(kreuz.net) In der anglikanischen Kathedrale von Winchester wird am 21. Juni eine katholische Messe im
Alten Ritus gefeiert. Das berichtete der US-amerikanische Priester John Zuhlsdorf auf seinem Weblog.
Winchester ist eine 40.000-Seelen-Stadt im Süden Englands.
Einige Mitglieder des anglikanischen Kathedralchors
von Winchester sind sehr an der Liturgie interessiert.
Deshalb wollten sie eine Dankesmesse für das
Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’ von Papst Benedikt XVI. singen.
Einer der anglikanischen Sänger ist
mit den Leuten bekannt, welche Messen im Alten Ritus für die katholische ‘Latin Mass Society’ von Canterbury
organisieren. Er knüpfte die notwendigen Kontakte.
Der Dekan und das Kapitel der Kathedrale waren mit
der Idee, eine katholische Messe in einem anglikanischen Gotteshaus zu zelebrieren, einverstanden.
Der anglikanische
Kathedralchor wird bei der katholischen Dankesmesse in der anglikanischen Kathedrale eine polyphone Messe
mit gregorianischem Choral singen.
Der Erzbischof von Portsmouth, Mons. Crispian Hollis (71), der für
die Zelebration dieser Messe zuständig ist, stimmte unter der Bedingung zu, daß es sich bei der Messe
um ein einmaliges Ereignis handle.
Mons. Hollis gehört zum liberalen Lager. Doch bereits vor der Veröffentlichung
von ‘Summorum Pontificum’ legte er Priestern, welche die Alte Messe lesen wollten, keine Steine in den
Weg.
Zelebrant der Alten Messe in der anglikanischen Kathedrale ist Abt Paul Stonham OSB vom Benediktinerklosters
Belmont in der Ortschaft Hereford – neunzig Kilometer nordöstlich von Cardiff in Wales.
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19 Lesermeinungen
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„Wer durstig ist, den werde ich umsonst aus der Quelle trinken lassen, aus der das Wasser des Leben…
„Wer durstig ist, den werde ich umsonst aus der Quelle trinken lassen, aus der das Wasser des Lebens strömt.
Wer siegt, wird dies als Anteil erhalten: Ich werde sein Gott sein, und er wird mein Sohn sein. Aber die
Feiglinge und Treulosen, die Befleckten, die Mörder und Unzüchtigen, die Zauberer, Götzendiener und
alle Lügner – ihr Lost wird der See von brennendem Schwefel sein. Dies ist der zweite Tod.“ Offenbarung
21/6-8
@Athanasius aber es gibt ja noch immer afrikanische, indische und sonstige episkopale, die den uebrigen
wahnsinn nicht mehr mitmachen Lach, der „Wahnsinn“, denn die am meisten verabscheuen, ist die Katholizität
der europäischen und amerikanischen Anglikaner (bzw. Epsikopalen). Die homophoben Afrikaner sind dermassen
Low-Church, dass sie schon eine Stola als papistischen Frevel ansehen. Pech für dich! Die High Churchler
sind durch die Bank homofreundlich (ausser den Hardcore Anglo-Katholiken, aber denen sind in der Regel
schon die Piusbrüder zu liberal, und ausserdem würde deren Klerus nie und nimmer auf seine geliebten
Ehefrauen verzichten)
nichts neues unter der sonne schon vor fast zehn jahren wurde in einer domkirche schwedens – ich weiss
nicht mehr, ob es uppsala oder stockholm war – ein levitiertes hochamt im tridentinische ritus durch den
dortigen staatskirchlichen protestantischen klerus unter mithilfe der dortigen choralschola gesungen.
wenn man den historischen bezug der schwedischen protestanten kennt, ist dies durchaus konsequent. der
protestantische erzbischof von stockholm zog nach dem krieg eine gesamtkonversion durchaus in betracht.
aehnliches wurde in indien durch den fuehrer der parias in erwaegung gezogen. leider wurden diese massenkonversionen
nach dem II. vatikanum nicht vollzogen. high church unter den anglikanern/episkopalen, staatskirche in
schweden sind dem traditionellen katholizismus auch dem dogmatischen oft weitaus naeher – sieht man von
frauenordination und dem umgang mit homosexualitaet ab. aber es gibt ja noch immer afrikanische, indische
und sonstige episkopale, die den uebrigen wahnsinn nicht mehr mitmachen – als mancher „vII-kathole“ dies
wuenscht. nicht umsonst lassen sich viele schwedische pastoren durch einen jansenitenbischof oder altkatholischen
bischof weihen, sofern dessen apostolische sukzession nachweisbar ist. auch in schottland wurde ebenfalls
vor knapp einer dekade ein hochamt im sarischen ritus gesungen, damals war’s glaube ich sogar in einer
katholischen kirche.
Wen wundert’s Der Dekan und das Kapitel der Kathedrale waren mit der Idee, eine katholische Messe in einem
anglikanischen Gotteshaus zu zelebrieren, einverstanden. Schliesslich gibt es in der Kathedrale täglich
mindestens eine katholische Messe im anglikanischen Ritus und das auch regelmässig im alten Ritus.
Ernstzunehmen wären im wesentkichen Ihre ersten beiden Punkte, Gotthard. Ist aber kein Problem. Es gibt
ja tragbare Altarsteine, die auch immer ein Sepulcrum aufweisen. Zum Kommunionempfang wird man zweifellos
einen Hinweis geben, konsekrieren wird man für diesen in der Messe selbst. Wichtig wäre mE nur, dass
die Schola Cantorum, so sie als solche liturgisch auftritt (in Talar und Chorrock sichtbar) ausschliesslich
aus Katholiken besteht. Im Korchenchor können auch Anglikaner toleriert werden. Dass ein erster Zugang
zur Alten Liturgie ein ästhetischer ist, ist legitim. Das MP war hier auch eine kulturelle Rückgewinnung!
@ Gotthard Wenn es einen Tabernakel gibt (den haben ja inzwischen etliche anglikanische Kirchen), enthält
er gewöhnliches Brot, denn nach römisch-katholischer Auffassung sind die anglikanischen Bischöfe und
Priester bloß verkleidete Laien und können drum nicht konsekrieren.
hart bei Gott Das muß Ihnen zugestanden werden: Katholischen Humor haben Sie (manchmal kippt’s leider
in bittere Zynik). Die Anfragen an den Akt in der anglikanischen Kathedrale sind aber liebevoll ausgedacht!
Fragen hier ergeben sich aber einige Fragen: 1. ist der Altar gültig konsekriert? 2. Hat der Altar ein
Reliquiengrab? 3. wie wird verhindert, dass in der anglikanischen Kathedrale bei der katholischen Messe
Anglikaner zur Hl. Kommunion gehen? 4. was verbinden Anglikaner mit einer „Dankmesse“ für eine päpstliche
Verfügung? 5. wird der anglikanische Chor in dieser Messe mehr sehen als ein künstlerisches musikalisches
Ereignis? 6. gibt es einen Tabernakel – und beinhaltet er? 7. Wo ist dieser eventuelle Tabernakel errichtet?
8. gibt es dort eine Kommunionbank? Also, Fragen über Fragen …
@Gottes Härte Daß diese geheimnisvolle ökumenische Verknüpfung zustande kommen wollte und durfte,
war doch wesentlich dem Wohlwollen der nichtkatholischen Brüder und Schwestern zu verdanken: das jetzt
noch mit dem Hurra-Geschrei niederzuwalzen, in den Schismatiker- und Ketzer-Hallen werde endlich die (wahrscheinlich
als auch innerhalb der katholischen Kirche als allein gültig angesehene) außerordentliche Form der Messe
gefeiert, ist ebenso widersinnig wie schäbig. Statt sich demütig zu freuen und zu danken …
Es ist wahnsinnig, wie rasch sich doch die alte Messe über den Globus verbreitet. Jetzt eine einmalige
Feier in einer anglikanischen Katherale! Wahnsinn!! Wieso spricht +net eigentlich von Kathedrale? Da residiert
doch ein Protestant, also ein Ketzer! Müsste +net nicht Kathedrale wenigstens in „“ setzen? Oder schreiben
„…in der vor Heinrich VIII mal röm.-kath. gewesenen Kathedrale“? Na ja, wenn es um die alte Messe geht,
wird jede Hinterhofkapelle mal schnell zu einem Dom.
schon merkwürdig Gegenwärtig haben es Protestanten und Muslime wohl leichter, eine röm.-katholische
Kirche für ihre Gebete zu bekommen als eine Gruppe traditionsverbundener Katholiken, die den alten Messritus
feiern wollen. Da sind sogar die Anglikaner offener als viele röm-kath. Pfarrer und Bischöfe in Deutschland.
Übrigens, liebe kreuz.net Redaktion: Das obige Bild zeigt nicht die großartige Kathedrale von Winchester,
sondern irgendeine andere Kirche. Bitte um Korrektur. Danke!