Ich habe mir mein eigenes Christentum zurechtgelegt
Man kann heute auch Christ sein, ohne die Jungfäulichkeit Mariens, die Auferstehung und die Wunder Jesu wörtlich zu nehmen.
Gläubiger Christ ohne den Glauben?
(kreuz.net) In seinem Hirtenbrief für die Fastenzeit, erinnerte der Bischof von Chur, Mons. Vitus Huonder,
unter anderem an die Notwendigkeit der Beichte vor dem Kommunionempfang.
Das traditionell antikirchliche
Pfarrblatt für den Kanton Zürich, das sich ‘Forum’ nennt, publizierte von dem Brief eine entschärfte
Zusammenfassung.
In der Folge veröffentlichte es auch zwei Negativ-Leserbriefe dazu.
Der erste stammte
von einem gewissen Walter Artho aus Schlieren – einer Stadt in der Agglomeration Zürich:
„Die Auszüge
aus dem Fasten-Hirtenbrief von Bischof Vitus Huonder haben bei mir Kopfschütteln ausgelöst“ – wußte
Artho zu bezeugen.
Für ihn sei das „naive Erstkommuniongläubigkeit“ wie vor fünfzig oder mehr Jahren.
Artho macht auch einen Versuch zur „Ehrenrettung des Bischofs“, unterstützt „vorbehaltlos“ seine Aufforderung
zu häufiger Bibellektüre und läßt sofort eine Einschränkung folgen:
„Man sollte sich dann auch unbefangen
den Fragen stellen, die das Lesen der Bibel aufwirft.“
Wenn man sich in katholischen Gottesdiensten Schriftlesungen
und Schriftauslegungen anhöre, bekomme man den Eindruck, „als hätte eine historisch-kritische Bibelwissenschaft
nie existiert“.
Die historisch-kritische Bibelwissenschaft war eine inzwischen falsifizierte Auslegungsmethode
aus dem vorletzten Jahrhundert.
Man könne heute auch Christ sein, ohne die Jungfäulichkeit Mariens,
die Auferstehung und die Wunder Jesu wörtlich zu nehmen.
Entscheidend sei „die Botschaft, das Geistige,
die Idee dahinter“. Alles sei eine Frage der Interpretation.
Von „denkenden Menschen“ könne man nicht
verlangen, daß sie dogmatische Vorgaben unwidersprochen hinnehmen würden: „Glaubwürdig und zeitgemäß
scheint mir eine mystisch-philosophische Spiritualität zu sein.“
Dann fällt Artho ein Zitat von Johann
Wolfgang von Goethe († 1832) ein: „Ich habe mir mein eigenes Christentum zurechtgelegt.“
„Das sollte
auch Katholiken erlaubt sein“ – beschließt er seinen Leserbrief.
Der zweite abgedruckte Leserbrief stammt
von Frau Agatha Gachnang-Dekker, Tann – ein Ort südöstlich von Zürich.
Frau Gachnang meckert an dem
vom Bischof gebrauchten „Wortschatz“ herum:
„Der Diözesanbischof beschreibt in seinem diesjährigen
Hirtenbrief die Messe in Worten, die ich weder gegenüber Kindern und Jugendlichen noch gegenüber Erwachsenen
je gebrauchen würde.“
Frau Gachnangs Frage: „Muß sein Wortschatz so differieren von jenem eines Normalbürgers?“
Mit einem selektiven Wortschatz und Wortgebrauch könne „eine geschlossene Gruppe den Zugang zu ihr erschweren.“
Für Draußengelassene wirke das frustrierend, „wenn sie Zugang möchten“.
Sie suche den Zugang zur
Botschaft Jesu – bekennt Frau Gachnang und startet einen Lobgesang auf sich selber:
„Ich habe genug Lebenserfahrung,
Intelligenz, Wissen über die Kirchengeschichte und auch Gnade, um mich der Botschaft, welche Jesus seinen
Jüngerinnen und Jüngern mitgab, zu öffnen.“
Jesus habe die Leute immer wieder angeregt, „selber zu
denken und zu verstehen, was befohlen, geglaubt, gesittet war.“
Frau Gachnang scheint nicht zu merken,
daß diese Schlußaussage ihrer Ausgangsthese widerspricht.
Positive Wortmeldungen zu dem Hirtenbrief
veröffentlichte das Pfarrblatt keine.
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44 Lesermeinungen
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Zum Thema „Geschwister“ Jesu: Eine der Hauptstellen für das Argument bezüglich die Geschwister Jesu
liegt im Markus Evangelium: Mk 6,3:Ist das nicht der Zimmermann, der Sohn der Maria und der Bruder von
Jakobus, Joses, Judas und Simon? Leben nicht seine Schwestern hier unter uns? Und sie nahmen Anstoß an
ihm und lehnten ihn ab. Allein gesehen ist es „fast“ ein Beweis für die „Geschwister“ Jesu, aber insgesamt
gesehen gibt es kein Basis für diese Irrglaube: Maria Frau des Cleophas, Schwester der Hl. Mütter (Joh
19,25) ist die Mutter von o.e. Jakobus und Josef (Mk 15,47;Mt 27,56), die die Brüder Jesus genannt werden
(Mk 6,3) Joh 19,25 Bei dem Kreuz Jesu standen seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, Maria, die
Frau des Klopas, und Maria von Magdala. Mk 15,47 Maria aus Magdala aber und Maria, die Mutter des Joses,
beobachteten, wohin der Leichnam gelegt wurde. Mt 27,56 Zu ihnen gehörten Maria aus Magdala, Maria, die
Mutter des Jakobus und des Josef (andere form von Joses), und die Mutter der Söhne des Zebedäus. Die
Bezeichnung Bruder/Schwester wird häufig auch für Verwandten benutzt die keine Geschwister sind. Nur
zwei Beispiele Vergleiche: Gen 29,13-15 …Laban, Jakobs Unkel nennt Jakob sein Bruder! Gen 29,13 Als
Laban von Jakob, dem Sohn seiner Schwester, hörte, (…) Gen 29,15 sagte Laban zu ihm: Sollst du mir
umsonst dienen, weil du mein Bruder bist? Sag mir, welchen Lohn du haben willst.Und Gen 13,8 und 14,14
Lot , Abrahms Neffe (Gen 11,26-28;14,12), wird Abrahms Bruder genannt!
Christ sein Christ sein kann man nicht ohne das, was im Glaubensbekenntnis bekundet wird, zu glauben.
Selbstgestricktes kann man sicher glauben, wenn man sich selbst für den Größten hält.
ach so… dann bin ich sehr beruhigt, denn natürlich gehe ich davon aus, dass ich viel böser als die
anderen bin, das wird mir auch immer wieder bestätigt!!!
Zumindest hoffe ich, dass die Schwestern und Brüder Jesu (im familiären Sinn) eine engere Bindung zum
Herrn hatten, als diejenigen, die sich im Namen der Reigion Schwestern und Brüder nennen, aber das Gegenteil
von Geschwisterlichkeit äußern und leben.
aha, verstehe. Also, der unten aufgeführte Text ist die Lehrmeinung, und die ist so gemeint, wie sie
gesagt wird. Und weil es die Lehrmeinung der Kirche ist, wird sie von deren Anhängern geglaubt. Und das
mit den Geschwistern stimmt lt. Lehrmeinung nicht (wobei, es würde ja unter diesen Umständen auch nicht
groß was ausmachen). Wolte ich nur mal wissen. Danke !
Da es aber in der Hl. Schrift steht, werden die Geschwister einfach zu Cousins und Cousinen (es handelt
sich da um ähnliche Wortstämme). Böse Zungen könnten jetzt sagen, es handelt sich um Manipulation,
aber natürlich ist es die Wahrheit, denn die Kirche hat immer recht!
Dass Jesus Geschwister gehabt haben soll ist mit dem Dogma nicht vereinbar und widerspricht natürlich
der einmütigen kirchlichen Lehrüberlieferung seit den Anfängen.
Doch, doch, Frollein, genau in dem Sinne, der allgemein auch gemeint ist. Das ist übrigens immer so.
Wenn die Kirche etwas sagt, ist es immer so gemeint, wie es auch gesagt wurde.
nja, vielleicht bin ich ja nicht genug im Thema drin – aber Maria hatte ja außer dem berühmten Sohn
noch andere Kinder, soweit ich weiß (Jesus hatte doch angeblich Geschwister, und deren Mutter wird ja
wohl Maria gewesen sein), also, Jungfrau in dem Sinn, der so üblicherweise gemeint ist, kann sie nicht
mehr gewesen sein. In welchem Sinn denn dann?
Ott, Grundriß, 245-247: „Maria war Jungfrau v o r, i n und n a c h der Geburt. de fide Die Jungfräulichkeit
Mariens schließt in sich die virginitas mentis, d.i. die stete jungfräuliche Gesinnung, die virginitas
sensus, d.i. die Freiheit von ungeordneten Regungen des geschlechtlichen Begehrens, und die virginitas
corporis, d.i. die leibliche Unversehrtheit. Das kirchliche Dogma bezieht sich zunächst auf die leibliche
Unversehrtheit.“ […] „Maria gebar ohne Verletzung ihrer jungfräulichen Unversehrtheit -De fide auf
Grund der allgemeinen Lehrverkündigung.“
Was erschließt sich nicht? Es ist Lehre der Kirche, daß Maria als Jungfrau empfangen und geboren hat,
daß ihre Jungfräulichkeit lebenslang bestand. Das ist doch nicht schwer zu verstehen! Da dies zudem
Kernbestandteil des christlichen Glaubens ist, wie vielfach gezeigt wurde, sind entgegenstehende Positionen
als Glaubensabfall zu werten. Auch das ist sehr leicht zu verstehen.
#28 Nachtlaterne 19:46:49 | Mittwoch, 21. Mai 2008
ja, ja, die demokratie, der weisheit letzter schluss: Mittwoch, 21. Mai 2008 19:39Nachtlaterne: eine demokratie…die
nur noch an das geschäft und die befriedigung der gier denkt, die kann die verheißung des göttlichen
paradieses nur bekämpfen, weil sich am gegenparadies dazu mehr verdienen und mehr gier befriedigen läßt.
unnaturgemäß liegt man sich mit den schützenden geboten gottes in schwerem streit. Redaktion benachrichtigen
3 Warnungen an alle Leser 1.) Jeder sei gewarnt vor dem Gedanken, mit dem Tode sei alles aus. Sogar den
Heiden, den Juden, Mohammedanern, Hindus, Buddhisten und Anhängern von Naturreligionen wurde die Erkenntnis
geschenkt, daß der Mensch nach dem Tode weiterlebt. Niemand war und ist so dumm wie die modernen Menschen,
die jeden Bezug zu Gott verloren haben und glauben, eine unsterbliche Seele könne kaputt gehen wie ein
Blatt Papier oder ein Stück Holz. Wer sich darauf verläßt und nicht auf Gottes Verheißungen, der wird
von Schrecken und Entsetzen ergriffen werden, wenn sich seine Seele vom Leib trennt und sein Engel seine
Seele vor das Angesicht Gottes führen wird. Dort und beim Jüngsten Gericht wird der Mensch gerichtet
nach all seinen Taten, Worten und Gedanken. Der Tod ist nur ein Durchgangsstadium, er ist das Tor zur
Ewigkeit. 2. Jeder sei gewarnt vor dem Gedanken, Gott sei so allgütig und barmherzig, daß er alles verzeiht
und die Gerechtigkeit vergisst. Wer nicht an Gott glaubt und wer seine Gebote nicht befolgt, kommt in
die Hölle. 3.)Jeder sei gewarnt vor dem Gedanken, er habe noch später Zeit, um zu bereuen und seine
Seele zu retten. Die allermeisten Menschen heutzutage sind von Süchten ergriffen, widmen ihre Zeit Götzen
anstatt Gott, vertrödeln ihre kostbaren Jahre, anstatt Gottes Auftrag zu erfüllen, zu beten und Gutes
zu tun. Die meisten Leute leben nur noch für sich selbst, essen trinken, genießen, fertig.
#26 Nachtlaterne 19:01:35 | Mittwoch, 21. Mai 2008
am wort gottes… …festhalten auch wenn sie, die gegener gottes, immer unheimlicher und finsterer werden
und gerne als christusfreunde auftreten. wer die wunder gottes leugnet, der gehört aus der kirche ausgeschlossen.
denn wenn sich jeder seinen eigenen christus zurechtmachen kann, unter ausklammerung des wortes gottes,
der beteiligt sich nicht am reich christi, sondern am reich des todes und der verwesung.
#25 Unam sanctam 17:51:16 | Mittwoch, 21. Mai 2008
@Lutheraner Na, wenn es das ist, was Ihnen der Reformator aus Wittenberg gelernt hat, wundert mich gar
nichts mehr. Dem hätte es, trotz all der klaren Häresien, die er verbreitete, bei Ihren Aussagen sicher
den Magen umgedreht.
unam sanctam Zitat: Wäre sie (die Jungfrauengeburt) biologisch nicht gegeben, so wäre sie kein Symbol,
sondern ganz einfach eine Lüge und ein Ammenmärchen. Der vermeintliche „Vater“ Jesu ruft auf zu Völkermord,
Zorn, Gewalt und Landraub. Wenn der Vater Jesu ein Lügner und Gewaltäter ist, wie glaubwürdig ist dann
Jesus, der ihn anbetet und uns alle auffordert, ihn anzubeten? Übehaupt nicht. Die Jungfrauengeburt ist
ein Ammenmärchen. Mt. 5, 17 Ihr sollt nicht wähnen, daß ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten
aufzulösen; ich bin nicht gekommen, aufzulösen, sondern zu erfüllen. Jesus erfüllt das Gesetz eines
Mordtäters. Na vielen Dank!
#22 Unam sanctam 16:42:57 | Mittwoch, 21. Mai 2008
nicht zu vergeistigt denken Dass es der Gottessohnschaft Jesu nicht abträglich sein würde, wenn der
Heilige Joseph doch der leibliche Vater wäre, können wir ja schon in Ratzingers „Einführung in das
Christentum“ nachlesen. Der heutige Papst betont aber gleich darauf alle philosophischen Bedeutungen der
Jungfräulichkeit und warum diese für die Mutter Jesu angemessen sind. Darauf erklärt er, dass die Mariä
immerwährende Jungfräulichkeit zwar Symbol für sehr vieles ist, aber doch auf keinem Fall nur symbolisch
verstanden werden darf. Wäre sie biologisch nicht gegeben, so wäre sie kein Symbol, sondern ganz einfach
eine Lüge und ein Ammenmärchen. Wir dürfen uns aus dem Glauben nicht einfach herauspicken, was uns
gerade gefällt, ein selbstgemachter „eigener“ Glaube, geht im Tod genau wie alles Eigene mit uns zu Grunde
und kann uns nicht retten. Natürlich darf man die Jungfräulichkeit nicht nur an der Unversehrtheit des
Hymens festmachen, aber das heißt ja nicht, dass diese Unversehrtheit nicht ein wesentlich Teil davon
ist, denn wäre diese nicht gegeben, könnten wir von Jungfräulichkeit gar nicht sprechen und alle Deutungsversuche
würden letztlich ins rein geistige, gnostische abdriften, wo das Christentum doch eine Religion des Leibes
und der Seele ist.
–----- Hieronymus hat bereits im 5. Jh. Helvidius schon die Antwort gegeben: Adversus Helvidius de perpetua
virginitate b. Mariae www.unifr.ch/bkv/ausgabe129.rtf
Fragen … Irgendwie erscheint es mir sehr kurz gegriffen, „Jungfräulichkeit“ am bloßen Vorhandenseins
des Hymens festzumachen. Warum sollte der Herr seine Menschwerdung wesentlich daran verknüpfen, dass
bei der Gottesgebärerin in eine körperliche Verletzung ausbleibt, die nach mediz. Kenntnis zwar nicht
unbedingt beim geschlechtlichen Verkehr, spätestens aber bei der Geburt des ersten Kindes praktisch unausweichlich
ist? Jungfräulichkeit: ein unverständliches Mirakel oder ein Grundhaltung, die uns etwas sagt? Christus:
geboren aus Gott, nicht aus dem Willen des Mannes. Menschwerdung Gottes kann nicht Folge menschlicher
Sexualität – die von der Erbsünde begrenzt ist – sein. Aber schließt dies aus, dass unbeschadet der
eigentlichen Sohnschaft Christi zum Vater die Geburt Jesu nicht auch Folge eines ehelichen Beischlafes
war? Wäre es nicht gnostisch, anzunehmen, dass Gott sich von vorn herein dessen bei seiner Menschwerdung
nicht bedient, unbeschadet des „JA“ Mariens zu ihrer Sendung und der Gottessohnschaft Christi? (vs. Erstkommunionglaube)
_____ Der Hirtenbrief ist leider nicht mehr online verfügbar. Natürlich erfolgte der Hinweis auf den
Kommunionempfang und der Beichte in korrektem Zusammenhang zur schweren Sünde. Situation in der Schweiz
ist nur leider, dass viele Leute stets zur Kommunion gehen und seit Jahren gar nicht mehr beichten. Da
wollte der Bischof auch zu Stellung nehmen. Er hat nichts falsches gesagt sondern nur die Lehre der Kirche
verkündet und selbst die verkürzte Fassung des Hirtenbriefs treibt manche auf die Barrikaden (siehe
Artikel).
huch bin erstaunt Jetzt bin ich aber erstaunt es gibt ja immer neues zu erfahren. Marie ist immerwährende
Jungfrau?? Was soll das heissen im geistlichem Sinne als „sündlose“ Frau oder im körperlichen sexuellen
Sinne. Da ich das heute zum erstenmal höre ist das völliges Neuland, wäre nett wenn mir das jemand
erläutern könnte.
Kann mir jemand erklären warum man beim „et incarnatus est“ sich verbeugt, bzw an Weihnachten und Verkündigung
sich hinkniet? Ebenso interessiert mich die historische Entwicklung, dh. seit wann diese Praxis Usus ist.
Danke den Antwortenden! Fabianus
Maria semper virginis Bis Anfang des 20 Jahrhunderts konnte man weder katholischer noch protestantischer
Christ sein ohne an die immerwährende Jungfräulichkeit ante partum, peri partum und post partum zu glauben.
Mit einem Wandel der protestantischen Exegese Anfang des 20igsten Jahrhunderts ist dies heute faktisch
nur noch katholisch/orthodoxer Glaube. Mittlerweile – siehe den Entwurf des neuen katholischen Gesangbuches –
wird zumindest aus Gesangbüchern und liturgischen Texten die „Maria semper virginis“ getilgt. Müssen
wir uns mittlerweile für unseren katholischen Glauben an die allzeit jungfäuliche Gottesmutter schämen?
Da irrt der Bischof Ich muss vorausschicken, dass ich den genauen Text von Bischof Huonder (also im Wortlaut)
nicht kenne. Nur wenn Sie hier berichten, dass der Empfang des Bußsakramentes Voraussetzung für den
Empfang der Kommunion ist, dann ist die entweder ihre Berichterstattung falsch oder es irrt der Herr Bischof.
Denn im CIC ist ganz klar geregelt, dass nur der- oder diejenige vorher beichten muss, die sich einer
schweren Sünde bewusst sind bzw. selbst da noch die Möglichkeit zur Beichte danach besteht (§ 916).
Also von einem Bischof erwarte ich, dass er darüber Kenntnis hat; genauso wie über die Tatsache, dass
es alte Lehre der Kirche ist, dass das Schuldbekenntnis, das Beten des Vater unser’s… sündenvergebenden
Charakter hat und die Beichte eben nur bei schwerer Schuld notwendig ist. Wobei das zu definieren schwierig
ist. Die Moraltheologie sagt ja deshalb auch, dass es ganz unterschiedliche Empfindungen diesbezüglich
gibt.
@Harro Schwachsinn pur, der Mithraskult ist zwar älter die Ausbreitung im römischen Reich begann aber
erst ab Mitte 1. Jhdt bis Anfang 2. Jdht. Von den oft gerne zitierten Parralellen und Kopien, bleiben
als tatsächliche Anlehnung nur das Weihnachstfestdatum das man unbestritten auf den Dies solis invicti
legte. mfg Raimund ORtner
@ Kurt Alle alten apostolischen Kirchen halten Maria hoch in Ehren und das hängt mit Sicherheit mit deren
Tradition zusammen die bis zu den Leuten zurückgeht die die hl. Gottesmutter Maria noch persönlich gekannt
haben.
Maria Jungfrau Der kleinste gemeinsame Nenner für alle Christen ist das niceanisch konstantinopolinische
Glaubensbekenntnis. Wer das Glaubensbekenntnis anerkennt ist prinzipiell mal Christ (egal ob er jetzt
in anderen Wahrheiten irrt etc.) und wie heißt es so schön im GK „…Maria, der Jungfrau…“ – „…ex
Maria virgine…“ Sprich der Herr ist kein Christ mehr. LG Fiore
#10 HarroMeyer † 11:10:09 | Mittwoch, 21. Mai 2008
Gerade das Abendmahl gibt doch zu denken war es doch keine Erfindung der ersten Christen oder gar von
Jesus, sondern ein tragendes Element des Mithras-Kults, der immerhin 300 Jahre älter und in Rom wohlbekannt
war war. Schon Flavius Cassiodorus wies 350 nChr auf 74 „übernommene“,- er schrieb „geklaute“ – christliche
Elemente hin
Ich vermute mal … … daß da erst ein Phänomen der Moderne ist. Luther zumindest deklarierte in den
Schmalkaldischen Artikeln ausdrücklich „semper virgine“. Und warum sollte man in normal empfindenden
Zeiten auch die immerwährende Jungfäulichkeit Mariens geleugnet haben? DaS halte ich für ausgeschlossen.
Das würde mich aber interessieren Ich meine mich zu erinnern, dass es in den Anfängen des Christentums
einen Zweig gab, der die jungfräulichkeit Marias nicht geglaubt hat. Welcher denn?
Brandenburgis: kann man nicht? Man kann nicht Christ sein … wenn man das „semper virgine“ leugnet. Natürlich
kann man. Man kann nur augenscheinlich nicht Brandenburgistischer Christ sein. Ist die Jungfräulichkeit
Mariens denn entscheident für ihren Glauben? Ich meine mich zu erinnern, dass es in den Anfängen des
Christentums einen Zweig gab, der die jungfräulichkeit Marias nicht geglaubt hat.
Da wäre ich ein bisschen vorsichtiger Man kann nicht Christ sein … wenn man das „semper virgine“ leugnet.
Man kann kein röm/kath Christ sein ohne an die immerwärende Jungfräulichkeit Mariens zu glauben. Aber
bei einem irrenden Christen der an den Christus, den Sohn Gottes und an seinem Erlösungswerk wozu auch
die Auferstehung gehört, glaubt bin ich mir da nicht so sicher. Da müßte man das Christsein mal genau
definieren.
Also ich frage mich Man kann heute auch Christ sein, ohne die Jungfäulichkeit Mariens, die Auferstehung
und die Wunder Jesu wörtlich zu nehmen. wie man ohne Glaube an die Auferstehung Christ sein kann.
Die historisch-kritische Bibelwissenschaft … … ist keine „Auslegungsmethode“. Im übrigen kann man
Methoden nicht „falsifizieren“. Sie wollen lediglich sachgerecht angewendet werden.
An Stelle der sog naiven Erstkommuniongläubigkeit ist heute eine aufgeklärte, relativistische Brotfeier
geworden. Sollten sich die Gkäubigen nicht diese „naive“ Einstellung zur Kommunion bewahren, um Jesu
Worte in Mt 18,3 zu erfüllen?
Sagt ihr das aus euch selbst, oder haben es euch andere gesagt? „Die historisch-kritische Bibelwissenschaft
war eine inzwischen falsifizierte Auslegungsmethode aus dem vorletzten Jahrhundert.“