Gescheitertes Hochamt im Alten Ritus
Ein Domdekan hat herausgefunden, wie man es auch im Neuen Ritus schafft, an einem normalen Sonntag die Kirche zu füllen.
(kreuz.net, Wales) Ein Pontifikalamt im Alten Ritus, das am vergangenen Sonntag in der Kathedrale von
Cardiff in Wales zelebriert werden sollte, wurde drei Tage vorher abgesagt.
Bereits Ende des vergangenen Jahres hatte ein Vertreter der Laienorganisation ‘Latin Mass Society’ den Domdekan, Kanonikus Peter Collins, in Cardiff gebeten, ein altrituelles Hochamt organisieren zu dürfen.
Der Dekan war einverstanden und schlug vor, daß diese Messe den gewöhnlichen Sonntagsgottesdienst ersetzen sollte.
Die ‘Latin Mass Society’ nahm daraufhin die Organisation des Hochamtes an die Hand. Es sollte von Abt Paul Stonham OSB von der Abtei Belmont in Hereford – neunzig Kilometer nordöstlich von Cardiff – zelebriert werden.
Ein Zeremonienmeister reiste extra von London an. Paramente wurden nach Cardiff transportiert. Man begann, Ministranten auszubilden.
Am vergangenen Donnerstag nahm der Zeremonienmeister an einer Probe für die Ministranten und den Domdekan teil, der als assistierender Priester vorgesehen war.
Bei der Probe entdeckte der Zeremonienmeister, daß eine Dame als Ministrantin im Chorraum vorgesehen war.
Der Zeremonienmeister legte dem Domdekan daraufhin vergeblich dar, daß dies im Alten Ritus nicht möglich sei. Er beriet sich nach der Probe auch mit weiteren Mitgliedern der ‘Latin Mass Society’.
Die Gruppe kam zum einhelligen Schluß, daß sich bei der Zelebration des Alten Ritus keine Frau im Chorbereich aufhalten darf. Man stellte auch fest, daß die Ministrantin auch zu einem Aufruhr unter den Gläubigen geführt hätte.
Am nächsten Morgen telephonierte der Zeremonienmeister dem Domdekan und erklärte ihm, daß die ‘Latin Mass Society’ das Hochamt unter diesen Bedingungen nicht durchführen könne.
Trotzdem weigerte sich der Priester, auf die liturgischen Argumente des Zeremonienmeisters einzugehen und das Gewissen und die Wünschen der Altgläubigen zu respektieren.
Daraufhin kontaktierte der Zeremonienmeister den Erzbischof von Cardiff, Mons. Peter Smith, per Email. Er bat den Prälaten, die Durchführung der Messe auf der Basis der Rubriken zu ermöglichen. Der Erzbischof antwortete nicht.
Die Laienvereinigung ‘Latin Mass Society’ zog daraufhin ihre Beteiligung an der Messe zurück. Das Hochamt wurde abgesagt.
Angesichts der kurzen Frist konnten nicht alle Gläubigen rechtzeitig informiert werden.
Darum postierte die ‘Latin Mass Society’ am Sonntag Repräsentanten vor der Kathedrale, um die Gläubigen, die zum Teil in Bussen anreisten, zu informieren.
Statt des Hochamtes wurde in der mit etwa 300 Gläubigen fast vollen Kathedrale eine Novus Ordo Messe gelesen. Üblicherweise versammeln sich dort an gewöhnlichen Sonntagen 35 bis 40 Personen.
Die ‘Latin Mass Society’ hat dem Domdekan in der Zwischenzeit eine Rechnung für die bei den Vorbereitungen angelaufenen Spesen zugeschickt.
© Titelbild: ‘Latin Mass Society’
Bereits Ende des vergangenen Jahres hatte ein Vertreter der Laienorganisation ‘Latin Mass Society’ den Domdekan, Kanonikus Peter Collins, in Cardiff gebeten, ein altrituelles Hochamt organisieren zu dürfen.
Der Dekan war einverstanden und schlug vor, daß diese Messe den gewöhnlichen Sonntagsgottesdienst ersetzen sollte.
Die ‘Latin Mass Society’ nahm daraufhin die Organisation des Hochamtes an die Hand. Es sollte von Abt Paul Stonham OSB von der Abtei Belmont in Hereford – neunzig Kilometer nordöstlich von Cardiff – zelebriert werden.
Ein Zeremonienmeister reiste extra von London an. Paramente wurden nach Cardiff transportiert. Man begann, Ministranten auszubilden.
Am vergangenen Donnerstag nahm der Zeremonienmeister an einer Probe für die Ministranten und den Domdekan teil, der als assistierender Priester vorgesehen war.
Bei der Probe entdeckte der Zeremonienmeister, daß eine Dame als Ministrantin im Chorraum vorgesehen war.
Der Zeremonienmeister legte dem Domdekan daraufhin vergeblich dar, daß dies im Alten Ritus nicht möglich sei. Er beriet sich nach der Probe auch mit weiteren Mitgliedern der ‘Latin Mass Society’.
Die Gruppe kam zum einhelligen Schluß, daß sich bei der Zelebration des Alten Ritus keine Frau im Chorbereich aufhalten darf. Man stellte auch fest, daß die Ministrantin auch zu einem Aufruhr unter den Gläubigen geführt hätte.
Am nächsten Morgen telephonierte der Zeremonienmeister dem Domdekan und erklärte ihm, daß die ‘Latin Mass Society’ das Hochamt unter diesen Bedingungen nicht durchführen könne.
Trotzdem weigerte sich der Priester, auf die liturgischen Argumente des Zeremonienmeisters einzugehen und das Gewissen und die Wünschen der Altgläubigen zu respektieren.
Daraufhin kontaktierte der Zeremonienmeister den Erzbischof von Cardiff, Mons. Peter Smith, per Email. Er bat den Prälaten, die Durchführung der Messe auf der Basis der Rubriken zu ermöglichen. Der Erzbischof antwortete nicht.
Die Laienvereinigung ‘Latin Mass Society’ zog daraufhin ihre Beteiligung an der Messe zurück. Das Hochamt wurde abgesagt.
Angesichts der kurzen Frist konnten nicht alle Gläubigen rechtzeitig informiert werden.
Darum postierte die ‘Latin Mass Society’ am Sonntag Repräsentanten vor der Kathedrale, um die Gläubigen, die zum Teil in Bussen anreisten, zu informieren.
Statt des Hochamtes wurde in der mit etwa 300 Gläubigen fast vollen Kathedrale eine Novus Ordo Messe gelesen. Üblicherweise versammeln sich dort an gewöhnlichen Sonntagen 35 bis 40 Personen.
Die ‘Latin Mass Society’ hat dem Domdekan in der Zwischenzeit eine Rechnung für die bei den Vorbereitungen angelaufenen Spesen zugeschickt.
© Titelbild: ‘Latin Mass Society’
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Dienstag, 27. Mai 2008 01:12
Jörg Guttenberger, Köln: Benedikt: alte Liturgie
Mir ist zumindest aus der slavischen Tradition bekannt, daß dort jeder Theologe und jeder mönch predigen
darf, also nicht jeder Laie.
Ihre Ausführungen zu Ministrantinnen in der alten Liturgie sind interessant (ebenso interessant, daß einige Forumsteiulnehmer immer noch nicht zwischen Ritus –=Gesamtheit von Theologie, Tradition und Liturgie – und Liturgie unterscheidenn können). Unabhängig von der kirchenrechtlichen Frage ergibt sich das Problem, daß mit der Wiederzulassung der alten Liturgie die Pius-Brüder zur Wiederaufnahme der vollen Kirchengemeinschaft mit Rom eingeladen werden sollen. Da die alte Liturgie aber keine Ministrantinnen kannte und daher die Piusbrüder Frauen am Altar ablehnen, erweisen wir – unabhängg von der Kirchenrechtslage -dem gewünschten Brückenschlag mit Ministrantinnen, Handkommunion usw. einen Bärendienst.
Zur Klarstellung: ich gehöre zu den Anhägern der neuen Liturgie, halte aber das Verbot der alten Liturgie, obwohl rein rechtlich völlig in Ordnung, aus der Erfahrung der Russen mit den Altgläubigen heraus für einen Schildbürgerstreich, weil er zu dem zu erwartenden Schisma geführt hat. Der Übertrag neuerer Entwicklungen, wie die genannten Ministrantinnen, so sehr auch vom Kirchenrecht gedeckt, lassen die Wiederzulassung der alten Liturgie völlig sinnlos erscheinen.
Ihre Ausführungen zu Ministrantinnen in der alten Liturgie sind interessant (ebenso interessant, daß einige Forumsteiulnehmer immer noch nicht zwischen Ritus –=Gesamtheit von Theologie, Tradition und Liturgie – und Liturgie unterscheidenn können). Unabhängig von der kirchenrechtlichen Frage ergibt sich das Problem, daß mit der Wiederzulassung der alten Liturgie die Pius-Brüder zur Wiederaufnahme der vollen Kirchengemeinschaft mit Rom eingeladen werden sollen. Da die alte Liturgie aber keine Ministrantinnen kannte und daher die Piusbrüder Frauen am Altar ablehnen, erweisen wir – unabhängg von der Kirchenrechtslage -dem gewünschten Brückenschlag mit Ministrantinnen, Handkommunion usw. einen Bärendienst.
Zur Klarstellung: ich gehöre zu den Anhägern der neuen Liturgie, halte aber das Verbot der alten Liturgie, obwohl rein rechtlich völlig in Ordnung, aus der Erfahrung der Russen mit den Altgläubigen heraus für einen Schildbürgerstreich, weil er zu dem zu erwartenden Schisma geführt hat. Der Übertrag neuerer Entwicklungen, wie die genannten Ministrantinnen, so sehr auch vom Kirchenrecht gedeckt, lassen die Wiederzulassung der alten Liturgie völlig sinnlos erscheinen.
Mittwoch, 21. Mai 2008 19:24
Nachtlaterne: immer weniger menschen…
…nehmen das unzzensierte wort jesu christi zur kenntnis, geschweige denn halten wir uns daran. selbst christen leeren christus!
Mittwoch, 21. Mai 2008 13:05
Dr. Schlämmer: Die weiblichen Formen machen sich eben auch einfach überall breit …
So dachte ich, der Duden lehrte mich korrekt.
Mittwoch, 21. Mai 2008 13:04
LandorganistII: @Pavle,
sind Sie der, der kürzlich abgesetzt wurde? Egal, es wäre schön, wenn Sie uns die Unmöglichkeit des Frauenpriestertums theologisch begründen könnten. Hat Jesus sich dazu geäußert?
Mittwoch, 21. Mai 2008 09:23
Pavle: Auf dem Weg zum Protestantismus??
Ich lese diese Seite jetzt schon etwas länger und muss mich etwas wundern über das was hier geschrieben wird! Wenn Frauen zu Priesterinnen ordiniert werden wollen dann müssen die zu den Evangelen oder Altkatholiken gehen denn die gehen nach der Moderne! Diese so genannten „Kirchen“ sagen wenn Jesus jetzt hier sein würde dann würde er auch so entscheiden“! Wer sind diese Leute? Gott selber etwas? Wer sich Christ nennen möchte muss seinen Glauben so annehmen wie er ist und akzeptieren das Frauen nicht zu Priesterinnen ordiniert werden können und dürfen! Wer daran zweifelt sollte sich die heilige Schrift ansehen. Was Gott uns aufgetragen hat gilt bis in die Ewigkeit und sogar darüber hinaus. Ich weiß das viele Frauen und auch einige Herren das anders sehen aber dann sollten sie mal ihren Glauben zu unserem Heiland und der Lehre der Apostel überprüfen. Glaube ist kein Wunschkonzert sondern etwas worum unser ganzes Leben dreht. Wer sich die alte Messe wünscht der muss akzeptieren das dort im Altar die Frauen keinen Zutritt haben. In der heiligen Orthodoxen Kirche gibt es keinen Aufschrei der Frauen denn die Frauen akzeptieren Gottes Wort und die Lehren der Apostel. Schuld bei euch ist die immer währende Aufweichung (Mädchen zu Ministrantinnen zulassen). Manchmal habe ich das Gefühl die römisch-Katholiken wollen Protestanten werden!Gibt es Frauen Ordination ist die Kirche nicht mehr Katholisch!Dann gibt es auch keine Annäherung zur heiligen Orthodoxen (Katholischen) Kirche
Mittwoch, 21. Mai 2008 02:41
clarissa colonia: Werter Dr. Schlämmer,
jetzt bleiben Sie doch mal auf akademischem Niveau, oder sind Sie Sozialpädagoge?
Es gibt nirgendwo in der katholischen Welt Meßdienerinnen; lediglich weibliche Meßdiener!
Leider wird nicht zu klären sein, warum diese Ministranten nicht zur konkreten Ministration zugelassen worden sind.
Es gibt nirgendwo in der katholischen Welt Meßdienerinnen; lediglich weibliche Meßdiener!
Leider wird nicht zu klären sein, warum diese Ministranten nicht zur konkreten Ministration zugelassen worden sind.
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