[ « 53 54 55 56 57 » ]
Freitag, 16. Mai 2008 14:52
Flucht nach Deutschland?
Den Christen im Judenstaat weht der Wind aufgrund der Schikanen der israelischen Behörden immer schärfer ins Gesicht. Ob das der Grund ist, warum im Bistum Hildesheim eine ungewöhnliche Gründung immer konkretere Formen annimmt?
Kirche und Turm der Benediktinerabtei "Dormitio Beatae Mariae Virginis" auf dem Berg Zion in Jerusalem.
Kirche und Turm der Benediktinerabtei „Dormitio Beatae Mariae Virginis“ auf dem Berg Zion in Jerusalem.
(kreuz.net, Hildesheim) Bereits seit fünf Jahren wohnen Benediktiner der deutschen Benediktinerabtei „Dormitio Beatae Mariae Virginis“ in Jerusalem im Pfarrhaus der ehemaligen Pfarrgemeinde St. Godehard in Hildesheim.

Im Jahr 2003 wurde deshalb ein Nutzungsvertrag über fünf Jahre abgeschlossen. Er war in diesem Jahr ausgelaufen.

Doch die Jerusalemer Benediktiner wollen weiter bleiben. Am Donnerstag unterzeichneten der Jerusalemer Abt Benedikt Lindemann und Generalvikar Werner Schreer von Hildesheim zwei Verträge.

Diese sichern ein langfristiges Bleiben der Jerusalemer Benediktiner in Hildesheim.

Aufgrund der „schwierigen Lage im Heiligen Land“ sei das Bistum gern bereit, den Aufenthalt der Mönche zu Erholungs- und Studienzwecken zu ermöglichen sowie im Bistum Hildesheim die geistige Verbindung mit dem Heiligen Land zu stärken und benediktinische Spiritualität erfahrbar zu machen – heißt es in dem unterzeichneten Papier.

Blick auf die Dormitio
Blick auf die Dormitio
Es ist unklar, worin die Probleme der Gemeinschaft in Jerusalem bestehen.

Laut Vertrag können die Mönche öffentliche Gottesdienste halten und ihr Haus zu einem „geistlichen Zentrum“ ausbauen.

In gesonderten Verträgen wird festgehalten, welche seelsorglichen Aufgaben einzelne Mönche in Hildesheim übernehmen werden.

Das Bistum unterstützt die Anwesenheit der Mönche mit jährlich 20.000 Euro.

Der Vertrag zwischen Pfarrgemeinde und Abtei regelt Einzelheiten der Seelsorge und die Abgrenzung der Befugnisse. In den vergangenen Jahren waren die Jerusalemer Benediktiner bereits sehr in der Seelsorge engagiert.

Bei der Vertragsunterzeichnung erinnerte sich Abt Lindemann an ein Gespräch mit dem damaligen Bischof von Hildesheim, Mons. Josef Homeyer (78).

Im Heiligen Land sei damals gerade die Intifada – der Aufstand der einheimischen arabischen Bevölkerung gegen die israelischen Besatzer – ausgebrochen.

Deshalb habe der Abt für seine größtenteils deutschen Mönche eine „sichere Bleibe“ in Deutschland gesucht.

Die Häuser der Abtei liegen nicht in umkämpften oder unsicheren Gebieten.

© Titelbild: „BernieCB“, CC
© eingebautes Bild: hassi, CC
5 Lesermeinungen:
Sonntag, 18. Mai 2008 19:28
Protopsaltis †: Von der Redaktion entfernt
Freitag, 16. Mai 2008 21:37
K. Heinz: Flucht vor schärferem Wind?
Es ist interessant, welche Mutmaßungen über schärfere israelische Winde und Fluchtbewegungen angestellt werden. Ist es nicht logisch, dass man Ausschau hält, wo man im Notfall Zuflucht suchen könnte? Das war bei der letzten Intifada sehr wohl ein Problem. Und dass die Diözese wünscht, dass die Patres auch pastoral tätig werden, wenn sie ihnen schon eine Bleibe bieten, scheint mir ebenfalls verständlich zu sein. Und schließlich dürften die Benediktiner auch Interesse daran haben, ein Standbein als Kontaktstelle zu den Studenten hier zu haben, die dann ihrerseits Studienjahre bei den Benediktinern in Jerusalem verbringen. Wenn man diese naheliegenden Normalitäten bedenkt, kann man scharfe Winde als Motor für Fluchtbewegungen getrost vergessen. Und das ist auch gut so.
Freitag, 16. Mai 2008 17:39
methusalix †: Sind das nicht zwei völlig gegensätzliche Aussagen? Oder sehe nur ich so?
kreuz.net

Den Christen im Judenstaat weht der Wind aufgrund der Schikanen der israelischen Behörden immer schärfer ins Gesicht.

Es ist unklar, worin die Probleme der Gemeinschaft in Jerusalem bestehen.


Ja und überhaupt! Wo bleiben die Artikel über Arnie und die Homo-Ehe???
Freitag, 16. Mai 2008 16:09
student: laaaangweilig
Dabei hat Kalifornien grade die Homoehe erlaubt, das wäre doch viel interessanter vor dem Wochenende als dauernd auf den „blöden Juden“ rumzutreten

Der letzte Homoartikel ist schon sooo lange her
Freitag, 16. Mai 2008 15:36
Lutheraner: Sollen sie kommen
Doppelpunkt
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen sowie Leser aus der Debatte auszuschließen.
Copyright © 2008 kreuz.net