinschaft in Jerusalem bestehen.
Laut Vertrag können die Mönche öffentliche
Gottesdienste halten und ihr Haus zu einem „geistlichen Zentrum“ ausbauen.
In gesonderten Verträgen
wird festgehalten, welche seelsorglichen Aufgaben einzelne Mönche in Hildesheim übernehmen werden.
Das Bistum unterstützt die Anwesenheit der Mönche mit jährlich 20.000 Euro.
Der Vertrag zwischen Pfarrgemeinde
und Abtei regelt Einzelheiten der Seelsorge und die Abgrenzung der Befugnisse. In den vergangenen Jahren
waren die Jerusalemer Benediktiner bereits sehr in der Seelsorge engagiert.
Bei der Vertragsunterzeichnung
erinnerte sich Abt Lindemann an ein Gespräch mit dem damaligen Bischof von Hildesheim, Mons. Josef Homeyer
(78).
Im Heiligen Land sei damals gerade die Intifada – der Aufstand der einheimischen arabischen Bevölkerung
gegen die israelischen Besatzer – ausgebrochen.
Deshalb habe der Abt für seine größtenteils deutschen
Mönche eine „sichere Bleibe“ in Deutschland gesucht.
Die Häuser der Abtei liegen nicht in umkämpften
oder unsicheren Gebieten.
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#4
K. Heinz 21:37:10 | Freitag, 16. Mai 2008
#3
methusalix † 17:39:54 | Freitag, 16. Mai 2008
#2
student 16:09:45 | Freitag, 16. Mai 2008
#1
Lutheraner 15:36:31 | Freitag, 16. Mai 2008