Fronleichnam ade
„Miteinander essen – das kann schön sein, froh zu Tische sitzen – lieben wir. Gaben laßt uns teilen und auch noch verweilen – schön daß wir zusammen sind.“ Von Christian L. Schutzer.
(kreuz.net) Das Haß-Buch „Wo bitte geht’s zu Gott? fragt das kleine Ferkel“ von Michael Schmidt-Salomon
verhöhnt die Religionen.
In dem Buch erklärt ein Bischof, daß Christus die Christen mit seinem Blut von der Sünde gereinigt hat.
Darauf läßt Schmidt-Salomon das Ferkel sagen: „Mit Blut? Igitt. Und ich hab’ immer gedacht, daß man sich mit Seife waschen soll!“
Dann eilt das Ferkel zum Altar, nimmt aus einer goldenen Hostienschale „Plätzchen und ißt sie, weil ihm der Magen knurrt“.
Der Bischof stellt sich dazwischen. „Das ist der Leib des Herrn“ sagt er und zeigt dabei auf das Kreuz: „Das ist das Fleisch Jesu, der sich für uns geopfert hat.“
Da wird dem kleinen Ferkel richtig übel. Es spuckt die Plätzchen wieder aus.
Der Kommentar im Buch: „Äpfel und Möhren mochte es ja essen, aber doch keinen Mann, der vor vielen Jahren gestorben war!“
„Nur weg von hier!“ – ruft das Ferkel: „Das sind Menschenfresser! Wenn die schon den Sohn vom Herrn Gott verspeisen, wer weiß, was sie kleinen Ferkeln antun.“
Ein argumentatives Glanzlicht
Der Ferkel-Autor produziert hier ein spektakuläres argumentatives Glanzlicht: Aus Menschenfresser-Katholiken werden Tierfleischfresser.
Die antikatholische Menschenfresser-Anklage stammt aus der untersten Schublade der sogenannten Aufklärung.
Der französische Enzyklopädist Denis Diderot († 1784) setzte von seinem Artikel „Kommunion“ einen Verweis auf den Beitrag „Kannibalismus“.
Die Bischöfe halten sich bedeckt
Während Juden gegen Schmidt-Salomons Haßbuch einen Verbotsantrag wegen antijudaistischer Hetze stellten, hielten sich die deutschen Bischöfe bedeckt.
Sie fühlten sich offenbar von der Kritik nicht betroffen, weil das Ferkelbuch nicht mehr die aktuelle Lehre der deutschen Kirche wiedergibt
Denn in kirchlicher Lehre und Praxis ist die Rede vom Leib Christi immer öfter rein symbolisch gemeint. Deshalb geht der Vorwurf, die Katholiken würden den Leib Christi verzehren, weitgehend an der Kirche vorbei.
Kein Leib Christ – nur gesegnetes Brot
Bei der Vorbereitung zur Erstkommunion vermeiden Katecheten die Bezeichnung „Leib Christi“. Sie sprechen vom „heiligen Brot“. Dessen gemeinsame Verspeisung sei der schönste Tag im Leben der Erstkommunikanten.
In dem Fernsehbeitrag des Ersten Programms „Wort zum Sonntag“ vom 2. April 2008 kam die Frankfurter Pastoralreferentin Verena Maria Kietz zu Wort. Sie präsentierte als katholische Lehre, daß in der Hostie ein besonderer Segen stecke, den man nur mit dem Herzen fühlen könne.
Gemeinsame Kau- und Essenserfahrung
Bei Jugendmessen kommt meistens Bröselbrot auf den Altartisch. So erscheint die gemeinsame Kau- und Essenserfahrung möglichst alltagsnah.
Auch in normalen Gemeinde-Messen entsteht der Eindruck, daß die Leute beim Kommunionempfang zum Plätzchen-Austeilen anstehen.
Die Macher von Mahlfeier-Gottesdiensten vermeiden in Wort und Gesten jeden Hinweis auf die Wandlung des Brotes in den Leib Christi.
Kniebeugen und Knien sind in Zeitgeist-Messen verpönt. Kniebänke werden in modernen Kirchen nicht mehr eingerichtet. Gefaltete Hände will man nicht mehr sehen.
Eucharistische Schunkellieder
Die alten Sakramentslieder sind den heutigen Gottesdienstgestaltern ein Greuel.
Statt dessen hört man oberflächliche Schunkellieder wie das folgende: „Miteinander essen – das kann schön sein, froh zu Tische sitzen – lieben wir. Gaben laßt uns teilen und auch noch verweilen – schön, daß wir zusammen sind.“
Oder: „Jesus gab ein Beispiel – für uns alle, aß mit vielen Menschen – brüderlich! Viele sind so einsam, wären gern gemeinsam: Kommt, wir schließen keinen aus!“
Auch im Religionsunterricht will man die Gemeinschaftsfunktion der Eucharistiefeier im gemeinsamen Feiern herausstellen.
Fronleichnam ade
In diesem Kontext haben Fronleichnamsprozessionen jeden Sinn verloren.
Was soll gesegnetes Brot, das feierlich in einer Monstranz unter einem Baldachin durch die Straßen getragen wird, wenn doch das „Schön, daß wir zusammen sind“ die Hauptsache ist?
Manche Pfarrer interpretieren diese Prozessionen deshalb als kirchliche Brauchtumspflege.
Sich selber sehen sie als Folklore-Darsteller in einem Fest, das sich aus dem Mittelalter in die Gegenwart hinübergerettet hat.
© Titelbild: Andreas Gälle
In dem Buch erklärt ein Bischof, daß Christus die Christen mit seinem Blut von der Sünde gereinigt hat.
Darauf läßt Schmidt-Salomon das Ferkel sagen: „Mit Blut? Igitt. Und ich hab’ immer gedacht, daß man sich mit Seife waschen soll!“
Dann eilt das Ferkel zum Altar, nimmt aus einer goldenen Hostienschale „Plätzchen und ißt sie, weil ihm der Magen knurrt“.
Der Bischof stellt sich dazwischen. „Das ist der Leib des Herrn“ sagt er und zeigt dabei auf das Kreuz: „Das ist das Fleisch Jesu, der sich für uns geopfert hat.“
Da wird dem kleinen Ferkel richtig übel. Es spuckt die Plätzchen wieder aus.
Der Kommentar im Buch: „Äpfel und Möhren mochte es ja essen, aber doch keinen Mann, der vor vielen Jahren gestorben war!“
„Nur weg von hier!“ – ruft das Ferkel: „Das sind Menschenfresser! Wenn die schon den Sohn vom Herrn Gott verspeisen, wer weiß, was sie kleinen Ferkeln antun.“
Ein argumentatives Glanzlicht
Der Ferkel-Autor produziert hier ein spektakuläres argumentatives Glanzlicht: Aus Menschenfresser-Katholiken werden Tierfleischfresser.
Die antikatholische Menschenfresser-Anklage stammt aus der untersten Schublade der sogenannten Aufklärung.
Der französische Enzyklopädist Denis Diderot († 1784) setzte von seinem Artikel „Kommunion“ einen Verweis auf den Beitrag „Kannibalismus“.
Die Bischöfe halten sich bedeckt
Während Juden gegen Schmidt-Salomons Haßbuch einen Verbotsantrag wegen antijudaistischer Hetze stellten, hielten sich die deutschen Bischöfe bedeckt.
Sie fühlten sich offenbar von der Kritik nicht betroffen, weil das Ferkelbuch nicht mehr die aktuelle Lehre der deutschen Kirche wiedergibt
Denn in kirchlicher Lehre und Praxis ist die Rede vom Leib Christi immer öfter rein symbolisch gemeint. Deshalb geht der Vorwurf, die Katholiken würden den Leib Christi verzehren, weitgehend an der Kirche vorbei.
Kein Leib Christ – nur gesegnetes Brot
Bei der Vorbereitung zur Erstkommunion vermeiden Katecheten die Bezeichnung „Leib Christi“. Sie sprechen vom „heiligen Brot“. Dessen gemeinsame Verspeisung sei der schönste Tag im Leben der Erstkommunikanten.
In dem Fernsehbeitrag des Ersten Programms „Wort zum Sonntag“ vom 2. April 2008 kam die Frankfurter Pastoralreferentin Verena Maria Kietz zu Wort. Sie präsentierte als katholische Lehre, daß in der Hostie ein besonderer Segen stecke, den man nur mit dem Herzen fühlen könne.
Gemeinsame Kau- und Essenserfahrung
Bei Jugendmessen kommt meistens Bröselbrot auf den Altartisch. So erscheint die gemeinsame Kau- und Essenserfahrung möglichst alltagsnah.
Auch in normalen Gemeinde-Messen entsteht der Eindruck, daß die Leute beim Kommunionempfang zum Plätzchen-Austeilen anstehen.
Die Macher von Mahlfeier-Gottesdiensten vermeiden in Wort und Gesten jeden Hinweis auf die Wandlung des Brotes in den Leib Christi.
Kniebeugen und Knien sind in Zeitgeist-Messen verpönt. Kniebänke werden in modernen Kirchen nicht mehr eingerichtet. Gefaltete Hände will man nicht mehr sehen.
Eucharistische Schunkellieder
Die alten Sakramentslieder sind den heutigen Gottesdienstgestaltern ein Greuel.
Statt dessen hört man oberflächliche Schunkellieder wie das folgende: „Miteinander essen – das kann schön sein, froh zu Tische sitzen – lieben wir. Gaben laßt uns teilen und auch noch verweilen – schön, daß wir zusammen sind.“
Oder: „Jesus gab ein Beispiel – für uns alle, aß mit vielen Menschen – brüderlich! Viele sind so einsam, wären gern gemeinsam: Kommt, wir schließen keinen aus!“
Auch im Religionsunterricht will man die Gemeinschaftsfunktion der Eucharistiefeier im gemeinsamen Feiern herausstellen.
Fronleichnam ade
In diesem Kontext haben Fronleichnamsprozessionen jeden Sinn verloren.
Was soll gesegnetes Brot, das feierlich in einer Monstranz unter einem Baldachin durch die Straßen getragen wird, wenn doch das „Schön, daß wir zusammen sind“ die Hauptsache ist?
Manche Pfarrer interpretieren diese Prozessionen deshalb als kirchliche Brauchtumspflege.
Sich selber sehen sie als Folklore-Darsteller in einem Fest, das sich aus dem Mittelalter in die Gegenwart hinübergerettet hat.
© Titelbild: Andreas Gälle
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Donnerstag, 29. Mai 2008 00:17
Jörg Guttenberger, Köln: mein Beitrag: fehlender Protest der Bischöfe
zu meinem o. a. Beitrag ist der Fairnes halber unbedingt zu ergänzen, daß die Untätigkeit der Bischöfe
ohne das offenbare Bremsen der Laienräte nicht zu erklären ist. Der deutsche Chefkatholik Meier (der
Mann ist so unwichtig, daß ich nicht einmal die richtige Schreibweise seines Namens kenne) ist bisher
so gut wie ausschließlich durch sein Herumnörgeln am Erzbischof Dyba bekannt geworden. Seit dessen Tod
schweigt er.
Das Beispiel Mons. Dyba zeigt, wie es einem Bischof geht, der „auftritt, sei es gelegen oder ungelegen“. Die Laiengremien reihen sich nahtlos in den Chor selbst kirchenfeindlicher Elemente ein.
Damit will ich nicht zu jeder einzelnen Veröffentlichungen Mons. Dybas Stellung nehmen. Zu einem abschließendem fairen Urteil müßte man auch die der Presse nicht zu entnehmenden Hintergründe kennen im Sinne des „audiatur altera pars“. Aber grundsätzlich war das Auftreten dieses Erzbischofs richtig und wärmstens zu begrüßen.
Auch die christlichen Parlamentsabgeordneten können christliche Werte nicht mit dem notwendigen Nachdruck vertreten, wenn Ihnen DBK und Laiengremien nicht vorbehaltslos den Rücken stärken (vorbehaltslos bedeutet selbstverständlich keinen Verzicht auf konstruktive Kritik).
Das Beispiel Mons. Dyba zeigt, wie es einem Bischof geht, der „auftritt, sei es gelegen oder ungelegen“. Die Laiengremien reihen sich nahtlos in den Chor selbst kirchenfeindlicher Elemente ein.
Damit will ich nicht zu jeder einzelnen Veröffentlichungen Mons. Dybas Stellung nehmen. Zu einem abschließendem fairen Urteil müßte man auch die der Presse nicht zu entnehmenden Hintergründe kennen im Sinne des „audiatur altera pars“. Aber grundsätzlich war das Auftreten dieses Erzbischofs richtig und wärmstens zu begrüßen.
Auch die christlichen Parlamentsabgeordneten können christliche Werte nicht mit dem notwendigen Nachdruck vertreten, wenn Ihnen DBK und Laiengremien nicht vorbehaltslos den Rücken stärken (vorbehaltslos bedeutet selbstverständlich keinen Verzicht auf konstruktive Kritik).
Mittwoch, 28. Mai 2008 18:22
Benedikt: @ Peter Pan
Verstehen, Benedikt? Allein in diesem Forum finden Sie dutzende grundverschiedene Menschen
Ach, es dürfte doch klar sein, dass es sich bei dem „Vorwurf“ des Kannibalismus bloß um eine Polemik handelt die vermutlich einen uralten calvinistischen Bart hat. Aber zu Ihrer Erklärung: Es heißt Transsubstantiation und nicht Zelltransformation. Mit biologischen Prozessen hat die Eucharistie nichts zu tun. Es kann auch, wie Sie sich sicher vorstellen können nicht vom Glauben des Konsumenten abhängen, ob es sich um Fleisch handelt oder nicht. Diesbezüglich dürfte sogar hier Einmütigkeit bestehen.
Ich dachte, das wäre offensichtlich.
Ich dachte eher, dass wir hier über die Eucharistie reden und nicht um alle möglichen Dinge im allgemeinen.
Aber wenn man dieses Vorgehen auf die heilige Schrift überträgt, räumt man ja damit ein, dass sie Menschenwerk ist – und auch dem menschlichen Geist entsprungen ist.
Tut mir leid Sie zu enttäuschen, aber die Kirche bestreitet gar nicht, dass die Schrift von Menschen geschrieben wurde – die aber durch den Geist Gottes inspiriert wurden.
Bitte, erklären Sie mir, warum! Warum ist das etwas anderes?
Das Kruzifix ist ein Bestandteil unserer Kultur. Das kann auch ein Atheist, Muslim oder Buddhist hier in Europa nicht abstreiten. Daher ist es auch etwas anderes als eine x-beliebige Hinrichtungsszene. Ich kann Ihnen auch verraten, dass „Bildnis eines grausam Hingerichteten“ nie meine persönliche Assoziation beim Anblick eines Kruzifixes war.
Ach, es dürfte doch klar sein, dass es sich bei dem „Vorwurf“ des Kannibalismus bloß um eine Polemik handelt die vermutlich einen uralten calvinistischen Bart hat. Aber zu Ihrer Erklärung: Es heißt Transsubstantiation und nicht Zelltransformation. Mit biologischen Prozessen hat die Eucharistie nichts zu tun. Es kann auch, wie Sie sich sicher vorstellen können nicht vom Glauben des Konsumenten abhängen, ob es sich um Fleisch handelt oder nicht. Diesbezüglich dürfte sogar hier Einmütigkeit bestehen.
Ich dachte, das wäre offensichtlich.
Ich dachte eher, dass wir hier über die Eucharistie reden und nicht um alle möglichen Dinge im allgemeinen.
Aber wenn man dieses Vorgehen auf die heilige Schrift überträgt, räumt man ja damit ein, dass sie Menschenwerk ist – und auch dem menschlichen Geist entsprungen ist.
Tut mir leid Sie zu enttäuschen, aber die Kirche bestreitet gar nicht, dass die Schrift von Menschen geschrieben wurde – die aber durch den Geist Gottes inspiriert wurden.
Bitte, erklären Sie mir, warum! Warum ist das etwas anderes?
Das Kruzifix ist ein Bestandteil unserer Kultur. Das kann auch ein Atheist, Muslim oder Buddhist hier in Europa nicht abstreiten. Daher ist es auch etwas anderes als eine x-beliebige Hinrichtungsszene. Ich kann Ihnen auch verraten, dass „Bildnis eines grausam Hingerichteten“ nie meine persönliche Assoziation beim Anblick eines Kruzifixes war.
Mittwoch, 28. Mai 2008 14:37
Peter-Pan: @Benedikt
Sie beschweren sich also darüber, dass man sich schon ein wenig um das Verstehen bemühen muss, bevor
man urteilt?
Verstehen, Benedikt? Allein in diesem Forum finden Sie dutzende grundverschiedene Menschen – alle Christen nach eigenem dafürhalten – die alle davon überzeugt sind, dass sie es richtig verstanden haben.
Sie natürlich.
Ebenso ein Nachtlaterne, Sozialkatholisch oder Geyer.
Selbst Pro Germania Sancta ist von seinen bizarren Theorien voll überzeugt.
Es geht doch nicht ums Verstehen. Es geht ums Auslegen und Interpretieren. Darum, dass jeder sich raussucht oder deutet, wie es ihm/ihr passt.
Sorry, aber wo ist der Bezug zum Thema?
Der Bezug ist der, dass das was nach christlicher Lehre moralisch oder anständig sein soll, nicht selten dem widerspricht, was andere unter Moral und Anstand verstehen. Ich dachte, das wäre offensichtlich.
Nein. Es mag Texte geben, die aus heutiger Sicht unverständlich erscheinen, aber auch hier muss man sich um das Verstehen bemühen. Man kann nicht erwarten, dass sich dei Denkweise früherer Generationen einfach so erschließt.
Ganz recht, Texte und Taten müssen bisweilen im Kontext Ihrer Zeit betrachtet und beurteilt werden. Aber wenn man dieses Vorgehen auf die heilige Schrift überträgt, räumt man ja damit ein, dass sie Menschenwerk ist – und auch dem menschlichen Geist entsprungen ist.
(von mir:) Aber ein Kreuz ist natürlich etwas ganz anderes.
(von Ihnen:) Korrekt.
Bitte, erklären Sie mir, warum! Warum ist das etwas anderes?
Verstehen, Benedikt? Allein in diesem Forum finden Sie dutzende grundverschiedene Menschen – alle Christen nach eigenem dafürhalten – die alle davon überzeugt sind, dass sie es richtig verstanden haben.
Sie natürlich.
Ebenso ein Nachtlaterne, Sozialkatholisch oder Geyer.
Selbst Pro Germania Sancta ist von seinen bizarren Theorien voll überzeugt.
Es geht doch nicht ums Verstehen. Es geht ums Auslegen und Interpretieren. Darum, dass jeder sich raussucht oder deutet, wie es ihm/ihr passt.
Sorry, aber wo ist der Bezug zum Thema?
Der Bezug ist der, dass das was nach christlicher Lehre moralisch oder anständig sein soll, nicht selten dem widerspricht, was andere unter Moral und Anstand verstehen. Ich dachte, das wäre offensichtlich.
Nein. Es mag Texte geben, die aus heutiger Sicht unverständlich erscheinen, aber auch hier muss man sich um das Verstehen bemühen. Man kann nicht erwarten, dass sich dei Denkweise früherer Generationen einfach so erschließt.
Ganz recht, Texte und Taten müssen bisweilen im Kontext Ihrer Zeit betrachtet und beurteilt werden. Aber wenn man dieses Vorgehen auf die heilige Schrift überträgt, räumt man ja damit ein, dass sie Menschenwerk ist – und auch dem menschlichen Geist entsprungen ist.
(von mir:) Aber ein Kreuz ist natürlich etwas ganz anderes.
(von Ihnen:) Korrekt.
Bitte, erklären Sie mir, warum! Warum ist das etwas anderes?
Mittwoch, 28. Mai 2008 13:45
Benedikt: @ Peter Pan
Eines der Dinge die mich an Religionen am meisten stört, ist, dass natürlich nichts je so gemeint ist,
wie es klingt.
Sie beschweren sich also darüber, dass man sich schon ein wenig um das Verstehen bemühen muss, bevor man urteilt?
Ich kann mir nicht vorstellen dass das für Sie neu sein soll. Es kommt doch weiß Gott oft genug vor – gerade hier – dass die konservative Einstellung der Kirche beispielsweise zu Homosexualität als unmoralisch bezeichnet wird. Sie mögen ja anderer Meinung sein, aber sagen Sie mir nicht, dass Sie dergleichen noch nie gehört hätten.
Sorry, aber wo ist der Bezug zum Thema?
Eucharistielehre? Nehmen wir das schwere Wort mal raus. Mir fallen dutzende moralisch verstörende Beispiele christlicher Symbole, Texte und Gesten ein.
Ihnen nicht??
Nein. Es mag Texte geben, die aus heutiger Sicht unverständlich erscheinen, aber auch hier muss man sich um das Verstehen bemühen. Man kann nicht erwarten, dass sich dei Denkweise früherer Generationen einfach so erschließt.
Aber ein Kreuz ist natürlich etwas ganz anderes.
Korrekt.
Oder diverse Kapitel der Bibel, vorzugsweise des alten Testaments, die eine Moral und einen Gerechtigkeitssinn vermitteln, denn kein vernünftiger Mensch seinen Kindern nahe bringen will.
Das verlangt auch keiner.
So, von wem dann?
Die Lehre ist von der Kirche festgeschrieben und auf den Konzilen verbindlich definiert. Was natürlich nicht heißt, dass die Konzilien diese Lehren erfunden haben.
Sie beschweren sich also darüber, dass man sich schon ein wenig um das Verstehen bemühen muss, bevor man urteilt?
Ich kann mir nicht vorstellen dass das für Sie neu sein soll. Es kommt doch weiß Gott oft genug vor – gerade hier – dass die konservative Einstellung der Kirche beispielsweise zu Homosexualität als unmoralisch bezeichnet wird. Sie mögen ja anderer Meinung sein, aber sagen Sie mir nicht, dass Sie dergleichen noch nie gehört hätten.
Sorry, aber wo ist der Bezug zum Thema?
Eucharistielehre? Nehmen wir das schwere Wort mal raus. Mir fallen dutzende moralisch verstörende Beispiele christlicher Symbole, Texte und Gesten ein.
Ihnen nicht??
Nein. Es mag Texte geben, die aus heutiger Sicht unverständlich erscheinen, aber auch hier muss man sich um das Verstehen bemühen. Man kann nicht erwarten, dass sich dei Denkweise früherer Generationen einfach so erschließt.
Aber ein Kreuz ist natürlich etwas ganz anderes.
Korrekt.
Oder diverse Kapitel der Bibel, vorzugsweise des alten Testaments, die eine Moral und einen Gerechtigkeitssinn vermitteln, denn kein vernünftiger Mensch seinen Kindern nahe bringen will.
Das verlangt auch keiner.
So, von wem dann?
Die Lehre ist von der Kirche festgeschrieben und auf den Konzilen verbindlich definiert. Was natürlich nicht heißt, dass die Konzilien diese Lehren erfunden haben.
Dienstag, 27. Mai 2008 17:48
Peter-Pan: @Benedikt
Das Missverständnis liegt bei Ihnen. Sie urteilen ja nach eigenen Angaben nach dem „Klang“, nicht aus
einem Wissen heraus.
Eines der Dinge die mich an Religionen am meisten stört, ist, dass natürlich nichts je so gemeint ist, wie es klingt.
Bitte: In wie weit widerspricht die katholische Eucharistielehre Sitte, Moral und Anstand? Ich hab ja schon viel gehört, aber das ist jetzt doch neu.
Ich kann mir nicht vorstellen dass das für Sie neu sein soll. Es kommt doch weiß Gott oft genug vor – gerade hier – dass die konservative Einstellung der Kirche beispielsweise zu Homosexualität als unmoralisch bezeichnet wird. Sie mögen ja anderer Meinung sein, aber sagen Sie mir nicht, dass Sie dergleichen noch nie gehört hätten.
Eucharistielehre? Nehmen wir das schwere Wort mal raus. Mir fallen dutzende moralisch verstörende Beispiele christlicher Symbole, Texte und Gesten ein.
Ihnen nicht??
Nehmen wir mal die Kruzifix-Debatte. Würden wir ernsthaft darüber diskutieren, ob es angemessen ist, Bildnisse einer Hinrichtung – noch dazu ausgesprochen plastsiche Bildnisse fast nackter erwachsener Männer – in Schulen oder an öffentlichen Plätzen aufzuhängen.
Aber ein Kreuz ist natürlich etwas ganz anderes.
Oder diverse Kapitel der Bibel, vorzugsweise des alten Testaments, die eine Moral und einen Gerechtigkeitssinn vermitteln, denn kein vernünftiger Mensch seinen Kindern nahe bringen will.
Die Wahrheit des Glaubens ist nicht von der Auffassung eines Klerikers abhängig.
So, von wem dann?
Eines der Dinge die mich an Religionen am meisten stört, ist, dass natürlich nichts je so gemeint ist, wie es klingt.
Bitte: In wie weit widerspricht die katholische Eucharistielehre Sitte, Moral und Anstand? Ich hab ja schon viel gehört, aber das ist jetzt doch neu.
Ich kann mir nicht vorstellen dass das für Sie neu sein soll. Es kommt doch weiß Gott oft genug vor – gerade hier – dass die konservative Einstellung der Kirche beispielsweise zu Homosexualität als unmoralisch bezeichnet wird. Sie mögen ja anderer Meinung sein, aber sagen Sie mir nicht, dass Sie dergleichen noch nie gehört hätten.
Eucharistielehre? Nehmen wir das schwere Wort mal raus. Mir fallen dutzende moralisch verstörende Beispiele christlicher Symbole, Texte und Gesten ein.
Ihnen nicht??
Nehmen wir mal die Kruzifix-Debatte. Würden wir ernsthaft darüber diskutieren, ob es angemessen ist, Bildnisse einer Hinrichtung – noch dazu ausgesprochen plastsiche Bildnisse fast nackter erwachsener Männer – in Schulen oder an öffentlichen Plätzen aufzuhängen.
Aber ein Kreuz ist natürlich etwas ganz anderes.
Oder diverse Kapitel der Bibel, vorzugsweise des alten Testaments, die eine Moral und einen Gerechtigkeitssinn vermitteln, denn kein vernünftiger Mensch seinen Kindern nahe bringen will.
Die Wahrheit des Glaubens ist nicht von der Auffassung eines Klerikers abhängig.
So, von wem dann?
Dienstag, 27. Mai 2008 01:38
Benedikt: @ Peter Pan
Wenn ich den Beitrag richtig verstanden habe, steht das gar nicht mehr so fest (Für mich spiegelt sich
der Glaube der Kirche immer noch in seinen Würdenträgern wieder).
Die Wahrheit des Glaubens ist nicht von der Auffassung eines Klerikers abhängig.
Außenstehend in dem Sinne, dass ich nicht der Kirche angehöre und mir viele innerkirliche Debatten (siehe Zölibat) schlicht gleichgültig sind.
Aber ich lebe noch immer in derselben Welt.
Und in wie weit betrifft Sie dann die Lehre von der Transsubstantiation?
Würde aber in einer Moschee etwas unterrichtet, dass Ihren Vorstellungen von Sitte, Moral und Anstand grundlegend widerspricht, würden Sie dem mit der Einstellung begegnen: „Das geht mich nichts an. Ich bin ja schließlich Außenstehender.“ ?
Bitte: In wie weit widerspricht die katholische Eucharistielehre Sitte, Moral und Anstand? Ich hab ja schon viel gehört, aber das ist jetzt doch neu.
Wie gesagt, im allgemeinen Verständnis ist das Ganze wirklich ein symbolischer Akt. Und eigentlich und gerade deshalb finde ich es auch nicht so wichtig.
Was ne Binsenweisheit. Als Außenstehender kann Ihnen das auch gar nicht wichtig sein. Nur was soll das für eine Bedeutung haben?
Doch würden die Leute es wirklich als „Fleischwerdung“ verstehen
Was?
Das klingt ziemlich kanibalistisch. Wird von Ihnen vielleicht nicht so verstanden, klingt aber trotzdem so.
Das Missverständnis liegt bei Ihnen. Sie urteilen ja nach eigenen Angaben nach dem „Klang“, nicht aus einem Wissen heraus.
Die Wahrheit des Glaubens ist nicht von der Auffassung eines Klerikers abhängig.
Außenstehend in dem Sinne, dass ich nicht der Kirche angehöre und mir viele innerkirliche Debatten (siehe Zölibat) schlicht gleichgültig sind.
Aber ich lebe noch immer in derselben Welt.
Und in wie weit betrifft Sie dann die Lehre von der Transsubstantiation?
Würde aber in einer Moschee etwas unterrichtet, dass Ihren Vorstellungen von Sitte, Moral und Anstand grundlegend widerspricht, würden Sie dem mit der Einstellung begegnen: „Das geht mich nichts an. Ich bin ja schließlich Außenstehender.“ ?
Bitte: In wie weit widerspricht die katholische Eucharistielehre Sitte, Moral und Anstand? Ich hab ja schon viel gehört, aber das ist jetzt doch neu.
Wie gesagt, im allgemeinen Verständnis ist das Ganze wirklich ein symbolischer Akt. Und eigentlich und gerade deshalb finde ich es auch nicht so wichtig.
Was ne Binsenweisheit. Als Außenstehender kann Ihnen das auch gar nicht wichtig sein. Nur was soll das für eine Bedeutung haben?
Doch würden die Leute es wirklich als „Fleischwerdung“ verstehen
Was?
Das klingt ziemlich kanibalistisch. Wird von Ihnen vielleicht nicht so verstanden, klingt aber trotzdem so.
Das Missverständnis liegt bei Ihnen. Sie urteilen ja nach eigenen Angaben nach dem „Klang“, nicht aus einem Wissen heraus.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen sowie Leser aus der Debatte auszuschließen.







