Der Akzent liegt auf der Sprache
Er wurde von seinen Gläubigen um einen Apfel gebeten und entschloß sich, ihnen eine Birne zu reichen.
(kreuz.net, Hagen) Seit Anfang Mai wird in der Marienkirche in Hagen an jedem gewöhnlichen Donnerstag
eine lateinische Messe im Neuen Ritus zelebriert.
Das teilte der Pfarrer von Sankt Marien, Hw. Norbert Bathen, Ende April auf der Webseite seiner Gemeinde mit.
Hagen ist eine kreisfreie Großstadt am südöstlichen Rand des Ruhrgebiets. Sie gehört kirchlich zum Erzbistum Paderborn.
Nachdem der Papst die Alte Messe wieder zugelassen habe, sei er von verschiedenen Leuten gefragt worden, ob es in der Marienkirche nicht auch eine Alte Messe geben könnte – erklärt der Priester und fährt weiter:
„Dabei geht es vielen Gläubigen nicht nur um diesen Meßritus, sondern auch um den Gebrauch der lateinischen Liturgiesprache.“
In den Medien finde sich häufig sogar eine Gleichsetzung von lateinischer Messe und tridentinischem Meßritus – „was aber falsch ist.“
Denn die Meßfeier könne auch im Neuen Ritus auf Latein gefeiert werden.
Dann folgt die Ankündigung: „Wir haben uns deshalb dazu entschlossen, allen Freunden der lateinischen Liturgiesprache einmal in der Woche eine lateinische Meßfeier anzubieten, aber nicht im außerordentlichen (tridentinischen), sondern im ordentlichen, das heißt, im aus den normalen Gemeindemessen gewohnten nachkonziliaren Meßritus.“
Nach Angaben von Hw. Bathen kommt bei diesen Messen das deutsche Wesen nicht zu kurz: So werden die Lesungen, der Antwortpsalm, das Evangelium und die Fürbitten in der Sprache der Teutonen vorgetragen.
Zu Beginn und zur Gabenbereitung wird außerdem in der Regel ein deutsches Lied gesungen.
Um die Mitfeier der Gläubigen zu erleichtern, liegt ein Faltblatt aus mit dem lateinischen und dem deutschen Text der Ordinariumsteile und der dialogischen Elemente.
Das teilte der Pfarrer von Sankt Marien, Hw. Norbert Bathen, Ende April auf der Webseite seiner Gemeinde mit.
Hagen ist eine kreisfreie Großstadt am südöstlichen Rand des Ruhrgebiets. Sie gehört kirchlich zum Erzbistum Paderborn.
Nachdem der Papst die Alte Messe wieder zugelassen habe, sei er von verschiedenen Leuten gefragt worden, ob es in der Marienkirche nicht auch eine Alte Messe geben könnte – erklärt der Priester und fährt weiter:
„Dabei geht es vielen Gläubigen nicht nur um diesen Meßritus, sondern auch um den Gebrauch der lateinischen Liturgiesprache.“
In den Medien finde sich häufig sogar eine Gleichsetzung von lateinischer Messe und tridentinischem Meßritus – „was aber falsch ist.“
Denn die Meßfeier könne auch im Neuen Ritus auf Latein gefeiert werden.
Dann folgt die Ankündigung: „Wir haben uns deshalb dazu entschlossen, allen Freunden der lateinischen Liturgiesprache einmal in der Woche eine lateinische Meßfeier anzubieten, aber nicht im außerordentlichen (tridentinischen), sondern im ordentlichen, das heißt, im aus den normalen Gemeindemessen gewohnten nachkonziliaren Meßritus.“
Nach Angaben von Hw. Bathen kommt bei diesen Messen das deutsche Wesen nicht zu kurz: So werden die Lesungen, der Antwortpsalm, das Evangelium und die Fürbitten in der Sprache der Teutonen vorgetragen.
Zu Beginn und zur Gabenbereitung wird außerdem in der Regel ein deutsches Lied gesungen.
Um die Mitfeier der Gläubigen zu erleichtern, liegt ein Faltblatt aus mit dem lateinischen und dem deutschen Text der Ordinariumsteile und der dialogischen Elemente.
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Donnerstag, 22. Mai 2008 13:51
Bernd Stromberg: Auch eine Folge von Summorum Pontificum…
Es ist doch schön, dass hier ein Pfarrer eine lateinische Messe anbietet. Dass er sich damit genau auf
der Linie des Konzils bewegt, ist überflüssig zu erwähnen. Denn schließlich wollte das Konzil die
Lateinische Sprache nicht aus der Liturgie verbannen, das ist ein Werk der 68er Theologen, die das Konzil
zu einem Instrument ihrer persönlichen Absichten und Ziele gemacht haben.
Eine wirkliche liturgische Pluralität muss doch das Ziel sein, natürlich kein Wildwuchs, keine Beliebigkeit, keine Entsakralisierung. Die Hl. Messe kann nach dem Missale von 2002 in der Volkssprache oder auf Latein gefeiert werden, oder nach dem Missale von 1962 auf Latein. Das ist der momentane Status. Die ganzen Grabenkämpfe lohnen sich doch nicht. Legitime Pluralität ist doch etwas sehr schönes: Und dorthin gehört die lateinische Liturgiesprache genauso wie das Missale von 1962. Es handelt sich um etwas spezifisch Katholisches, was zur Kirche einfach dazugehört. Aber die Volkssprache ist auch nicht unwürdig, wenn man nicht versucht, die liturg. Texte durch platte, zeitgeistige Surrogate zu ersetzen. Das Konzil wollte beides, Latein und Volkssprache, aber mit Sicherheit kein Monopol der einen wie der anderen.
Es ist noch ein weiter Weg zu einer wirklichen liturgischen Pluralität. Aber der Anfang ist gelegt. Der Hl Vater weist den Weg, den gerade junge Menschen um vieles anziehender finden, als die liturgische Anspruchslosigkeit und Kargheit der 70er Jahre, die doch bereits heftig überholt ist.
Eine wirkliche liturgische Pluralität muss doch das Ziel sein, natürlich kein Wildwuchs, keine Beliebigkeit, keine Entsakralisierung. Die Hl. Messe kann nach dem Missale von 2002 in der Volkssprache oder auf Latein gefeiert werden, oder nach dem Missale von 1962 auf Latein. Das ist der momentane Status. Die ganzen Grabenkämpfe lohnen sich doch nicht. Legitime Pluralität ist doch etwas sehr schönes: Und dorthin gehört die lateinische Liturgiesprache genauso wie das Missale von 1962. Es handelt sich um etwas spezifisch Katholisches, was zur Kirche einfach dazugehört. Aber die Volkssprache ist auch nicht unwürdig, wenn man nicht versucht, die liturg. Texte durch platte, zeitgeistige Surrogate zu ersetzen. Das Konzil wollte beides, Latein und Volkssprache, aber mit Sicherheit kein Monopol der einen wie der anderen.
Es ist noch ein weiter Weg zu einer wirklichen liturgischen Pluralität. Aber der Anfang ist gelegt. Der Hl Vater weist den Weg, den gerade junge Menschen um vieles anziehender finden, als die liturgische Anspruchslosigkeit und Kargheit der 70er Jahre, die doch bereits heftig überholt ist.
Donnerstag, 22. Mai 2008 00:34
SignumSalutis: intelligenter Pfarrer
Intelligenter Pfarrer – kluge Lösung. Den Ball flach halten. Super. Ich kenne auch Leute, die sich für
„pro missa tridentina“ interessieren, denen es bei genauerem Nachfragen aber um sorgfältige Feier der
Liturgie und Verwendung der lat. Sprache geht.
Alois Amtsanmaßer: wie im anderen Thread festgestellt: was ist denn der, der die Kirche, die Benedikt XVI. folgt, als „Konzilssekte“ (das ist ja RHLingen-Diktion!) beschimpft? Purer Sedisvakantismus – etwas anderes zu folgern, dazu reichen meine Hirnwindungen nicht aus.
Alois Amtsanmaßer: wie im anderen Thread festgestellt: was ist denn der, der die Kirche, die Benedikt XVI. folgt, als „Konzilssekte“ (das ist ja RHLingen-Diktion!) beschimpft? Purer Sedisvakantismus – etwas anderes zu folgern, dazu reichen meine Hirnwindungen nicht aus.
Mittwoch, 21. Mai 2008 22:48
cantate: Ganz genau!
Man kann den NOM genauso auf Latein und versus orientem feiern. Das wünsch ich mir auch manchmal, Latein, versus orientem, aber ohne die 100 Kniebeuge und Kreuzchen. Schade, dass es das in unserer Stadt (noch?) nicht gibt.
Mittwoch, 21. Mai 2008 22:36
Gotthard: mag doch schön sein
ist doch gut, wenn ein Pfarrer – angeregt durch dieses wichtigste MP der Kirchengeschichte – die hl. Messe
einmal die Woche in Latein feiert.
So lange Menschen zu dieser liturgischen Form kommen, wird er wohl das Angebot aufrechterhalten.
So lange Menschen zu dieser liturgischen Form kommen, wird er wohl das Angebot aufrechterhalten.
Mittwoch, 21. Mai 2008 22:17
Konrad: Danke
dem Hw.Bathen
Mittwoch, 21. Mai 2008 19:56
Burgorus: @Brandenburgis: interessante Begründung
Und dieses Volk Gottes lebt im Heiligen Römischen Reich, da dort das Königtums Davids wieder errichtet worden ist.
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