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Eingeschränktes Verständnis + 3-Kind Politik + 145.000 Euro für Hans Küng + Personalpolitik + Blaues Auge?
Eingeschränktes Verständnis

Vatikan. Der Heilige Vater verteidigte in einem Schreiben an die gegenwärtig tagende Vollversammlung der „Päpstlichen Akademie für das Leben“ das Lebensrecht jedes Menschen. Gegenwärtig werde der Begriff der Lebensqualität sehr eingeschränkt verstanden. Darunter verstehe man die Fähigkeit, Lust zu genießen, sich selbst zu bestimmen und am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Als Folge spreche man den Menschen, welche Verstand und Wille noch nicht oder nicht mehr gebrauchen können, jegliche Lebensqualität ab. Das fundamentale Kriterium sei immer die Würde der Person, in die das Abbild Gottes eingeprägt sei. Wissen und Weisheit müßten dafür eingesetzt werden, dem Wohl aller Menschen zu dienen.

3-Kind Politik

Hong Kong. Die ehemalige britische Kronkolonie Hong Kong hat weltweit eine der niedrigsten Geburtenraten. Durchschnittlich tragen die Frauen im gebärfähigen Alter 0,8 Kinder aus. Bereits im Jahr 2031 wird – falls keine drastische Änderung eintritt – ein Viertel der Bevölkerung Hong Kongs über 65 Jahre alt sein. ein führender Verwaltungsbeamter der Stadt, Donald Tsang (60) – ein Katholik – forderte in einem Radio Interview die Paare der Stadt auf, drei Kinder zu bekommen. Als Anreiz wolle die Regierung Steuerbegünstigungen gewähren.

145.000 Euro für Hans Küng

Japan. Der ehemalige Tübinger Theologieprofessor Hans Küng (76), dem 1980 die Lehrerlaubnis entzogen wurde, erhält den mit 145.000 Euro dotierten Preis der japanischen Niwano-Friedensstiftung. Die Organisation ehrt den Schweizer für sein Bemühen um ein ‘religionsübergreifendes Weltethos’. Küng habe sich leidenschaftlich für den Weltfrieden eingesetzt. Der Preis soll am 11. Mai in Tokio verliehen werden. Die Niwano-Friedensstiftung ist nach Nikkyo Niwano benannt, dem Gründer der buddhistischen Bewegung Rissho Kosei-kai, die seit Jahrzehnten mit der Fokolarbewegung von Chiara Lubich zusammenarbeitet. Der erste Preisträger der Niwano-Friedensstiftung war der brasilianische Erzbischof von Olinda und Recife Dom Helder Camara, der für seine sozialpolitischen Aktivitäten weltbekannt wurde. Im Jahre 1994 wurde der Preis an einen weiteren Brasilianer, den damaligen Erzbischof von Sao Paulo, Paulo Evaristo Kardinal Arns verliehen.

Personalpolitik

Österreich. Anläßlich seines 60. Geburtstages traf sich der Wiener Erzbischof, Christoph Kardinal Schönborn, gestern mit dem Niederösterreichischen Landeshauptmann Erwin Pröll zum Mittagessen. Der Kardinal erinnerte in einem Dankeswort an seine persönliche Verbundenheit mit Niederösterreich. Sie habe bereits im Jahr 1945 begonnen. Damals mußte seine Familie aus Böhmen flüchteten und machte auf dem Weg ins Tirol auch in Niederösterreich Station. Außerdem schätze er bereits seit den sechziger Jahren die Weinstadt Retz und das Weinviertel. Zu jüngsten Ereignissen in der Kirche Niederösterreichs meinte Schönborn, daß „diese für die Kirche schwierigen Jahre vor allem mit Personalauseinandersetzungen zu tun hatten.“

Blaues Auge?

Großbritannien. „Es ist einfach ein Name, der uns gefällt“, meinte der britische Fußballstar David Beckham. Sein neugeborener Sohn heißt Cruz Beckham. Der Name Cruz („Kreuz“) löste bei den britischen Medien gehörigen Spott aus. Verschiedene Zeitungen ließen spanische Linguisten zu Wort kommen: „Cruz wird im Spanischen als Mädchenname geführt.“ „Eine äußerst dumme Wahl, ein Engländer kann den Namen kaum aussprechen.“ Auf der Titelseite der Tageszeitung ‘Daily Mail’ findet sich die Schlagzeile „Beckham-Boy Nummer 3 hat von Geburt an ein Kreuz zu tragen“. Das Boulevardblatt ‘Daily Mirror’ glaubt dagegen, daß der Junge mit einem blauen Auge davongekommen sei. Der Fußballstar und seine als Sängerin berühmt gewordene Frau überlegten ursprünglich, ihren Sprößling „Jesus“ zu taufen.
      
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