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Sonntag, 18. Mai 2008 14:07
Flüssiges Blei im Kopf?
Die eigentlichen Märtyrer der Kirchengeschichte sind nicht jene, die ihr Blut für Christus gaben – sondern Hunde, Katzen und Kühe.
Essen gemäß der Lehre Jesu?
Essen gemäß der Lehre Jesu?
(kreuz.net) „Die Bibel ist gefälscht“. Das habe verheerende Folgen für Mensch und Tier. Solches berichtete kürzlich die Webseite ‘Vegetarisch genießen’.

Der Bibelübersetzer Hieronymus († 420) habe zum Beispiel noch um „das vegetarische Urchristentum“ gewußt: „Hieronymus war Vegetarier und Tierfreund.“

Nach Angaben der Webseite hatte er „damals noch vorhandenen Schriften über die Lehren Jesu“ zur Verfügung.

Darum habe Hieronymus gewußt, daß Jesus kein Fleisch gegessen habe: „Jesus hatte gelehrt, die Tiere zu lieben und sie nicht zu töten.“

In einem Brief an Juvenian mache Hieronymus deutlich: „Der Genuß des Tierfleisches war bis zur Sintflut unbekannt. Aber seit der Sintflut hat man uns die Fasern und stinkenden Säfte des Tierfleisches in den Mund gestopft.“

Christus habe das Ende wieder mit dem Anfang verknüpft, so daß es den Christen angeblich nicht mehr erlaubt sei, Tierfleisch zu essen.

Doch die Webseite informiert, daß Hieronymus diesen „wichtigen Aspekt der Lehre Jesu“ bei der Zusammenstellung der Bibel unterschlagen habe oder gar gezwungen wurde, dies zu tun.

Er sei wegen seines Eintreten für den Vegetarismus sogar aus Rom vertrieben worden und im Jahr 385 nach Bethlehem geflohen.

Bereits unter Kaiser Konstantin († 337) sei „vegetarischen und pazifistischen Christen“ flüssiges Blei in den Hals geschüttet worden.

Die neuen Katholiken seien gezwungen worden, eine Verfluchung gegen die Nachfolger Jesu und die vegetarische Lehre Jesu auszusprechen.

Alle Apostel hätten vegetarisch gelebt: „Nur Paulus hatte damit Probleme.“

Er habe den Leuten möglichst nichts zumuten wollen, damit sie sich schnell zum Christentum bekehren würden.

Unter der angeblichen Verfälschung der Lehre Jesu hätten unzählige Menschen und Tiere leiden müssen: „Heute liegen die toten Tiere vor dem Kreuz.“

Die Webseite unterstellt auch, daß Tiere nach der Lehre der Kirche keine Seele besäßen und kommt zur Feststellung:

„So wie der Sohn Gottes ans Kreuz geschlagen wurde, werde heute Gottes Schöpfung gekreuzigt.“

Abermilliarden Tiere würden unter grausamen Bedingungen in Massenställen eingepfercht, teilweise ohne Betäubung, geschlachtet oder sogar lebendig in kochendes Wasser geworfen – „mit dem ausdrücklichen Segen der Kirche.“

Abermillionen Tiere würden in Tierversuchslabors leiden und sterben – „mit dem ausdrücklichen Segen der Kirche“.

Alle sechs Sekunden sterbe in Deutschland ein Tier durch Jägerhand – „mit dem ausdrücklichen Segen der Kirche“.

Dabei habe Jesus die Tierhändler noch mit der Peitsche aus dem Tempel ausgetrieben.

© Titelbild: Flickr-Benützer „
aJ GAZMEN – GucciBeaR“
, CC
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 52 Lesermeinungen:
Montag, 2. Juni 2008 10:16
Marcelus: @pneumat: Eine hochinteressante Auskunft!
Das VI. Katholische Konzil (880-681) hat das Jerusalem-Konzil mit der 67. Regel,
was das Blutessen angeht, bestätigt. Also, nicht erlaubt.

Und wird dies von der Kirchenautorität auch heute noch verlangt?
Blutwurstessen ist im katholischen Deutschland meines Wissens nach jedenfalls gang und gäbe, ohne daß dies die Kirchenautorität beanstanden würde.

Eine rein disziplinarische Regelung kann jederzeit durch den höchsten Kirchengesetzgeber, den Petrusnachfolger, wieder aufgehoben werden.
Und dies ist bei vielen disziplinarischen Regelungen früherer Konzilien und früherer Päpste der Fall, sodaß viele disziplinarische Regelungen von der heutigen päpstlichen Kirchenautorität nicht mehr verlangt werden.

Dem heutigen Katholiken steht es somit grundsätzlich frei, alles zu essen, außer an gebotenen Fasttagen.
Dienstag, 20. Mai 2008 13:56
Protopsaltis †: Von der Redaktion entfernt
Dienstag, 20. Mai 2008 13:53
Sozialkatholisch: @ propospaltis
Hast du dir eigentlich für diese vervielfältigung eine schriftliche Genehmigung eingeholt?
Dienstag, 20. Mai 2008 13:51
Protopsaltis †: Von der Redaktion entfernt
Dienstag, 20. Mai 2008 13:36
Nachtlaterne: aquiante,
sie reden wahrhaftig saudummes zeug! „universelles leben“ ist im negativstenb sinne eine sekte und hat mit den aussagen von kreuz.net nichts gemeinsam.
Dienstag, 20. Mai 2008 13:05
clarissa colonia: Werter Kilian,
vielleicht wars das ja?

Ich finde es ja schon manchmal an der Grenze des Verdaulichen, was hier so manche Leserzuschrift als katholisch etikettiert (schlimmer noch, wenn die Schreiber dies für katholisch hielten!). Aber einem Unsinn wie den, welche die eine oder die andere Gabriele verzapfen/verzapft haben, den erträgt man meiner Meinung nach nur unter Drogen!
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