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Dienstag, 22. Februar 2005 22:44
2:0 für Paul Spiegel
Was ist mit den Päpsten und Kardinälen los? Zuerst muß sich der Erzbischof von Köln vom Vorsitzenden des „Zentralrates der Juden in Deutschland“ wie ein vorlauter Schuljunge belehren lassen und jetzt ist der Papst selber an der Reihe. Kann man die gegenwärtigen katholischen Prälaten bei ihrem Wort nehmen?
(kreuz.net) Der Präfekt der römischen Glaubenskongregation, Josef Kardinal Ratzinger (78), äußerte sich bei der Vorstellung des jüngsten Buches von Papst Johannes Paul II. zu einer in Deutschland um die jüngste Veröffentlichung des Heiligen Vaters entstandene Kontroverse.

Der langjährige Kurienkardinal und oberste Glaubenshüter wies die Behauptung zurück, daß der Heilige Vater in seinem Buch den Holocaust und die Abtreibung vergleiche: „Der Papst stellte den Holocaust und die Abtreibung nicht auf eine Ebene.“

Der Heilige Vater habe bloß – den offensichtlichen Gemeinplatz – in Erinnerung gerufen, daß auch Demokratien nicht immun gegen das Böse seien. Die Gleichstellung von Holocaust und Abtreibung habe – so Kardinal Ratzinger – im Denken von Papst Johannes Paul II. keinen Platz.

Die „Pastoralkonstitution über die Kirche in der Welt von heute“ des Zweiten Vatikanums hatte die Kinderabtreibung vor fast vierzig Jahren noch als „verabscheuungswürdiges Verbrechen“ bezeichnet.

Der Pressesprecher des Vatikan, Dr. Joaquin Navarro-Valls, äußerte sich ähnlich wie der Präfekt der Glaubenskongregation. Der Papst wolle mit seinen Worten nicht Untaten vergleichen, sondern bleibe im Bereich ihrer philosophischen Ursachen.

Die italienischen Medien erklärten nach der Relativierung durch die vatikanischen Funktionäre, daß der Wortlaut im Papstbuch den Eindruck erweckt hätte, als würde der Heilige Vater die Abtreibung und den Holocaust gleichsetzen. Das sei – so der Chefredakteur der liberalen und abtreibungsfreundlichen Tageszeitung „Corriere della Sera“ – offensichtlich eine verfälschende Zuspitzung gewesen.

In seinem Buch schreibt der Heilige Vater, daß der Führer des Deutschen Reiches, Adolf Hitler, von einem rechtmäßigen Parlament mit jener Macht ausgestattet worden sei, die er für die Konzentrationslager und die Endlösung mißbrauchte.

Heutzutage – so der offensichtliche Nicht-Vergleich des Papstes – seien die gesetzlichen Regelungen zur Abtreibung ebenfalls in Frage zu stellen. Parlamente, welche die Kinderabtreibung beschlössen, müßten sich im klaren sein, daß sie ihre Machtbefugnisse überschreiten und in einen offenen Konflikt mit dem göttlichen Gesetz und dem Naturrecht treten würden.

Das fünfte Buch von Papst Johannes Paul II., „Erinnerung und Identität“ wird am Mittwoch in elf Sprachen erscheinen. Es ist eine Mitschrift von Gesprächen, die Johannes Paul II. im Jahr 1993 mit dem polnischen Philosophen Krzysztof Michalski und dem inzwischen verstorbenen Geistlichen Jozef Tischner geführt hat.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 14 Lesermeinungen:
Mittwoch, 23. Februar 2005 19:19
sttn: @Sulpicius
Solche Artikel gibt es immer wieder. Aus irgendeinen Grund scheinen manche Journalisten immer wieder dieses Thema auspacken zu müssen und interessanterweise gibt es auch immer wieder dankbare Leser.

Es wird von einer Regierung erwartet das Sie Ihr Ohr beim Volk hat und nach Möglichkeit nicht jeder munter daraufhinplappert.
Wenn das eine Regierung nicht macht, wird das vom Wähler immer gerne als Chaos interpretiert. Deshalb sind die Umfragen der Demoskopen so wichtig und deshalb werden die Themen auch zuerst intern deskutiert bevor sie nach außen gelangen sollen.
Das war unter Willy Brandt so, unter Helmut Schmidt, unter Helmut Kohl und das ist unter Gerhard Schröder so … um mal die letzten Kanzler zu benennen. Und das wird auch unter allen nachfolgenden Regierungen so sein.

Zum Thema Moral: Ich bin überzeugt das wenn man wirklich die Wahrheit über Moral sagt, das man dann beim Volk sehr gut ankommt. Nur blöd das sich das „Volk“ beim moralischen Fingerzeig von den einen oder anderen Moralapostel auch an die moralische Defizite derjenigen erinnert die sonst die Moral so hoch halten.
Vielleicht sollte der eine oder andere Moralapostel an die Bergpredigt denken (Spliter/Balken) bevor er das nächste mal den Zeigefinger erhebt… Das ist dann ein Stück gelebte Glaubwürdigkeit.
Mittwoch, 23. Februar 2005 19:13
GerdEric: @ 1+1=7
1+1=7: Jezt wirds fad, Gerd Eric,wie oft willst du noch betonen, dass du was wert bist auch wenn du nicht alles weisst oder gelernt hast.

solange wie hier von obenherab (alla „Pharisäer“) geschwafelt wird.

1+1=7: Dieser Jesus, der dir nicht in den Kram passt, ist genau der den du brauchst.

Oh, Jesus ist schon ok,
nur nicht, was aus ihm gemacht wurde.
Nein, brauchen tu ich ihn nicht,
denn neben Gott gibt es nichts.

1+1=7: Der dich aufhebt und annimmt und dir deine Sünden verzeiht, wenn du das willst.
Er sieht dich in dem Wert, den du wirklich darstellst.

Wenn Du von Gott dem EINEN spricht,
OK!

1+1=7: Gerd Eric, in den Augen Gottes bist du unermesslich viel wert. (auch ohne griechisch und aramäisch)

Ich weiss,
nur Menschen versuchen allzuoft andere durch ihre „Bessere Bildung“ herab zu würdigen,
hast Du das hier nicht gelesen?

1+1=7: P.S.Und reg dich nicht so auf über die Kirche, das ist die Geliebte des Herrn.

Das bilden sich manche „Bräute“ manchmal ein…

Können wir und darauf einigen,
dass Gott nicht durch menschliches Denken beschränkt ist,
Menschen seine Liebe zu geben?
Keine „Kirche“ kann Gott vorschreiben,
wann und unter welchen Bedingungen er Menschen annimmt.
Er sieht nicht auf Taufe,
denn da müsste er Hitler oder Stalin auch aufnehmen,
denn eine Taufe sei unlöschlich,
so schrieb mir hier jemand.

herzliche Grüsse
Mittwoch, 23. Februar 2005 18:41
Sulpicius: Guter Kommentar der „Kölner Kirchenzeitung“
Wird etwas dadurch falsch, dass man es beim Namen nennt?

Zum Glück orientiert sich die katholische Kirche in Deutschland nicht an einem Prinzip, das seit kurzem Kanzler Schröder für seine Politik vorgegeben hat: Ein Rundschreiben des Kanzleramtes ordnet an, dass alle Maßnahmen der Regierung sich vorher an der Außenwirkung zu orientieren haben. Besonders wichtig sei es, spätestens vier Wochen vor der öffentlichen Erörterung die Reaktion der Bevölkerung und der Medien untersucht zu haben, um sich Ärger zu ersparen.

Nur noch Politik mit Zustimmung der Demoskopen? Es sieht so aus.

Wäre dies auch Methode der Kirche, könnte sie sich das Thema „Abtreibung“ getrost und für immer abschminken, obschon es für die Zukunft unseres Volk entscheidend ist. Vorgänge der letzten Wochen haben bestätigt, dass es die Gesellschaft übel nimmt, wenn in Fragen der Ethik und Moral die Wahrheit gesagt wird.

weiter: www.kirchenzeitung-koeln.de
(auf der Startseite auf die Überschrift des Kommentars klicken)
Mittwoch, 23. Februar 2005 18:32
1+1=7: Jezt wirds fad, Gerd Eric,
wie oft willst du noch betonen, dass du was wert bist auch wenn du nicht alles weisst oder gelernt hast.

Dieser Jesus, der dir nicht in den Kram passt, ist genau der den du brauchst.
Der dich aufhebt und annimmt und dir deine Sünden verzeiht, wenn du das willst.
Er sieht dich in dem Wert, den du wirklich darstellst.

Gerd Eric, in den Augen Gottes bist du unermesslich viel wert. (auch ohne griechisch und aramäisch)

P.S.Und reg dich nicht so auf über die Kirche, das ist die Geliebte des Herrn.
Er weis wie sie ist.
Mittwoch, 23. Februar 2005 17:45
GerdEric: @ bonifatius & @sttn
@ bonifatius: Eine tiefe seelische Krankheit
GerdEric, Welche philosophische Vorbildung hast du eigentlich, daß du so gehässig gegenüber Menschen bist? Das Gute im Menschen siehst du nur bei den Juden. Oh armer GerdEric!

Tja, lieber bonifatius,
ich habe nur eine bescheidene Bildung,
wie Jesus kann auch ich weder Latein noch Griechisch,
mich wundert nur,
dass Menschen von solch hoher Bildung wie Du sie hast geniessen dürfen,
persönlich werden,
wenn sie keine Argumente mehr haben,
und damit sehr Arrogant …
Leider sehe ich nicht,
dass Gebildetere bereit sind,
für Schwachwe einzutreten,
noch drauf rum treten,
das sieht man eher.

@ sttn: volle Zustimmung.
Mittwoch, 23. Februar 2005 17:24
bonifatius: Eine tiefe seelische Krankheit
GerdEric,
Welche philosophische Vorbildung hast du eigentlich, daß du so gehässig gegenüber Menschen bist? Das Gute im Menschen siehst du nur bei den Juden. Oh armer GerdEric!
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